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Das ist wie mit...

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  1. Das ist wie mit...

    Autor: Fushimi 16.01.18 - 09:34

    einem Freundschaftsdienst als Handwerker. Machst du das für eine kleine Aufwandsentschädigung im Freundeskreis (Youtuber mit ein paar wenigen Followern), interessiert das in der Regel keinen. Wenn du aber quasi schwarz unter der Hand jeden Tag für 80% des Normalpreises arbeitest (was sich für dich dann aber lohnt, weil die ganzen Steuern und Nebenkosten nicht anfallen), dann bezeichnet man solche Leute als asozial.

    Warum also sollen sich professionelle Youtuber nicht an die gegebenen Regeln halten? Wenn sie die Regeln für unzulässig halten und eine realistische Chance auf Erfolg sehen, dann können sie ja dagegen klagen. Solange aber bitte an die Regeln halten, so widersinnig sie erstmal scheinen.

  2. Re: Das ist wie mit...

    Autor: JackIsBlack 16.01.18 - 09:58

    Fushimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum also sollen sich professionelle Youtuber nicht an die gegebenen
    > Regeln halten?

    Weil ein Stream kein Rundfunk ist. Oder besser gesagt: Nach der aktuellen Auffassung wäre jeder Account, der irgendwie "regelmäßig" mal etwas streamt, zu einer Lizenz verpflichtet.

    > Wenn sie die Regeln für unzulässig halten und eine
    > realistische Chance auf Erfolg sehen, dann können sie ja dagegen klagen.
    > Solange aber bitte an die Regeln halten, so widersinnig sie erstmal
    > scheinen.

    Kommt auch hoffentlich noch. Aber gegen eine Landesmedienanstalt braucht man etwas Feuerkraft.

  3. Re: Das ist wie mit...

    Autor: Dwalinn 16.01.18 - 12:35

    Die großen YouTuber zahlen steuern davon auch sicherlich nicht zu wenig, der ein oder andere tritt mittlerweile auch als Arbeitgeber auf und schafft damit versicherungspflichtige Jobs.

    Hierbei geht es darum jemanden der Streamt eine Rundfunklizenz aufzuschwatzen

  4. Re: Das ist wie mit...

    Autor: dschu 16.01.18 - 12:59

    Ist es nicht so, dass „Donations“, also Geldspenden, wenn es nicht zweckgebunden ist, gar nicht steuerpflichtig ist?
    Klar, das Sponsoring/Advertising generiert steuern, aber ich war immer der Annahme, dass ein Youtuber am meisten Kohle über spenden rein holt.

  5. Re: Das ist wie mit...

    Autor: drpa 16.01.18 - 15:54

    Die "Donations" sind steuerpflichtig.
    Nur weil man es eine Spende nennt, ist es noch lange keine.
    Eher zu vergleichen mit Trinkgeld, welches ja auch versteuert werden muss. Machen vermutlich viele nicht, muss aber auch versteuert werden.
    Solange du keine gemeinnützige Organisation hast und auch als solche anerkannt wirst, muss jeder Cent, der beim Streamen eingenommen wird, versteuert werden.

  6. Re: Das ist wie mit...

    Autor: Dwalinn 16.01.18 - 16:10

    +1

    Ich könnte mir vorstellen das das zumindest vergleichbar mit einer Schenkung ist, hierbei gibt es einen 20.000¤ Freibetrag danach kommen 30-50% Steuern. Allerdings ist das eher im privaten bereich so.


    Ansonsten passt der Auszug von Wikipedia ganz gut.
    Kurz: Er muss die Spenden wie einnahmen behandeln und damit voll bei den Steuern berücksichtigen.

    Nicht abzugsfähige „Spenden“
    In der Umgangssprache werden auch freiwillige Zahlungen z. B. für Freeware oder Donationware oder für kleinere Dienstleistungen als Spende bezeichnet. Hierbei handelt es sich aber um Zahlungen für Lieferungen oder Dienstleistungen (Download). Die Zahlungen sind deshalb keine Spende, die steuerlich abzugsfähig wäre. Für den Zahlungsempfänger sind sie Betriebseinnahmen. Wenn aus diesen Einnahmen nach Abzug der Kosten ein Gewinn entsteht, ist dieser zu versteuern. Je nach Art der Lieferung oder Leistungen ist ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit anzumelden. Für einen vorsteuerabzugsberechtigten Zahlungsempfänger ist die Zahlung ein Bruttobetrag, von dem die darin enthaltene Umsatzsteuer abgeführt werden muss.

