1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Terminologie: Der Name der Dose

Spezialisten und Hierarchie...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Spezialisten und Hierarchie...

    Autor: Boandlgramer 13.01.22 - 13:34

    Das Problem hat imho auch damit zu tun, dass Leute mit immer spezielleren, formalen Qualifikationen eingestellt werden - und damit müssen sie auch ihren Erfahrungshorizont verteidigen. Täten sie das nicht, wären ihre Einstellungsvoraussetzunge beliebig - und das wäre sehr schlecht, wenn's jemand merkt.

    Also dient Terminologie praktisch immer auch der Profilierung. Deswegen ist es keineswegs ein Frage einfacher Vereinbarungen, sondern es geht da im Detail - und zwar in jedem - um Verhandlungen von Berufserfahrung...

    Vor dem Hintergrund lohnt es sich immer, Generalisten im Team zu haben, die dank sozialer Intelligenz und breiter Erfahrung in der Lage sind, diese Konflikte und Missverständnisse zu vermitteln. Das kann der Lagerist sein, aber eigentlich ist es zu spät, wenn man auf dessen Zuordnungen angewiesen ist.

    Zusätzlich ist das genau einer der Punkte, warum eine hohe Fluktuation auch wirklich gefährlich, aber zumindest teuer für Unternehmen ist: Es braucht seine Zeit, um die Nomenklatur eines Unternehmens zu lernen und damit effizient mit anderen zu kommunizieren.

    Ich arbeite in Teams, die oft aus ganz Deutschland nur für wenige Tage zusammengewürfelt werden - schon die regionalen Unterschiede der Terminologien sind manchmal haarsträubend. Es hilft, wenn solche Teams angstfrei kommunizieren können - Missverständnisse sind nicht schlimm, solange sie nicht gebaut werden! In der Umsetzung ist das meistens kein großes Problem, obwohl alle zetern - in der Planung gehen sich die Leute wegen Kleinigkeiten an die Gurgel!

    Der Artikel formuliert das Problem ganz gut, aber er ignoriert, dass das gleichzeitig ein gewachsenes Problem deutscher Arbeitskultur ist.

    Nachtrag: Nachdem ich noch ein paar andere Posts gelesen habe, bin ich erst recht davon überzeugt, dass ich recht habe - in jedem Aspekt! Jeder weiß hier ganz genau, wie das zu lösen ist - mit seinem Vokabular! ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.22 13:38 durch Boandlgramer.

  2. Re: Spezialisten und Hierarchie...

    Autor: fabiwanne 13.01.22 - 14:05

    > Also dient Terminologie praktisch immer auch der Profilierung.
    Nein. Sprache ist Proffessionalisierung. Es ist maximal Ineffizient eine Sache immer exakt mit allen Eigenschaften zu beschreiben. Deswegen wird der Aldi-Verkäuferin irgend wann eingeprügelt, dass jeder Posten eine Nummer hat, statt "250g Trockengewicht der besonders scharfen Essiggurke von Maika in BIO". Und der Schreiber muss seinem Stift irgend wann nur noch richtig mit der Hand zuwinken, damit der weiß ob er ihm Jetzt Bohrmaschine oder Nagelpistole mit Kabel von welcher Seite reichen muss, damit das auch bei Lärm verständlich bleibt. Von der Krankenschwester und OP-Besteck will ich gar nicht anfangen.
    > Ich arbeite in Teams, die oft aus ganz Deutschland nur für wenige Tage zusammengewürfelt werden
    Was garantiert zu maximaler Ineffizienz führt. Ein Mensch am Fließband führt den gleichen Arbeitsschritt üblicherweise über 10-100 mal schneller durch, wie ein professioneller in Eizelfertigung, der wiederum 2-5 mal so schnell wie ein privater Schrauber ist.
    Genau so würde bei euren Teams vermutlich locker der Faktor 100 raus fallen, wenn ihr Leute hättet die darauf spezialisiert sind. (Vergleiche z.B. mal auswendig gelernten Code runter tippen mit "echtem" Programmieren.)
    Problem ist das dumme extrem repetitive Aufgaben heute meist von Maschinen erledigt werden.
    Und dann ist die Frage inwiefern es sinnvoller ist, die 2 die mit dem Thema im Ansatz zu tun hatten zu suchen und fürstlich zu bezahlen und sich abstimmen zu lasen, als 20 die gar keine Ahnung vom Thema haben das einfach machen zu lassen. Ein optimales Unternehmen nimmt halt bevorzugt ersteres gönnt sich aber die Flexibilität, auch andere einzustellen.
    Und so ärgert sich der eine dann über die Ineffizienz, die das Verhalten der anderen verursacht während die Anderen den Aroganten Spinner, der mit seinen Anforderungen, deren Vorteile sie nicht verstehen und die ihnen für die Umgewöhnung 10 mal mehr Arbeit machen würden als das Projekt einfach zu beenden dämlich finden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.22 14:07 durch fabiwanne.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT and Solution Expert - Bill of Materials (w/m/d)
    Mercedes-Benz AG, Böblingen
  2. Senior Project Manager (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, München, Ulm, Erlangen
  3. IT-Mitarbeiter (m/w/d)
    Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim
  4. Mitarbeiter SAP-IT-Support - SAP CO/SD/WM / Planung (m/w/d)
    Schoeller Technocell GmbH & Co. KG, Osnabrück

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)
  2. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de