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Grund zur Freude?

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  1. Grund zur Freude?

    Autor: spacecadet 02.07.14 - 15:43

    Jemand hat das neulich mal in einer Diskussion, wo Web-Leute mit Industriemenschen diskutierten, schön auf den Punkt gebracht. Sagte ein Programmierer zu einem Siemens-Manager, um ihm die Situation im Web zu verdeutlichen: Seien Sie froh, dass Google noch nicht auf die Idee gekommen ist, Gasturbinen zu bauen.

    Es scheint mir als würden hier überwiegend reine Anwender diskutieren. Von daher ist das Bequemlichkeitsargument nachvollziehbar. Ich finde es ja auch praktisch, kenne aber auch die andere Seite.
    Ob dieselben Leute immer noch so reden würden, wenn sie selbst eine Website betreiben (und davon leben), und ihnen mal der Traffic wegbleibt, weil Google mal nebenbei ihr Geschäftsmodell marginalisiert hat, wage ich zu bezweifeln.

    In einigen Fällen finde ich das sogar gut, weil es einen dazu bringt, darüber nachzudenken, wie man innovativere Inhalte erstellen kann. Doch auf der anderen Seite, wenn man das Beispiel mal in die Zukunft prolongiert, sehe ich das nicht ganz so unproblematisch. Google baut eigene Autos, hat seine eigenen Satelliten etc. etc.

    Spätestens wenn Google das Geschäftsmodel IHRER Firma plättet, werden Sie vielleicht umdenken.

  2. Re: Grund zur Freude?

    Autor: plutoniumsulfat 02.07.14 - 15:46

    Google bietet doch relativ einfache Informationen sofort an. Wer will denn Geld damit verdienen, WM-Ergebnisse anzuzeigen? Wenn ich allerdings was über die Stadien wissen wollen würde, dann kann ich natürlich immer noch auf die Seite gehen.

    Google kann solch komplizierte Services eben nicht anbieten.

  3. Re: Grund zur Freude?

    Autor: mnementh 02.07.14 - 15:51

    spacecadet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jemand hat das neulich mal in einer Diskussion, wo Web-Leute mit
    > Industriemenschen diskutierten, schön auf den Punkt gebracht. Sagte ein
    > Programmierer zu einem Siemens-Manager, um ihm die Situation im Web zu
    > verdeutlichen: Seien Sie froh, dass Google noch nicht auf die Idee gekommen
    > ist, Gasturbinen zu bauen.
    >
    > Es scheint mir als würden hier überwiegend reine Anwender diskutieren. Von
    > daher ist das Bequemlichkeitsargument nachvollziehbar. Ich finde es ja auch
    > praktisch, kenne aber auch die andere Seite.
    > Ob dieselben Leute immer noch so reden würden, wenn sie selbst eine Website
    > betreiben (und davon leben), und ihnen mal der Traffic wegbleibt, weil
    > Google mal nebenbei ihr Geschäftsmodell marginalisiert hat, wage ich zu
    > bezweifeln.
    >
    > In einigen Fällen finde ich das sogar gut, weil es einen dazu bringt,
    > darüber nachzudenken, wie man innovativere Inhalte erstellen kann. Doch auf
    > der anderen Seite, wenn man das Beispiel mal in die Zukunft prolongiert,
    > sehe ich das nicht ganz so unproblematisch. Google baut eigene Autos, hat
    > seine eigenen Satelliten etc. etc.
    >
    > Spätestens wenn Google das Geschäftsmodel IHRER Firma plättet, werden Sie
    > vielleicht umdenken.
    Bah, das ist dieses ganze Kommerzdenken.
    Das Internet besteht nicht nur aus kommerziellen Webseiten.
    Und die kommerziellen Webseiten müssen halt in der Umgebung leben die existiert. Das trifft für jedes Geschäft zu. Autos haben den Markt für Kutschen ruiniert. Das ist normal. Man kann gegen Google bestehen - mit dem richtigen Geschäftskonzept.

  4. Re: Grund zur Freude?

    Autor: Trollversteher 02.07.14 - 15:59

    >Bah, das ist dieses ganze Kommerzdenken.

    Äh, es geht hier um den größten "Kommerzdenker", den es im Webumfeld gibt... und der hat eine Monopolstellung, und die darf er nicht missbrauchen. Ebenso wie Microsoft in den 90ern nicht mal eben alle Browserhersteller durch die Einführung eines fest in Windowes integrierten Standardbrowsersplatt machen durfte.

