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Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

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  1. Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 10:11

    Da haben wir wieder den Spass. Ich bin nun mal ein Softwareingenieur und habe keine Probleme mehr zu verdienen als Frau Bundeskanzlerin (Hauptgehalt).

    Die Qualitätsunterschiede sind nun mal gewaltig. Bei uns Informatikern kommt es darauf an, sich konstant neben der Uni weiterzubiden und den Tellerrand möglichst klein zu halten.

    Beim Softwareentwickeln gibt es die Dreiklassengesellschaft noch. Es gibt den Programmierer (Was soll ich machen?), den Entwickler (Warum soll ich das machen?) und den Softwareingenieur(Wieso wird das überhaupt so gebraucht?).

    Während dir ein Softwareingenieur deine Konzepte zerpflügt und eventuell sogar deine Geschäftsgrundlage anzweifelt, wird dir ein Softwareentwickler sagen, dass deine Softwareumsetzung für diesen Zweck nicht optimal ist, während ein Programmierer dein Geld nimmt und willig und gleichgültig mit dir in die Softwarehölle hinabsteigt und jeden Frameworkmist willig auf jedes Problem anwendet.

    Leider kommen selten echte Ingenieure aus der Uni. Wer von den Tastendrückern unter uns versteht sich schon als angewandter Wissenschaftler? Dabei ist die Softwareentwicklung die reinste Form dessen was einen Ingenieur auszeichnet, da wir es nicht mit physikalischen Unbekannten zu tun haben. Bis aufs letzte Bit ist alles bekannt und beherrschbar. Trotzdem sieht man leider immer wieder Dummheiten, die schon bei einfachen Gedankenspielen auf einem Blatt Papier auffallen.

    Die Softwareentwicklung ist vielleicht eines der Gebiete, auf dem die meisten Entwickler/Programmierer am wenigsten vorausschauen bzw. planen.

    Leider hat sich in den letzten 20 Jahren nichts daran geändert.

  2. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: dura 06.09.17 - 10:47

    Die Bezeichnung Softwareingenieur ist ebenso wie Softwarearchitekt nicht so dolle, da in Deutschland beides geschützte Begriffe sind und nur entsprechend studierten Leuten zusteht.

  3. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Markus08 06.09.17 - 10:59

    dura schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bezeichnung Softwareingenieur ist ebenso wie Softwarearchitekt nicht so
    > dolle, da in Deutschland beides geschützte Begriffe sind und nur
    > entsprechend studierten Leuten zusteht.

    Noch dazu wird gerade in großen Firmen fast jeder Job gleich als SW Ingenieur bezeichnet. Wir haben viele solcher Softwareingenieure und die bilden sich vieles auf ihren Titel ein. Nur gibt es viele andere Programmierer ohne Studium die mehr Erfahrung haben und ihre Leistung auch wesentlich besser ist.
    Gerade bei SW ist es für mich unerheblich was für einen Titel eine Person hat. Wichtig ist das was am Ende raus kommt.

  4. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 11:00

    dura schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bezeichnung Softwareingenieur ist ebenso wie Softwarearchitekt nicht so
    > dolle, da in Deutschland beides geschützte Begriffe sind und nur
    > entsprechend studierten Leuten zusteht.

    Das war jetzt nicht so doll. Ich hab meine Jahre auf der Uni verbracht. Im internationalen Bereich bin ich offizell ein Ingenieur. Das Problem in D ist ehr die Herkunft der Informatik aus der Mathematik.

    Laut Wikipedia: Ingenieur ist die Berufs- bzw. Standesbezeichnung für Fachleute auf dem Gebiet der Technik. Technik ist hier die Gesamtheit der menschlichen Gerätschaften bzw. Maschinen.

    Softwareentwicklung ist ohne Frage die wohl grösste ingenieurtechnische Einzelleistung, welche wir bis heute kennen. Es ist ein integraler Bestandteil fast jeder heutigen komplexen Maschiene. Ohne Software sähe die Entwicklung der letzten 80 Jahre vollständig anders aus.

    Und ja man kann sich streiten, was wichtig ist und was nicht. Letztendlich interessiert es auch nicht wirklich. Aber niemand kann bestreiten, dass das Produkt der softwaretechnischen Bemühungen eine Ingenieursleistung ist.

    Und ja Gewerkschaften, IHK und all der andere Brei liebt das Monopol und die Absprache und wenn jetzt plötzlich die IT oder Teile der IT von der einen zur anderen Zuständigkeit wechseln würden, würden irgendwelche Menschen ihre Aufgaben an andere Menschen verlieren. Aber wen interessiert es, wenn ich sowieso nicht in D arbeite?

