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Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

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  1. Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: gol 21.05.20 - 11:46

    Ältere Nachbarn haben einen einfachen analogen Anschluss. Werden niemals Internet nutzen.
    Wie funktioniert denn technisch die Umstellung, einen Router werden die ja nicht bekommen?

  2. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: razorrice 21.05.20 - 11:52

    Zur Not installiert man das nötige Gerät halt im Verteilerkasten statt im Haus.

  3. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: ikhaya 21.05.20 - 12:04

    Die Variante gibt es aber auch schon bei Anbietern mit Glasfaser:
    Da hat du dann halt einen Router oder eine Kombination aus Glasfasermodem/Router vor deinem Telefon hängen. Irgendwas muss die Umwandlung und die Einbuchung vornehmen und die alten Telefone sind es sicher nich.

  4. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: Sharra 21.05.20 - 12:49

    Da gibt es 2 Varianten. Sofern noch Platz im Kasten an der Straße ist, kommt dort eine Umsetzerkarte rein. Dann ist die TAL weiterhin analog, und die Übersetzung findet extern statt.
    Die Karten hat die Telekom derzeit noch zuhauf im Lager.
    Wenn es allerdings eng wird im Kasten, wird der Anschluss auf ALL-IP umgestellt, und man bekommt einen kastrierten Nur-Telefonie-Router.

    Und dann gibts natürlich noch "Variante 3", dass so Leuten von irgend einem Subbi ein vollwertiger DSL-Anschluss aufgeschwatzt wird.

  5. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: gol 21.05.20 - 12:51

    Danke, also muss irgendwas installiert werden, ist eigentlich logisch.
    Bisher haben die noch keine Info bekommen, sind beim großen T.

    Wie ist das nach IP - Umstellung, wird da nach einer bestimmten Zeit die Leitung "freigegeben"?
    Hänge selber an der Fritzbox, kann das daher für einen ip-analogen Anschluss nicht testen.

    Beim jetzigen analogen Anschluss "vergessen" die (mehr als) älteren Nachbarn ab und zu, "aufzulegen" (DECT).
    Dann bekommen Anrufer nur Besetztzeichen, Nachbarn sind dann erst wieder erreichbar (und können selber telefonieren), wenn jemand hinfährt und das Telefon auflegt. Hausnotruf funktioniert bis dann auch nicht. Ansonsten kommen sie gut zurecht, nur halt das Telefon ist das Problem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.05.20 12:54 durch gol.

  6. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: PoisonousPhoenix 21.05.20 - 13:15

    Es gibt nach wie vor analoge Anschlüsse. Zumindest für den Endkunden. Da wird einfach nur im größeren Stil das gemacht, was bei jedem IP Anschluss zu Hause der Router macht. IP in Analog wandeln. Nur passiert dies schon in der Vermittlungsstelle. Da kommt dann einfach statt des xDSL Signals ein analoges Signal aus dem MSAN. Somit wird für die Telekom die analoge Technik abgeschaltet, und reine Telefonieanschlüsse einfach über die selbe Plattform realisiert, wie alle IP Anschlüsse. Für den Endkunden besteht kein Unterschied.

  7. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: postb1 21.05.20 - 14:10

    Die Wandlung auf analoges Sprachsignal/POTS findet ausschließlich im Vermittlungsstellen-Gebäude statt.
    MSAN POTS-Karten werden nicht in Außeneinheiten im Schaltschrank am Gehsteigrand verbaut.
    Die Leitungslänge spielt bei analoger Übertragung schliesslich eine sehr viel geringere Rolle als bei xDSL, zudem klassische analoge Sprachtelefonie ja nur im Bereich bis etwa 3kHz stattfindet.
    Die Umsetzerkarten sind wie die meisten telefonietauglichen Homerouter IMHO sogar abwärtskompatibel zum früheren Impulswahlverfahren der Wählscheibenära. Nach "hinten raus" ändert sich für den Telefoniekunden also nichts.
    Und das bestehende Kupfer Hauptkabel bleibt ja selbst bei VDSL Outdoor-Ausbaumaßnahmen in Betrieb.
    Der Rufstrom der MSAN Karten ist etwas niedriger als bei der klassischen Technik, deshalb gab es bei sehr langen Leitungen (ich meine es waren abgelegene Gegenden im Schwarzwald) bei der Umstellung Probleme - waren allerdings wohl nur spezielle Einzelfälle.

