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Wasserstoff

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  1. Wasserstoff

    Autor: smabalambajamba 24.06.17 - 14:18

    Warum wandelt man überschüssigen Strom nicht einfach durch Elektrolyse zu Wasserstoff um?(80% Effizienz)
    Den Wasserstoff kann man im Gemisch mit Sauerstoff direkt wieder verstromen wenn benötigt oder man wandelt den Wasserstoff weiter zu Methan wenn man C0² hinzugibt also Gas. Das Gas kann man halt einfach ins Netz geben bzw damit ein großes Gaskraftwerk befeuern, das zuvor verwendete Co2 pumpt man halt dann wieder in die Luft, könnte man denke ich aber auch auffangen und zur Methanisierung nochmals verwenden(geschlossener Kreislauf). Autos kann man auch mit Wasserstoff betreiben, wegen Rost wäre aber wohl Methan auch hier besser oder eben Elektroautos wobei letztere den Strom aus dem netz beziehen und die Effizienz nochmals steigen könnte weil Gaskraftwerke besser skalieren.
    Im übrigen sollte man Frankreich mal dazu verdonnern ebenfalls mit Atomenergie aufzuhören. Die pumpen unmengen von radioaktivem Müll ins Meer(Atommüll).
    Auch wenn die da drüben von Aufbereitung labern die wahrheit ist: Von den abgebrannten Stäben kann man hinterher nur ca. 10% verwenden.
    "Dieser enthält etwa 96 % Uran, 1 % Plutonium und 3 % Spaltprodukte".
    Von den 96% unreinen uran bekommt man 9% reines Uran raus also unterm Strich ganze 10% neu zu verwendender Brennstoff. 90% von den Stäben sind Endmüll. Lagerung ist zweifelhaft.
    Mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitungsanlage_La_Hague
    Dadurch das die da permanent Müll ins meer pumpen, verdunstet dieses Wasser und kommt als Regen hier teilweise runter. Aufbereitet wird das zeug übrigens von den Russen in Tomsk.
    Den Franzosen müsste man dafür mal richtig auf den Sack hauen.Grundsätzlich kann jeder sein Land so verpesten wie er will das Problem was ich sehe ist das wir aber bei Unfällen den Fallout voll abbekommen und die Politik/Menschen anscheinend absolut 0 Ahnung haben was da eigentlich abgeht weil alle Unfälle, die Verseuchung einfach tot geschwiegen wird.

  2. Re: Wasserstoff

    Autor: MarioWario 24.06.17 - 14:22

    Ist eh alles hysterischer Terror von grünifizerten Christdemokraten, eigentlichen reichten kleine Gasturbinen mit Russen-Gas und Kuh-Kacke vollkommen aus, aber die Energiekonzerne und Windkraft-Spekulanten sollen noch was verdienen - läßt sich ansonsten nicht logisch erklären.

  3. Re: Wasserstoff

    Autor: Anonymer Nutzer 24.06.17 - 15:35

    Reinen Wasserstoff kann man sogar bis zu einem gewissen Anteil ins öffentliche Erdgasnetz einspeisen. Für den Anfang würde das reichen. Ein paar Anlagen gibt es schon.

    Für die 700 Millionen jährlich könnte man viele solcher Anlagen bauen. Wenn die Kosten real wären, würde man das wohl auch machen. Ich denke eher, dass die Kosten politisch hoch gerechnet werden, um damit bestimmte Themen durchzusetzen. Wie die im Artikel erwähnte "Strommaut".

  4. Re: Wasserstoff

    Autor: EWCH 24.06.17 - 17:20

    > "Dieser enthält etwa 96 % Uran, 1 % Plutonium und 3 % Spaltprodukte".
    > Von den 96% unreinen uran bekommt man 9% reines Uran raus also unterm
    > Strich ganze 10% neu zu verwendender Brennstoff. 90% von den Stäben sind
    > Endmüll. Lagerung ist zweifelhaft.

    Was bitte soll "unreines Uran" genau bedeuten ? Gemeint ist wohl das Isotop 238 was in der Natur mit grossem Abstand am haeufigsten vorkommt. Dieses kann man in Brutreaktoren verwenden oder auch wieder in die Mienen zurueckbringen aus denen es gekommen ist. Es hat sich ja weder chemisch noch physikalisch veraendert, also wieso sollte jetzt auf einmal die Lagerung ein Problem sein ?

  5. Re: Wasserstoff

    Autor: bombinho 24.06.17 - 17:31

    Es gibt Minen, in denen metallisches Uran abgebaut wird? Von Menschen?

  6. Re: Wasserstoff

    Autor: Xstream 24.06.17 - 21:32

    Weil 80% Wirkungsgrad immer noch viel schlechter als eine sehr sehr sehr lange Stromtrasse sind, die Elektrolyseanlagen sehr teuer in Errichtung in Betrieb sind und man bei Speicherung und Nutzung noch deutlich schlechtere Wirkungsgrade hat, sodass die Gesamte Energiekette extrem ineffizient und teuer ist.

  7. Re: Wasserstoff

    Autor: Xstream 24.06.17 - 21:35

    Es gibt Weltweit genau einen (halb)kommerziellen Brutreaktor

  8. Re: Wasserstoff

    Autor: David64Bit 24.06.17 - 22:10

    Das witzige ist ja, dass es in Deutschland schon 700-800 Kilometer lange Wasserstoffpipelines gibt. D.h. es wäre erheblich einfacher, ein paar von diesen Pipelines hier nach unten zu basteln, als andersherum. Und da das Niederdruckpipelines sind (also im Prinzip das gleiche, wie Erdgas), sind die Kosten verschwindend gering. Die Elektrolyse kostet durch den Überstrom so gut wie kein Geld und Wasserstoff lässt sich zum größten Teil einfach verfeuern - und am Ende kommt nur H2O bei raus. Und da es das alles im Überfluss gibt und sich die Kosten für das ganze sehr im Rahmen hält...

