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Ich verstehe beide Seiten

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  1. Ich verstehe beide Seiten

    Autor: katze_sonne 24.09.21 - 00:11

    Schwer zu sagen, wer Recht hat.

    Ich weiß von gewissen Leuten, dass die Telekom die EWE als echten Konkurrenten sieht. Ein Netzbetreiber, der sehr großflächig Ausschreibungen gewinnt / "wegnimmt". Das ist eine Situation wie die Telekom sie sonst deutschlandweit nur sehr selten hat. Und nun schließt man sich (zumindest für den Glasfaserausbau) zusammen? Schwierig.

    Andererseits: Mit mehr Mitteln und "an einem Strang ziehen" kann man teilweise mehr erzielen, als mit gegeneinander arbeitenden Parteien, die teilweise sicherlich auch den Ausbau herauszögern, weil sie Widerspruch bei gewonnenen Ausschreibungen einlegen, Dörfer doppelt ausbauen oder gar beide jeweils Kundenquise vor dem Ausbau betreiben und sich so gegenseitig die Kunden wegluchsen, sodass am Ende kein Ausbau stattfindet, weil die Quote nicht ausreicht.

    Gibt gute Argumente für beide Seiten. Wie gesagt: Bin unentschieden. Aber ist nicht so eindeutig, wie ich beim ersten Lesen des Artikels erstmal dachte...

  2. Re: Ich verstehe beide Seiten

    Autor: Faksimile 24.09.21 - 06:55

    Die Telekom hat wohl intern immer noch den Gedanken als einziger Akteur das Telekommunikationsnetz in DE zu betreiben, wie es vor der Privatisierung als Staatsbetrieb faktisch war.
    Dann müsste sie selber aber auch so handeln und zügig auf Glasfaser umrüsten. Tut sie aber nicht.
    Und "jammert" auch rum, dass das alleine nicht zu schaffen ist und die anderen also auch ausbauen sollten.

    Nur. Wenn diese das dann tun, ist es der Telekom auch nicht recht und sie versucht solche Vorhaben zu stören/torpedieren/überbauen ...

    Wahrscheinlich möchte die Telekom: Die anderen Unternehmen bauen die nicht lukrativen Flächen komplett aus und nach Inbetriebnahme gehen die Unternehmen Peite und die Telekom kann dann das GF-Netz(e) der Wettbewerber "für'n Appel und 'nen Ei" übernehmen.

  3. Re: Ich verstehe beide Seiten

    Autor: spezi 24.09.21 - 08:20

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich weiß von gewissen Leuten, dass die Telekom die EWE als echten
    > Konkurrenten sieht. Ein Netzbetreiber, der sehr großflächig Ausschreibungen
    > gewinnt / "wegnimmt". Das ist eine Situation wie die Telekom sie sonst
    > deutschlandweit nur sehr selten hat. Und nun schließt man sich (zumindest
    > für den Glasfaserausbau) zusammen? Schwierig.

    Bei Ausschreibungen (also gefördertem Ausbau) darf Glasfaser Nordwest nicht mitmachen. Da müssen beide Unternehmen getrennt Angebote abgeben. Das ist eine der Bedingungen des Bundeskartellamtes für die Genehmigung.

  4. Re: Ich verstehe beide Seiten

    Autor: nightmar17 24.09.21 - 08:35

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom hat wohl intern immer noch den Gedanken als einziger Akteur das
    > Telekommunikationsnetz in DE zu betreiben, wie es vor der Privatisierung
    > als Staatsbetrieb faktisch war.
    > Dann müsste sie selber aber auch so handeln und zügig auf Glasfaser
    > umrüsten. Tut sie aber nicht.
    > Und "jammert" auch rum, dass das alleine nicht zu schaffen ist und die
    > anderen also auch ausbauen sollten.
    Ja, das machen die auch nur, damit auch weiterhin Fördergelder fließen. Man steltl sich als Retter dar. "Wir tun unser bestes, aber mehr geht nicht, weil auch die anderen nix tun"
    > Nur. Wenn diese das dann tun, ist es der Telekom auch nicht recht und sie
    > versucht solche Vorhaben zu stören/torpedieren/überbauen ...
    Richtig, weil sie die Gebiete sonst verlieren.
    > Wahrscheinlich möchte die Telekom: Die anderen Unternehmen bauen die nicht
    > lukrativen Flächen komplett aus und nach Inbetriebnahme gehen die
    > Unternehmen Peite und die Telekom kann dann das GF-Netz(e) der Wettbewerber
    > "für'n Appel und 'nen Ei" übernehmen.
    Das habe ich tatsächlich auch von einem Anbieter hier gehört. Die haben vor ein paar Jahren angefangen hier lokal auszubauen und haben es nicht geschafft und wurden von dem Investor DBAG übernommen.

