1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Telekom-Chef: Kabelnetz erreicht…

Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

    Autor: tritratrulala 27.02.21 - 10:49

    Das Kabelnetz ist besser als die ollen Klingeldrahtleitungen, die die Telekom noch immer so gerne benutzt um da maximal Kohle rauszudrücken, keine Frage.

    Aber andererseits hat die Telekom auch recht: das Kabelnetz kommt an seine Grenzen. Richtig zukunftsfähig ist das nicht, schon mit den 400 Mbps bei vielen Kunden wird's schwierig. Da müssen die Segmente schon sehr klein und kurz werden, damit das vernünftig läuft. Und zukünftige Upgrades? Das wird dann so ein technischer Krampf wie VDSL Vectoring oder g.fast, will heißen: man treibt unverhältnismäßigen Aufwand, um noch ein bisschen mehr aus der alten Infrastruktur zu quetschen.

    Es führt einfach kein Weg an FTTB/FTTH vorbei. Wenn die Telekom dieses Narrativ jetzt plötzlich vorantreibt, ist das allerdings an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!

  2. Re: Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

    Autor: Allandor 27.02.21 - 11:36

    Der Ausbau findet ja auch statt.
    Erste Stufe: Glasfaser bis zum Verteiler
    Zweite Stufe: Glasfaser bis zum Haus

    Nur ist er in vielen Fällen einfach noch nicht nötig bestehende Leitungen gegen Glasfaser auszutauschen. Ballungsgebiete gibt es immer, auch mit Glasfaser wird es das geben wo einzelne Benutzer die Leitung "auslasten" und dafür sorgen, das es ab dem Verzweigungskasten nicht weiter geht.

    Der Glasfaser Ausbau sollte vor allem da stattfinden, wo es bisher kaum etwas gibt. Aber das wollen die Unternehmen halt auch nicht, weil sich es für die paar zusätzliche Kunden nicht lohnt extra Kabel zu verlegen. Auch die Telekom will dir immer den teuersten Vertrag anbieten, den sie Großteils nicht erfüllen können.

    Aber die generelle Aussage des Telekom-Chefs ist einfach nicht haltbar.

    Btw, bin in den letzten Jahren immer wieder auf die höchstmögliche Kabelversorgung umgestellt worden und bisher hat das immer geklappt (abgesehen von Technischen Router-Problemen). Angefangen bei 16 MBit -> 50 -> 100 -> 200 -> 500 -> 1000
    Bislang klappt es mit der Leistung eigentlich immer. Und auch wenn es schön ist das Downloads mit >100MB ankommen können, so laste ich das bestimmt nicht ständig aus.
    z.B. die größten Downloads kommen immer noch über die Xbox und die nimmt für gewöhnlich nicht mehr als 500 Mbit/s an (vermutlich eher von MS gedrosselt, aber bei Sony sind die Beschränkungen noch strikter). Reicht auf jeden fall um währenddessen auch noch alles mögliche andere im Internet zu machen (z.B. Film Streamen, Remote Sessions, ....).


    Btw, bei Neuanschlüssen wird in der Regel auch kein Kabel mehr verlegt, sondern auch von Vodafone (bzw. vorher schon Unitymedia) Glasfaser. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob man nicht dem Bauherren noch die Wahl lässt.

    Fänd es aber schön blöd, wenn die hier alles aufreißen würden, obwohl die Leistung hier absolut stimmt.

  3. Re: Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

    Autor: bifi 27.02.21 - 12:19

    tritratrulala schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Kabelnetz ist besser als die ollen Klingeldrahtleitungen, die die
    > Telekom noch immer so gerne benutzt um da maximal Kohle rauszudrücken,
    > keine Frage.
    >
    > Aber andererseits hat die Telekom auch recht: das Kabelnetz kommt an seine
    > Grenzen. Richtig zukunftsfähig ist das nicht, schon mit den 400 Mbps bei
    > vielen Kunden wird's schwierig. Da müssen die Segmente schon sehr klein und
    > kurz werden, damit das vernünftig läuft. Und zukünftige Upgrades? Das wird
    > dann so ein technischer Krampf wie VDSL Vectoring oder g.fast, will heißen:
    > man treibt unverhältnismäßigen Aufwand, um noch ein bisschen mehr aus der
    > alten Infrastruktur zu quetschen.
    >
    > Es führt einfach kein Weg an FTTB/FTTH vorbei. Wenn die Telekom dieses
    > Narrativ jetzt plötzlich vorantreibt, ist das allerdings an
    > Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!

    So unklug war der Ansatz der Telekom gar nicht... Natürlich wäre es das schlauste gewesen vor 10-20 Jahren bereits mit einem Deutschlandweitem FTTH Ausbau zu beginnen. Da hat man grundsätzlich zu lange gepennt. Aber als dann der Groschen gefallen ist "Hey, wir brauchen mehr Bandbreite!", da mussten eben Kompromisse geschlossen werden:

    So viele Menschen wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich mit brauchbar hohen Bandbreiten versorgen. 100 MBit/s runter, 40 MBit/s rauf reicht tatsächlich für eine Weile. Auch wenn 2 Leute Home-Office machen, 2 Distanzunterricht und einer noch auf Netflix was schaut.
    --> Dies war vergleichsweise schnell mit Vectoring machbar.

