1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Suchmaschinen: Milliardenstrafe gegen…

Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: hw75 29.05.13 - 13:20

    Ich wundere mich, worauf wird sowas gestützt, dass irgendwelche Leute einer Firma vorschreiben können, sie dürfen ihre eigenen Produkte nicht bevorzugt bewerben?

    Das Suchangebot wird vorgeschrieben. Man lässt massig Zeug sperren, und wenn Google "zu viel" aus dem Index nimmt, ist das auch nicht ok.

    Oder muss die Telekom jetzt auch für 1&1 werben und wird auf Milliarden verklagt, wenn sie in Zukunft bestimmte Dienste drosselt?

    Wie kann man einem kostenlosen privaten Dienst vorschreiben was er machen muss? Selbst wenn Google alle anderen Konkurrenten komplett sperren würde, man muss Google ja nicht benutzen? Oder wie ist das.

  2. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: nmSteven 29.05.13 - 13:38

    lass mal Edeka um einen Vorschlag bitten die "Edeka" Eigenmarke ins letzte Loch zu stellen.

  3. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: caso 29.05.13 - 14:27

    hw75 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder muss die Telekom jetzt auch für 1&1 werben und wird auf Milliarden
    > verklagt, wenn sie in Zukunft bestimmte Dienste drosselt?



    Ich verstehe diese 'Logik' auch nicht. Das ist absurd zumal Google, im Gegensatz zu fast allen anderen Firmen, auf seiner Seite die Konkurrenz ohne schlechte Wertung auflistet. Auf 'microsoft.com' wird gibt es auch keine Infos zu Produkten und das ist für mich auch selbstverständlich.

  4. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: Knarzi 29.05.13 - 14:31

    Google hat in Europa genau wie MS ein Quasimonopol und hat als WEBSUCHE Verantwortung anderen Anbietern gegenüber. Google hat in Deutschland die Macht zu entscheiden, was 96% der Benutzer in Netz finden. Heißt, die gesamte Webbranche ist abhängig von Google.

  5. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: Knarzi 29.05.13 - 14:34

    Ist Microsoft.com ein Websuche die primär das Ziel hat andere Internetangebote im Netz zu finden? Ist Microsoft.com für mehr als 90% der Nutzer der Weg ins Internet?

    Mit was für komischen Beispielen kommt ihr eigentlich immer um die Ecke gekrochen?

  6. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: caso 29.05.13 - 16:30

    Knarzi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist Microsoft.com ein Websuche die primär das Ziel hat andere
    > Internetangebote im Netz zu finden?
    Wieso sollte das eine Rolle spielen? Deine Argumentation klingt so als würde Google zum Allgemeingut nur weil es von den meisten akzeptiert wird.

    > Ist Microsoft.com für mehr als 90% der
    > Nutzer der Weg ins Internet?
    Mit Windows schon.

  7. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: hw75 29.05.13 - 17:10

    Schon klar dass Google sehr verbreitet ist, trotzdem ist das ein kostenloser Service, und es gibt andere Suchmaschinen.

    Mich würde nur die Gesetzeslage interessieren, wie man solch einem Service einfach Vorschriften bzgl Werbung machen kann, sobald er von genügend vielen Leuten genutzt wird.

    Microsoft wirbt nicht für Apple oder Linux.
    Facebook wirbt nicht für sonstige soziale Netzwerke oder Chatprogramme.
    Telekom wirbt nicht für Kabel Deutschland.

    Das sind alles Beispiele, wo man in gewissen Bereichen auch "Quasi-Monopol" unterstellen könnte, finde ich.


    Von Googles Sicht ist das so: ihr eigenes Produkt mit der Zeit so gut gemacht, dass es soviele Leute nutzen, und als Dank dafür dürfen sie ihr *eigenes* Produkt nicht an oberster Stelle auflisten? Hehe, ich würde mich ärgern :)

  8. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: Anton54 30.05.13 - 20:02

    Das Ganze ist auf Basis des Wettbewerbsrechts möglich.

    Hat jemand in einem Markt (in IRGENDEINEM) ein Monopol, so muss er sich gewissen Regularien unterwerfen. Das wäre auch im Bereich der Autos so. Stellt euch vor, VW würde 96% aller Autos verkaufen - was meint ihr, was die dann für Regularien über sich ergehen lassen müssten.

    Bei Google besteht zudem das Problem, dass es sich ja nicht nur um einen Markt dreht, sondern quasi um alle Branchen, die im Internet etwas verkaufen wollen.

    Es soll folgendes vermieden werden:

    Beispiel "Google Shopping":

    Es gibt verschiedene Preisvergleichsportale, die die Preise von Produkten vergleichen und viele Angebote auflisten. Google Shopping macht das Gleiche, wird aber in Umgehung des Wettbewerbs bei sehr vielen Produkten gleich ganz oben platziert.

    Auf Dauer führt das dazu, dass alle anderen Shopping-Dienste pleite machen. Folge: Google betreibt die einzige Preissuch- und Shoppingmaschine. Nun könnte Google machen, was es will. Bsp: Für gute Platzierungen bei Google Shopping horrende Gebühren verlangen. Diese müssten die Händler dann an die Kunden weitergeben, so dass die Produkte deutlich teurer würden.

