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Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

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  1. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Anonymer Nutzer 22.08.13 - 11:24

    WolfgangS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > matbhm schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man hätte viel früher Linux ausbauen müssen. Mit SuSE hätte man eine
    > > "deutsche" Distribution gehabt, die gegebenenfalls über das BSI auf
    > > Sicherheit zertifiziert worden wäre. Man hat eineinhalb Jahrzehnte
    > verloren
    > > und die Behörden wieder in die Arme von Microsoft getrieben, damit jedes
    > > Jahr sich die Abhängigkeit von diesem Monopolisten vertieft.
    > >
    > > Im Auswärtigen Amt, dass als erstes den richtigen Weg - allerdings
    > > halbherzig und geführt von Admins, die nicht eine Minute an die Nutzer
    > > gedacht hatten (Koffice im Produktiveinsatz, schon das hätte ein Grund
    > sein
    > > müssen, die verantwortlichen Admins hochkant rauszuschmeißen) - hat sich
    > > krebsgeschwürartig wieder Windows breit gemacht. Freiburg, rot-grün
    > > geführt, begibt sich mit Leidenschaft in die Arme eines
    > "kapitalistischen"
    > > Monwopols, wie es kaum ein zweites auf der Welt gibt.
    > >
    > > Und es möge jetzt nicht wieder eingewandt werden, dass es eben
    > Anwendungen
    > > gebe, die nicht unter Linux zur Verfügung stünden. Natürlich stehen
    > > Fachanwendungen zum Teil nicht zur Verfügung - aber doch nur deswegen,
    > weil
    > > es nicht genügend Anwender unter Linux gibt. Genau das muss man Mal
    > ändern!
    > > München hat das mit Limux und der gesamten Formularverwaltung
    > vorgemacht.
    > > Und gerade auf kommunaler Eben müsste die Schaffung einheitlicher
    > Programme
    > > gut möglich sein, fußt die Tätigkeit der Kommunen regelmäßig auf Bundes-
    > > oder Landesgesetzen.
    > >
    > > Und das Ganze wird ja noch gesteigert: Brandenburg lässt zur
    > elektronischen
    > > Kommunikation mit den Behörden schlicht nicht ein einziges offenes
    > Format,
    > > sondern nur Microsoft-Formate zu. Ich halte das schlechterdings für
    > > verfassungswidrig. Damit wird ein Monopol staatlich gestützt verfestigt.
    >
    > München hat folgendes vorgemacht:
    > - Planungsstufe 1 : Linux etwas teurer wie Windows, Argument: frei und mehr
    > alte Hardware kann eingesetzt werden
    > - Stufe 2: verzögert sich und wird teurer
    > - Stufe 3: statt 100.000 pro Jahr extern für Basisclient werden mehrere
    > teure interne Entwicklerposten geschaffen - die sind aber keine
    > Projektkosten mehr
    > - Stufe 4: weitere Verzögerung, Projekt ist aber nun in einem Plan ( naja
    > wenn man Zeit+ Geld erhöht kann man sich freuen im neuen Plan zu sein)
    > - Stufe 5: überraschenderweise braucht man mehr neue Hardware - aber das
    > sind auch keine Projektkosten mehr
    > - Stufe 6 - nur mehr 90% der Fachverfahren wird migriert - Rest können.
    > Benutzer nun wieder per Hand machen.
    > Also ein voller politischer Erfolg

    Die grundsätzliche Frage ist ja, hat Datenschutz einen Wert?!
    Wenn ja, dann muss ein angepasstes Linux, bei dem man alle Fäden in den Händen hat besser und damit auch teurer sein. Und das sollte es uns wert sein (die Überschüsse hier werden sowieso umverteilt in den Olivengürtel und bald Italien und Frankreich).

