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Urteil leider richtig

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  1. Re: Urteil leider richtig

    Autor: ffx2010 09.02.17 - 17:45

    Nein, das Urteil ist leider falsch. Denn was ich privat auf meinem Computer mache, ist ganz allein meine Sache. Und wenn jemand eine Anleitung veröffentlicht, wie ich privat auf meinem Computer Werbung ausblende, ist das auch völlig legitim. Es geht Bild und auch den Gesetzgeber absolut nichts an! Bild muss selbst dafür sorgen, dass der Besucher einsieht, Geld zu bezahlen oder sich Werbung reinzuziehen, aufgrund irgendeiner Qualität - die leider in keiner Weise vorhanden ist. Warum man jetzt anti-anti-adblock für bild.de installiert, weiß ich persönlich auch nicht. Wahrscheinlich aus Neugierde, wie tief Journalisten sinken können. Oder weil man einfach die Schnauze extrem voll hat von unfassbar dämlicher, sich ständig wiederholender, intellektuell beleidigender Werbung und absolut nichts davon sehen möchte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.17 17:47 durch ffx2010.

  2. Re: Urteil leider richtig

    Autor: forenuser 09.02.17 - 18:01

    Bild (oder anderer Firmen) haben kein Problem, wenn deren Angebote und Produkte aus welchen Gründen auch immer nicht genutzt werden. Und diesbezüglich kümmert es diese Unternehmen auch nicht, ob und wen ja welcher Add-Blocker genutzt wird.

    Aber wenn die Angebote genutzt werde, dann zu den Konditionen des Anbieters. Und wenn der Geld/Werbung verlangt dann ist das so.

    Der (mündige) Bürger muss die angebote ja nicht nutzen - will er aber anscheinend...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  3. Re: Urteil leider richtig

    Autor: crazypsycho 09.02.17 - 20:37

    > Aber wenn die Angebote genutzt werde, dann zu den Konditionen des
    > Anbieters. Und wenn der Geld/Werbung verlangt dann ist das so.
    >
    > Der (mündige) Bürger muss die angebote ja nicht nutzen - will er aber
    > anscheinend...

    Das ist so nicht richtig. Bild setzt den Content kostenlos und Werbefrei ins Internet. Für jeden per GET ohne weiteres aufrufbar. Die Werbung wird erst nachgeladen. Dazu kann Bild einen nicht verpflichten, solange sie den Content frei verfügbar halten wollen.-

  4. Re: Urteil leider richtig

    Autor: crazypsycho 09.02.17 - 21:03

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn ich jetzt weder Fan von Bild oder Werbung bin, das Urteil ist
    > leider richtig.



    > Was in den meisten Diskussionen übersehen wird, ist das Bild entscheidet
    > wer auf Bild.de gehen darf und wer nicht, und was dieser Nutzer dort sehen
    > kann oder eben nicht.

    Bild entscheidet nur, was sie dem User bei einer GET-Anfrage senden. Bild hat entschiedenen den gesamten Content frei und unverschlüsselt zu senden.
    Wie der Nutzer sich den Content nun darstellen lässt, darüber hat Bild kein Bestimmungsrecht.

    > Die Frage ob die Schutzmaßnahme jetzt tatsächlich
    > technisch korrekt war, ist eigentlich unerheblich.

    Ich finde es schon sehr erheblich. Würde der Content erst geladen werden, wenn die Werbung da ist, wäre die Sperre wirksam. Hier wird aber erst der Content vollständig geladen. Die Werbung wird nur nachgeladen, sofern der Besucher das möchte.

    > Man vergleiche das mal mit einem "Betreten Verboten" Schild in meinem
    > Vorgarten. Der Garten ist ansonsten nicht umzäunt und jeder der will, kann
    > trotz des Schildes einfach in den Garten gehen. Trotzdem handelt die Person
    > dann regelwidrig, denn ich allein habe das Hoheitsrecht über meinen
    > Vorgarten und bin in keiner Weise verpflichtet, das Schild mit "geeigneten
    > Maßnahmen" (z.B. Stacheldrahtzaun) zu forcieren. Eine Argumentation, dass
    > keine geeigneten Maßnahmen zur Sicherung meiner Aufforderung durchgeführt
    > wurden ist daher abseits des Themas. Mein Rasen, meine Regeln.

    Dein Schild steht aber in der Mitte des Gartens und ist erst zu sehen, wenn man den Garten bereits betreten hat.
    Aber ohnehin ein schlechtes Beispiel. Erweitern wir das um eine Statue in der Mitte des Gartens. Du möchtest nicht, das diese gesehen wird. Als Schutz stellst du eine Dampfmachine auf. Die Leute gehen dann einfach näher ran.

    > Und im Falle Bild entscheidet eben Bild wer da was lesen darf und ich hab
    > das zu akzeptieren, denn ich habe ja immer die Möglichkeit einfach nicht
    > Bild zu lesen. Was meiner Meinung nach eh die bessere Entscheidung ist.

    Bild entscheidet nicht, wie ich mir deren Content anzeige. Sie entscheiden, ob sie mir den Content zur Verfügung stellen (und das tun sie, trotz Blocker).

  5. Re: Urteil leider richtig

    Autor: twothe 09.02.17 - 22:37

    Hier wird einiges durcheinander geworfen.

    Ich darf natürlich auf meinem PC erst mal machen was ich will, aber auch dafür gibt es gewisse Grenzen. Ich könnte ja sonst argumentieren "Ich manipuliere ja nur Daten auf meinem PC, wenn die dazu führen, dass ich jetzt Nacktfotos von meiner Nachbarin habe, kann ich ja nix dafür!"
    Natürlich kann ich was dafür, denn es war ja kein völliger Zufall sondern eine absichtliche Handlung. Es gibt also Grenzen für das was ich da auf meinem PC mit den Daten tun darf, und die fangen da an, wo ich bei anderen einen Schaden verursache. Zur Frage ob und wie Schaden verursacht wurde und wie viel und ob absichtlich gibt es in einem Rechtsfall aber immer einiges zu klären.

    Bisschen Denkhintergrund dazu:

    Bild hat klar und deutlich gemacht, dass sie Geld sehen wollen für ihre Inhalt. Das ist ihr Recht, das dürfen sie, das darf ich doof finden, aber wenn ich mir diese Inhalte dann doch "erschleiche" ist das rechtswidrig. Ob ich irgendwo fremde Passwörter nutze, in Server einbreche oder bei Bild de Adblock-Blocker umgehe ist erst mal rechtlich vom Konzept her das selbe - ich umgehe technische Schutzmaßnahmen in voller Absicht mir etwas zu erschleichen - aber nicht zwangsweise vom Grad des Vergehens. Ein Richter würde mich persönlich wenn ich per Adblock-Umgeher bei Bild "einbreche" maximal eine geringe Strafe aufbrummen, wenns nicht sowieso wegen Geringfügigkeit abgelehnt würde, denn ich habe zwar einen Schaden verursacht, aber nur genau den Betrag, den ich hätte zahlen müssen um die Inhalte zu sehen.

    Ganz anders ist es aber, wenn ich jetzt die Anleitung online verbreite. Dann richte ich nämlich nicht nur meinen kleinen Privatschaden an, sondern dann verursache ich ggf. Einnahmeausfälle in größerem Maße bei Bild. Dann hat Bild einen realen Schaden, der schlimmsten Falls der Höhe aller Abos entspricht die sie aktuell haben. Das wäre so als würde ich ne Anleitung veröffentlichen wie man an die privaten Fotos von egal wem kommt. Das ist eine Anleitung deren einziger Zweck und Nutzen es ist sich etwas zu besorgen, was mir eigentlich nicht zusteht.

    Im nächsten Schritt muss jetzt entschieden werden, ob die Anleitung tatsächlich der Auslöser für den Schaden war, oder ob die Schutzmaßnahme so simpel war, dass sie eh jeder hätte umgehen können. Also die Frage ob es meine _Schuld_ ist, das Bild jetzt Einnahmeverluste hat. Das Gericht hat entschieden - zurecht wenn man darüber nachdenkt - dass der normale Nutzer nicht in der Lage gewesen wäre, die Adblock-Block-Umgehung selbst durchzuführen. Erst das Video erlaubt es normalen Nutzern das zu machen. Damit ist also das Video schuld an den Einnahmeausfällen und die Frage nach der Schuld geklärt. Damit kommt das Landgericht zum Urteil:

    Richter hat eine Anleitung veröffentlicht um Bild realen Schaden zuzufügen. Das darf er nicht, und daher ist die Unterlassungserklärung gerechtfertigt.

  6. Re: Garten

    Autor: Missingno. 10.02.17 - 14:52

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man vergleiche das mal mit einem "Betreten Verboten" Schild in meinem
    > Vorgarten. Der Garten ist ansonsten nicht umzäunt und jeder der will, kann
    > trotz des Schildes einfach in den Garten gehen. Trotzdem handelt die Person
    > dann regelwidrig, denn ich allein habe das Hoheitsrecht über meinen
    > Vorgarten und bin in keiner Weise verpflichtet, das Schild mit "geeigneten
    > Maßnahmen" (z.B. Stacheldrahtzaun) zu forcieren. Eine Argumentation, dass
    > keine geeigneten Maßnahmen zur Sicherung meiner Aufforderung durchgeführt
    > wurden ist daher abseits des Themas. Mein Rasen, meine Regeln.

    So, dieses Beispiel "drehen" wir mal um:
    Du hast bislang immer die Zeitung an die Haustüre geliefert bekommen, aber irgendwann hat der Austräger angefangen, durch dein Blumenbeet zu stapfen (aggressive Werbung zu schalten). Das fandest du doof und hast deswegen ein "Rasen betreten verboten"-Schild (Adblocker) installiert. Eine Zeit lang hat der Austräger das akzeptiert und die Zeitung weiterhin über den gepflasterten Weg an die Haustüre geliefert. Irgendwann aber dachte er sich, dass es viel praktischer wäre, durch das Beet zu laufen, weshalb der Austräger die Zeitung nur noch an die Grundstücksgrenze gelegt hat und einen Zettel an die Haustüre hängt, dass du gefälligst dein Schild entfernen sollst, wenn du die Zeitung lesen möchtest. Jemand erklärt dir, dass du den Zettel ignorieren kannst und die Zeitung einfach selbst holen und lesen kannst, während BILD behauptet, dass du damit ihren "Kopierschutz" umgehst.

    --
    Dare to be stupid!

  7. Re: Garten

    Autor: forenuser 11.02.17 - 00:05

    Wenn Du nicht möchtest, dass der Bildbote dein Beet umgräbt dann musst Du Bild abbestellen.

    Aber jemanden anheuern, der den Bildboten am Kragen packt und durchrüttelt damit dieser die Zeitung in deinem Beet fallen lässt ist nicht.

    --
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    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

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