  9. Re: Wasserstoff

    Autor: Eheran 24.06.17 - 22:44

    >Und da das Niederdruckpipelines sind (also im Prinzip das gleiche, wie Erdgas), sind die Kosten verschwindend gering.

    Ich zitiere mal Wiki:
    >Der Überdruck in Gasleitungen liegt zwischen 200 bar in Hochdrucktransportleitungen über 800 Millibar in Mitteldruckleitungen bis hinunter zu 50 und 20 Millibar in Straßen bzw. Hausanschlüssen.
    Wobei die richtigen Pipelines von A nach B natürlich Hochdruck sind und erst die örtliche Verteilung dann mit geringen Drücken stattfindet, analog zum Stromnetz und aus den selben Gründen. Das sind keine geringen Kosten und schon gar keine verschwindend geringen - aber unglaublich teuer ist es natürlich auch nicht.

    >Wasserstoff lässt sich zum größten Teil einfach verfeuern
    Welches Kraftwerk kann Wasserstoff verstromen? Ist das wirklich so einfach? Rein theoretisch wäre das jedenfalls schon interessant, man könnte Rein(st)wasserkondensat von hoher Temperatur als Nebenprodukt nutzen.

    Trotzdem müsste man für all das viel Geld in die Hand nehmen und hat dann noch an jeder Stelle reichlich Verluste.

  10. Re: Wasserstoff

    Autor: masel99 24.06.17 - 23:54

    Was verstehst du unter Niederdruckpipeline? Die Rhein-Ruhr-Wasserstoffpipeline wird mit etwa 25bar betrieben (andere auch schon mal mit 100bar), weil man da nun mal eine gewisse Menge Gas durchleiten will. So günstig sind die bei dem Druck dann auch nicht. Der Heizwert von Wasserstoff beträgt etwa 3kWh/m³ (bei Normaldruck). So eine Drehstromhochspannungssystem kann >1 GW übertragen.

    Es mag ja auch sein, dass Strom zur Überflusszeit aufgrund der Marktsituation teilweise nicht viel kostet. Das ist aber kein Dauerzustand. Die Kette Strom -> Wasserstoff -> Strom hat einen Wirkungsgrad von etwa 50%. (Zum Vergleich eine Hochspanungsleitung hat Übertragungsverluste von etwa 1% pro 100km). Also einfach noch ein paar mehr Solar-und Windkraftwerke und Elektrolysestationen aufstellen, die Kosten halten sich ja im Rahmen? Als Überschuß-Speichertechnologie wenn sonst nichts anderes zur Verfügung steht (z.B. Pumpspeichersysteme, Akkusysteme, andere Kraftwerke die man abregeln kann, ...) mag es aber eine gewisse Berechtigung haben.

  11. Re: Wasserstoff

    Autor: masel99 25.06.17 - 00:08

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welches Kraftwerk kann Wasserstoff verstromen? Ist das wirklich so einfach?

    Nein, die Verbrennungstemperaturen sind schon "etwas" höher.

  12. Re: Wasserstoff

    Autor: Katsuragi 25.06.17 - 02:39

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Welches Kraftwerk kann Wasserstoff verstromen? Ist das wirklich so
    > einfach?
    >
    > Nein, die Verbrennungstemperaturen sind schon "etwas" höher.

    und es entstehen weiterhin Stickstoffoxide bei Verbrennung zusammen mit Luft und etliche andere Schadstoffe durch Verunreinigungen, z.B. wegen Schmierstoffen. So richtig "sauber" ist das also auch nicht - wenn auch besser als fossile Brennstoffe.

    Strom direkt zu verteilen ist definitiv die bessere Lösung. Und außerdem fühle ich mich mit einer Stromtrasse in der Umgebung irgendwie sicherer als mit einer Leitung, durch die unter hohem Druck gewaltige Mengen des "extrem reaktionsfreudigen" und flüchtigen Wasserstoffs geschossen werden...

  13. Re: Wasserstoff

    Autor: bombinho 27.06.17 - 13:28

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rein theoretisch wäre das jedenfalls schon interessant, man könnte
    > Rein(st)wasserkondensat von hoher Temperatur als Nebenprodukt nutzen.

    Bei den meisten dabei auftretenden Temperaturen ist der Wasserdampf als auch das Kondensat hochkorrosiv.
    Man koennte den Wasserstoff mit Luftvormischung verbrennen, das waere auf der Brennerseite relativ unkompliziert aber dann kommt da eher eine relativ schwache Salpetersaeure und kein Reinwasserkondensat raus. (Plus weitere Verunreinigungen)

    Alternativ muesste man mit Sauerstoff verbrennen. Entsprechende Brenner sind aus der Raketenforschung bekannt, es muesste mehrstufig abgebrannt werden sonst schneidet sich der Primaerbrenner durch den Waermetauscher. Und woher nimmt man den Sauerstoff kostenguenstig?

  14. Re: Wasserstoff

    Autor: Eheran 27.06.17 - 16:31

    Sehr interessant, danke!

  15. Re: Wasserstoff

    Autor: Yian 29.06.17 - 18:44

    Finde ich auch: sehr interessante Diskussion (ohne Ironie)

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