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Warum wurde die Sklaverei abgeschafft ?

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  1. Warum wurde die Sklaverei abgeschafft ?

    Autor: gokzilla 14.03.16 - 19:14

    Die Sklaverei wurde nicht abgeschafft weil es in der Gesellschaft zum "sozialem Erwachen" gab. Ghandi mit seinem stillem Protest war auch nicht der Grund warum das englische Empire sich aus Indien zurück zog.
    Das sind träumerische Vorstellungen von Romantikern. Es geht immer um die Wirtschaft.

    Die Sklaverei wurde abgeschafft weil in der Zeit der Industrialisierung die Maschinen die Arbeit von Menschen übernahmen. Plötzlich waren Sklaven nicht mehr nötig. Man hat das Land Liberia gegründet und sich für die Jahrhundert lange Sklaverei entschuldigt und alle abgeschoben. So einfach funktioniert das.

  2. Re: Warum wurde die Sklaverei abgeschafft ?

    Autor: Makatu 14.03.16 - 19:49

    gokzilla schrieb:
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    > Die Sklaverei wurde abgeschafft weil in der Zeit der Industrialisierung die
    > Maschinen die Arbeit von Menschen übernahmen. Plötzlich waren Sklaven nicht
    > mehr nötig.

    Umgekehrt: der Norden brauchte billige Arbeitskräfte für die boomende Industrie. Und Menschen mit einem geringen Lohn abzufinden, war im Endeffekt billiger als Sklaverei. Man brauchte sich aktiv nicht um den eigenen Sklavenbestand zu kümmern, wenn ein (Lohn)Sklave krank oder verbraucht war, stellte man einfach einen neuen ein.

    > Man hat das Land Liberia gegründet und sich für die Jahrhundert lange
    > Sklaverei entschuldigt und alle abgeschoben.

    Nach Liberia ist nur ein Bruchteil der Sklaven ausgewandert. Manche blieben im Süden, viele andere zogen in die Industriezentren des Nordens, wo ihre Nachfahren heute noch leben.

  3. Re: Warum wurde die Sklaverei abgeschafft ?

    Autor: MarioWario 14.03.16 - 20:08

    Geht ja noch weiter: Der alte Atruist Bill Gates läßt jetzt vornehmlich Schwarze in privaten Gefängnissen arbeiten und fördert mit dem Geld den WholeFoods-Demokraten Obama (damit er keine Ölpipeline baut die das Monopol aus den Eisenbahn-Transport, zusammen mit WarrenB., brechen würde).

  4. Sklaverei ist nicht abgeschafft

    Autor: CraWler 14.03.16 - 21:38

    Versuch dich mal der Arbeit zu verweigern, da fliegste schnell aus allen sozialen Sicherungssystemen raus und fliegst als isolierter Außenseiter auf die Strasse. Der Arbeitszang der Sklaverei, er existiert noch nur eben das man den Leuten mehr Freiheiten lässt bei der Jobwahl und statt der Peitsche wird Obdachlosigkeit und Hunger angedroht.

    Der Liberalismus des Kapitalismus hat dazu geführt das niemand mehr das Eigentum eines anderen sein kann (Sklave), Theorie des Liberalismus ist das jeder das Eigentum an sich selbst besitzt und sonst niemand. Mann kann also nicht mehr am Arbeitsmarkt verkauft werden, muss sich dafür aber selbst verkaufen. Mit Sicherheit ein großer Fortschritt im Gegensatz zur klassischen Sklaverei, mehr Freiheit, Rechte usw.

    Grundlage dafür war aber eher das die Kapitalisten verstanden haben das Kapitalismus nur funktioniert wenn es genügend Konsumenten gibt und Sklaven ohne Einkommen und Besitz konsumieren eben nix. Die Freie Lohnarbeit ist somit weniger ein freiheitlich soziales Projekt sondern sie wurde umgesetzt da es den wirtschaftlichen Interessen der Bürgerlichen Elite mehr entgegen kommt als Sklaverei oder Feudalismus wo es diesen überaus profitablen Massenkonsum eben nicht geben würde.
    Der Zwang zur Arbeit besteht aber dennoch weiter, für alle außer die Mitglieder der herrschenden Elite welche es sich leisten können nicht zu arbeiten.