  5. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 11:06

    Markus08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dura schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Bezeichnung Softwareingenieur ist ebenso wie Softwarearchitekt nicht
    > so
    > > dolle, da in Deutschland beides geschützte Begriffe sind und nur
    > > entsprechend studierten Leuten zusteht.
    >
    > Noch dazu wird gerade in großen Firmen fast jeder Job gleich als SW
    > Ingenieur bezeichnet. Wir haben viele solcher Softwareingenieure und die
    > bilden sich vieles auf ihren Titel ein. Nur gibt es viele andere
    > Programmierer ohne Studium die mehr Erfahrung haben und ihre Leistung auch
    > wesentlich besser ist.
    > Gerade bei SW ist es für mich unerheblich was für einen Titel eine Person
    > hat. Wichtig ist das was am Ende raus kommt.

    Das Studium befähigt dich nur einen Titel zu führen, aber die ursprüngliche Bezeichnung ist eine Beschreibung einer Tätigkeit bzw. der Fähigkeit zu dieser. Ich kenne Leute, die haben sich Physik selbst beigebracht und sind sehr gute Ingenieure.

    Und wir alle kennen Ärzte. 90% taugen nichts, sobald man als Arzt logisch denken muss (ich hab eine schwere chronische Krankheit und seit Kindheitstagen kenne ich leider viel zu viele davon, und heute nehme ich keine Medikamente mehr, obwohl sich an der Ursache (Genetik) nichts geändert hat).

    Also Studium oder kein Studium interessiert nicht, ob etwas Bestandteil einer Ingenieurswissenschaft ist oder nicht. Das ist nur eine organisatorische Frage.

    PS: Ein Grossteil der Softwareentwickler sind schlechter als sie seien müssten. Es ist schade, dass viele praktische und theoretische Kenntnisse nicht vermittelt werden und man nur durch Zufall oder aus Eigeninteresse über diese stolpert. Ich habe aber auch genug spezielle Themengebiete in der Softwareentwicklung, wo ich völlig inkompetent bin (z.B. Kompressionsalgorithmen kann ich überhaupt nicht).

  6. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Markus08 06.09.17 - 11:18

    @ Kleine Schildkröte
    So sehe ich das auch.
    Ich habe z.B. nicht studiert und arbeite als Software Tester in der Automobilbranche.
    Ich darf mich oft genug mit dem Murks was unserer SW Ingenieure oder SW Entwickler fabrizieren rumärgern. :D

  7. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Geistesgegenwart 06.09.17 - 11:31

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > . Ich habe aber auch genug spezielle Themengebiete in
    > der Softwareentwicklung, wo ich völlig inkompetent bin (z.B.
    > Kompressionsalgorithmen kann ich überhaupt nicht).

    Das sind aber Basics im Informatikstudium, bzw. wurde bei uns alles im Grundstudium abgehakt (verlustfreie wie Lempel-Ziv, Burrows-Wheeler, RLE, Arithmetische Kodierung, Huffman etc. genauso wie Grundlagen bei verlustbehafteter Kompression wie Wavelets, DCT (JPEG) etc.). Sollte ein Informatiker kennen, weil quasi jedes Dateiformat heute in irgend einer Weise mit den vorgenannten Verfahren behandelt wurde.

  8. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 12:23

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > . Ich habe aber auch genug spezielle Themengebiete in
    > > der Softwareentwicklung, wo ich völlig inkompetent bin (z.B.
    > > Kompressionsalgorithmen kann ich überhaupt nicht).
    >
    > Das sind aber Basics im Informatikstudium, bzw. wurde bei uns alles im
    > Grundstudium abgehakt (verlustfreie wie Lempel-Ziv, Burrows-Wheeler, RLE,
    > Arithmetische Kodierung, Huffman etc. genauso wie Grundlagen bei
    > verlustbehafteter Kompression wie Wavelets, DCT (JPEG) etc.). Sollte ein
    > Informatiker kennen, weil quasi jedes Dateiformat heute in irgend einer
    > Weise mit den vorgenannten Verfahren behandelt wurde.

    RLE und co sind jetzt auch nicht, dass was ich meinte. Ich habe mich vorallem auf die Paper zum neuen Videocodec bezogen. Huffman Tree und Gif zeug und LZ1 etc, das ist natürlich bekannt. Ich würde mich aber dennoch als inkompetent bezeichnen, wenn man mir sagt, ich sollte an soetwas mitarbeiten. Würde ich persönlich ablehnen.