  2. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: matok 22.08.13 - 11:51

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal davon abgesehen finde ich das was Microsoft hier treibt auch alles
    > andere als prickelnd. Eine Alternative wäre schon schön so langsam. Nur
    > sehe ich die halt leider nicht bei Linux. Mit Linux könnte ich einpacken.
    > Meine Software läuft nicht darauf.

    Was für eine herrlich passive Einstellung. Die ist übrigens genau der Grund für die Verteilung der Marktanteile, die du genannt hast.

    Nur gelten für Anwendungen von öffentlichen Verwaltungen nunmal andere Spielregeln. Die kritischen Anwendungen, die darauf laufen, sind Fachanwendungen, spricht es ist Individualsoftware. Jetzt erklär mir nochmal genau, wieso man diese Fachanwendungen nicht auch für Linux schreiben können sollte? Klar, wenn man an die Sache so herangeht, dass man immer den Weg des geringsten Widerstandes geht und die Konsequenzen ausblendet, ist Linux vielleicht nicht der beste Weg. Wenn man allerdings einen Horizont hat, der über ein paar Jahre hinaus geht, dann geht in öffentlichen Verwaltungen kein Weg vorbei an Linux. Es ist nunmal besser, wenn man Geld in ein eigenes System steckt, wenn man dadurch langfristig Unabhängigkeit gewinnt. Die Prism Affäre liefert einen weiteren Grund, so schnell wie möglich unabhängig zu werden.

    Und deine Beschreibung von Linux speziell für Arbeitsplätze in der Verwaltung ist auch nicht ganz frisch. Am OS selbst schrauben Anweder eher weniger rum. Und was braucht man denn da noch neben speziellen Fachanwendungen? Vielleicht noch Office. Libre Office und OOo sind längst aus den Kinderschuhen raus, erstrecht wenn man so einen geringen Funktionsumfang benötigt, wie die meisten User. Und die Paketverwaltung in Linux ist nicht weniger als perfekt für die ferngesteuerte Administration.

    Aber es ist wie immer. Wer die Kosten und Probleme nur nach dem Hier und Jetzt bewertet, der trifft entsprechende Entscheidungen. Von Politik und Behörden würde ich aber einen etwas weitgreifenderen Horizont erwarten, denn nur so kann man die Zukunft gestalten und nicht nur den Ist-Zustand verwalten.

  3. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Tiles 22.08.13 - 12:05

    Es ist immer wieder erschreckend dass es für Linux User nur Browser und Emailprogramme zu geben scheint. Und im höchsten Fall noch eine Textverarbeitung. Leute! Es gibt noch mehr als das! Und genau das Zeug läuft eben nicht auf Linux.

    Für Emails, Browser und Textverarbeitung brauche ich keinen Desktop mehr. Das kriegt gerade der Desktopmarkt deutlich zu spüren. Rückläufige Zahlen. Diese Klientel wechselt zu IPad und Co. Aber schon wieder nicht zu Linux.

    Was auf dem Desktop bleibt ist Gaming und Arbeit. Beides Sachen wo Linux schwer schwächelt. Weil die entsprechende Software nicht drauf läuft. Ich widerhole mich da gerne: Linux ist auf dem Desktop einfach kein Ersatz für Windows.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.13 12:08 durch Tiles.

  4. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: throgh 22.08.13 - 12:40

    Entschuldige, aber das ist Unsinn in meinen Augen: Da steht keine "Morddrohung" an Microsoft und kein "Liebesbrief" an Linux. Warum wird sogleich immer absichtlich übertrieben, um die eigene Perspektive nach vorne zu heben? Oder eine Polarisierung zu erreichen? Das ist abträglich zu der Gesamtdiskussion und führt schlussendlich nur zu Frustrationen und Missverständnissen. Fakt ist: Linux kann wie jedes System kompromittiert werden durch unsinnige Pakete und Software. Aber von Hause aus nicht so leicht wie ein geschlossenes System - Windows in dem Falle. Davon ab unterliegt Microsoft ganz eigenen Interessen und Zielen. Linux ist nur als Distribution in eine gewisse Richtung drängend und das ist je nach Gruppierung unterschiedlich. Also wenn die Auswahl korrekt getätigt wird und die Leute willens und bereit ... dann ist das alles kein Problem. Nur eine Zeit- und Kostenfrage! Das sollte man nicht mischen, nur weil man heutzutage weniger Lust hat sich in komplexe Themengebiete mitunter einzuarbeiten.

