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Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

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  1. Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: M. 17.08.14 - 15:50

    ... der Titel mag vielleicht provokant sein, aber:
    - 'weitgehend unbegründet', weil Google nur das tut, was sie schon immer getan haben, Daten zu sammeln, die wir ihnen mehr oder weniger freiwillig geben, um den Nutzern möglichst passende Suchergebnisse und Werbung zu geben. Man kann das toll finden oder auch nicht, muss aber anerkennen, dass Google dabei bisher offensichtlich einen guten Job macht. Sonst wären sie nicht gegen andere, früher weit grössere Suchmaschinen und gegen Meta-Suchmaschinen zur unbestrittenen Nummer 1 avanciert.
    Durch Google gefunden zu werden, sowohl über die normale Websuche als auch über Spezialsuchen wie die Bilder-, Video- oder News-Suche war und ist immer noch eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Der User kriegt die Inhalte, die er sucht, der Anbieter seine Besucher und Google zufriedene Benutzer und Werbekunden. Durch 'Leistungsschutzrecht' und Konsorten soll nun versucht werden, von Google auch noch Geld dafür zu erhalten. Wird nicht funktionieren. Dann listet Google die kostenpflichtigen Inhalte halt einfach nicht mehr, gibt ja noch genug andere, die sich über ein paar mehr Google-Besucher freuen.

    - 'sinnlos': Google ist schon für zu viele Benutzer 'das Internet', und wird vom Rest der Benutzer zu oft genutzt, um so ohne weiteres ersetzbar zu sein. Und anders als einst bei Microsoft kann man auch nicht sagen, wir haben euer Produkt ja schon und können vielleicht langfristig davon weg. Wenn Google morgen einmal die Schnauze voll hat von den Sticheleien und Regulierungsversuchen in Deutschland, das 'don't be evil'-Motto aufgibt und - seis auch nur für einen Tag oder eine Woche - keine Requests aus Deutschland mehr bearbeitet, ist bei jedem ISP, und bald auch anderswo, die Hölle los.



    Last but not least - jeder hat die Möglichkeit, ob der Google nutzen will (als Benutzer) und ob er seine Webseiten von Google indexieren lassen will (als Webmaster). Sogar die Seite aus einigen Spezialsuchen auszuschliessen oder die Snippet-Anzeige zu deaktivieren ist problemlos möglich. Dennoch bleiben alle bei Google, weil Google halt in der Summe doch vieles gut macht. Es gibt keinen Grund, was zu ändern - jeder hat die Wahl, und doch bleibt die grosse Mehrheit bei Google. Never touch a running system.

  2. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: moppi 17.08.14 - 17:35

    Seh ich genauso. Wir machen google gross und nicht google selbst

    hier könnte ein bild sein

  3. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: Kaworu 17.08.14 - 19:18

    Volle Zustimmung.

    Die ganze Entflechtungs- und Leistungsschutzrechtsdebatte ist nur aus purer Hilflosigkeit entstanden da man es in Europa nicht schafft, eine gleichwertige Konkurrenz aufzubauen - dann müssen eben Verbote, Lizenzkosten und Entflechtungen herhalten. Sachen, die für richtige Monopole geschaffen wurden. Jeder Benutzer hat aber die Möglichkeit, im Internet auch andere Dienste zu nutzen.
    Und dann gibts da noch den Faktor "Neid", dass sowas aus den USA kommt und nicht aus eigenen Landen.

  4. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: Jasmin26 17.08.14 - 21:47

    ... und was ändert euer "Lobgesang" an der marktbeherrschenden Stellung ? Darum geht es.

  5. nein

    Autor: Anonymer Nutzer 17.08.14 - 22:17

    darum geht es nicht, das ist nur der Vorwand. Und wenn Du so schlau wärst wie Du Dich hier gerne gibst, dann würdest Du nicht einfach den Stumpfsinn der Politik hier weitergeben.

    Und was marktbeherrschende Stellungen von Unternehmen angeht: Warum wird die Telekom nicht zerschlagen? Oder der ÖRR?

  6. Re: nein

    Autor: bastie 17.08.14 - 22:38

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum wird die Telekom nicht zerschlagen?

    Wurde sie doch. Der Telekom wurden aus wettbewerbsrechtlichen Gründen die Breitbandkabel-Netze genommen.
    "Und wenn Du so schlau wärst wie Du Dich hier gerne gibst" (ich maße mich solcher Unfreundlichkeiten selten an, aber hier möchte ich dich zitieren), dann wüsstest du das.
    Und wie ist die Telekom entstanden? Durch Privatisierung um der Monopolstellung der Deutschen Bundespost entgegenzuwirken.

  7. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: Anonymer Nutzer 17.08.14 - 23:18

    Jasmin26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... und was ändert euer "Lobgesang" an der marktbeherrschenden Stellung ?
    > Darum geht es.


    Na nix. Es geht übrigens um den Missbrauch der Stellung, Erfolg ist nämlich selbst in Deutschland grundsätzlich legal.
    Gabriel und auch kein anderer deutscher Politiker wird
    bei Google etwas "Entflechten". Als wenn die Deutsche Regierung jetzt Spielregeln für ein Spiel diktieren könnte, an dem man selber noch garnicht teilgenommen hat. ^^

    Das wäre in etwa so als würde die Regierung von Süd-Kirgisistan,Daimler-Benz vorschreiben wie das Unternehmen geführt werden soll.