    >Das Internet besteht nicht nur aus kommerziellen Webseiten.
    >Und die kommerziellen Webseiten müssen halt in der Umgebung leben die existiert. Das trifft für jedes Geschäft zu. Autos haben den Markt für Kutschen ruiniert. Das ist normal.

    Schlechter Vergleich. Es gab nicht den EINEN großen Weltkonzern, der mehr oder weniger den Zugang zu allen Strassen der Welt beherrscht hat, und seine Marktmacht missbraucht hat um die Kutschen mit einem eigenen Produkt zu verdrängen.

    Und was willst Du damit sagen - dass ein Google dominiertes Netz die bessere und überlegene Alternative zum WWW ist?

    >Man kann gegen Google bestehen - mit dem richtigen Geschäftskonzept.

    Sagt sich immer leicht als jemand der nicht betroffen ist...

  5. Re: Grund zur Freude?

    Autor: spacecadet 02.07.14 - 16:51

    Ich denke nur bei einfachen Services bzw. allgemein verfügbaren Infos wird es nicht bleiben. Schau Dir doch die Liste der Firmen an, die G. erst kürzlich gekauft hat.
    Auch wenn es vermutlich bequem sein wird - Ich persönlich möchte nicht in einer reinen Google Welt leben.

  6. Re: Grund zur Freude?

    Autor: spacecadet 02.07.14 - 17:01

    > Bah, das ist dieses ganze Kommerzdenken.

    Ich lebe nun mal vom webdesignen bzw. von meinen eigenen Projekten. Du?

    Ironischerweise hat Google mit Adsense sowas für Leute wie mich überhaupt erst möglich gemacht.

    > Und die kommerziellen Webseiten müssen halt in der Umgebung leben die
    > existiert. Das trifft für jedes Geschäft zu. Autos haben den Markt für
    > Kutschen ruiniert. Das ist normal. Man kann gegen Google bestehen - mit dem
    > richtigen Geschäftskonzept.

    Ich glaube nicht, dass die damalige Autoindustrie der monopolartigen Stellung, die Google heute innehat, auch nur im Geringsten nahe kommt.
    Ich glaube da machst Du es Dir etwas zu einfach.

  7. Re: Grund zur Freude?

    Autor: sedremier 02.07.14 - 17:03

    Eine Reine Google-Welt wäre schlecht...

    Wie übel es in einer Welt ohne Feind aussieht, kann man hervorragend an der Entwicklung der Sozialstaaten seit dem Ende des kalten Krieges sehen: Keine Konkurrenz die es auszustechen gibt? Dann bleibt im guten Falle der Stillstand, und im Normalfalle zerlegt sich alles selbst durch den Aktivismus Unfähiger.

    Also ja zur Konkurrenz.
    Nein zur Google-Welt.

    Aber definitiv JA dazu, dass die bessere Lösung (in diesem Fall google: Übersichtliches Ergebnis vs Werbeseiten mit vergrabenen Antworten) sich durchsetzt.

    Die Kutscher waren bestimmt auch nicht froh, als sich die Automobile durchsetzten.

  8. Re: Grund zur Freude?

    Autor: Johnny Cache 02.07.14 - 17:09

    spacecadet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke nur bei einfachen Services bzw. allgemein verfügbaren Infos wird
    > es nicht bleiben. Schau Dir doch die Liste der Firmen an, die G. erst
    > kürzlich gekauft hat.

    Die Firmen dürften wohl ausgesorgt haben. Wer gut ist hat entweder selber Erfolg oder wird aufgekauft. Wer schlecht ist natürlich nicht.

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

  9. Re: Grund zur Freude?

    Autor: mnementh 03.07.14 - 01:32

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Bah, das ist dieses ganze Kommerzdenken.
    >
    > Äh, es geht hier um den größten "Kommerzdenker", den es im Webumfeld
    > gibt... und der hat eine Monopolstellung, und die darf er nicht
    > missbrauchen. Ebenso wie Microsoft in den 90ern nicht mal eben alle
    > Browserhersteller durch die Einführung eines fest in Windowes integrierten
    > Standardbrowsersplatt machen durfte.
    >
    Inwiefern Monopolstellung ausnutzen? Google und wm2014-info machen das gleiche: eine mehr oder weniger nützliche Webseite auf der sie hoffen durch Werbung Geld zu verdienen. Google bietet an dem Benutzer Informationen zu beschaffen - entweder direkt angezeigt oder per Link zu anderen Seiten. Die WM-Seite bietet (schlecht aufbereitet) Informationen zu einem bestimmten Thema an. Es sind konkurrierende Seiten - und der Betreiber von wm-Infos heult rum weil ein Konkurrent ihm Konkurrenz macht. So what.