  9. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: sp1derclaw 06.09.17 - 13:14

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da haben wir wieder den Spass. Ich bin nun mal ein Softwareingenieur und
    > habe keine Probleme mehr zu verdienen als Frau Bundeskanzlerin
    > (Hauptgehalt).
    > [...]
    > Beim Softwareentwickeln gibt es die Dreiklassengesellschaft noch. Es gibt
    > den Programmierer (Was soll ich machen?), den Entwickler (Warum soll ich
    > das machen?) und den Softwareingenieur(Wieso wird das überhaupt so
    > gebraucht?).
    > [...]
    > Während dir ein Softwareingenieur deine Konzepte zerpflügt und eventuell
    > sogar deine Geschäftsgrundlage anzweifelt, wird dir ein Softwareentwickler
    > sagen, dass deine Softwareumsetzung für diesen Zweck nicht optimal ist,
    > während ein Programmierer dein Geld nimmt und willig und gleichgültig mit
    > dir in die Softwarehölle hinabsteigt und jeden Frameworkmist willig auf
    > jedes Problem anwendet.

    Deine Überheblichkeit steigt dir etwas zu Kopf, mein Lieber. Du deutest an, mehr zu verdienen als die Frau Bundeskanzlerin, stellst ein Modell einer "Dreiklassengesellschaft" auf, bei der du rein zufällig in der obersten Klasse stehst und bist am Ende auch noch stolz drauf, wie gut du Konzepte zerpflücken und Geschäftsgrundlagen anzweifeln kannst. Chapeau!

    Ich bin selbst auch "Studierter" und kann nach einiger Projekterfahrung in der Softwareentwicklung sagen, dass eine "Klasse" nicht grundsätzlich besser oder schlechter ist als die anderen. Wenn ich eine Komponente benötige, die für das Gesamtprojekt eine niedrige Priorität hat, leistet ein "Programmierer", wenn er nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, meist hervorragende Arbeit. Da brauche ich keinen Softwareingenieur, der erstmal wochenlang darüber philosophiert, ob man dieses und jenes gebrauchen könnte und mir irgendwelche Konzepte zerpflückt. Wenn man genug solcher Leute hat, geht das Projekt nämlich gar nicht voran. Auch halte ich nichts davon, wenn manche meinen, aufgrund ihrer gehobenen Position müssten sie sich nicht mehr die Hände schmutzig machen. Das sind dann in der Regel die Minderleister, die als erstes die Kündigung bekommen.

  10. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 13:29

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da haben wir wieder den Spass. Ich bin nun mal ein Softwareingenieur und
    > > habe keine Probleme mehr zu verdienen als Frau Bundeskanzlerin
    > > (Hauptgehalt).
    > > [...]
    > > Beim Softwareentwickeln gibt es die Dreiklassengesellschaft noch. Es
    > gibt
    > > den Programmierer (Was soll ich machen?), den Entwickler (Warum soll ich
    > > das machen?) und den Softwareingenieur(Wieso wird das überhaupt so
    > > gebraucht?).
    > > [...]
    > > Während dir ein Softwareingenieur deine Konzepte zerpflügt und eventuell
    > > sogar deine Geschäftsgrundlage anzweifelt, wird dir ein
    > Softwareentwickler
    > > sagen, dass deine Softwareumsetzung für diesen Zweck nicht optimal ist,
    > > während ein Programmierer dein Geld nimmt und willig und gleichgültig
    > mit
    > > dir in die Softwarehölle hinabsteigt und jeden Frameworkmist willig auf
    > > jedes Problem anwendet.
    >
    > Deine Überheblichkeit steigt dir etwas zu Kopf, mein Lieber. Du deutest an,
    > mehr zu verdienen als die Frau Bundeskanzlerin, stellst ein Modell einer
    > "Dreiklassengesellschaft" auf, bei der du rein zufällig in der obersten
    > Klasse stehst und bist am Ende auch noch stolz drauf, wie gut du Konzepte
    > zerpflücken und Geschäftsgrundlagen anzweifeln kannst. Chapeau!

    Hab ich behauptet, dass Programmierer schlechter oder besser sind? Da rüht jemand wirklich an der Minderwertigkeit. Mehr zu verdienen als Frau Kanzlerin ist nicht schwer, schafft jeder Intendant im öffentlichen Rundfunk.

    Die Klassengesellschaft bezieht sich auf die Fähigkeiten und den eigenen Anspruch. Programmierer hinterfragen nicht sondern machen, Entwickler hinterfragen die Art der Umsetzung und Ingenieure haben das Grosse Ganze auch hinter der Softwareentwicklung mit im Blick.

