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  4. Telekom-Chef: Regulierung soll an schlechtem Glasfaserausbau schuld sein

Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

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  1. Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Pecker 22.01.18 - 11:31

    Dass nämlich ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland aktuell unmöglich ist.
    Solange das ausbauende Unternehmen mühsam von allen Häuslesbesitzer eine Erlaubnis einholen muss, um das Gebäude auch anschließen zu dürfen und dann tatsächlich doch 50% nein sagen, kann das nicht funktionieren.

    Hier ist eindeutig die Politik gefordert, hier eine Anschlusspflicht wie es bei anderen Anschlüssen auch schon der Fall ist, durchzusetzen. Und zwar so, dass der Anschluss kostenlos ans Haus kommt, damit der (Wut-)Bürger zumindest sein Glück nicht auch noch bezahlen muss.

  2. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: sundilsan 22.01.18 - 11:33

    Sein Glück? Also nur weil Du abhängig vom Netz bist, trifft das noch lange nicht auf jeden zu.

  3. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Pecker 22.01.18 - 11:49

    sundilsan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sein Glück? Also nur weil Du abhängig vom Netz bist, trifft das noch lange
    > nicht auf jeden zu.

    Au man ey...
    Es soll ja auch Mieter geben (und davon gibts sehr viele), die dann eben keinen schnellen Anschluss bekommen, weil der Hauseigentümer 70 Jahre alt ist und beim Thema Glasfaser nur Bahnhof versteht.

    Und ein Glasfaserausbau wäre somit nochmals teurer, denn die "Nein" sager werden alle weiterhin mit DSL bzw. dann Vectoring versorgt. Man muss also in einer Straße 2 Technologien am laufen halten. Das ist einfach schwachsinnig. Also entweder baut man geschaut zu 100% aus, oder lässt es bleiben!

  4. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Captain 22.01.18 - 12:10

    Das Problem ist auch, das die Teledumm die Kunden nocht mit veralteter Vectoring Technologie erstmal abkochen will...

  5. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: nachgefragt 22.01.18 - 12:42

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass nämlich ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland aktuell
    > unmöglich ist.
    Das ist er vll, da es mit den Kapazitäten der Tiefbauunternehmen knapp bestellt ist.
    Man hätte aber auch einfach schon vor Jahren den Glasfaserausbau fördern können, was das ganze sicherlich entspannt hätte. Wollte mann aber nicht... man wollte 50Mbit für alle bis 2018 erreichen (hat man nicht); das nächste Ziel ist jetzt Glasfaser für alle bis 2025 (Nelson HaHa). Als Unternehmen wär es dämlich nicht beide Zuschüsse abzugreifen.

    > Solange das ausbauende Unternehmen mühsam von allen Häuslesbesitzer eine
    > Erlaubnis einholen muss, um das Gebäude auch anschließen zu dürfen und dann
    > tatsächlich doch 50% nein sagen, kann das nicht funktionieren.
    Dann schließen sie das Gebäude halt nicht an? Natürlich können Sie vor meiner Haustür Glasfaser verlegen, ob ich mich daran anschließen lasse ist dann eine andere Frage.
    Als das Kabelnetz ausgebaut wurde, wurde das genau so gehandhabt. In unserer Straße haben bis auf 2 Häuser alle Satelitenschüssel, trotzdem wurde ein neuer Kabelanschluss gelegt. Ein Anschluss an das Kabel hätte dann ein paar Tausend Euro gekostet.

    > Hier ist eindeutig die Politik gefordert, hier eine Anschlusspflicht wie es
    > bei anderen Anschlüssen auch schon der Fall ist, durchzusetzen. Und zwar
    > so, dass der Anschluss kostenlos ans Haus kommt, damit der (Wut-)Bürger
    > zumindest sein Glück nicht auch noch bezahlen muss.
    Und deinen Stromanschluss kriegst du von deinem Stromanbieter geschenkt oder was? Wo soll das denn sein? Da zieh ich hin.
    Natürlich gilt die Anschluss nur bis zur Haustür. Ob man sich dann daran anschließen lässt (s.o.) eine andere Frage. Ich kann mir ja auch ein Blockheizkraftwerk einbauen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.18 12:44 durch nachgefragt.

  6. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Pecker 22.01.18 - 12:59

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist auch, das die Teledumm die Kunden nocht mit veralteter
    > Vectoring Technologie erstmal abkochen will...