    > >Das Internet besteht nicht nur aus kommerziellen Webseiten.
    > >Und die kommerziellen Webseiten müssen halt in der Umgebung leben die
    > existiert. Das trifft für jedes Geschäft zu. Autos haben den Markt für
    > Kutschen ruiniert. Das ist normal.
    >
    > Schlechter Vergleich. Es gab nicht den EINEN großen Weltkonzern, der mehr
    > oder weniger den Zugang zu allen Strassen der Welt beherrscht hat, und
    > seine Marktmacht missbraucht hat um die Kutschen mit einem eigenen Produkt
    > zu verdrängen.
    >
    Google beherrscht nicht den Zugang zu den Straßen. Ich kann jederzeit die URL http://www.wm2014-infos.de/ in meinem Browser eintippen und Google wird mich nicht im Geringsten daran hindern diese Seite zu besuchen.

    > Und was willst Du damit sagen - dass ein Google dominiertes Netz die
    > bessere und überlegene Alternative zum WWW ist?
    >
    > >Man kann gegen Google bestehen - mit dem richtigen Geschäftskonzept.
    >
    > Sagt sich immer leicht als jemand der nicht betroffen ist...
    Bin ich nicht betroffen? Ich habe Seiten im Internet, auch wenn ich kein Gewinnerzielungsinteresse mit diesen habe. Hätte ich dieses, so würde ich darüber nachdenken wie ich sinnvoll Geld damit verdienen kann. Ich verlangen nicht von Google mich zu alimentieren, indem sie mir garantiert Besucher auf die Seite leiten.

  10. Re: Grund zur Freude?

    Autor: mnementh 03.07.14 - 01:43

    spacecadet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bah, das ist dieses ganze Kommerzdenken.
    >
    > Ich lebe nun mal vom webdesignen bzw. von meinen eigenen Projekten. Du?
    >
    Ich bin Programmierer.

    > Ironischerweise hat Google mit Adsense sowas für Leute wie mich überhaupt
    > erst möglich gemacht.
    >
    Schön. Und Du was ist nun der Vorwurf gegenüber Google?

    > > Und die kommerziellen Webseiten müssen halt in der Umgebung leben die
    > > existiert. Das trifft für jedes Geschäft zu. Autos haben den Markt für
    > > Kutschen ruiniert. Das ist normal. Man kann gegen Google bestehen - mit
    > dem
    > > richtigen Geschäftskonzept.
    >
    > Ich glaube nicht, dass die damalige Autoindustrie der monopolartigen
    > Stellung, die Google heute innehat, auch nur im Geringsten nahe kommt.
    > Ich glaube da machst Du es Dir etwas zu einfach.
    Ich glaube Du machst es Dir zu einfach. Für die Kutscher war es Wurst ob es einen oder mehrere Autohersteller gab. Und es gab in den wichtigen Märkten nur einen, beispielsweise nur Ford in den USA. Die Monopolstellung war durchaus gegeben.

    Aber ich weiß auch nicht inwiefern es relevant ist. Google hindert Dich ja nicht daran Deine Webseite ins Netz zu stellen und mit Werbung Geld zu verdienen. Das worüber sich im Prinzip aufgeregt wird ist, dass Google nicht dafür garantiert Traffic auf Deine Seite zu erzeugen. Aber da Du als Seitenbetreiber >Google auch nicht dafür bezahlst Traffic auf Deine Seite zu bringen ist das schon OK.

