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  5. › Telekom-Chef: Regulierung soll an…

Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

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  1. Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 11:32

    Es mag sein, dass er im Hinterstübchen gerne keinerlei Regulierung für die Telekom hätte. Das, was er sagte und kurz begründet hat, ist aber eine offensichtliche Tatsache und steht auch nicht im Widerspruch dazu, dass Regulierung anderswo zu Erfolgen führte.

    Nicht Regulierung per se ist das Problem, sondern die _deutsche_ Regulierung seit der Postreform.

    Das Gebastel an den alten Telefonleitungen funktioniert zu gut, um FTTH zum Durchbruch zu verhelfen - Vertreter von FTTH Initiativen beklagen selbst, dass die Telekom sie sabotiert, indem dann doch VDSL ausgebaut wird, sobald lokale Unternehmen, die Deutsche Glasfaser etc ein FTTH Projekt ankündigen - aber langfristig ist es natürlich zu wenig für eine moderne Infrastruktur.

    Die Regulierung hat aber eine Branche erzeugt, die vorwiegend davon lebt, die Telekom-Anschlüsse weiter zu verkaufen. Und darin hat sie es sich bequem gemacht. Unsere ISP sind größtenteils keine Investoren und Netzbetreiber, sondern Reseller. Keine IT Unternehmen, sondern Makler. BWL statt IT. Sie leben von der Differenz zwischen den von der BNA festgelegten Entgelten und ihrem Endkundenpreis, möglichst mit Unterbieten der Telekom in 5 ¤ Schritten. Nicht von möglichst guten Investitionen in Technik, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, wie auf einem funktionierenden Markt.

    Das gilt auch für die Telekom. Nimmt sie ein ausgebautes Netz in Betrieb, dann muss sie von Anfang an jedem Schreibtischprovider vollen Zugang gewähren, zum BNA Preis weit unter Telekom Endpreis, irgendwo in der Differenz ist dann dessen Marge, wie gehabt.

    Da die Telekom damit Null Wettbewerbsvorteil durch jegliche Investitionen bekommt macht sie auch so wenig wie möglich und kann mehr ihren Aktionären auch gar nicht begründen. Es ist eben keine Behörde mit Gemeinwohlauftrag mehr. Die Telekom schleppt einen riesigen Schuldenberg mit sich herum und flächendeckend FTTH würde diesen weiter extrem erhöhen. Denkbar wäre das, wenn sie da von der Regulierung befreit wäre und ordentliche Preise ohne behördliche Kontrolle nehmen und Konkurrenz aussperren dürfte. Dann würde ich als Aktionär sagen, das hört sich langfristig nach einem guten Investment an, macht das mal.

    Unter den gegebenen Voraussetzungen dieser behördlichen Planwirtschaft würde ich den Vorstand absetzen, wenn der sowas vorschlägt. Das wäre Geldverschwendung ohne Aussicht auf Return on Investment. Und so einfach ist das. Da können die Telekomhater noch so sehr in Wutausbrüche verfallen.

  2. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Bashguy 22.01.18 - 11:35

    Treffende Zusammenfassung.

    +1

  3. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: einglaskakao 22.01.18 - 12:42

    Meine persönliche Meinung:
    Exakt das!

    Warum soll ich investieren, wenn am Ende die Konkurrenz mein Produkt auf meiner Infrastruktur günstiger als ich anbieten darf?
    Niemand bei Verstand würde das tun.

  4. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 13:09

    Das war am Anfang eine gute Idee, als wir hierzulande dringend von den Mondpreisen der Bundespost runter mussten. Da man nicht gleichzeitig privatisieren und der neu gegründeten "Telekom" die Preise diktieren konnte, hat man die Telekom gezwungen das Netz nahe dem Selbstkostenpreis zu öffnen. Preselection, nutzt heute kaum noch jemand, war da zuerst von Bedeutung um günstiger zu telefonieren, dann eben die Öffnung der ADSL Systeme.