    Ob sie will oder nicht, sie muss es auch, denn Glasfaser darf sie ja nicht flächendeckend ausbauen. Du hast das Problem halt auch noch nicht verstanden.

  7. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Pecker 22.01.18 - 13:06

    nachgefragt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass nämlich ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland aktuell
    > > unmöglich ist.
    > Das ist er vll, da es mit den Kapazitäten der Tiefbauunternehmen knapp
    > bestellt ist.
    > Man hätte aber auch einfach schon vor Jahren den Glasfaserausbau fördern
    > können, was das ganze sicherlich entspannt hätte. Wollte mann aber nicht...
    > man wollte 50Mbit für alle bis 2018 erreichen (hat man nicht); das nächste
    > Ziel ist jetzt Glasfaser für alle bis 2025 (Nelson HaHa). Als Unternehmen
    > wär es dämlich nicht beide Zuschüsse abzugreifen.
    Das ist nicht das Problem! Wieso will das niemand recht Verstehen, dass das Problem die Nein sager sind. Entweder baut man ganz oder gar nicht aus. So muss man nämlich 2 Techniken am Leben halten was doppelt teuer ist. Und ich müsste für einen Glasfaseranschluss natürlich noch mehr bezahlen, damit die Kosten wieder reinkommen.
    > > Solange das ausbauende Unternehmen mühsam von allen Häuslesbesitzer eine
    > > Erlaubnis einholen muss, um das Gebäude auch anschließen zu dürfen und
    > dann
    > > tatsächlich doch 50% nein sagen, kann das nicht funktionieren.
    > Dann schließen sie das Gebäude halt nicht an? Natürlich können Sie vor
    > meiner Haustür Glasfaser verlegen, ob ich mich daran anschließen lasse ist
    > dann eine andere Frage.

    Das ist doch heute schon der Fall dass das Glasfaser bei den meisten Buden um die Ecke liegt sobald VDSL verfügbar ist. Kannst bei der Telekom anfragen und dir den Anschluss legen lassen. Wenn sie das Gebäude dann aber nicht mit Glasfaser anschließen was passiert dann mit dem alten Kupferanschluss? Ach ja richtig, der wird parallel kostenintensiv weiter betrieben.

    > Als das Kabelnetz ausgebaut wurde, wurde das genau so gehandhabt. In
    > unserer Straße haben bis auf 2 Häuser alle Satelitenschüssel, trotzdem
    > wurde ein neuer Kabelanschluss gelegt. Ein Anschluss an das Kabel hätte
    > dann ein paar Tausend Euro gekostet.

    Satelit ist dem Kabel aber mindestens ebenbürtig, teilweise sogar überlegen und kostenlos. Der Vergleich passt also überhaupt nicht. Denn Statt Glasfaser entscheiden sich die halt für nichts.

    > > Hier ist eindeutig die Politik gefordert, hier eine Anschlusspflicht wie
    > es
    > > bei anderen Anschlüssen auch schon der Fall ist, durchzusetzen. Und zwar
    > > so, dass der Anschluss kostenlos ans Haus kommt, damit der (Wut-)Bürger
    > > zumindest sein Glück nicht auch noch bezahlen muss.
    > Und deinen Stromanschluss kriegst du von deinem Stromanbieter geschenkt
    > oder was? Wo soll das denn sein? Da zieh ich hin.
    > Natürlich gilt die Anschluss nur bis zur Haustür. Ob man sich dann daran
    > anschließen lässt (s.o.) eine andere Frage. Ich kann mir ja auch ein
    > Blockheizkraftwerk einbauen.

    Sowas nennt sich Kompromiss. Entweder man will den Glasfaserausbau, oder man will ihn nicht. Aber wenn man ihn macht, dann bitte zu 100% und dann sind halt solche Maßnahmen nötig.

  8. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 13:16

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass nämlich ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland aktuell
    > unmöglich ist.
    > Solange das ausbauende Unternehmen mühsam von allen Häuslesbesitzer eine
    > Erlaubnis einholen muss, um das Gebäude auch anschließen zu dürfen und dann
    > tatsächlich doch 50% nein sagen, kann das nicht funktionieren.
    >
    > Hier ist eindeutig die Politik gefordert, hier eine Anschlusspflicht wie es
    > bei anderen Anschlüssen auch schon der Fall ist, durchzusetzen. Und zwar
    > so, dass der Anschluss kostenlos ans Haus kommt, damit der (Wut-)Bürger
    > zumindest sein Glück nicht auch noch bezahlen muss.