    Es ist Herrn Schmidt mMn hoch anzurechnen das er dieser Farce überhaupt beiwohnen wird. Denn der gute Mann kommt immerhin freiwillig und man ist gut damit beraten, sich jedwede Bashing-Ausflüchte zu sparen.

  8. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: M. 18.08.14 - 00:01

    Google hat vielleicht eine 'marktbeherrschende Stellung', ja.

    Aber Google zwingt keinen Nutzer zum bleiben, keinen Seitenbetreiber dazu, seine Inhalte indizieren zu lassen und keinen Verlag, seine Texte kostenlos für Google News zur Verfügung zu stellen. Google verhindert nicht die Interopabilität mit anderen Diensten und nutzt vielerorts offene Standards. Google nutzt nicht seine Marktmacht bei der Suche, um Nutzer oder Seitenbetreiber zu anderen Diensten zu zwingen (z.B.: 'Wenn du dich nicht in Google News einträgst, werfen wir dich auch aus der Websuche'). Dasselbe gilt auch für andere Spezialsuchen wie z.B. die Bildersuche. Da seh ich keinen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung eines Dienstes (der Websuche) zur Verbreitung eines anderen Dienstes (Spezialsuchen, Google Drive, etc.). Höchstens bei Google+ könnte man reklamieren, dass das etwas zu aggressiv beworben wurde und zeitweise sogar Voraussetzung für die Nutzung anderer Dienste war - aber das kritisiert in der aktuellen Diskussion keiner.

    Das Problem ist viel mehr: Jeder Webmaster will, dass Google Besucher auf seine Website schickt, gerne auch via Spezialsuchen wie Google Images oder Google News, aber ein paar wollen gleichzeitig auch gerne die Bedingungen dafür diktieren können, sprich Geld dafür, dass Google ihre Inhalte listet. Selbst wenn Google eine marktbeherrschende Stellung hat, kann man sie doch nicht dazu zwingen, bestimmte Inhalte zu *kaufen*. Das möchten aber einige Verlage gerne...

  9. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: __destruct() 18.08.14 - 00:17

    M. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Google ist schon für zu viele Benutzer 'das Internet'

    Im Prinzip ist Google sogar das Element das Internets, das am meisten dazu beiträgt, dass das Internet ein Internet und nicht nur ein World Wide Web ist. Man beachte den Unterschied dazwischen.

  10. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: Anonymer Nutzer 18.08.14 - 04:24

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Google ist schon für zu viele Benutzer 'das Internet'
    >
    > Im Prinzip ist Google sogar das Element das Internets, das am meisten dazu
    > beiträgt, dass das Internet ein Internet und nicht nur ein World Wide Web
    > ist. Man beachte den Unterschied dazwischen.

    Googles Suchmaschine ermittelt das Vorhandensein von mehr als einer Billion URLs im World Wide Web.
    Und das WWW ist eigentlich nur einer von vielen Internet-Teilnehmern. Und lange vor Google, war das Internet schon das Internet. Google hat mMn den Begriff "Hypertext Transfer" völlig neu definiert und war massgeblich an der Kommerzialisierung des WWWs
    beteiligt.

  11. Re: nein

    Autor: Anonymer Nutzer 18.08.14 - 09:45

    Dennoch hat die Telekom bei den Leitungen immer noch das Monopol und kann dort ihre Stellung gegenüber der Konkurrenz missbrauchen, was sie auch tut.

    Wechselt man z.B. zu einem Provider der auch die Telekom-Leitung nutzt, dann stellt sich die Telekom schon arg dämlich an, beim Wechsel, mit Absicht wie es scheint.

  12. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: __destruct() 18.08.14 - 15:59

    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Googles Suchmaschine ermittelt das Vorhandensein von mehr als einer Billion
    > URLs im World Wide Web.

    Das ist wohl eher schlampig aus dem Englischen übersetzt. Ich habe gerade die Zahl 23.633.010.000 ergooglet. Außerdem meinst du nicht das WWW, sondern das Internet.


    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das WWW ist eigentlich nur einer von vielen Internet-Teilnehmern.

    Nein, du verwechselst hier WWW und Internet miteinander.


    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und lange vor Google, war das Internet schon das Internet.

    Ich habe nicht das Gegenteil behauptet, sondern nur, dass es das wichtigste Element davon ist.


    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google hat mMn
    > den Begriff "Hypertext Transfer" völlig neu definiert und war massgeblich an
    > der Kommerzialisierung des WWWs beteiligt.

    Du meinst das Internet, nicht das WWW.

  13. Re: Google-Bashing weitgehend unbegründet und sinnlos

    Autor: Day 18.08.14 - 16:39

    Jasmin26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... und was ändert euer "Lobgesang" an der marktbeherrschenden Stellung ?
    > Darum geht es.


    Mich würde an der ganzen Geschichte viel mehr interessieren, wann sich mal jemand die Verlage anschaut. Die haben immerhin so eine Machtstellung in Deutschland, dass sie ein Gesetz diktieren konnten, in dem "ich bekomm Geld für nix von allen" drin steht...

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