    Der Vertriebler sagte mir letztens, wer weiß ob das nicht in 2-3 Jahren alles ein Telekom Netz ist.

  5. Re: Ich verstehe beide Seiten

    Autor: Dwalinn 24.09.21 - 09:21

    Vodafone macht sowas zum Glück nicht, die ignorieren einfach jede Gegend die nicht lukrativ ist und freuen sich noch das selbst dann Geld fürs Kabel reinkommt wenn der Bewohner es nicht nutzt. So ein Zwangs TV Anschluss den man nicht teilen muss ist schon was feines.

  6. ich eher nicht

    Autor: senf.dazu 25.09.21 - 10:50

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schwer zu sagen, wer Recht hat.
    >
    > Ich weiß von gewissen Leuten, dass die Telekom die EWE als echten
    > Konkurrenten sieht. Ein Netzbetreiber, der sehr großflächig Ausschreibungen
    > gewinnt / "wegnimmt". Das ist eine Situation wie die Telekom sie sonst
    > deutschlandweit nur sehr selten hat. Und nun schließt man sich (zumindest
    > für den Glasfaserausbau) zusammen? Schwierig.
    >
    > Andererseits: Mit mehr Mitteln und "an einem Strang ziehen" kann man
    > teilweise mehr erzielen, als mit gegeneinander arbeitenden Parteien, die
    > teilweise sicherlich auch den Ausbau herauszögern, weil sie Widerspruch bei
    > gewonnenen Ausschreibungen einlegen, Dörfer doppelt ausbauen oder gar beide
    > jeweils Kundenquise vor dem Ausbau betreiben und sich so gegenseitig die
    > Kunden wegluchsen, sodass am Ende kein Ausbau stattfindet, weil die Quote
    > nicht ausreicht.

    Knatsch mit doppeltem Ausbau ist sicher nirgendwo hilfreich - aber was hilft's dem Wettbewerb wenn Telekom und EWE sich zwar nicht mehr beharken - aber dann weitere Anbieter wie DG egal ob mit oder ohne Vodaphone als Betreiber dann durch diese faktischen Absprachen zwischen zwei anderen Wettbewerbern benachteiligt werden.

    Theoretisch könnte es auch gut sein das Telekom oder EWE schon an vielen Stellen FTTC Schränke (mit Glasfaser angebunden) stehen haben, die Kundschaft sehr genau kennen und so selektiv einzelne Straßen ausbauen (die mit vielen zahlenden Kunden) - so das sich für Dritte ein Neueinstieg beim besten Willen nie mehr lohnen kann. Bin mir nicht so sicher inwieweit die Kommunen da wirklich Einfluß nehmen können das Gemeinden/Stadtteile entweder komplett innverhalb einer vereinbarten Zeitspanne oder nicht von einem der Anbieter unvollständig ausgebaut werden.

    Den möglichen Sinn und Zweck dieser Gesellschaft neben der "Abschreckung" der Wettbewerber durch den Zusammenschluß des lokalen Elefanten mit dem bundesweiten hab ich bisher noch nicht begriffen. Warum marschieren die nicht einfach getrennt ? Und finden Wege die Streitigkeiten über wer baut welche Gebiete mit allen Mitbewerbern vernünftig zu lösen ? Es gibt doch eigentlich genug Gebiete die noch nicht ausgebaut sind. Wenn alle drauf bestehen nur die ganz oben in der Prioritätsliste (nach Lukrativität) auszubauen, oder sich die Filetstücke durch schnellen Baubeginn oder schlicht Intressenbekundung und dann ewiges Verzögern der Fertigstellung zu sichern, macht das naturgemäß Probleme bei der "Zusammenarbeit" oder dem "gedeihlichen" und vertrauensvoll-fairen Miteinander.

    >
    > Gibt gute Argumente für beide Seiten. Wie gesagt: Bin unentschieden. Aber
    > ist nicht so eindeutig, wie ich beim ersten Lesen des Artikels erstmal
    > dachte...



    9 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.21 11:08 durch senf.dazu.

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