    Das ich da ganz oben in der Hackordnung stehe, liegt einfach daran, dass ich mich konsequent in diese Richtung entwickelt habe. Und wenn du jetzt wirklichen Klassenkampf willst, bin ich ein kleines licht. Kontostandt unter einer Mrd. Ich hab ehrlich versagt :(. Familie war dann doch im Weg... . Bin aber nicht traurig.

    >
    > Ich bin selbst auch "Studierter" und kann nach einiger Projekterfahrung in
    > der Softwareentwicklung sagen, dass eine "Klasse" nicht grundsätzlich
    > besser oder schlechter ist als die anderen.

    > Wenn ich eine Komponente
    > benötige, die für das Gesamtprojekt eine niedrige Priorität hat, leistet
    > ein "Programmierer", wenn er nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, meist
    > hervorragende Arbeit. Da brauche ich keinen Softwareingenieur, der erstmal
    > wochenlang darüber philosophiert, ob man dieses und jenes gebrauchen könnte
    > und mir irgendwelche Konzepte zerpflückt. Wenn man genug solcher Leute hat,
    > geht das Projekt nämlich gar nicht voran. Auch halte ich nichts davon, wenn
    > manche meinen, aufgrund ihrer gehobenen Position müssten sie sich nicht
    > mehr die Hände schmutzig machen. Das sind dann in der Regel die
    > Minderleister, die als erstes die Kündigung bekommen.

    Ich habe keine gehobenen Positionen. Ich gehe in jedes interessante Projekt rein, arbeite in jeder Rolle und schaue nur auf den Stundenlohn und ob es interessant und entspannt ist und wenn nicht, wird nicht verlängert.

    Inkompetenz entschuldigt für nichts und gute Programmierer sollten auf jeden Fall mehr verdienen als schlechte Ingenieure. Bin da ganz bei dir. Es ging nur um die eigene Ausrichtung und das es nunmal drei Klassen gibt. Hat aber nichts damit zu tun ob jemand kompetent oder mehr bzw. weniger Wert ist.

    Ich werde oft genug gebucht und ende als Programmierer. Erst vor kurzem einen Auftrag gehabt, bei dem ich nach sieben Monaten ende gerufen hat. JBoss Fuse + Inkompetenz ist absolut tötlich. Da war ich absolut unproduktiv und frustriert. Die sind aber auch schon beim dritten Versuch gewesen und selbst bei diesem zwei Jahre über der Zeit und alles ist so teuer geworden, dass man eigentlich wieder neu anfangen muss.

    Nun bin ich bei einer Firma, da werde ich sicher die nächsten zwei Jahre sein. Die Software sieht gut aus, die Hälfte der Leute sind externe Vertragsarbeiter, der Chef (PO) ist Entwickler und alle haben freie Hand und keine Architekturvorgaben von oben. Die haben es einfach begriffen, da ihr alter Versuch auf ESB Basis aufgegeben wurde. Für meine Begriffe zwar noch nicht pragmatisch genug. Halt mittelgrosse Finanzfirma.

    Mein Hintergrund ist übrigens auch von TDD und kleine Firmen rennen grosse Seiten.

    Ich habe in den 18 Jahren prof. Softwareentwicklung genug eigenen Bockmist gemacht, aber ich habe konsequent aus meinen Fehlern gelernt und mich im Studium mit Softwarekomplexität (nicht Codecompl.) auseinander gesetzt und Weltanlyse/Prozessanalyse gelernt.

    Addiere noch zwei Jahre mit schwerer Nahtotkrankheit hinzu und du hast jemanden der etwas direkter ist.

    Das alles macht mich halt zu einer raren Pflanze gemacht. Im Guten wie im Schlechten.

  11. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: NeoTiger 06.09.17 - 13:58

    Ich sag zu meinen Kollegen immer:

    "Wir dürfen uns erst dann mit Recht als Ingenieure sehen, wenn jedes Mal, wenn wir einen Programmierfehler machen, unser Chef den Computer verschrotten und einen neuen anschaffen muss."

  12. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 14:49

    NeoTiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sag zu meinen Kollegen immer:
    >
    > "Wir dürfen uns erst dann mit Recht als Ingenieure sehen, wenn jedes Mal,
    > wenn wir einen Programmierfehler machen, unser Chef den Computer
    > verschrotten und einen neuen anschaffen muss."

    Naja :) Sieh es mal so. Wenn dein Chef kommt und seinen Computer zum Nachbessern vorbei bringt oder ihr von euch aus eine Rückrufaktion.... . Letztendlich sind wir Ingenieure, wenn unser Programmfehler eine Weltraumrakete detoniert oder im Krankenhaus plötzlich zu hektischer Betriebsamkeit bei der Intensivstation führt. Da wir das als Berufsstand schon hinbekommen haben... wir sind definitiv Ingenieure.