    Mit dieser Verwaltung des Istzustands lässt sich aber eben nicht ausreichend investieren. Da hat man den Wechsel in eine andere Regulierung, die Investitionen fördert, verpasst. Die Telekom wird heute prinzipiell unverändert so reguliert wie vor 20 Jahren. Das lief zB in Schweden ganz anders.

    Dort gilt im Kern, dass die Erträge umso lohnender sind, je mehr investiert wird. Und die Schweden nehmen da durchaus auch einzelne Produkte mal ganz von der Regulierung aus um eine Marktentwicklung zu ermöglichen und sind bereit zB auf dem Dorf massiv zu subventionieren, nicht nach dem Prinzip der Ausschreibungen wie bei uns ("wer macht mindestens 50 mbit am billigsten" - das führt zwangsläufig zu Gebastel mit dem alten Telefonnetz, statt FTTH) sondern Ausschreibungen nach dem Schema "wir wollen FTTH ausbauen und legen uns darauf fest, wer bietet _das_ am billigsten an".

    Regulierung per se okay, aber halt nicht so wie bei uns. Seit Merkel im Amt ist gibt es keinen roten Faden, wo das Land bzgl digitaler Infrastruktur hin soll. Das kann kein Zufall sein und ist vermutlich dem persönlichen Desinteresse unserer Politiker, die großteils eigentlich schon im Seniorenalter sind, geschuldet. Aber wozu hat man weiterhin eine große Staatsbeteiligung an der Telekom wenn man dann nicht auf dieses Unternehmen hört, sei es im Sinne von "okay da müssen wir was ändern, wenn vielleicht auch nicht komplett nach den Wünschen der Telekom". Aber nix passiert.

  5. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 14:39

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Regulierung hat aber eine Branche erzeugt, die vorwiegend davon lebt,
    > die Telekom-Anschlüsse weiter zu verkaufen. Und darin hat sie es sich
    > bequem gemacht. Unsere ISP sind größtenteils keine Investoren und
    > Netzbetreiber, sondern Reseller. Keine IT Unternehmen, sondern Makler. BWL
    > statt IT. Sie leben von der Differenz zwischen den von der BNA festgelegten
    > Entgelten und ihrem Endkundenpreis, möglichst mit Unterbieten der Telekom
    > in 5 ¤ Schritten.
    Kurz gesagt: Blödsinn.

    Mag für den einen oder anderen "ISP" gelten, aber sicherlich nicht für alle.

    Unitymedia, Vodafone, M-Net, NetCologne, Deutsche Glasfaser - betreiben allesamt komplette Netze/Infrastruktur vom Backbone zum Endkunden.

    > Nicht von möglichst guten Investitionen in Technik, um
    > sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, wie auf einem
    > funktionierenden Markt.
    Da belegen gerade die Kabelnetzbetreiber das Gegenteil. Aber auch viele lokale Glasfaseranbieter. Eine ganze Branche abzuwatschen, nur weil es 1&1 ist, ist genauso BLödsinn, wie was der Hödges da blubert.

    Und selbst 1&1 betreibt inzwischen eines der größten Glasfasernetze in D.

    > Das gilt auch für die Telekom. Nimmt sie ein ausgebautes Netz in Betrieb,
    > dann muss sie von Anfang an jedem Schreibtischprovider vollen Zugang
    > gewähren, zum BNA Preis weit unter Telekom Endpreis, irgendwo in der
    > Differenz ist dann dessen Marge, wie gehabt.
    Erstaunlich, wenn ich ein Produkt einkaufe, selbst vermarkte, die Rechnung stelle und den Kunden supporte, dann kostet mich das Produkt weniger, als dem Endkunden. Das ist ja ein Burner. Da hat aber jemand ziemlich gut in BWL aufgepasst!

    Ein BnetzA-Preis zum Telekom-Endpreis fändest du aber ok...?

