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  5. › Streit um Axanar: Für Star-Trek…

Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

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  1. Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: ManMashine 15.03.16 - 22:59

    Möglichkeit 1:

    Das Projekt wird eingestampft und die Filmemacher werden per Gerichtsbeschluss dazu veranlasst das gedrehte Material zu vernichten oder nie zu veröffentlichen.


    Möglichkeit 2:

    Paramount / CBS schlägt einen Deal vor der vorsieht dass sie den Film bekommen sowie sämtliche Verwertungsrechte. Die Filmemacher und sämtliche Beteiligten werden zu 100% entrechtet und Paramount / CBS bekommt absolute Vollmacht über den Film und würde ihn umschneiden, nachproduzieren, neu drehen, Story ändern, Darsteller austauschen und so weiter und so weiter. Die Crew vom Fanfilm Axanar würde nicht entschädigt werden und am ende höchstens nur die hälfte der Anwaltskosten bezahlen müssen, damit Paramount / CBS sich damit profillieren kann dass man ja am Ende nicht zu harrsch entschieden hätte. Am ende sogar außergerichtlich.



    Konzerne sind sooo dermaßen berechenbar. Würde Gene Roddenberry noch leben und sehen zu welch kommerziellem Spielball seine Idee wurde, es würde ihn umhauen.

    Is doch immer so. Sobald ein multinationaler Konzern seine Einnahmen gefährdet sieht, oder auch nur so etwas wie potential für eine MÖGLICHE eventuelle wahrscheinliche Gefährdung des verkaufes der eigenen Schrottprodukte, wird sofort die gefährlichste und stärkste Waffe benutzt die man besitzt. ANWÄLTE.

    Der Dinosaurier Hollywood will eben, wie so viele andere, einfach nicht in der Gegenwart ankommen und einsehen dass Fans von alten fanchises eben nicht einsehen mit minderwärtigen Reboots gefüttert zu werden und lieber selber entscheiden wie eine vernünftige Fortführung auszusehen hat.

    Ich hoffe dass die Fans und die Crew von Axanar, am ende nicht die Verlierer sein werden. Aber wieder einmal frisst der Kapitalismus seine Kinder und mit ihr derren Kreativität und Motivation.

    Mein Beruf ist es zu sehen und das Gesehene zu zeigen.

  2. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: Moe479 15.03.16 - 23:32

    Ja, das ist schade .. aber wann ändern wir das endlich nachaltig damit so etwas nicht mehr passiert? Wo genau wohnst Du und wann machen wir das genau, ich misse nicht Meckerorgien sondern tasächliche durch wirkliche Entschlossenheit geleitete Handlungen! Wann nehmen wir denen den Gewinn endlich einfach weg? Für was sonst gibt es die verfikte Freiheit, denn diese verfikte Freiheit wartet so etwas von auf die Mutigen, oder nicht mehr?!?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.16 23:32 durch Moe479.

  3. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: Hotohori 15.03.16 - 23:36

    Naja, mal abwarten, vielleicht findet sich ja doch noch irgend eine Lösung, so das der Film wie geplant erscheinen kann, aber halt so das er wirklich als Fan Film durchgeht, also ohne Gewinn.

    Primär hängt das nun jetzt sicherlich alles vom Macher des Fan Films ab. Wenn der sich weiterhin dumm anstellt, dann wird das nichts mehr. Wenn er einknickt und auf seine Anwälte hört, könnte das durchaus vielleicht noch zu einem guten Ende kommen, denn grundsätzlich wissen wir: Paramount/CBS haben nichts gegen reine Fan Filme solange sie nicht kommerziell und frei verfügbar für Alle sind und exakt das ist das Problem hier.

  4. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: ManMashine 16.03.16 - 00:08

    Paramount / CBS hätten einfach, statt die Anwälte loszulassen wie bissige Hunde, einfach auf die Filmemacher zugehen sollen und sagen sollen:

    "hört mal. Scheinbar gibt es ja richtig starkes Interesse an so einem Film. Und wir halten ja eigentlich die Verwertungsrechte für Star Trek inne. Wie wär's denn wenn wir noch etwas zusätzliches Budget springen lassen und wir kümmern uns auch um den Vertrieb, wenn wie die Einnahmen prozentual so aufteilen dass wir das wirtschaftlich vertreten können?"