    Aber dein Bild bringt schon ein gutes Grinsen.

  13. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: .02 Cents 06.09.17 - 15:49

    Wer in Klassenhierarchien denkt und es als seine Aufgabe ansieht, Geschäftsgrundlagen zu zerpflügen (was auch immer das heißen mag), steckt doch ziemlich tief in den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts. Es gibt sicher entsprechend organisierte Hierarchische Unternehmen, da ist man damit gut aufgehoben ... da zählt dann auch die Art des Anzugs und der Krawatte mehr, als die eigentliche Arbeitsinhalte - das macht solche an Überheblichkeit kaum zu überbietenden Ausführungen leichter zu ertragen, weil man sie zugunsten der Krawattenfarbe ignorieren kann.

  14. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Allandor 07.09.17 - 00:43

    dura schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bezeichnung Softwareingenieur ist ebenso wie Softwarearchitekt nicht so
    > dolle, da in Deutschland beides geschützte Begriffe sind und nur
    > entsprechend studierten Leuten zusteht.

    Deshalb nennen Firmen ihre Mitarbeiter auch Softwareengineer (bin auch einer von denen ^^).
    Man darf es halt nur nicht übersetzen ;)

  15. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Anonymer Nutzer 08.09.17 - 13:17

    Du scheint leider zu vergessen, dass Entwickler/Programmierer ganz weit unten in der Entscheidungskette sitzen.

    Wenn an Deiner beschriebenen Misere jemand Schuld ist, dann doch die Entscheider von oben, von denen immer noch viele z.B. nicht den Wert von Web-Entwicklung & Co. einschätzen bzw. wertschätzen können.

  16. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Kleine Schildkröte 08.09.17 - 16:09

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du scheint leider zu vergessen, dass Entwickler/Programmierer ganz weit
    > unten in der Entscheidungskette sitzen.
    >
    > Wenn an Deiner beschriebenen Misere jemand Schuld ist, dann doch die
    > Entscheider von oben, von denen immer noch viele z.B. nicht den Wert von
    > Web-Entwicklung & Co. einschätzen bzw. wertschätzen können.

    Deshalb weine ich ja meinem letzten Vertragsstelle keine Träne nach. Nun hab ich wieder einen vernünftigen Vertrag mit Verantwortung im kleinen Team :-). Jahresvertrag und wird wohl mindestens zwei Jahre dauern. So muss das sein.

    Das schlimmste was es ja für uns gibt, ist mit den Fehlern der anderen Leben zu müssen und genau zu wissen, dass es sowieso gegen die Wand geht und man letztendlich Wegwerfcode schreibt. Schon oft genug passiert.Halt nicht verlängern und was neues suchen. Jeder neue Vertrag ist eine Wundertüte und manchmal ist da einfach nur Frust drin.

  17. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: Cerdo 09.09.17 - 15:00

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > . Ich habe aber auch genug spezielle Themengebiete in
    > > der Softwareentwicklung, wo ich völlig inkompetent bin (z.B.
    > > Kompressionsalgorithmen kann ich überhaupt nicht).
    >
    > Das sind aber Basics im Informatikstudium, bzw. wurde bei uns alles im
    > Grundstudium abgehakt (verlustfreie wie Lempel-Ziv, Burrows-Wheeler, RLE,
    > Arithmetische Kodierung, Huffman etc. genauso wie Grundlagen bei
    > verlustbehafteter Kompression wie Wavelets, DCT (JPEG) etc.). Sollte ein
    > Informatiker kennen, weil quasi jedes Dateiformat heute in irgend einer
    > Weise mit den vorgenannten Verfahren behandelt wurde.
    In DEINEM Studium vielleicht. In den meisten Informatik-Fachbereichen interessieren Dateiformate keine Sau. Interessant ist meist nur, wie die Daten nach dem Einlesen aussehen.
    Als Software-Ingenieur braucht man meist überhaupt keine Coding-Kenntnisse.

  18. Re: Ich bin aber ein Softwareingenieur?!

    Autor: tha_specializt 11.09.17 - 09:52

    Süss ... du glaubst dass man Kompressionsalgorithmen kennen muss? Komplett unnützes Wissen - zu 100% verschwendete Zeit. Sobald es ne Anforderung für Kompression gibt schaut man sich alle Kandidaten an, wählt einen wohldurchdacht aus, zieht ne passende library und fertig is der Kuchen, man muss keineswegs die mathematischen Hintergründe kennen - es sei denn es gibt KEINE library aber das kommt ungefähr genauso häufig vor wie ein Meteoeriteneinschlag im eigenen Haus

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