  11. Re: Grund zur Freude?

    Autor: SelfEsteem 03.07.14 - 06:04

    spacecadet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jemand hat das neulich mal in einer Diskussion, wo Web-Leute mit
    > Industriemenschen diskutierten, schön auf den Punkt gebracht. Sagte ein
    > Programmierer zu einem Siemens-Manager, um ihm die Situation im Web zu
    > verdeutlichen: Seien Sie froh, dass Google noch nicht auf die Idee gekommen
    > ist, Gasturbinen zu bauen.
    >
    > Es scheint mir als würden hier überwiegend reine Anwender diskutieren. Von
    > daher ist das Bequemlichkeitsargument nachvollziehbar. Ich finde es ja auch
    > praktisch, kenne aber auch die andere Seite.
    > Ob dieselben Leute immer noch so reden würden, wenn sie selbst eine Website
    > betreiben (und davon leben), und ihnen mal der Traffic wegbleibt, weil
    > Google mal nebenbei ihr Geschäftsmodell marginalisiert hat, wage ich zu
    > bezweifeln.
    >
    > In einigen Fällen finde ich das sogar gut, weil es einen dazu bringt,
    > darüber nachzudenken, wie man innovativere Inhalte erstellen kann. Doch auf
    > der anderen Seite, wenn man das Beispiel mal in die Zukunft prolongiert,
    > sehe ich das nicht ganz so unproblematisch. Google baut eigene Autos, hat
    > seine eigenen Satelliten etc. etc.
    >
    > Spätestens wenn Google das Geschäftsmodel IHRER Firma plättet, werden Sie
    > vielleicht umdenken.

    Ich fasse zusammen:
    Du bist gegen unsere Wirtschaftsform und haettest lieber die Planwirtschaft, weil dir dann keiner dein Geschaeft damit kaputt machen kann, dass er einfach besser ist also du. So korrekt?

    Haette man in der Schule ein einziges mal aufgepasst und nicht nur aus dem Fenster geschaut, so haette man eines begriffen: Wirtschaft ist sooo einfach und man hat augenblicklich Erfolg, wenn man einfach nur mal gut in seinem Job ist.
    Wenn man keinen Erfolg hat, so sollte man sich evtl. einen neuen Job suchen, denn man ist einfach nicht gut darin.

    Und nein, ich bin nicht verpflichtet, die Arbeit von irgendeinem Dritten fuer gut zu befinden, nur weil der sonst stinkesauer ist.
    So funktioniert Wirtschaft, so funktioniert die Natur und alles Leben da draussen vor der Tuer. Wer damit nicht zurecht kommt, braucht Hilfe, ja, aber ... keine politische.

  12. Re: Grund zur Freude?

    Autor: luzipha 03.07.14 - 07:19

    SelfEsteem schrieb:
    >Wer damit nicht zurecht kommt, braucht Hilfe, ja, aber ... keine politische.

    Na das nenne ich aber Weltfremd! In unserer übersozialisierten Weltvorstellung kann es doch nicht sein, dass ein funktionierendes System nicht durch die Politik kaputtreguliert wird! ;)

  13. Allerdings.

    Autor: sedremier 03.07.14 - 07:28

    Und wenn man es mal genau betrachtet, dann dürfte google immernoch mehr "traffic" auf die webseite leiten, als wenn es kein google gäbe.

    Und nun finden es einige Websitebetreiber echt gemein, dass nicht ALLE zu ihnen geschickt werden...

    Es stehe jedem frei NICHT bei google indiziert zu werden (robots). Ansonsten kostet es die Webseitenbetreiber GAR NICHTS, dass sie von millionen potentiellen Kunden gefunden werden können. Wichtig daran: "potentiell", "können" und "kostet gar nichts".


    Wie wäre es hiermit:
    Webseiten müssen google für jede Weiterleitung auf ihre Seite bezahlen.
    Vielleicht in Höhe von 99% der daraus resultierenden Werbeeinnahmen, welche ohne eine Weiterleitung von google aus gar nicht zustande gekommen wären. Dafür werden die Informationen dann auch nicht bei google direkt angezeigt.

  14. Re: Grund zur Freude?

    Autor: Trollversteher 03.07.14 - 08:47

    >Inwiefern Monopolstellung ausnutzen? Google und wm2014-info machen das gleiche: eine mehr oder weniger nützliche Webseite auf der sie hoffen durch Werbung Geld zu verdienen. Google bietet an dem Benutzer Informationen zu beschaffen - entweder direkt angezeigt oder per Link zu anderen Seiten. Die WM-Seite bietet (schlecht aufbereitet) Informationen zu einem bestimmten Thema an. Es sind konkurrierende Seiten - und der Betreiber von wm-Infos heult rum weil ein Konkurrent ihm Konkurrenz macht. So what.