    > Da die Telekom damit Null Wettbewerbsvorteil durch jegliche Investitionen
    > bekommt macht sie auch so wenig wie möglich und kann mehr ihren Aktionären
    > auch gar nicht begründen. Es ist eben keine Behörde mit Gemeinwohlauftrag
    > mehr. Die Telekom schleppt einen riesigen Schuldenberg mit sich herum und
    > flächendeckend FTTH würde diesen weiter extrem erhöhen.
    Tja und durch dieses Einsparen gerät die Telekom eben mehr und mehr ins Hintertreffen. Die Nutznießer sind eben die Firmen, die die Aufgabe der Telekom übernehmen und die Infrastruktur ausbauen. Hinterher aber rumzuheulen, dass die Regulierung Schuld ist, ist einfach absoluter Blödsinn.

    > Denkbar wäre das,
    > wenn sie da von der Regulierung befreit wäre und ordentliche Preise ohne
    > behördliche Kontrolle nehmen und Konkurrenz aussperren dürfte. Dann würde
    > ich als Aktionär sagen, das hört sich langfristig nach einem guten
    > Investment an, macht das mal.
    Das ist der allergrößte Blödsinn, den wohl jemand hier im Forum geschrieben hat....

    Aber klar, zurück zum alten Post-Monopol. Juhu!

  6. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 14:50

    Ulkinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hackfleisch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Kurz gesagt: Blödsinn.

    > BLödsinn, wie was der Hödges da blubert.

    >einfach absoluter Blödsinn.

    > Das ist der allergrößte Blödsinn, den wohl jemand hier im Forum geschrieben hat

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Der_Kotzbrocken

    an der Stelle ein Filmtipp für dich. Guten Tag!

  7. Ich stelle nur offensichtliche Tatsachen fest

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 14:54

    Wenn jemand Blödsinn sagt oder schreibt, sollte man das auch klar so benennen.

    Dass du lieber persönlich wirst zeigt ja nur, dass du mir zustimmst.

  8. Re: Ich stelle nur offensichtliche Tatsachen fest

    Autor: TodesBrote 22.01.18 - 15:04

    Ulkinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn jemand Blödsinn sagt oder schreibt, sollte man das auch klar so
    > benennen.
    >
    > Dass du lieber persönlich wirst zeigt ja nur, dass du mir zustimmst.


    Leider hat der Thread Ersteller schon Recht, es wird sich nix tun, wenn man nicht sofort was an der Regulierung ändert und/oder sie für alle geltend macht. Dann sieht man erstmal wie der Preis- und Ausbaukampf losgeht, um sich von den anderen unabhängig zu machen.

  9. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: RipClaw 22.01.18 - 15:20

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das gilt auch für die Telekom. Nimmt sie ein ausgebautes Netz in Betrieb,
    > dann muss sie von Anfang an jedem Schreibtischprovider vollen Zugang
    > gewähren, zum BNA Preis weit unter Telekom Endpreis, irgendwo in der
    > Differenz ist dann dessen Marge, wie gehabt.

    Soweit ich weiß decken die Preise die die BNA festlegt nicht nur die Kosten sondern enthalten lt. BNA auch eine angemessene Gewinnmarge.

    Die Preise werden von der BNA auch nicht frei Schnauze festgelegt sondern sie verhandelt hier auch mit der Telekom. Hierbei muss die Telekom aber die Karten auf den Tisch legen und ihre Preisforderungen gegenüber der BNA begründen.

    Zudem ist es für die Telekom noch nicht mal von Nachteil wenn sie an Reseller vermietet. So kann sie ihre Infrastruktur besser auslasten als wenn sie das nicht tun würde. Andere Anbieter öffnen ihre Netze auf freiwilliger Basis.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.18 15:32 durch RipClaw.

  10. Re: Ich stelle nur offensichtliche Tatsachen fest

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 15:24

    TodesBrote schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider hat der Thread Ersteller schon Recht, es wird sich nix tun, wenn man
    > nicht sofort was an der Regulierung ändert und/oder sie für alle geltend
    > macht. Dann sieht man erstmal wie der Preis- und Ausbaukampf losgeht, um
    > sich von den anderen unabhängig zu machen.
    Warum sollte man Anbieter regulieren, die keinerlei Monopol inne haben?