    Eine Variante als kastrierter Internet-Anschluss welcher nur Telefonie ermöglicht, gibt es bei der Telekom nur dort, wo keine durchgehende galvanische Verbindung vorhanden ist, etwa bei FTTB/H.
    In geförderten VDSL Ausbaugebieten, bei denen Alternativanbieter den Zuschlag bei der Ausschreibung bekamen gibts aber auch die reine Telefonielösung via Router hinter der Kupferleitung beim Kunden.
    Grund: Das Ausschreibungsregularium verpflichtet den Anbieter, auf Kundenwunsch auch reine Sprachtelefonie anzubieten - wie der Anbieter das technisch realisiert, bleibt dabei ihm überlassen.

  8. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: LinuxMcBook 21.05.20 - 17:15

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Wandlung auf analoges Sprachsignal/POTS findet ausschließlich im
    > Vermittlungsstellen-Gebäude statt.
    > MSAN POTS-Karten werden nicht in Außeneinheiten im Schaltschrank am
    > Gehsteigrand verbaut.
    > [...]
    > Und das bestehende Kupfer Hauptkabel bleibt ja selbst bei VDSL
    > Outdoor-Ausbaumaßnahmen in Betrieb.

    Wieso eigentlich?
    Die Kästen heißen ja MSAN, wegen MULTI SERVICE access node. Da würde sich ja auch anbieten direkt die POTS-Karten zu verbauen.
    Immerhin könnte man das die rückwärtigen Kupferkabel abschreiben und vor allem auch die allermeisten HVts aufgeben. Glasfasertechnik ist so platzsparend, dass du die entsprechenden Router und Switches für die MSANs und Mobilfunkstationen selbst in Großstädten aus 1-2 HVt betreiben kannst.

    Allein was ein Verkauf dieser Grundstücke in beliebten Innenstädten an Geld bringen würde.

    Aber ein Grund dürfte sicherlich mal wieder die Regulierung sein, dass die Telekom den Mitbewerbern nicht ihren TAL-Zugang und die Kollokation-Räume nehmen darf...

  9. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: postb1 21.05.20 - 17:57

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > postb1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Wandlung auf analoges Sprachsignal/POTS findet ausschließlich im
    > > Vermittlungsstellen-Gebäude statt.
    > > MSAN POTS-Karten werden nicht in Außeneinheiten im Schaltschrank am
    > > Gehsteigrand verbaut.
    > > [...]
    > > Und das bestehende Kupfer Hauptkabel bleibt ja selbst bei VDSL
    > > Outdoor-Ausbaumaßnahmen in Betrieb.
    >
    > Wieso eigentlich?
    > Die Kästen heißen ja MSAN, wegen MULTI SERVICE access node. Da würde sich
    > ja auch anbieten direkt die POTS-Karten zu verbauen.
    > Immerhin könnte man das die rückwärtigen Kupferkabel abschreiben und vor
    > allem auch die allermeisten HVts aufgeben. Glasfasertechnik ist so
    > platzsparend, dass du die entsprechenden Router und Switches für die MSANs
    > und Mobilfunkstationen selbst in Großstädten aus 1-2 HVt betreiben kannst.
    >
    > Allein was ein Verkauf dieser Grundstücke in beliebten Innenstädten an Geld
    > bringen würde.
    >
    > Aber ein Grund dürfte sicherlich mal wieder die Regulierung sein, dass die
    > Telekom den Mitbewerbern nicht ihren TAL-Zugang und die Kollokation-Räume
    > nehmen darf...

    Das werden zum einen Platzprobleme outdoor sein, wenn es denn überhaupt MSAN POTS Karten für außen geben sollte.
    Zum anderen sinkt die Zahl der reinen Telefonieanschlüsse beständig, eine zentrale Wartung innerhalb der Vst ist da wohl deutlich wirtschaftlicher.
    Eine Aufgabe der Vst war irgebdwann mal angedacht. Hat man aber wohl aufgegeben.
    Immerhin sind die bestehenden Gebäude wichtiges Bindeglied innerhalb der Netztopologie. Dort ist trotz allem immer noch massig Technik vorhanden, die auf keinen Fall im engen MFG am Gehsteigrand untergebracht werden kann.

  10. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: PoisonousPhoenix 21.05.20 - 18:00

    > Wieso eigentlich?
    > Die Kästen heißen ja MSAN, wegen MULTI SERVICE access node.