    Machen sie nicht - Google ist faktisch das Tor zum Internet - für viele DAUs IST Google "das Internet". Damit haben sie ein quasi Monopol. Anders wäre es, wenn der Internet Suchdienst von einer unabhängigen, non-profit Organisation betrieben würde, und Suchmaschinen wie Google & Co und Meta-Crawldienste anbieten würden - dann könnten sie nämlich nicht entscheiden, wer wo bei einer Suche gelistet wird, und die Konkurrez hätte die gleiche Chance, solche Meta-Dienste anzubieten, weil alle auf die gleichen Resourcen zurückgreifen würden.
    Ist im Grunde wie damals mit Microsoft in den 90ern: Da sie ein quasi-Monopol auf Desktop-Betriebssysteme hatten, durften sie ihren Browser nicht so in ihr System integrieren wie sie wollten - weil sie damit ihre Monopolstellung ausgenutzt hätten um andere Browserhersteller zu benachteiligen. Freie Marktwirtschaft funktioniert eben nur mit effektiver Regulierung von Monopolstellungen.

    >Google beherrscht nicht den Zugang zu den Straßen. Ich kann jederzeit die URL http://www.wm2014-infos.de/ in meinem Browser eintippen und Google wird mich nicht im Geringsten daran hindern diese Seite zu besuchen.

    Ja, so wie der Bauer ja auch jederzeit mit seiner Kutsche über einen Feldweg oder queer über die Wiese fahren kann. Macht aber keiner. Oder kennst Du einen DAU, der noch gezielt die genaue Webadresse eingibt, wenn er eine Seite Aufruft? Zudem ist bei allen Browsern schon seit geraumer Zeit die URL-Eingabezeile mit der Suchmaschine verknüpft. Mal abgesehen davon, dass Du die URL ja auch erst mal irgendwoher beziehen musst.

    >Bin ich nicht betroffen? Ich habe Seiten im Internet, auch wenn ich kein Gewinnerzielungsinteresse mit diesen habe. Hätte ich dieses, so würde ich darüber nachdenken wie ich sinnvoll Geld damit verdienen kann. Ich verlangen nicht von Google mich zu alimentieren, indem sie mir garantiert Besucher auf die Seite leiten.

    Also bist Du nicht betroffen. Und im Konjunktiv kann jeder gut Reden.

  15. Re: Grund zur Freude?

    Autor: mnementh 03.07.14 - 11:50

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Inwiefern Monopolstellung ausnutzen? Google und wm2014-info machen das
    > gleiche: eine mehr oder weniger nützliche Webseite auf der sie hoffen durch
    > Werbung Geld zu verdienen. Google bietet an dem Benutzer Informationen zu
    > beschaffen - entweder direkt angezeigt oder per Link zu anderen Seiten. Die
    > WM-Seite bietet (schlecht aufbereitet) Informationen zu einem bestimmten
    > Thema an. Es sind konkurrierende Seiten - und der Betreiber von wm-Infos
    > heult rum weil ein Konkurrent ihm Konkurrenz macht. So what.
    >
    > Machen sie nicht - Google ist faktisch das Tor zum Internet - für viele
    > DAUs IST Google "das Internet". Damit haben sie ein quasi Monopol. Anders
    > wäre es, wenn der Internet Suchdienst von einer unabhängigen, non-profit
    > Organisation betrieben würde, und Suchmaschinen wie Google & Co und
    > Meta-Crawldienste anbieten würden - dann könnten sie nämlich nicht
    > entscheiden, wer wo bei einer Suche gelistet wird, und die Konkurrez hätte
    > die gleiche Chance, solche Meta-Dienste anzubieten, weil alle auf die
    > gleichen Resourcen zurückgreifen würden.
    > Ist im Grunde wie damals mit Microsoft in den 90ern: Da sie ein
    > quasi-Monopol auf Desktop-Betriebssysteme hatten, durften sie ihren Browser
    > nicht so in ihr System integrieren wie sie wollten - weil sie damit ihre
    > Monopolstellung ausgenutzt hätten um andere Browserhersteller zu
    > benachteiligen. Freie Marktwirtschaft funktioniert eben nur mit effektiver
    > Regulierung von Monopolstellungen.
    >
    Ich habe die Browserregulierung auch immer für Schwachsinn gehalten. Denn Linux-Distros wählen Dir auch einen Browser aus, der standardmäßig installiert ist. Es war in dem Fall klare Benachteiligung von MS.