    Ausweichen ist dann ja nicht mehr, weil es keine anderen Shopping-Kanäle oder Preissuchmaschinen mehr gibt. Dies soll beispielshaft zeigen, was Monopolisten machen können:

    Preise nach Gutdünken gestalten.

    Weitere mögliche Folgen:

    1. Google bestimmt, was verkauft wird und was nicht - weil schlechte Platzierung = keine Kunden

    2. Kunden haben kaum noch Auswahlmöglichkeiten, weil in vielen Bereichen halt nur noch Google-Dienste existieren. Wenn einem User was nicht passt, kann er halt nicht mehr zu einem anderen Dienst wechseln.

    3. Im schlimmsten Fall könnten sogar gesamtwirtschaftliche Nachteile entstehen, weil durch Unternehmenssterben viele Menschen arbeitslos würden und Google das nicht durch Neueinstellungen kompensieren müsste.

    Aus diesem Grund müssen Monopole zumindest reguliert werden...

  9. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: caso 30.05.13 - 23:16

    Anton54 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf Dauer führt das dazu, dass alle anderen Shopping-Dienste pleite machen.
    > Folge: Google betreibt die einzige Preissuch- und Shoppingmaschine. Nun
    > könnte Google machen, was es will. Bsp: Für gute Platzierungen bei Google
    > Shopping horrende Gebühren verlangen. Diese müssten die Händler dann an die
    > Kunden weitergeben, so dass die Produkte deutlich teurer würden.
    >
    > Ausweichen ist dann ja nicht mehr, weil es keine anderen Shopping-Kanäle
    > oder Preissuchmaschinen mehr gibt.

    Bei den Preissuchmaschinen hat Google noch lange nicht so große Marktanteile wie sonstige Anbieter. Für mich ist eine Preissuchmaschine uninteressant wenn sie mir keine günstigen Preise liefert. Früher war Froogle mal gut.
    Außerdem stimmt an deiner Logik irgendetwas nicht. Laut deiner Logik dürfte es keine anderen Web-Suchmaschinen geben weil alle anderen Dienste pleite gehen würden. Dem ist aber überhaupt nicht so, es gibt Suchmaschinen wie Sand am Meer.

  10. Re: Auf welches Recht basieren diese Forderungen?

    Autor: Anton54 31.05.13 - 08:55

    Es geht hierbei nicht um den Wettbewerb unter Suchmaschinen. Es geht darum, das Google mehr und mehr auch in andere Märkte eintritt. Der Martanteil von Google Shopping steigt rasant und zwar, WEIL die Ergebnisse prominent platziert werden.

    Mit der Suchmaschine legt Google (dem Grundgedanken nach) nach objektiven Kriterien fest, welche Suchergebnisse die besten sind und platziert diese oben. Wenn Google aber nun Inhalte produziert, die zu den Suchergebnissen in Konkurrenz stehen und diese ohne Wettbewerb einfach oben platziert, dann ist das unrecht.

    Ein prominentes Beispiel für das Funktionieren des Wettbewerbsrechts:

    Ohne das Wettbewerbsrecht würden wir heute ALLE von der Telekom unser Internet beziehen. Der Firma gehörte das Leitungsnetz (analog zu Google die Suchmaschine, zu der alle gehen) und hätte bestimmen können, ob andere Anbieter dieses nutzen dürfen oder nicht (analog zu Google die Platzierung, weil schlechte Platzierung= kein Geschäft). In diesem Fall wurde die TELEKOM als Netzinhaber auch gezwungen, andere Nutzungen gleichwertig zuzulassen, um Wettbewerb zu erzeugen.

    Jetzt könnte man natürlich sagen, es gibt andere Suchmaschinen und deshalb hinkt das Beispiel. ABER es geht hierbei ja nicht um den Wettbewerb der Suchmaschinen untereinander - hier muss ich auch ganz klar sagen, dass jedem Nutzer es frei steht, eine andere Suchmaschine zu benutzen.

    Es geht um die Vertreter und Händler vieler anderer Branchen, die auf den Online-Handel angewiesen sind. Google lenkt die Nutzer über Suchergebnisse zu den passenden Angeboten. Dagegen ist nichts zu sagen. Wird Google jetzt allerdings selbst Anbieter (Maps, Google Shopping, Hotelvergleich (Amerika) usw...) , müsste sich das Unternehmen dem gleichen Wettbewerb innerhalb der Suchmaschine unterziehen.

    Tut das Unternehmen dies nicht, missbraucht es seine Marktmacht (Suchmaschine mit 96% Nutzern) um ANDERE Produkte (die mit der Suchmaschine nichts zu tun haben) zu bevorzugen. Und genau für so etwas gibt es das Wettbewerbsrecht :) Sonst hätten wir bald nur noch Monopolisten, die ihre marktmachgt nach Gutdünken einsetzen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Software-Entwickler (gn) SAP / Schnittstellen
    Getriebebau NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide
  2. Systemadministrator (w/m/d)
    Zimmer + Kreim GmbH & Co. KG, Brensbach
  3. Java - Entwickler (m/w/d) für Webanwendungen
    medavis GmbH, Karlsruhe
  4. Softwareentwickler / Entwickler OSS (m/w/d)
    M-net Telekommunikations GmbH, München, Augsburg, Nürnberg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 25,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de