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Was qualifiziert den Anbieter mit den höchsten Preisen weltweit ....

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  1. Was qualifiziert den Anbieter mit den höchsten Preisen weltweit ....

    Autor: marvin_42 17.01.22 - 08:44

    ... zu solchen Empfehlungen?

    Wo "Liberalisierung" bei Netzwerkindustrien funktioniert, gibt es es eine strikte Trennung zwischen "Content"-Providern, Netzprovidern und Verkäufern.

    Netzwerkindustrien sind Telekom, Strom, Bahn.

    "Content" sind Strom, Züge, oder eben Internet-Content. Netze sind Netze.

    Das Kernproblem ist, das diese Industrien extrem anfällig sind für Kartellbildungen, da ein Unternehmen prinzipiell ziemlich groß sein muss, um die Investitionen in Aufbau und Unterhalt von Netzen, Kraftwerken, Zügen oder Internet-Suchmaschinen stemmen zu können. Und es kann nicht beliebig viele Anbieter geben, will man die Netze kompatibel halten.

    Die Lösung, die Wissenschaftler entwickelt haben, die von der EU adoptiert wurde, ist eine Trennung von Herstellung der Leistungen, vom Transport, und idealerweise dem Vertrieb (Prepaid-Handytarife im Supermarkt sind ein gutes Beispiel, wie Konkurrenz die Preise senken kann).

    Für die Netzprovider ist ist das eine zwiespältige Situation: Erstens sind die Verdienstmöglichkeiten eingeschränkt, da Kartellbehörden und Konkurrenz die Margen deckeln. Gerade für die Telekom entsteht dadurch das Problem, dass sich Margen nur durch Effizienz steigern lassen, ein Konzept, mit dem sich die Telekom nicht so richtig anfreunden kann.

    Bleibt ein Mißbrauch der Marktmacht: Man nutzt seine Stellung und seine Kundenkontakte, um den Kunden allerlei "Mehrwert" zu überhöhten Preisen an zu drehen. Einfach am Telefon "Ja" sagen oder in einer Werbeemail falsch klicken, und schon bekommt man ein Jahr ein Fernsehabo ins Haus geliefert.

    Warum die Telekom das toll findet, ist klar.

    Einen Mehrwert für Kunden zu finden ist allerdings nicht so einfach. Denn die können kaum nachvollziehen, wenn das vermeintlich günstige Fernsehabo von völlig überzogenen Netzabokosten subventioniert wird.

    Und deshalb gehören Netz und Inhalte getrennt. Auch wenn die Telekom dadurch gezwungen wäre, endlich effizienter zu arbeiten. Oder gerade deswegen.

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