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Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: BoMbY 11.07.20 - 14:30
Jedenfalls nach der US-Definition, und für solche Fälle behalten die sich einen nuklearen Gegenschlag vor.
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Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: knabba 11.07.20 - 15:26
BoMbY schrieb:
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> Jedenfalls nach der US-Definition, und für solche Fälle behalten die sich
> einen nuklearen Gegenschlag vor.
Nein, die USA darf alles. Deshalb wird das natürlich auch nicht in den Zeitungen berichtet. Wenn Russland sowas machte dann wäre was los.
Denn auch die "Einmischung" war ja nur über die sozialen Netzwerke. Das ist ja so gesehen kein Angriff.
Was die Menschen wählen ist trotzdem noch deren Sache. Ein Angriff ist aber natürlich ein kriegerischer Akt. -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: Hoh6Xo 11.07.20 - 16:04
> Jedenfalls nach der US-Definition, und für solche Fälle behalten die sich
> einen nuklearen Gegenschlag vor.
Na ja, schwierig schwierig.
Wenn die USA mutmaßlich die Internetverbindung einer Trollfabrik (Spekulation: für ein paar Stunden oder Tage) trennt, fällt das nach meiner Interpretation mehr unter den Begriff "Machtdemonstration". Vorausgesetzt sie haben nicht noch mehr Schaden angerichtet.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.20 16:05 durch Hoh6Xo. -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: Hoh6Xo 11.07.20 - 16:08
knabba schrieb:
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> Denn auch die "Einmischung" war ja nur über die sozialen Netzwerke. Das ist
> ja so gesehen kein Angriff.
Wenn die Trollfabrik in Sankt Petersburg in den sozialen Netzwerken Einmischung betreibt, mag das nicht klassischerweise als IT Angriff zu bezeichnen sein, ist es aber nach neuerem Verständnis durchaus. Jeder ausgeklügelte Angriff heute läuft auf vielen Ebenen und eine der wichtigsten ist eben "social engineering". Das was beim Enkeltrick, "CEO fraud" & co. funktioniert ist heute üblicherweise auch die mächtigste Waffe beim Einfädeln einer größeren "IT Attacke", wo man etwa zunächst Schlüsseldateien von Administratoren erbeutet.
Und bei der Einmischung in die Wahl war die Rollen sogar umgedreht: ein IT Angriff (Erbeutung der Clinton Emails) diente der Unterstützung des eigentlichen Angriffs, der über die Verhaltensveränderungsmaschinen (aka "social networks") lief. -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: Brent_SST 11.07.20 - 19:59
BoMbY schrieb:
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> Jedenfalls nach der US-Definition, und für solche Fälle behalten die sich
> einen nuklearen Gegenschlag vor.
Es ist Dampfukistan. Was erwartest du? -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: Brent_SST 11.07.20 - 20:03
Hoh6Xo schrieb:
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> knabba schrieb:
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> > Denn auch die "Einmischung" war ja nur über die sozialen Netzwerke. Das
> ist
> > ja so gesehen kein Angriff.
>
> Wenn die Trollfabrik in Sankt Petersburg in den sozialen Netzwerken
> Einmischung betreibt, mag das nicht klassischerweise als IT Angriff zu
> bezeichnen sein, ist es aber nach neuerem Verständnis durchaus. Jeder
> ausgeklügelte Angriff heute läuft auf vielen Ebenen und eine der
> wichtigsten ist eben "social engineering". Das was beim Enkeltrick, "CEO
> fraud" & co. funktioniert ist heute üblicherweise auch die mächtigste Waffe
> beim Einfädeln einer größeren "IT Attacke", wo man etwa zunächst
> Schlüsseldateien von Administratoren erbeutet.
>
> Und bei der Einmischung in die Wahl war die Rollen sogar umgedreht: ein IT
> Angriff (Erbeutung der Clinton Emails) diente der Unterstützung des
> eigentlichen Angriffs, der über die Verhaltensveränderungsmaschinen (aka
> "social networks") lief.
Meldungen in sozialen Netzwerken gelten als freie Rede. Sind somit in den USA, durch den 1. amendment verfassungsrechtlich geschützt. Was die USA hier gemacht haben ist ein Cyberangriff. Ganz klar. Nach eigener Definition ein kriegerischer Akt. -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: jankapunkt 11.07.20 - 20:43
Am Ende kann keiner der beiden ohne den Anderen seine eigene Machtausweitung Begründung und deswegen wird dieses Spiel immer so weitergehen. Wichtig ist für beide auch, dass die Menschen sich immer auf eine der beiden Seiten Stellen und sich gegen die andere Seite bekennen.