    Gleichzeitig hat Vectoring den Vorteil geboten, dass in jede Zweite Straße (oder jede...) schonmal eine Glasfaser zum Verteiler gezogen wurde. Ausgehend von dieser Glasfaser kann nun im nächsten Schritt direkt FTTH ausgebaut werden.
    --> Überbaut wurde hier letztendlich dann eigentlich nichts. Überbaut wird im Zweiten Schritt dann die bereits vorhandene Kupfer-Leitung. Mit Glasfaser.

    Es ist zwar super, wenn überall lokale Provider nach und nach überall nur FTTH ausbauen, aber die verlassen sich ja letztendlich auch auf die Telekom für die Gebiete, in denen sie nicht als erstes Ausbauen. Eine Deutsche Glasfaser: wie lange dauert es denn bis die Deutschlandweit ausgebaut hätten? Sicherlich auch ein paar Jahrzehnte. Bis es soweit ist, können die Menschen wenigstens bis zu 100 MBit von der Telefon via Vectoring bekommen.

  4. Re: Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

    Autor: SanderK 27.02.21 - 14:01

    tritratrulala schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Kabelnetz ist besser als die ollen Klingeldrahtleitungen, die die
    > Telekom noch immer so gerne benutzt um da maximal Kohle rauszudrücken,
    > keine Frage.
    >
    > Aber andererseits hat die Telekom auch recht: das Kabelnetz kommt an seine
    > Grenzen. Richtig zukunftsfähig ist das nicht, schon mit den 400 Mbps bei
    > vielen Kunden wird's schwierig. Da müssen die Segmente schon sehr klein und
    > kurz werden, damit das vernünftig läuft. Und zukünftige Upgrades? Das wird
    > dann so ein technischer Krampf wie VDSL Vectoring oder g.fast, will heißen:
    > man treibt unverhältnismäßigen Aufwand, um noch ein bisschen mehr aus der
    > alten Infrastruktur zu quetschen.
    >
    > Es führt einfach kein Weg an FTTB/FTTH vorbei. Wenn die Telekom dieses
    > Narrativ jetzt plötzlich vorantreibt, ist das allerdings an
    > Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!
    Es führt ein Weg daran Vorbei ^^
    Wenn man will, aber nicht x tausend Euro ausgeben will und das eigene Gebiet nicht Ausgebaut wird :(
    Letzte Prüfung bei lokalen Anbietern. 5-10 Jahre oX

  5. Re: Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

    Autor: Allandor 28.02.21 - 01:23

    bifi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > So unklug war der Ansatz der Telekom gar nicht... Natürlich wäre es das
    > schlauste gewesen vor 10-20 Jahren bereits mit einem Deutschlandweitem FTTH
    > Ausbau zu beginnen. Da hat man grundsätzlich zu lange gepennt. Aber als
    > dann der Groschen gefallen ist "Hey, wir brauchen mehr Bandbreite!", da
    > mussten eben Kompromisse geschlossen werden:
    >
    > So viele Menschen wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich mit brauchbar
    > hohen Bandbreiten versorgen. 100 MBit/s runter, 40 MBit/s rauf reicht
    > tatsächlich für eine Weile. Auch wenn 2 Leute Home-Office machen, 2
    > Distanzunterricht und einer noch auf Netflix was schaut.
    > --> Dies war vergleichsweise schnell mit Vectoring machbar.
    >
    > Gleichzeitig hat Vectoring den Vorteil geboten, dass in jede Zweite Straße
    > (oder jede...) schonmal eine Glasfaser zum Verteiler gezogen wurde.
    > Ausgehend von dieser Glasfaser kann nun im nächsten Schritt direkt FTTH
    > ausgebaut werden.
    > --> Überbaut wurde hier letztendlich dann eigentlich nichts. Überbaut wird
    > im Zweiten Schritt dann die bereits vorhandene Kupfer-Leitung. Mit
    > Glasfaser.
    >
    > Es ist zwar super, wenn überall lokale Provider nach und nach überall nur
    > FTTH ausbauen, aber die verlassen sich ja letztendlich auch auf die Telekom
    > für die Gebiete, in denen sie nicht als erstes Ausbauen. Eine Deutsche
    > Glasfaser: wie lange dauert es denn bis die Deutschlandweit ausgebaut
    > hätten? Sicherlich auch ein paar Jahrzehnte. Bis es soweit ist, können die
    > Menschen wenigstens bis zu 100 MBit von der Telefon via Vectoring bekommen.


    Endlich mal jemand hier im Forum der es verstanden hat :)
    Übergangstechnologien sind halt wichtig. Der Ausbau kannst schließlich nicht von heut auf morgen stattfinden.

  6. Re: Stimmt schon: Kabelnetz ist nicht zukunftsfähig.

    Autor: mainframe 01.03.21 - 10:32

    Naja.... wenn Du das KOAX Kabel nur für Datenübertragung nutzt, sind jetzt schon 20 GBit/s Up und down möglich.

    Es kommt halt immer auf sehr viele Parameter an. Wie lange ist die Strecke... Wieviele Muffen gibt es. Wieviele Leute teilen sich das Kabel.

    Und das traurige ist, dass selbst bei Glasfaser oft nur GPON verlegt wird. Dadurch hast Du auch nicht mehr Bandbreite als über Koax.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin-Steglitz
  2. Wahl EMEA Services GmbH, Unterkirnach bei Villingen-Schwenningen (Home-Office möglich)
  3. Die Autobahn GmbH des Bundes, Weimar-Legefeld
  4. ING Deutschland, Nürnberg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€
  2. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme