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  5. › Tisa: Ein Abkommen gegen Open Source

Ich bin wohl nicht dumm genug... .

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  1. Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: Kleine Schildkröte 05.06.15 - 13:45

    Ich bin anscheinend nicht dumm genug, um das falsch verstehen zu können. Für mich liest sich das so, dass ich als normaler Standardkunde (Massenmarkt) nicht im nachhinein verlangen darf, den Quelltext einzusehen bzw. jemand in einem anderen Land diesem Anbieter verbieten darf in dem Land Geschäfte zu machen bzw. diese zum Gegenstand von Gerichtsverhandlungen wird.

    Von Open Source steht da nix.

    Es sieht mehr danach aus, sich vor unterschiedlicher Handhabe von Verbraucherschutzgesetzen zu schützen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel das Problem mit Facebook. Momentan ist Facebook Germany ja Facebook Europe und somit Facebook Irland. Wohin das führt sehen wir gerade. Mit dieser Regelung sieht es dann so aus, dass Facebook Irland nicht notwendig wäre und man nur noch Facebook USA hätte. Dabei ist zusätzlich ausgeschlossen, dass ein Deutsches oder Europäisches Gericht Facebook verbietet, hier in D oder EU geschäfte zu machen auch wenn es sich weigert den Quelltext für ein Gutachten oder eine Prüfung herauszugeben.

    Ich sehe absolut nix wovon hier irgendwas mit Auschreibungen oder OS software betroffen wäre.

    Und zur Sicherheitsrelevantheit kann man sich sowieso den Standpunkt der USA zu eigen machen und dann ist nunmal auch das Pfefferspree für Cops sicherheitsrelevant.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.15 13:46 durch Kleine Schildkröte.

  2. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: shyps 05.06.15 - 14:02

    es steht drin "as a condition of providing services related to such software". condition heisst für mich vorbedingung und ist ein wink auf auschreibungen, geht aber darüber hinaus. letztlich ist es dem unterzeichner untersagt, den einblick in die software vorauszusetzen (require). das ist das einzige hauptverb hier. nun könnte man behaupten, es ginge ja in keiner weise um münchen und open source, aber wenn es kein microsoft gibt, das der paragraph überhaupt interessiert, warum gibt es ihn dann?

  3. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: shyps 05.06.15 - 14:30

    ps: ach so, facebook ist denke ich ausgeschlossen, weil dort mass-market software steht. das ist doch wahrscheinlich eine software, die auf clients verteilt wird.

  4. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: Ext3h 05.06.15 - 15:22

    Bingo.

    Die Idee dahinter ist es, die Förderung von initial wesentlich kostenintensiveren, aber nachhaltigeren Opensourcelösungen durch staatliche Stellen dauerhaft zu unterbinden.

    Microsoft ist da nur ein Teilnehmer der Interesse daran hat. Immerhin könnte es sich Microsoft problemlos leisten, bei Behörden u.Ä. die Windows-Lizenzen unter Wert zu verkaufen, nur um damit die Anpassung von OS-Lösungen auf den entsprechenden Anwendungszweck zu unterbinden.

    Spontan würde mir allerdings schon eine Formulieren ein fallen, wie man um dieses unsägliche Konstrukt herum kommt: Anstelle von "Open Source" fordert man in der Ausschreibung halt einfach "Lebenslänglicher Support mit garantierten Antwortzeiten", sprich 30 Jahre in Deutschland. Das dürfte für jedes Closed-Source-Model den Todesstoß bedeuten da es bedeutet, dass für die jeweilige Software auch mindestens so lange Experten vorgehalten werden müssen. Bei Open-Source in der Regel weniger ein Problem, insofern als dass bei OS-Projekten in der Regel die Hürde wesentlich geringer ist, wenn es darum geht die Entwicklung an eine neue Gruppe zu übertragen, in so einem Fall z.B. die IT der Gruppe von Einrichtungen die die Software einsetzt. Oder natürlich den Optimalfall, dass die Software auch außerhalb der ursprünglichen Kundengruppe zum Einsatz kommt und Verbesserungen direkt zurück fließen.

  5. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: spiderbit 05.06.15 - 15:45

    Naja aber dir wird wahrscheinlich keiner das garantieren, ohne Updates, mit Updates kann dir das ja auch Microsoft garantieren?

    Und dann gibts sicher auch regeln das man bestimmte bereiche immerwieder neu ausschreiben muss und kein anbieter nen Vertrag fuer 50 Jahre kriegt.

    Man musste eher schreiben, das support von unabhaengigen unlizensierten 3. uneingeschraenkt moeglich sein muesste das wuerde auch jegliche proprietaere Software ausschliessen, aber dann wuerden diese tollen neuen Geheimgerichte entscheiden ob das gueltig ist.

    Anwaelte lesen Gesetze immer sehr Kontraer wie noramle Menschen.

    Das Bundesverfassungsgericht hat auch entschieden das das Exitstenzminimum (Hartz4) das absolute Minimum ist und unabdingbar ist, jeder normale Mensch wuerde daraus lesen, das Sanktionen der Summe daher illegal und Menschenrechtsverstoesse oder Verfassungsbruch dar stellt. Andere Anwaelte lesen da das Gegenteil raus.

  6. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: shyps 05.06.15 - 17:22

    das unschöne an dem teil von ttip ist doch diese unwissenschaftlichkeit. closed source ist das, was keine auskunft gibt und eine erörterung erschwert (fehler, hintertüren, funktionsweisen). auch wenn microsoft etc gegenteiliges bewirkt haben, und das alles seine ökonomischen guten gründe hat, ist doch open source das augenscheinlich bessere abgesehen vom geld. und sogar bei microsoft gibt es tendenzen dort hin. und ab ttip wird dann dafür jeder im staatlichen bereich (bis auf sicherheitsrelevantes) erst mal beweise vor ein schiedsgericht bringen müssen, wenn er aus prinzip open source will. es ist ne beweislastumkehr zugunsten des obskuren und widerstrebt meinem empfinden. mir ist eigentlich egal, wer davon aktuell profitieren würde. es zeigt einfach, was das geld und dieser kuhhandel mit den politikern machen. da wird mal schwups open source als bedingung verboten, was vor ein oder zwei jahren noch jeder befürwortet hätte. (nsa..)

  7. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: spiderbit 05.06.15 - 17:31

    Ich versteh das auch nicht, wieso jemand aus geschlossen wird, wenn in der Anforderung geschrieben wird das es Opensource sein muss, kann sich MS ja ueberlegen ob sie damit einverstanden sind, wenn ja ists doch ok, dann wirds keine "kein Microsoft" klausel geben.

    Es wird also sorum niemand diskreminiert, es ist ja kein physikalisches Naturgesetz das der Sourcecode von solcher Software nicht veroeffentlicht werden kann. Es gibt auch kein US Gesetz das Microsoft verbietet den Source zu veroeffentlichen, ausser da gaebs geheimgesetze. Dann ist natuerlich die Frage ob man mit einem nicht System das kein Rechtsstaat (geheim gesetze haben fuer mich nix mit rechtsstaat zu tun, man muss gesetze kennen um sich dran halten zu koennen) mehr ist verhandlungen fuehren will.

  8. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: tingelchen 05.06.15 - 18:23

    > Microsoft ist da nur ein Teilnehmer der Interesse daran hat. Immerhin könnte es
    > sich Microsoft problemlos leisten, bei Behörden u.Ä. die Windows-Lizenzen unter
    > Wert zu verkaufen, nur um damit die Anpassung von OS-Lösungen auf den
    > entsprechenden Anwendungszweck zu unterbinden.
    >
    Nun, da Linux Distributionen keine kostenpflichtigen Lizenzen haben, sind sie damit für den Benutzer kostenlos erhältlich. MS müsste daher ihre Lizenzen kostenfrei hergeben, um mit den Distributionen gleich zu ziehen und die Installation von Windows selbst übernehmen um die Distributionen zu unterbieten ^^

    Was bei den Linux Distributionen kostet, ist nicht die Software selbst, sondern der Admin der sich um diese kümmert, bzw. ein Support der einem mit Rat und Tat zur Seite steht.

  9. Re: Ich bin wohl nicht dumm genug... .

    Autor: spiderbit 05.06.15 - 19:03

    naja wenn wir bei 0 Anfangen wuerden, koennte man es vergleichen, aber wenn man nunmal 10mio dateien in doc(x) da hat und die benutzer auf windows geschult sind ist klar wer nen wettbewerbsvorteil hat.

    ausser man wuerde versuchen solche kosten aus zu klammern, bezweifle aber das das gemacht wird jemals oder ob das ueberhaupt legal waere.

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