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Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: Pantsu 11.07.20 - 21:25
jankapunkt schrieb:
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> Am Ende kann keiner der beiden ohne den Anderen seine eigene
> Machtausweitung Begründung und deswegen wird dieses Spiel immer so
> weitergehen.
Und das ist auch gut so, sonst wäre das "russische Internet" längst von den US-Konzernen übernommen. Mit Yandex, VK, Telegram und diversen Videodiensten und anderen Internetseiten kann man schön DMCA, deutsch-europäische Zensurwut, Kulturkampf und sonstige Einschränkungen umgehen. Sonst bliebe zum Ausweichen vielleicht noch irgendwas aus Südamerika oder Asien und ein paar Inseln. Solange die sich nicht wirklich übern Haufen ballern,
profitieren westliche User von Russland und osteuropäische User vom Westen.
Die anderen Probleme, die daraus eventuell entstehen, sind mir im warmen Deutschland erstmal egal ;) -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: User_x 12.07.20 - 00:06
Na dann doch wie 1984 - einen Bösen braucht man immer, egal welchen Namen er trägt.
Wobei ich das mit der Propaganda nicht ganz verstehe? Werbung ist doch global, wen kümmerts, die User auf eigene Domains zu leiten und Texte für die eigenen Interessen zu frisieren? Sowas wirkt doch gerade öffentlich am besten - zeigt doch jede Marke jeden Tag aufs neue. -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: moen 12.07.20 - 08:58
Brent_SST schrieb:
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> Hoh6Xo schrieb:
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> > knabba schrieb:
> >
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> > > Denn auch die "Einmischung" war ja nur über die sozialen Netzwerke.
> Das
> > ist
> > > ja so gesehen kein Angriff.
> >
> > Wenn die Trollfabrik in Sankt Petersburg in den sozialen Netzwerken
> > Einmischung betreibt, mag das nicht klassischerweise als IT Angriff zu
> > bezeichnen sein, ist es aber nach neuerem Verständnis durchaus. Jeder
> > ausgeklügelte Angriff heute läuft auf vielen Ebenen und eine der
> > wichtigsten ist eben "social engineering". Das was beim Enkeltrick, "CEO
> > fraud" & co. funktioniert ist heute üblicherweise auch die mächtigste
> Waffe
> > beim Einfädeln einer größeren "IT Attacke", wo man etwa zunächst
> > Schlüsseldateien von Administratoren erbeutet.
> >
> > Und bei der Einmischung in die Wahl war die Rollen sogar umgedreht: ein
> IT
> > Angriff (Erbeutung der Clinton Emails) diente der Unterstützung des
> > eigentlichen Angriffs, der über die Verhaltensveränderungsmaschinen (aka
> > "social networks") lief.
>
> Meldungen in sozialen Netzwerken gelten als freie Rede. Sind somit in den
> USA, durch den 1. amendment verfassungsrechtlich geschützt. Was die USA
> hier gemacht haben ist ein Cyberangriff. Ganz klar. Nach eigener Definition
> ein kriegerischer Akt.
Bei dem zweiten Punkt gebe ich Ihnen recht.
Aber wenn ein Unternehmen gezielt falsche Beiträge schreiben lässt ohne dass eine Person wirklich sein Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch nimmt, dann würde ich das nicht unbedingt unter freie Rede einordnen. Die Leute haben ja für Geld gezielt Beiträge geschrieben.
Ansonsten könnte man staatliche Propaganda ja generell damit begründen. Die die das verbreiten nutzen ganz freiwillig ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ;) Also alles okay! -
Re: Ahh, also nur ein kriegerischer Akt der USA gegen Russland?
Autor: Brent_SST 12.07.20 - 10:42
moen schrieb:
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> Bei dem zweiten Punkt gebe ich Ihnen recht.
> Aber wenn ein Unternehmen gezielt falsche Beiträge schreiben lässt ohne
> dass eine Person wirklich sein Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch
> nimmt, dann würde ich das nicht unbedingt unter freie Rede einordnen.
Das muss erstmal bewiesen werden, dass es so war. Und selbst dann. Solange keine Persönlichkeitsrechte betroffen sind, ist es freie Rede. Daher kann in den USA jeder Depp einfach alles behaupten.
>Die Leute haben ja für Geld gezielt Beiträge geschrieben.
Das tun Journalisten, Reviewschreiber und Wissenschaftler permanent.
> Ansonsten könnte man staatliche Propaganda ja generell damit begründen.
Nichts anderes sind Wahlwerbespots.
>Die die das verbreiten nutzen ganz freiwillig ihr Recht auf freie
> Meinungsäußerung ;) Also alles okay!
Genau so ist es. -
Immerhin wurde wenigstens kein Parlament angegriffen!
Autor: mfeldt 13.07.20 - 11:57
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