    Hier ist ebenso die Politik gefordert wie dabei, die Regulierung der Telekom zu modernisieren,. umgekehrt die lokalen Monopole der TV Kabelnetz Provider in die Regulierung zu nehmen und aufzupassen, dass zB mit Deutsche Glasfaser Projekten keine neuen, lokalen Monopole entstehen.

    Alle drei Themen werden seit Merkels Amtsantritt durchgehend diskutiert, passiert ist nichts. Die Merkel Ära scheint zu enden wie die von Kohl, mit Stillstand und Amtsmüdigkeit. Hoffentlich scheitert die Groko noch und es gibt Neuwahlen. Vielleicht mit einem Generationenwechsel. Der wäre dringend. Die Kanzlerin wird dieses Jahr 64, der Finanzminister wird gar 76.

  9. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: .02 Cents 22.01.18 - 13:39

    Der Adressat ist hier vollkommen verkehrt. Es geht nicht um die Erlaubnis, und schon gar nicht um die Erlaubnis von irgendwelchen Besitzern (Hinweis: Google mal den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum) sondern einfach um die Kosten. Bei meinen Eltern (1-Familien Haus) wollte die Telekom mehrere Tausend Euro für das Verlegen des Anschlusses (iirc knapp 6000) in einer in den 70er / 80ern erschlossenen Siedlung mit freistehenden 1-Familien Häusern und Reihenhäusern. Abgesehen davon, dass das absolut zu viel Geld ist, würde das als Kosten auf die Miete umgelegt auch kaum ein Mieter bezahlen wollen. Da müsste man schon die Frage erlauben,, ob solche Kostenstrukturen wirklich vertretbar sind, selbst wenn sie aus Steuergelder kommen (Hinweis: Auch Steuergelder entstehen nicht spontan auf der Kuhweide ...).

    Was das ganze überhaupt nicht rechtfertigbar macht ist, dass die EIgentumsrechte an dem so teuer bezahlten Anschluss bei der Telekom liegen. Sprich: 6000 Euro für einen Anschluss, für den man dann hinterher nicht einmal mehr den ISP wechseln kann.

    In Zürich wurde das Glasfasernetz öffentlich finanziert durch die "Stadt- bzw ELektrizitätswerke" aufgebaut und betrieben. Der Ausbau erfolgt bis in die Wohnungen - die genauen Konditionen kenne ich nicht (ich wohne nur zur Miete), aber über den Glasfaseranschluss kann man unter afaik aktuell 5-10 ISP wählen mit durchaus unterschiedlichen Angeboten was Services (Internet, Telefnoie, TV u.ä.) bis hin zu Bandbreiten (ab ein paar MBit) und Preise angeht.

    Grundlage ist hier aber die Trennung von Netz-Infrastruktur und Services. Das genau ist es aber, wogegen sich insbesondere die Telekom mit Händen und Füssen wehrt. Wünschenswert wäre auch für Deutschland entsprechendes kommunales Engagement. Es scheint aber ein Kernprinzip des Bandbreiten Ausbaus zumindest im Bereich Private Nachfrager zu sein, dass es vor allem darauf hinaus läuft, Mittel an die grossen Wettbewerber zu verteilen.

    Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum der Betrieb von Kommunikations Kabeln und über diese Kabel angebotene Dienste unbedingt aus einer Hand erfolgen muss.