    Zusätzlich gibt es insbesondere im Internet inzwischen immer mehr Möglichkeiten, Geld an Hilfsorganisationen zu spenden, die nicht von deutschen Finanzämtern als gemeinnützig anerkannt sind, weil sie beispielsweise ihren Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums haben. In diesem Fall handelt es sich im steuerrechtlichen Sinne nicht um Spenden, sondern um „Schenkungen“.

  7. Re: Das ist wie mit...

    Autor: dEEkAy 16.01.18 - 17:40

    Fushimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > einem Freundschaftsdienst als Handwerker. Machst du das für eine kleine
    > Aufwandsentschädigung im Freundeskreis (Youtuber mit ein paar wenigen
    > Followern), interessiert das in der Regel keinen. Wenn du aber quasi
    > schwarz unter der Hand jeden Tag für 80% des Normalpreises arbeitest (was
    > sich für dich dann aber lohnt, weil die ganzen Steuern und Nebenkosten
    > nicht anfallen), dann bezeichnet man solche Leute als asozial.
    >
    > Warum also sollen sich professionelle Youtuber nicht an die gegebenen
    > Regeln halten? Wenn sie die Regeln für unzulässig halten und eine
    > realistische Chance auf Erfolg sehen, dann können sie ja dagegen klagen.
    > Solange aber bitte an die Regeln halten, so widersinnig sie erstmal
    > scheinen.


    In meinem Bekannten- und Verwandten- sowie Freundeskreis bin ich einer der wenigen mit "Computerahnung". Wie oft ich schon allen möglichen Leuten den Rechner gerettet habe kann ich schon gar nicht mehr sagen. Egal was, für Technik Support bin ich immer zu haben. Vielleicht nen happen Essen nach der Arbeit und die Sache hat sich.

    Wenn ich gleiches jetzt auf Streaming anwende. Zocken tue ich eh immer wieder. Warum nicht einfach Alt + Z -> Broadcast im sowieso installierten GeForce Experience und vielleicht den einen oder anderen Bit kassieren?

    Sofort muss alles mit einer Lizenz reglementiert werden die meiner Meinung nach sowieso nicht der Streamer sondern der Plattformbetreiber bräuchte.

  8. Re: Das ist wie mit...

    Autor: Azzuro 17.01.18 - 00:24

    > Nach der aktuellen
    > Auffassung wäre jeder Account, der irgendwie "regelmäßig" mal etwas
    > streamt, zu einer Lizenz verpflichtet.

    Heise brauchte eine Lizenz, weil sie jeden Donnerstag um 12 Uhr die etwa einstündige "heiseshow" auf ihrer Website streamen. Dummerweise hatten sie bevor sie das Format gestartet ganz brav bei der Landesmedianstalt gefragt, ob das nötig sei. Die haben leider ja gesagt.

  9. Re: Das ist wie mit...

    Autor: Azzuro 17.01.18 - 00:35

    > Sofort muss alles mit einer Lizenz reglementiert werden die meiner Meinung
    > nach sowieso nicht der Streamer sondern der Plattformbetreiber bräuchte.

    Lese ich immer wieder, aber macht keinen Sinn. Die Lizenz braucht derjenige, der das Programm gestaltet und für diese Verantwortlich ist. Nicht der, der den technischen Zugang liefert.

    Wer entscheidet, dass jeden Dienstag um 20:15 "Die Simpsons" läuft - ProSieben oder Unitymedia?

    Wer entscheidet, dass jeden Mittwoch um 22:00 Uhr "Let's Play Wolfenstein" läuft - Gronkh oder Twitch?