    Mit Recht haben, hat das offensichtlich nichts zu tun. Besonders, wenn der Ersteller selbst von Planwirtschaft spricht und du jetzt sogar noch mehr Planwirtschaft forderst.

  11. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: chewbacca0815 22.01.18 - 16:26

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Regulierung per se okay, aber halt nicht so wie bei uns. Seit Merkel im Amt ist gibt es keinen roten Faden, wo das Land bzgl digitaler Infrastruktur hin soll. Das kann kein Zufall sein und ist vermutlich dem persönlichen Desinteresse unserer Politiker, die großteils eigentlich schon im Seniorenalter sind, geschuldet.

    Du willst jetzt tatsächlich die Politik dafür verantwortlich machen, dass Typen wie dieser Höttges schlichtweg keine Lust daran haben, ihre Netze endlich auf Vordermann zu bringen? Die Dob-Rinder dieser Welt sind doch lediglich die Erfüllungsgehilfen von Höttges und seiner Truppe, ihre eigenen Besitzstände zu wahren.

    > Aber wozu hat man weiterhin eine große Staatsbeteiligung an der Telekom wenn man dann nicht auf dieses Unternehmen hört, sei es im Sinne von "okay da müssen wir was ändern, wenn vielleicht auch nicht komplett nach den Wünschen der Telekom". Aber nix passiert.

    Nochmal, ist das Dein Ernst? Wer nutzte denn in der Vergangenheit seine Marktposition und seine Lobbyisten, um genau dagegen vorzugehen, was Du oben schreibst? Wer will denn unbedingt an seinem Klingendrahtnetz mit aller Macht festhalten? Auf wessen Mist ist denn der ganze VDSL- und Vektoringmüll gewachsen und wer versucht mit allen Mitteln, eben diesen Schrott auf Biegen und Brechen durchzudrücken? Merkst Du was?

  12. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Vanger 23.01.18 - 01:12

    Bitte korrigiere mich falls ich dich missverstehe, aber dein Standpunkt ist, dass wenn die Telekom eine neue (Glasfaser-)Infrastruktur aufbaut, diese neu geschaffene Infrastruktur selektiv von der Regulierung ausgenommen werden sollte - richtig?

    Diesen Standpunkt vertritt auch die Telekom selbst. Dabei wird aber ein wichtiger Fakt außen vor gelassen: Die Telekom schafft nicht "aus dem Nichts" heraus neue Infrastruktur. Wenn die Telekom neue Infrastruktur schafft, schafft sie diese immer aus der bestehenden Infrastruktur heraus. Sie investiert nicht etwa neues Kapital, sondern investiert das Kapital, das sie nur aufgrund der bestehenden Infrastruktur erwirtschaften konnte. Zudem reden wir nur über die letzte Meile - und nicht etwa davon, dass die Telekom eine komplett neue Infrastruktur aufbauen würde.

    Das ist der entscheidende Unterschied zu all den anderen Marktteilnehmern die eigene Netze betreiben. Es geht bei Regulierung nicht allein um Marktmacht. Solange die Telekom nicht zerschlagen und eine separate Netzgesellschaft geschaffen wird (was ich hier nicht weiter bewerten möchte), wird sie niemals aus der Regulierung entlassen werden können - denn alles was sie tut, kann sie nur tun, weil sie von der Bundespost eine bestehende Infrastruktur übernommen und diese lediglich Schritt für Schritt modernisiert hat.

  13. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Inori-Senpai 23.01.18 - 11:06