  10. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 14:09

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Adressat ist hier vollkommen verkehrt. Es geht nicht um die Erlaubnis,
    > und schon gar nicht um die Erlaubnis von irgendwelchen Besitzern (Hinweis:
    > Google mal den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum) sondern einfach um
    > die Kosten. Bei meinen Eltern (1-Familien Haus) wollte die Telekom mehrere
    > Tausend Euro für das Verlegen des Anschlusses (iirc knapp 6000) in einer in
    > den 70er / 80ern erschlossenen Siedlung mit freistehenden 1-Familien
    > Häusern und Reihenhäusern. Abgesehen davon, dass das absolut zu viel Geld
    > ist, würde das als Kosten auf die Miete umgelegt auch kaum ein Mieter
    > bezahlen wollen. Da müsste man schon die Frage erlauben,, ob solche
    > Kostenstrukturen wirklich vertretbar sind, selbst wenn sie aus Steuergelder
    > kommen (Hinweis: Auch Steuergelder entstehen nicht spontan auf der Kuhweide
    > ...).
    >
    > Was das ganze überhaupt nicht rechtfertigbar macht ist, dass die
    > EIgentumsrechte an dem so teuer bezahlten Anschluss bei der Telekom liegen.
    > Sprich: 6000 Euro für einen Anschluss, für den man dann hinterher nicht
    > einmal mehr den ISP wechseln kann.
    >
    > In Zürich wurde das Glasfasernetz öffentlich finanziert durch die "Stadt-
    > bzw ELektrizitätswerke" aufgebaut und betrieben. Der Ausbau erfolgt bis in
    > die Wohnungen - die genauen Konditionen kenne ich nicht (ich wohne nur zur
    > Miete), aber über den Glasfaseranschluss kann man unter afaik aktuell 5-10
    > ISP wählen mit durchaus unterschiedlichen Angeboten was Services (Internet,
    > Telefnoie, TV u.ä.) bis hin zu Bandbreiten (ab ein paar MBit) und Preise
    > angeht.
    >
    > Grundlage ist hier aber die Trennung von Netz-Infrastruktur und Services.
    > Das genau ist es aber, wogegen sich insbesondere die Telekom mit Händen und
    > Füssen wehrt. Wünschenswert wäre auch für Deutschland entsprechendes
    > kommunales Engagement. Es scheint aber ein Kernprinzip des Bandbreiten
    > Ausbaus zumindest im Bereich Private Nachfrager zu sein, dass es vor allem
    > darauf hinaus läuft, Mittel an die grossen Wettbewerber zu verteilen.
    >
    > Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum der Betrieb von Kommunikations
    > Kabeln und über diese Kabel angebotene Dienste unbedingt aus einer Hand
    > erfolgen muss.


    Von Mnet, Netcologne usw hast du auch noch nichts gehört, was?
    Die Großstädte sind auch gar nicht das Problem. Die flächendeckende Infrastruktur ist das Problem. Übrigens in der Schweiz genauso wie bei uns und fast überall sonst, in den USA gibt es nach wie vor hunderttausende Nutzer von 56k Modems, weil es dort auf dem weiten Land dazu vielfach bis heute keinerlei Alternative gibt. Es gibt einige wenige Länder wie es vormachen, wobei eigentlich nur Schweden ein echtes Vorbild ist. Südkorea ist ein schlechtes Beispiel, weil dort mit FTTH aufgerüstet wurde, weil dort noch bäuerliche Armut dominierte als bei uns die Bundespost ein dichtes Fernmeldenetz aufgebaut hat, Südkorea ist in rasanter Geschwindigkeit vom Entwicklungsland zum Industrieland aufgestiegen und hat dabei die alte Telefoninfrastruktur schlicht "übersprungen", weswegen das nicht vergleichbar ist. Auch die Verlegeweise per Luftleitung ist hierzulande nicht wirklich mehrheitsfähig.

    In Schweden liegen die Leitungen im Boden, im Schweden hat man auch mit einem alten Telefonnetz angefangen, ich Schweden ist man auch kulturell deutlich vergleichbarer.

    Und dort hat man, abgesehen von Einzelthemen wie open access, v. a. eines ganz anders gemacht:

    Geld in die Hand genommen! Unsere wenigen Förderprogramme sind nach dem Motto "zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel" ausgestattet, so dass es selbstverständlich nur auf Subvention von Vectoringausbau des alten Telefonnetzes hinausläuft. Die Schweden lassen sich schlicht und ergreifend seit ca. 20 Jahren den kontinuierlichen Ausbau von FTTH viel Geld kosten - in den ersten 10 Jahren wurde der Anschub von der öffentlichen Hand finanziert, in den letzten Jahren hat sich der Staat fast vollständig zurückziehen können, weil sich das System inzwischen selbst trägt (und trotzdem hat man selbst in Stockholm noch keine 100 % FTTH Versorgung - das geht auch dann, wenn man sich richtig anstrengt, nicht binnen weniger Jahre, die Schweden sind jetzt seit 20 Jahren dran!).