    Abgesehen davon, Du hast viele Wege Deine Seite bekannt zu machen, Google ist nur der billigste. Ich habe beispielsweise auch Fernsehwerbung für Webseiten gesehen. Und wie ich bereits sagte, Stackoverflow kann trotz Google bestehen, eben weil sie nicht nur andere verfügbare Informationen verwursten. Ebenso wird Google nicht dem Postillion (http://www.der-postillon.com/ ) den Rang ablaufen können. Eigene Inhalte ist der Trumpf. Das im Artikel beschriebene ist ein Problem für all die einfallslosen BWLer, die fremde Inhalte mit Werbung und SEO vermischen. Das macht Google besser. Das heißt nicht, dass sie das Internet ersetzen.

    > >Google beherrscht nicht den Zugang zu den Straßen. Ich kann jederzeit die
    > URL www.wm2014-infos.de in meinem Browser eintippen und Google wird mich
    > nicht im Geringsten daran hindern diese Seite zu besuchen.
    >
    > Ja, so wie der Bauer ja auch jederzeit mit seiner Kutsche über einen
    > Feldweg oder queer über die Wiese fahren kann. Macht aber keiner. Oder
    > kennst Du einen DAU, der noch gezielt die genaue Webadresse eingibt, wenn
    > er eine Seite Aufruft? Zudem ist bei allen Browsern schon seit geraumer
    > Zeit die URL-Eingabezeile mit der Suchmaschine verknüpft. Mal abgesehen
    > davon, dass Du die URL ja auch erst mal irgendwoher beziehen musst.
    >
    Werbung, Mundpropaganda, andere Suchmaschinen. Mein Gott, dieses Gejammere ist so albern. Ich nutze kein Google und habe meinen Eltern eine andere Suchmaschine auf ihrem Rechner eingerichtet. Wenn andere dazu unfähig sind, aber dennoch nur Forderungen an Google stellen können, dann tun sie mir leid.

    > >Bin ich nicht betroffen? Ich habe Seiten im Internet, auch wenn ich kein
    > Gewinnerzielungsinteresse mit diesen habe. Hätte ich dieses, so würde ich
    > darüber nachdenken wie ich sinnvoll Geld damit verdienen kann. Ich
    > verlangen nicht von Google mich zu alimentieren, indem sie mir garantiert
    > Besucher auf die Seite leiten.
    >
    > Also bist Du nicht betroffen. Und im Konjunktiv kann jeder gut Reden.
    Sorry, es gibt kein Recht darauf, dass jede dumme Geschäftsidee funktionieren muss. Das verlangst Du aber gerade. Ich habe kein Mitleid mit wm2014-info. Ich habe Dir Beispiele genannt wie man es richtig macht. Das Leute mit diesen Billig-Seiten ohne eigene Inhalte zunehmend Probleme bekommen ist eine gute Sache. Wer eine sinnvolle gute Seite macht, wird damit auch weiterhin verdienen können.

  16. Re: Grund zur Freude?

    Autor: spacecadet 03.07.14 - 14:16

    > Wer eine sinnvolle gute Seite macht, wird
    > damit auch weiterhin verdienen können.

    Völlig richtig. Und das halte ich auch für eine sinnvolle Entwicklung.

    Doch das ändert nichts an dem eigentlichen Bauchweh, das ich mit dem Thema habe:

    Google hat sich seine Position als neutraler Makler, der das Unternehmen früher einmal war, erarbeitet. Fair enough. Content-Anbieter haben ihre Inhalte gerne von Google indizieren lassen, weil niemand davon ausgehen musste, dass Google ihm Konkurrenz macht. Aber das war einmal.
    In diesem Sinne verstehe ich es, wenn gesagt wird, dass Google seine Stellung missbraucht. Denn mit seinem jetzigen Gebaren hätte Google eine solche monopolartige Stellung wohl nicht erreicht. Das ging nur, solange sie neutral blieben.
    Heute, mit einem derart großen Marktanteil, muss Google nicht mehr neutral bleiben.
    Bezeichnenderweise findet Google seit einiger Zeit, dass der Slogan "Be no evil" eine Idiotie war.

    Unter den heutigen Gegebenheiten würden viele Seitenbetreiber den Googlebot am liebsten aussperren.Das kann sich aber niemand mehr leisten. Außer denjenigen, die entsprechend viel Kohle haben.
    Wenn das Internet so zu einem Platz wird, an dem nur derjenige gehört wird, der am lautesten schreien kann (bzw. das größte Werbebudget hat), dann können wir es meinetwegen auch wieder einstampfen.