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Diesen Standpunkt vertritt auch die Telekom selbst. Dabei wird aber ein
    > wichtiger Fakt außen vor gelassen: Die Telekom schafft nicht "aus dem
    > Nichts" heraus neue Infrastruktur. Wenn die Telekom neue Infrastruktur
    > schafft, schafft sie diese immer aus der bestehenden Infrastruktur heraus.
    > Sie investiert nicht etwa neues Kapital, sondern investiert das Kapital,
    > das sie nur aufgrund der bestehenden Infrastruktur erwirtschaften konnte.
    > Zudem reden wir nur über die letzte Meile - und nicht etwa davon, dass die
    > Telekom eine komplett neue Infrastruktur aufbauen würde.
    >
    > Das ist der entscheidende Unterschied zu all den anderen Marktteilnehmern
    > die eigene Netze betreiben. Es geht bei Regulierung nicht allein um
    > Marktmacht. Solange die Telekom nicht zerschlagen und eine separate
    > Netzgesellschaft geschaffen wird (was ich hier nicht weiter bewerten
    > möchte), wird sie niemals aus der Regulierung entlassen werden können -
    > denn alles was sie tut, kann sie nur tun, weil sie von der Bundespost eine
    > bestehende Infrastruktur übernommen und diese lediglich Schritt für Schritt
    > modernisiert hat.

    Welcher Anbieter schafft aus dem Nichts Infrastruktur? M-Net, NetCologne oder die ganzen anderen Stadtwerke Anbieter (ehemalige Monopolisten). Oder die Kabelanbieter? Die sind für einen Spottpreis ebenfalls aus der Telekom hervorgegangen und melken jetzt jahrzehntealte Infrastruktur. Dazu werden die Kabelanschlüsse auch noch Pauschal in den Nebenkosten versteckt. Der einzige Selfmade Anbieter war wirklich mal 1u1. Aber die haben ja mit Versatel jetzt auch Stadtwerke- Charakter.

    Keine Regulierung heißt ja nicht, dass die Telekom ihr Netz nicht öffnen muss. Sie kann mit jedem Marktteilnehmer einen Vertrag aushandeln und sie drauf lassen. Nur wird es dann nicht bei 15¤ wie bei Vectoring dabei bleiben. Dann werden es dann auch mal 30¤ werden.

  14. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: bombinho 23.01.18 - 11:29

    +1

    Leider waren in dem Post derartig viele Schoten, die aalglatt an der Wahrheit vorbeigerutscht sind, dass er schon fast nicht mehr ernst zu nehmen war.

    Der riesige Schuldenberg zum Beispiel, die Telekom hat eines der besten Kapital/Schuldenverhaeltnisse im Vergleich zu anderen Firmen dieser Groesse und wirbt damit auch regelmaessig in ihren Berichten und weisst auf die positive Entwicklung hin.

    Noch besser in diesem Bezug koennte man nur werden, wenn man komplett auf Investitionen verzichtet, den Besitzstand ausquetscht und dann die Tore schliesst.
    Sollte dem nicht so sein, dann wuerden die Telekomaktien links und recghts abgestossen werden, Ausschuettungen waeren ein Ding der Vergangenheit usw.

    Die Regulierung hat eine preisstruktur erzeugt, die der Telekom ein Mindesteinkommen garantiert und zwar unabhaengig von Investitionen. Insofern gehe ich mit, dass die Regulierung teils ihr Ziel verfehlt hat (In Bezug auf Entwicklung und Anpassung).
    Genaugenommen fiele mit der Regulierung dieser Schutz weg und die Telekom muesste mit Preisdumping etc. den Markt umklammern um ihn im Griff zu behalten.

    Insofern ist es wohl reine Strategie, auf die "Nachteile" der Regulierung hinzuweisen.
    Glluecklicherweise sind andere Firmen bereits aktiv und haben bereits brauchbare Groessen erreicht. Aber nicht wegen irgendwelcher Regulierungen sondern weil man sich beim Monopolisten entschied, "Investitionen in das Kerngeschaeft sind boese".
    Es wird viel lieber gestreut und an anderen Stellen investiert.

    Ich persoenlich saehe ebenfalls Vorteile bei einer komplett entfallenden Regulierung.
    Mein Vorschlag waere ja, es in zwei oder drei Bundeslaendern (raeumlich getrennt) gleichzeitig auszuprobieren, dann ist gewaehrleistet, dass ploetzlich einsetzende Investitionswut so breit gestreut werden muss, dass es auch weh tut.