    Das heißt aber auch, selbst wenn wir JETZT endlich anfangen, JETZT richtig viel Geld in die Hand nehmen und das nach den besten denkbaren Prozessen, dann ist das eine Generationenaufgabe. Und, das ist die böse Ironie dabei, wir brauchen tatsächlich Vectoring und Co. als vergleichsweise schnell auszubauende Übergangstechnologie. Das haben wir uns dadurch eingebrockt, dass wir 20 Jahre gepennt haben. Die Schweden konnten sich solch einen Übergang sparen und sind gleich in das Glasfaserzeitalter gestartet. Wir machen es hierzulande maximal teuer und umständlich.

    Da bis heute nicht einmal ein Kurswechsel diskutiert wird verschiebt sich dieser "Tag X" weiter in die Zukunft und alles wird noch viel teurer und komplitzierter. Da haben uns die Email-Ausdrucker in eine richtig schöne Situation manövriert, indem die Politik zwar die Finger nicht aus der Telekommunikation lassen konnte, aber den Einfluss nicht genutzt hat um zu gestalten und zu fördern, sondern um zu bremsen und zu vermurksen. Wäre der Telekom-Vorstand nicht so gut bezahlt, dann täte er mir fast leid dafür, dass er dafür Prügelknabe der Nation ist, obwohl die Letztverantwortliche dafür eigentlich seit inzwischen Anno 2005 im Kanzleramt sitzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.18 14:10 durch Hackfleisch.

  11. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 14:10

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass nämlich ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland aktuell
    > unmöglich ist.
    Offensichtlich nicht, wie viele Unternehmen belegen.

    > Solange das ausbauende Unternehmen mühsam von allen Häuslesbesitzer eine
    > Erlaubnis einholen muss, um das Gebäude auch anschließen zu dürfen und dann
    > tatsächlich doch 50% nein sagen, kann das nicht funktionieren.
    Hast du da bitte mal konkrete Zahlen für mit Beleg? Mir wäre es neu, dass 50% der Hausbesitzer Nein sagen.

    > Hier ist eindeutig die Politik gefordert, hier eine Anschlusspflicht wie es
    > bei anderen Anschlüssen auch schon der Fall ist, durchzusetzen. Und zwar
    > so, dass der Anschluss kostenlos ans Haus kommt, damit der (Wut-)Bürger
    > zumindest sein Glück nicht auch noch bezahlen muss.
    Wenn es eine Anschlusspflicht gibt, ist der Anschluss mitnichten umsonst.

    Ich glaube, du solltest erstmal die grundsätzlichen Fakten über Infrastruktur lernen, bevor du hier den großen Macker spielst.

  12. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 14:11

    Ulkinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass nämlich ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland aktuell
    > > unmöglich ist.
    > Offensichtlich nicht, wie viele Unternehmen belegen.

    Wäre dem so, dann hätten wir diese Diskussion nicht. EINMAL genau lesen und nachdenken, bevor man schreibt. Ich helfe gerne nach, das entscheidende Wörtchen lautet "flächendeckend".

  13. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 14:29

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre dem so, dann hätten wir diese Diskussion nicht. EINMAL genau lesen und
    > nachdenken, bevor man schreibt. Ich helfe gerne nach, das entscheidende
    > Wörtchen lautet "flächendeckend".
    Da sich der größte Telekommunikationskonzern Deutschlands dem entsprechenden Ausbau verweigert, sollte das einem nicht wundern.

    Flächendeckenden Ausbau gibt es sehr wohl. M-Net, NetCologne, NetAachen, Deutsche Glasfaser - die Liste ist ziemlich lang.

    Warum kriegen die das hin, was angeblich nicht möglich sein soll?

  14. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.18 - 14:46

    Ulkinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hackfleisch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wäre dem so, dann hätten wir diese Diskussion nicht. EINMAL genau lesen
    > und
    > > nachdenken, bevor man schreibt. Ich helfe gerne nach, das entscheidende
    > > Wörtchen lautet "flächendeckend".
    > Da sich der größte Telekommunikationskonzern Deutschlands dem
    > entsprechenden Ausbau verweigert, sollte das einem nicht wundern.
    >
    > Flächendeckenden Ausbau gibt es sehr wohl. M-Net, NetCologne, NetAachen,
    > Deutsche Glasfaser - die Liste ist ziemlich lang.
    >
    > Warum kriegen die das hin, was angeblich nicht möglich sein soll?