  17. Re: Grund zur Freude?

    Autor: sedremier 03.07.14 - 15:38

    Wenn die Informationen so wichtig sind, dass sie gebraucht werden, dann überlebt die Seite auch, wenn sie in google nicht gefunden wird.

    Es fehlen dann aber halt die Gratis-Clicks durch das Indiziert-Sein in der beliebtesten Internetsuche der Welt.

    Wenn die Informationen natürlich lediglich redundantes Gespamme von Tabloid-Inhalten ist... dann hat der Seitenbetreiber halt ein Problem.

  18. Re: Grund zur Freude?

    Autor: spacecadet 03.07.14 - 17:04

    Bzgl. der Spammer bin ich ganz Deiner Meinung.

    Aber wenn die Daten so wichtig sind, wie Du sagst, wird sich Google ohne weiteres dazu entschließen, diese Informationen selbst anzubieten bzw. zu erschließen. (Siehe G+ vs. Facebook)

    Das ist freilich auch G. gutes Recht. Nur problematisch finde ich es, wenn die Marktmacht als Hebel missbraucht wird - z.B. dass Du G+ auf Deiner Website einbinden musst, wenn Du ein besseres Ranking erzielen willst.

    Vielleicht bin ich da altmodisch, aber für mich heiligt der Zweck nicht die Mittel.

  19. Re: Grund zur Freude?

    Autor: theonlyone 03.07.14 - 20:59

    spacecadet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bzgl. der Spammer bin ich ganz Deiner Meinung.
    >
    > Aber wenn die Daten so wichtig sind, wie Du sagst, wird sich Google ohne
    > weiteres dazu entschließen, diese Informationen selbst anzubieten bzw. zu
    > erschließen. (Siehe G+ vs. Facebook)
    >
    > Das ist freilich auch G. gutes Recht. Nur problematisch finde ich es, wenn
    > die Marktmacht als Hebel missbraucht wird - z.B. dass Du G+ auf Deiner
    > Website einbinden musst, wenn Du ein besseres Ranking erzielen willst.
    >
    > Vielleicht bin ich da altmodisch, aber für mich heiligt der Zweck nicht die
    > Mittel.

    Wirst eben aufgekauft, wenn dein Service "klein / unbekannt" aber doch gute Inhalte hat.

    Schicksal aller Seiten die keinen 0815 Müll verbreiten, früher oder später schluckt einen irgendein großer Anbieter eben.

  20. Re: Grund zur Freude?

    Autor: Meeedic 05.07.14 - 18:51

    sedremier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Informationen so wichtig sind, dass sie gebraucht werden, dann
    > überlebt die Seite auch, wenn sie in google nicht gefunden wird.

    Und genau das ist ein Irrtum! 90% aller Anwender gehen über Google ins Netz, und was nicht unter den ersten 3-4 Ergebnissen ist, wird nur sehr selten angeklickt. Bei der Suche nach Produkten sieht man außer Ads und Google-Shopping keine normalen Resultate mehr, ohne nach unten zu scrollen. Preisvergleichseiten ekelt Google mittlerweile komplett raus, indem unter fadenscheinigen Gründen die Adwords-Accounts geschlossen werden. Und das sind leider nur die Anfänge, wenn dieser Markt nicht grundlegend geändert bzw. geregelt wird.

    "Don't be evil" ist Geschichte

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  2. IT an Schulen: Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
    IT an Schulen
    Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf

    Stabilo und der Bund wollen einen Stift entwickeln, der Kinder bei Defiziten mit der Handschrift unterstützt. Mit Hilfe von Machine Learning und einer mobilen App analysiert das System das Geschriebene und passt Übungen an. Das Projekt ist mit 1,77 Millionen Euro beziffert.

  3. No Starch Press: IT-Verlag wirft Amazon Verkauf von Schwarzkopien vor
    No Starch Press
    IT-Verlag wirft Amazon Verkauf von Schwarzkopien vor

    Der Fachverlag No Starch Press wirft Amazon vor, Schwarzkopien von Büchern aus seinem Verlagsangebot zu verkaufen. Dabei handele es sich explizit nicht um Drittanbieter, sondern Amazon selbst als Verkäufer. Das geschieht nicht das erste Mal.


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