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Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

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  1. Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

    Autor: aLpenbog 26.07.19 - 12:55

    Muss gestehen ich kenne viele der Sachen auch als Entwickler in einem KMU, wo es keine Supportlevel gibt, jedoch 24/7 Support. Vor allem die Themen ab Seite 3 aufwärts, 4 und 5 verstärkt.

    Gerade auch das ruhig bleiben ist etwas, das ich hier häufig beobachte. Gibt Kollegen die reagieren fast ein wenig panisch, wenn der Kunde sein Problem meldet und stolpern dabei über ihre Finger. Je nach Kunde kommt es dann vor, dass der Kunde quasi im 30 Sekundentakt anruft, wissen will wann der Fehler, den man erstmal finden muss behoben ist.

    Im Zweifel geht es auch fix hoch zu höheren Stellen und man hat wen am Telefon der von sowas wie Verdienstausfall oder gar Regressansprüchen redet. Da kann einem natürlich der A... ein wenig auf Grundeis gehen, wenn man sowas nicht gewohnt ist. Ich musste da auch erst lernen mir die Ruhe zu nehmen und dem Kunden zu vermitteln, dass ich ihn noch keine Zusagen machen kann, unser Schwätzchen meine Arbeitsgeschwindigkeit nicht unbedingt positiv beeinflusst.

  2. Re: Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

    Autor: fanreisender 26.07.19 - 13:30

    Ich bin froh, dass ich mich vorzeitig aus einem vergleichbaren Job zurückziehen konnte. Produktion hing nicht dran, sehr wohl aber Aufgaben, die alle Mitarbeiter (Chef inklusive) im unerschütterlichen Vertrauen auf die Stabilität der IT-Umgebung regelmäßig bis zur letzten tausendstel Sekunde aufschoben. Wenn dann zwei tausendstel Sekunden vor Toresschluss etwas geschah...
    Bei persönlicher Anwesenheit war das eigentlich immer noch ein gewisser Sport, die Annahme eines absolut reibungslosen 24/7-Betriebes war aber an eine einzige Person gebunden. Nicht nur am Wochenende, auch im Urlaub und einmal sogar im Krankenhaus. Ich hatte mir da eine Infrastruktur (mit den natürlich wie immer extrem beschränkten Mitteln) aufgebaut, bei der man etwa 95% aller Hardwaretotalausfälle aus der Ferne reparieren konnte. Das konnte im worst case für statistisch 25% der Mitarbeiter statistisch 3 Stunden Datenverlust bedeuten, sonst nichts.
    Das Ergebnis: "Geht doch, wozu denn irgendeine Vertretung."

    Aber wie auch immer, now it's history. Jeden Tag ausschlafen zu können und im Urlaub alle Fünfe gerade sein zu lassen, wiegen die geringfügigen Reduzierung der Altersbezüge wegen des vorzeitigen Ruhestandes mehr als auf.

  3. Re: Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

    Autor: aLpenbog 26.07.19 - 14:32

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei persönlicher Anwesenheit war das eigentlich immer noch ein gewisser
    > Sport, die Annahme eines absolut reibungslosen 24/7-Betriebes war aber an
    > eine einzige Person gebunden. Nicht nur am Wochenende, auch im Urlaub und
    > einmal sogar im Krankenhaus.

    Nun im Krankenhaus war ich schon Jahrzehnte nicht, den Rest habe ich mir aber ein wenig aufgebürdet oder aufbürden lassen, da ich irgendwie immer in die komplexeren Projekte gerutscht bin, die einen 24/7 Betrieb haben und der andere Kollege aus dem Bereich mittlerweile in Rente ist. Ergo ist man immer erreichbar. Aber man will natürlich auch nicht den Kunden an die Wand fahren lassen, das eigene Unternehmen oder die Kollegen, wenn diese Unterstützung brauchen.

    Gleiche Theme im Betrieb, wenn man da immer Ansprechpartner ist. Anfangs hat es geschmeichelt, teilweise ist es aber nervig oder hält einen selbst ein wenig auf, wenn man immer Händchen halten muss oder nochmal wo rüber schauen soll usw. Irgendwann wird einen das dann doch zuviel.

  4. Re: Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

    Autor: surfacing 26.07.19 - 15:13

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Aber man will natürlich auch nicht den Kunden an die Wand
    > fahren lassen, das eigene Unternehmen oder die Kollegen, wenn diese
    > Unterstützung brauchen.
    >
    Das habe ich schon so unzählige Mal gelesen. Machen wir uns nichts vor, es gibt genügend Vorgesetzte bzw. Arbeitgeber die die Gesundheit der Mitarbeiter wirklich interessiert bzw. darauf achten. Es gilt Projekte abzuschließen damit Kohle reinkommt. Ein Mitarbeiter macht den Job für den normalerweise 2x zusätzliche Leute benötigt werden und die Firma denkt "prima, ging ja doch, also warum beim nächsten mal anders machen".

    Manchmal muss man die Firma eben ins offene Messer laufen lassen, damit sie daraus lernt und mehr für ihre Mitarbeiter macht. Ich habe in einer Firma gearbeitet, dort hat der IT Leiter es wissentlich ausgenutzt, dass sich das IT Team gut verstanden hat und sie sich gegenseitig immer geholfen haben. So war er nicht gezwungen zusätzliches Personal einzustellen. Erst nach dem immer mehr aus dem Team sich verabschiedet haben, haben auch seine Vorgesetzten Fragen gestellt und zwar an die Leute die gegangen sind. Siehe da, danach hat sich so einiges verbessert zum Wohle derjenigen die noch im Team geblieben sind.

  5. Re: Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

    Autor: ThomasSV 26.07.19 - 22:37

    Das sich IT-Admins ausbeuten lassen, ist leider erschreckend oft der Fall. War bei mir in jüngeren Jahren nicht anders.

    Da gibt‘s meiner Ansicht nach nur 2 Lösungen:
    1. den Stress (den man ja ggf. mag) monitär versüßen lassen
    2. oder sich vorher eine Grenze setzen und die dann eben auch verteidigen.

    Meist wird es wohl auf ein Gedeale mit dem Chef rauslaufen: „Arsch-Rettung zur Unzeit“ nur gegen brauchbares Entgegenkommen (welcher Art auch immer).

  6. Re: Kommt mir als Entwickler im KMU bekannt vor

    Autor: sofries 28.07.19 - 03:58

    Man muss gut verhandeln können. Bei uns Entwicklern wurden relativ früh Grenzen abgesteckt. Einsätze außerhalb der Kernzeiten oder am Wochenende werden fürstlich entlohnt, sodass man bei Kleinigkeiten gar nicht erst belästigt wird. Urlaubszeiten sind den Vorgesetzten bekannt und da wird nicht erwartet, dass man auf irgendeine Nachricht reagiert und Kollegen übernehmen im Notfall, sodass man sich entspannt erholen kann.

    Manche lassen sich leider zu sehr von einem zunächst hoch erscheinenden fixgehalt locken aber selbst 60.000 brutto können ganz schnell in einem sehr bescheidenen Stundenlohn münden, wenn man nicht aufpasst.

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