    Duden: "flächendeckend"

  15. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 14:52

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Duden: "flächendeckend"
    "ein bestimmtes Gebiet, einen Bereich vollständig erfassend"

    M-Net -> München
    NetCologne -> Köln
    NetAachen -> Aachen
    Deutsche Glasfaser -> ländliches NRW

  16. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: TodesBrote 22.01.18 - 15:15

    Ulkinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hackfleisch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Duden: "flächendeckend"
    > "ein bestimmtes Gebiet, einen Bereich vollständig erfassend"
    >
    > M-Net -> München
    > NetCologne -> Köln
    > NetAachen -> Aachen
    > Deutsche Glasfaser -> ländliches NRW

    Selbstverständlich geht es um Deutschlandweit flächendeckend, das einzige was irgendwem nutzt.

    Und ja es liegt zu einem großen Teil an der Regulierung bzw. An deren Formulierung und Einseitigkeit, die anderen Netzbetreiber (vor allem Kabel) auszulassen.

  17. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 15:23

    TodesBrote schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbstverständlich geht es um Deutschlandweit flächendeckend, das einzige
    > was irgendwem nutzt.
    Ach so. WiddeWiddeWitt, ich mach mir die Welt, wie es mir gefällt.

    Warum sollte man von einem Stadtnetzbetreiber in Köln erwarten, auch Berlin zu erschließen?

    > Und ja es liegt zu einem großen Teil an der Regulierung bzw. An deren
    > Formulierung und Einseitigkeit, die anderen Netzbetreiber (vor allem Kabel)
    > auszulassen.
    Warum sollte man die Kabelbetreiber regulieren? Wo haben diese denn ein Monopol? Um genau zu sein: Nirgends.

    Benenne doch bitte mal konkret die Probleme der Regulierung, außer vielleicht, dass es böse Reseller gibt, die der Telekom die Kunden abjagen. Aber das nennt sich nun mal Wettbewerb.

    Warum kritisiert ihr nicht z.B. die Telekom-Entscheidung auf Vectoring zu setzen, woraus sich die Entscheidung der Telefonica ergab, ihr eigenes DSLAM-Netz einzustampfen?

  18. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: chewbacca0815 22.01.18 - 16:03

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Satelit ist dem Kabel aber mindestens ebenbürtig, teilweise sogar überlegen ...

    Dir ist schon klar, dass Satellit keinen Rückkanal hat und dein Upload somit über einen anderen Weg wie ISDN, Kabel oder LTE erfolgen muss?

  19. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: Ulkinator 22.01.18 - 16:12

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dir ist schon klar, dass Satellit keinen Rückkanal hat und dein Upload
    > somit über einen anderen Weg wie ISDN, Kabel oder LTE erfolgen muss?
    Komm doch bitte nicht mit Fakten :)

  20. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem eigentlich?

    Autor: chewbacca0815 22.01.18 - 16:43

    Ulkinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum kritisiert ihr nicht z.B. die Telekom-Entscheidung auf Vectoring zu setzen, woraus sich die Entscheidung der Telefonica ergab, ihr eigenes DSLAM-Netz einzustampfen?

    Jetzt kommst Du aber mit Fakten ;-)

    Liest man sich das ganze Geschreibsel hier durch, könnte man ja fast zu der Überzeugung gelangen, dass sich alle Welt gegen die ach so arme Telekom verschworen hat. Leider sehe ich die alleinige Schuld für das gesamte Schlamassel im deustchen Netz ausschließlich und alleinig bei der Telekom liegen. Wer hat denn mithilfe massivem Lobbyismus jahrezehntelang seinen eigenen Besitzstand gewahrt? Wer hat denn diesen VDSL- und Vectoringmüll auf Biegen und Brechen durchgeboxt? Dass jetzt ausgrechnet ein Höttges sich hinstellt und das Rumweinen anfängt, ist mehr als nur lächerlich. Sein ganzes Statement zeigt doch nur, dass dieser Mann eine komplette Fehlbesetzung ist. Jetzt, wo er mit dem Rücken zur Wand steht, sind alle anderen Schuld. Das ist einfach nur jämmerlich! Es zeigt allerdings auch, wie perfide dieser Telekomiker argumentiert. Er hat keinen Plan, was er tun sollte und er hat keinen Plan, wie er aus seinem selbstgeschaufelten Vectoring-Grab wieder rauskommt. Für mich ist dieser Auftritt bei der DLD nichts anderes als sein umfassendes Selbsteingeständnis, auf allen Ebenen komplett versagt zu haben.

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