    DAS wäre eine 1A Reaktion wie aus dem Bilderbuch und ein Kompromiss der für beide Seiten einer Win Win Situation gleichkommen würde. Und Fans würden es danken und denen die Portmonais offenhalten und sie mit Geld zupflastern von oben bis unten.

    Allerdings verlangt man ja schon zu viel wenn man einfach nur mal regulär als Star Trek Fan die offiziellen Veröffentlichungen kaufen will. Ganz besonders in Deutschland. Paramount CBS hällt es scheinbar nicht für notwendig genug VÖs in die Regale der Märkte zu stellen und genug DVDs und Blu-rays nachzupressen obwohl der Bedarf danach immer noch hoch ist und längst nicht jeder die Filme und Serien in seiner Sammlung hat. Schon mal versucht die original Serie im Laden zu kaufen? oder andere Serien von Paramount / CBS (wie z.B. McGyver)? Da findet man NICHTS. Außer vieleicht mal gebraucht (oder neuwertig als italienische oder holländische Version). Aber selbst gebrauchte DVDs und Blu-rays von Star Trek kosten ein Vermögen und man muss sich doch fragen wer für diese ignorante Veröffentlichungspolitik verantwortlich ist?

    Mein Beruf ist es zu sehen und das Gesehene zu zeigen.

  5. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: Trockenobst 16.03.16 - 00:56

    ManMashine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kümmern uns auch um den Vertrieb, wenn wie die Einnahmen prozentual so
    > aufteilen dass wir das wirtschaftlich vertreten können?"

    1 Drehtag nach offiziellen Regeln von Paramount im Valley: nicht unter 500.000$(!)

    Deswegen kostet jeder Hollywood Film mindestens 20 Millionen. Das ist mit den Lizenzen, Gewerkschaften etc. dort nicht anders möglich. Und deswegen drehen immer mehr Filme und Serien in Europa, in Asien oder auch in Südafrika. Wo diese Regeln nicht gelten, wo man einen Drehtag auch für unter 10.000$ für einen Indyfilm haben kann.

    Nach "offizieller" Leseart kann Paramount das Ding gar nicht annehmen, sondern einfach "nur" den Reingewinn abschöpfen, nachdem ein Controller deren Budget mit einem Kamm abgefahren hat. Wenn sie dem nicht zustimmen, können sie von ihren Kickstarterfreunden nicht nur wegen Nichtlieferung verklagt werden, da die Kohle schon ausgegeben wurde ist der Typ wahrscheinlich auch noch Pleite.

    Wie dumm sich auch noch einen Anwalt zu nehmen und wichtig zu machen. Das ist die Hubris eines Irren.

  6. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: Hotohori 16.03.16 - 01:00

    Etwas naiv gedacht, oder?

    Die Fan Film Macher treten den Rechteinhabern auf die Füße und die sollen dann nett und freundlich bei den Film Machern anklopfen und Unterstützung anbieten?

    Sorry, aber so funktioniert unsere Welt nun mal nicht. ;)

  7. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: Komischer_Phreak 16.03.16 - 04:19

    ManMashine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe dass die Fans und die Crew von Axanar, am ende nicht die
    > Verlierer sein werden. Aber wieder einmal frisst der Kapitalismus seine
    > Kinder und mit ihr derren Kreativität und Motivation.

    Die Macher des Films sind selbst astreine Kapitalisten. Erst eine Millionen einstreichen um damit ein eigenes Studio aufzubauen, dann jammern, wenn sich jemand wegen der Copyrights beschwert. Wenn Du ein Filmstudent bist und mit Deinen Kumpels einen Film mit Copyrightverletzungen drehst und auf Youtube veröffentlichst, wird sich keiner beschweren. Wenn Du ernsthaft Geld damit machen willst, und das war eindeutig der Plan, dann kriegst Du halt ein Problem.

    Oder wäre es für Dich ok, wenn die BBC einfach so nen Film dreht? Oder das ZDF? Fox?

    Das war kein Fanprojekt, das war ein kommerzielles Unternehmen, das sich als Fanprojekt verkauft hat.