    Technischer Fortschritt spielt da natürlich eine Rolle und es gibt ja auch immer mehr Kapitalisten die Grundeinkommen fordern was ja mehr Kaufkraft für die Masse, somit mehr Konsum und somit mehr Profit bedeuten würde. Egoistische Gründe zwar, die aber am Ende doch zur endgültigen Abschaffung auch der letzten Reste von Sklaverei führen könnten.

    -----------------------------
    Piratenpartei Wähler

  5. Re: Sklaverei ist nicht abgeschafft

    Autor: DrWatson 14.03.16 - 21:45

    CraWler schrieb:
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    > Versuch dich mal der Arbeit zu verweigern, da fliegste schnell aus allen
    > sozialen Sicherungssystemen raus und fliegst als isolierter Außenseiter auf
    > die Strasse.

    Es reicht ein paar Bewerbungen zu schreiben und dem Jobcenter zu zeigen, dass man abgelehnt wurde. Ziwschendurch vielleicht noch eine Weiterbildungsmaßnahme.

    Was du schreibst, von herrschender Elite und Sklaverei, ist gespielte Empörung

  6. Re: Sklaverei ist nicht abgeschafft

    Autor: CraWler 15.03.16 - 00:10

    >Es reicht ein paar Bewerbungen zu schreiben und dem Jobcenter zu zeigen, dass man >abgelehnt wurde. Ziwschendurch vielleicht noch eine Weiterbildungsmaßnahme.

    Natürlich hast du recht, ja. Das geht aber auch nur in Deutschland so. Sag das mal nem Arbeiter in ner Chinesischen Chemiegiftfabrik oder jemandem in Südeuropa wo das soziale Netz sehr löchrig ist. Weltweit gesehen und Kapitalismus kann man ja nur global begreifen sehen die Verhältnisse eben doch etwas anderst aus.

    -----------------------------
    Piratenpartei Wähler

  7. Re: Sklaverei ist nicht abgeschafft

    Autor: plutoniumsulfat 15.03.16 - 00:35

    Sag das mal den Urvölkern im Regenwald. Auch die müssen arbeiten, um zu überleben. Und der Neandertaler musste es auch. Könnte es vielleicht sein, dass einem nicht alles zufliegt? Leben die oben genannten Gruppen auch unter Sklaverei? Wer versklavt diese?

  8. Re: Sklaverei ist nicht abgeschafft

    Autor: DerRückenIstBack 16.03.16 - 16:08

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sag das mal den Urvölkern im Regenwald. Auch die müssen arbeiten, um zu
    > überleben. Und der Neandertaler musste es auch. Könnte es vielleicht sein,
    > dass einem nicht alles zufliegt? Leben die oben genannten Gruppen auch
    > unter Sklaverei? Wer versklavt diese?

    Was haben Regenwaldbewohner mit den bei uns herrschenden Verhältnissen zu tun?

    Übrigens wird man als Hartzer in den Jobcentern oft von oben herab und als Mensch zweiter Klasse behandelt. Man wird in ganz üble Schubladen gesteckt und das geht auf dauer auf die seelische Gesundheit. Man wird mit Leistungkürzung (sog. Sanktionen) bestraft, wenn man sich weigert, prekäre Beschäftigung anzunehmen oder zum x-ten Mal ein Bewerbungstraining mitzumachen. Da ist das Wort Zwangsarbeit gar nicht so verkehrt. Die Verfassungskonformität dieser Sanktionspraxis wurde im letzten Jahr dann auch endlich von zwei Sozialgerichten in Frage gestellt. Demnach werden durch die Sanktionen Artikel 1 und Artikel 20 des Grundgesetzes verletzt (Würde des Menschen und Sozialstaatsgebot) sowie Artikel 2 und 12 angetastet (Recht auf körperliche Unversehrtheit und freie Berufswahl).

    Wir haben in Deutschland übrigens etwa offiziell 2,9 mio Arbeitslose und nur etwa 0,6 mio freie Jobs. Das staatliche Stellen im Umgang mit benachteiligten und für die Wirtschaft nicht benötigten Menschen gegen unsere Verfassung verstoßen, sollte zu denken geben.
    In anderen Teilen der Welt trifft es solche Menschen natürlich auch nicht gut, das darf aber keine Ausrede für staatlich verordnete Verstöße gegen den Wertekatalog unseres Grundgesetzes sein, wie ich finde.

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