    Sollen Unitymedia, Astra, freenet-TV, T-Entertain, Zattoo,... jeweils einen Jugendschutz beauftragten einstellen, der für ALLE Kanäle auf deren Plattformen dafür verantwortlich ist, dass vor 22 Uhr keine ab 16 Inhalte gezeigt werden? Nein. Soll Twitch einen Jugendschutzbeauftragten einstellen, der für ALLE Twitch-Kanäle dafür verantwortlich ist, dass vor 22 Uhr keine ab 16 Inhalte gezeigt werden? Nein.

  10. Re: Das ist wie mit...

    Autor: AllDayPiano 17.01.18 - 07:38

    Ja ist doch auch richtig so. Sonst ist jede Zahlung eine Spende, und jede Lieferung ein Geschenk.

    Ich muss die MwSt. zahlen - also sollen die Geldempfänger ihre USt./EkSt. berappen.

    Ganz abgesehen davon: Bis 9600 Euro glaube ich fällt ohnehin keine Steuer an. Jeder Youtuber ist gleichzeitig auch ein Unternehmer, weil er bei einem monetarisierten Account eine Gewinnerziehlungsabsicht hat. Entsprechend muss er sich halt die paar Euronen auf das Einkommen anrechnen lassen bei der Steuererklärung.

    Und wenn man ehrlich ist: Die Arbeit hinter den meisten Beiträgen ist dermaßen gering, dass ich es nur fair finde, wenn sie das Geld nicht für umme bekommen und das Sozialsystem in Deutschland abstützen.

  11. Re: Das ist wie mit...

    Autor: Dwalinn 17.01.18 - 09:34

    Klar, an einen erfolgreichen Video kann man Wochen gearbeitet haben oder man hat sich nur die mühe gemacht auf "Record" zu drücken, sofern Gewinn erzielt wird muss das bei der Steuer beachte werden.

    Aber das Thema ist ja immer noch Rundfunk oder nicht. Mir ist es auch egal ob ein Gronkh jetzt was zahlen muss die frage ist nur was macht man mit den kleinen und ganz kleinen Streamern? Hier muss man möglichst schnell die Gesetzte/Verordnungen umformulieren um eine klare Rechtssicherheit zu haben.

  12. Re: Das ist wie mit...

    Autor: nille02 17.01.18 - 10:38

    drpa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eher zu vergleichen mit Trinkgeld, welches ja auch versteuert werden muss.

    Das ist so nicht ganz Korrekt. Trinkgeld, das man persönlich bekommt, ist steuerfrei. Das Trinkgeld aus der Kaffeedose an der Kasse, muss dafür aber versteuert werden.
    Trinkgelder die auf der Rechnung mit aufgeführt werden, sind auch zu versteuern. Einige Läden haben angefangen 10% vom Rechnungsbetrag als Trinkgeld zuzüglich zu Buchen und ist damit auch Steuerpflichtig.

    Kurz, dort wo man von einem persönlichem Verhältnis ausgehen kann, müssen keine Steuern bezahlt werden.


    > Solange du keine gemeinnützige Organisation hast und auch als solche
    > anerkannt wirst, muss jeder Cent, der beim Streamen eingenommen wird,
    > versteuert werden.

    So sieht es aus. Wobei die meisten das über ein Kleingewerbe machen können (max 17.500¤ Jahresumsatz), Dann kostet es keine Gewerbe, Umsatz oder Unternehmensteuer und für die Einnahmen müssen dann nur noch Einkommenssteuer gezahlt werden.

  13. Re: Das ist wie mit...

    Autor: nille02 17.01.18 - 10:40

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz abgesehen davon: Bis 9600 Euro glaube ich fällt ohnehin keine Steuer
    > an.

    Aber wer kommt mit so wenig aus? Denn das gilt für das komplette Einkommen. Wer nebenher noch arbeitet oder H4 bekommt liegt da auf jeden Fall drüber.

  14. Re: Das ist wie mit...

    Autor: AllDayPiano 17.01.18 - 11:41

    Na dann soll er halt bleiben lassen, Videos zu machen, wenn er sich die Steuer sparen will.

  15. Re: Das ist wie mit...

    Autor: teenriot* 17.01.18 - 15:32

    Warum nur taucht nirgends in der Wortwahl des Amtes, das Wort Einkommen auf?
    Weil das alles damit nichts zu tun hat!

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