  8. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: Niaxa 16.03.16 - 08:17

    Aha, also wäre das im etwa so. Du klaust mein Auto und ich soll dich damit dann auch noch zur Arbeit fahren und werde dann mit 2% deines Lohnes abgespeist? Super Idee. Macht aber kein Mensch und würde ich auch nicht tun.

    Bevor man so etwas macht und bevor man damit auch noch in der Presse rumstolziert, sollte man sich informieren, was man darf und was nicht. Was du vorschlägst, darum hätten die Macher des Fanprojekts, sich bereits vor dem Begin bemühen müssen. Einfach mal mit dem Rechteinhaber zusammensetzen. Vielleicht hätte man ja sogar Unterstützung bekommen.

  9. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: S-Talker 16.03.16 - 11:21

    ManMashine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Konzerne sind sooo dermaßen berechenbar. Würde Gene Roddenberry noch leben
    > und sehen zu welch kommerziellem Spielball seine Idee wurde, es würde ihn
    > umhauen.
    >

    Wenn Roddenberry Star Trek komplett allein erfunden hätte, und der Wohltäter wäre, als der er immer hingestellt wird, warum hat dann überhaupt irgend ein Studio irgendwelche Rechte. Müssten die nicht zu 100% bei einer Stiftung liegen, welche die Lizenzen für lau an jeden vergebt, der möchte?

    Irgendeinen Beitrag hat CBS/Paramount geleistet (Starthilfe am Anfang, Finzanzierung, oder direkte Bezahlung für rechte), sonst hätten sie die Rechte an Star Trek nicht.

  10. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: bofhl 16.03.16 - 13:55

    S-Talker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ManMashine schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Konzerne sind sooo dermaßen berechenbar. Würde Gene Roddenberry noch
    > leben
    > > und sehen zu welch kommerziellem Spielball seine Idee wurde, es würde
    > ihn
    > > umhauen.
    > >
    >
    > Wenn Roddenberry Star Trek komplett allein erfunden hätte, und der
    > Wohltäter wäre, als der er immer hingestellt wird, warum hat dann überhaupt
    > irgend ein Studio irgendwelche Rechte. Müssten die nicht zu 100% bei einer
    > Stiftung liegen, welche die Lizenzen für lau an jeden vergebt, der möchte?

    Eben weil Roddenberry kein Wohltäter war, sondern StarTrek schlicht als Auftragsarbeit für das Studio gemacht hat. Auch wurde der komplette 1. Entwurf von Roddenberry vernichtet -auch weil es schlicht Schrott war! Und auch danach wurde es ja bereits nach 2 Staffeln für beendet erklärt - weil es bei dem großen Publikum schlicht nicht ankam.
    Erst durch Aufrufe der Fans wurde eine dritte Staffel gedreht. Da dann der Hype um den Weltraum los ging - alle Sender brachten damals Serien mit dem Thema - kamen dann die Filme.

    >
    > Irgendeinen Beitrag hat CBS/Paramount geleistet (Starthilfe am Anfang,
    > Finzanzierung, oder direkte Bezahlung für rechte), sonst hätten sie die
    > Rechte an Star Trek nicht.

    Die Firma zahlte Roddenberry für die Idee bzw. das Grundgerüst und danach alle Autoren um die Idee in verwertbare Drehbücher umzuwandeln. Das Roddenberry für alles zuständig war, ist schlicht reine Fiction bzw. blos ein Mythos.

  11. Re: Wie ich mir vorstellen könnte wie es ausgeht…

    Autor: ManMashine 16.03.16 - 22:00

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Oder wäre es für Dich ok, wenn die BBC einfach so nen Film dreht? Oder das
    > ZDF? Fox?
    >


    Und OB Das ok für mich wäre!!!! ALLES tausendmal besser als das dauer-mittelmaß wie Tatort oder Rosaminde Pilcher, mit dem das ZDF die Zwangsgebüren vernichtet.
    Einen ordentlichen deutschen Sci-Fi würde ich liebend gerne mal wieder sehen. Solange man nicht unbedingt Till Geiger oder Mathias Halt-die-Fresse-Höfer oder Elias M.ubarak oder Veronica Ferrererreres oder Heino Eingepfercht oder Jürgen HatNenVogel da hineincasten muss weil es die korrupte deutsche Film- und Fernsehlandschaft eben nicht anders kennt.

    Mein Beruf ist es zu sehen und das Gesehene zu zeigen.

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