  15. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: RipClaw 23.01.18 - 15:57

    Inori-Senpai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keine Regulierung heißt ja nicht, dass die Telekom ihr Netz nicht öffnen
    > muss. Sie kann mit jedem Marktteilnehmer einen Vertrag aushandeln und sie
    > drauf lassen. Nur wird es dann nicht bei 15¤ wie bei Vectoring dabei
    > bleiben. Dann werden es dann auch mal 30¤ werden.

    Wie kommst du auf 15¤ ? Der aktuelle Preis für einen Layer 2 Zugang für VDSL mit bis zu 100 Mbit/s liegt bei 18,55¤.

    Und das auch nur wenn das Kontingentmodell nimmt. Ansonsten kostet der Zugang 19,10¤:

    [www.bundesnetzagentur.de]

    Für knapp 15¤ (eigentlich 15,17¤) bekommst du gerade mal einen Layer 2 Zugang für einen ADSL Anschluss mit bis zu 16 Mbit/s.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.01.18 15:59 durch RipClaw.

  16. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: bombinho 23.01.18 - 16:59

    Inori-Senpai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keine Regulierung heißt ja nicht, dass die Telekom ihr Netz nicht öffnen
    > muss. Sie kann mit jedem Marktteilnehmer einen Vertrag aushandeln und sie
    > drauf lassen. Nur wird es dann nicht bei 15¤ wie bei Vectoring dabei
    > bleiben. Dann werden es dann auch mal 30¤ werden.

    Es koennte aber auch heissen, 8,50¤, weil man jeden Cent braucht um sich an allen Brennpunkten mit der aufkommenden Konkurrenz noch Scharmuetzel liefern zu koennen. Bisher ist die Regulierung auch eine Sicherstellung, dass bei der Vermietung der Leitung auch noch genug haengen bleibt. Da wird nicht aus Notlage vermietet sondern weil es einfach mal den Gewinn steigert.
    Fehlende Regulierung ist keine Garantie, dass von fortan alles Rosa aussieht fuer Magenta.

    Immerhin hat sich die Telekom bereits bei jeder Gelegenheit die sich bot oder arrangieren lies, aus ihren ehemaligen Verpflichtungen herausgewunden.
    Mit dem Argument, dass ja der Festnetzanschluss heutzutage kein schuetzenswertes Gut mehr ist. Insofern waere es tatsaechlich logisch, zumindestens die Kupferdoppelader zu deregulieren, so dass auch die mit der Regulierung verbundenen Boni entfallen koennen, wie Festpreis.

  17. Re: Höttges stellt eine offensichtliche Tatsache fest.

    Autor: Vanger 24.01.18 - 21:21

    > Welcher Anbieter schafft aus dem Nichts Infrastruktur? M-Net, NetCologne
    > oder die ganzen anderen Stadtwerke Anbieter (ehemalige Monopolisten). Oder
    > die Kabelanbieter? Die sind für einen Spottpreis ebenfalls aus der Telekom
    > hervorgegangen und melken jetzt jahrzehntealte Infrastruktur.

    Die "melken" Telefon-/Internetinfrastruktur die sie selbst aufgebaut und bezahlt haben - im Unterschied zum von der Telekom übernommen Telefonnetz der Bundespost das von der Gemeinschaft finanziert wurde.

    > Keine Regulierung heißt ja nicht, dass die Telekom ihr Netz nicht öffnen
    > muss. Sie kann mit jedem Marktteilnehmer einen Vertrag aushandeln und sie
    > drauf lassen. Nur wird es dann nicht bei 15¤ wie bei Vectoring dabei
    > bleiben. Dann werden es dann auch mal 30¤ werden.

    Das ist natürlich kompletter Unsinn - ohne gesetzliche Pflicht dazu ihr Netz zu angemessenen Preisen zu öffnen gibt es für die Telekom überhaupt keinen Anlass das auch zu tun. Warum sollten sie? Die einzige Frage ist ob der Preis vom Regulierer direkt festgelegt wird oder im Gesetz schwammig von einem "angemessenen" Preis gesprochen wird - was seinerseits aber reine Augenwischerei wäre, in dem Fall wird eben vom Gericht festgelegt was "angemessen" bedeutet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.01.18 21:24 durch Vanger.

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