    Ganz einfach: die Outdoor MSAN sind auch so schon oft genug an der Kapazitätsgrenze, ohne dass Ports für POTS frei gehalten werden. Schließlich versorgt ein MSAN oft mehrere Kabelverzweiger und eine bestimmte Anzahl an Ports muss auch immer für Reseller (also Vodafone, O2, etc) vorgehalten werden. Und da die Leistungslänge bei analogen Anschlüssen ziemlich egal ist, werden diese nicht auf Outdoor MSAN bereitgestellt, un dort keine Kapazitäten zu verschwenden.

  11. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: xinon82 21.05.20 - 19:32

    Es gibt immernoch Analog Telefonie in DE? Krass, bin da als ITler expat wohnhaft in der Schweiz immer wieder erstaunt das an solche alten Technologien festgehalten wird. In der Schweiz wurde Analog und ISDN komplett abgestellt. Alles ist entweder Kabel oder Fiber WAN.

  12. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: Faksimile 22.05.20 - 06:53

    Und wenn die Anzahl der reinen Telefonanschlüsse so verschwindend gering ist, müssen die Mehrzahl aller Anschlüsse aufgrund von Vectoring über die DSLAMs laufen. Also müssen mehr als 90% der Anschlüsse über die aktive Technik im MFG bedient werden. Nach vollständiger Umstellung der Nahbereiche werden die HVTs immer noch als große Rangierstellen für die Verkabelung, heute CuDA und später Glas, dienen.

  13. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: Faksimile 22.05.20 - 07:45

    Da sagst Du etwas. Kabel gibt es in DE nicht überall. Von der mieserablen Verbreitung von FTTB/H wollen wir garnicht erst reden.

  14. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: McWiesel 22.05.20 - 09:53

    xinon82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt immernoch Analog Telefonie in DE? Krass, bin da als ITler expat
    > wohnhaft in der Schweiz immer wieder erstaunt das an solche alten
    > Technologien festgehalten wird. In der Schweiz wurde Analog und ISDN
    > komplett abgestellt. Alles ist entweder Kabel oder Fiber WAN.

    TJa, siehst doch hier die Kundschaft... gerade die älteren Leute, die durch die heutige IT so viel noch erleben könnten (Skype-Calls mit den Enkeln, etc.) bunkern sich lieber daheim ein, schauen Telenovelas und telefonieren dann danach mit ihrem Wählscheibentelefon mit Post-Vertrag mit Tante Elfriede darüber. Nicht alle, aber immer noch zu viele. Ist aber auch ein Problem der Telefonanbieter und Medien, weils eben aber auch nicht für Senioren ansprechend verkauft und vermarktet wird...

  15. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: Faksimile 22.05.20 - 12:24

    Nö. Nutze Teams beruflich, weil gefordert im HO. Privat? No Skype. Warum? weil mir die Bedingungen von MS nicht pasen. Ich lese nämlich noch, was ich abzeichne und klicke nicht auf jeden Bestätigungsbutton, der bei 3 nicht vom Bildschirm verschwunden ist. Ich mache mir nämlich noch Gedanken.

  16. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: Bonarewitz 23.05.20 - 20:06

    Sehr schön zusammengefasst.
    Wer jetzt noch mehr wissen möchte, muss im Endeffekt nur noch die (ggf. bis hierhin unbekannten) Schlagwörter "POTS" und "MSAN" Googlen und wird informiert.

    BTW: Die Telekom hatte mal angekündigt, im Zuge der MSAN/BNG-Umstellung die Anzahl der HVts von 7000 auf 900 (oder so ähnlich) zu reduzieren.

  17. Re: Wie funktioniert nun analoger Anschluss?

    Autor: Faksimile 24.05.20 - 13:46

    Warum muss es z.B. über den OS Anbieter oder einen anderen gehen und ncht als "Funktion/normierter Dienst" der Provider mit der vergebenen Rufnummer/n. Als Erweiterung von VoIP/SIP als V-SIP (Video-SIP) normiert von der ITU?
    Das ist grundlegend Telekommunikation und die Provider sind Telekommunikationsdienstleister. So etwas sollte grundlegende Leistung des Dienstleisters sein. Insbesondere dann, wenn er POTS/ISDN abschaltet und auf IP umrüstet.

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