    Ja ich kenne die Problemstellung auch selbst. Da springt man dann ganz gerne sprichwörtlichst über Themengebiete hinweg. Warum? Unterschiedlichste Gründe. Bisweilen einfach auch keine Energie, Zeit, Interesse und Lust sich noch weiter in Bereiche einzuarbeiten. Es liegt also auch am WOLLEN!

  5. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: matok 22.08.13 - 13:08

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist immer wieder erschreckend dass es für Linux User nur Browser und
    > Emailprogramme zu geben scheint. Und im höchsten Fall noch eine
    > Textverarbeitung. Leute! Es gibt noch mehr als das! Und genau das Zeug
    > läuft eben nicht auf Linux.

    Du redest am Thema vorbei. Es geht hier um die Ausstattung von Rechnern des öffentlichen Dienstes! Die Softwareausstattung dort ist: Fachanwendungen (Individualsoftware, die man auch für Linux ausschreiben kann oder gleich als Webanwendung), Mail, Office. Punkt.

  6. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Tiles 22.08.13 - 13:58

    Nein, ich rede nicht am Thema vorbei. Öffentlicher Dienst != Alle Desktopbenutzer. Und wieder grenzt du das Ganze eigentlich auf Mail, Office und Browser ein.

    Aber um mal bei deinem Beispiel zu bleiben. Das hatten die doch schon mal in Berlin mit dem Linux. Und wieder abgeschafft. Weils nix getaugt hat. In München haben sie es noch. Mal sehen wie lange. Ansonsten regiert auch im öffentlichen Dienst Windows.

    Du gehst einfach selbstverständlich davon aus dass jeder mit der begrenzten Auswahl an Linux Software auskommt. Das ist einfach falsch. Und wieso sollte ich mir eine Software extra für Linux selber schreiben wenn es sie schon für Windows gibt? In so einer Software können hunderte Mannjahre an Entwicklung stecken. Das ist schlicht unsinnig die noch mal zu schreiben. Da wechsle ich mal eben auf das Betriebssystem das mir meine Software abspielt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.13 13:59 durch Tiles.

  7. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: matok 22.08.13 - 15:09

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, ich rede nicht am Thema vorbei. Öffentlicher Dienst != Alle
    > Desktopbenutzer. Und wieder grenzt du das Ganze eigentlich auf Mail, Office
    > und Browser ein.

    Schau dir nochmal die News an, schau dir nochmal den Start des Threads an. Fällt dir was auf? Ja, richtig. Es geht um Linux in der öffentlichen Verwaltung. Was du hier über alle weltweiten Desktopuser fabulierst, spielt in dem Zusammenhang keine Rolle.

    > Aber um mal bei deinem Beispiel zu bleiben. Das hatten die doch schon mal
    > in Berlin mit dem Linux. Und wieder abgeschafft. Weils nix getaugt hat. In
    > München haben sie es noch. Mal sehen wie lange. Ansonsten regiert auch im
    > öffentlichen Dienst Windows.

    Weil es nichts taugt oder weil die Projektverantwortlichen nichts taugen? Im öffentlichen Dienst regiert Windows deshalb, weil, wie der Threadstarter bereits sagte, die Regierung und IT- Verantwortlichen pennen und sich es in ihrer passiven Haltung bequem machen. Die verwalten den Ist- Zustand anstatt die Zukunft aktiv zu gestalten.

    > Du gehst einfach selbstverständlich davon aus dass jeder mit der begrenzten
    > Auswahl an Linux Software auskommt. Das ist einfach falsch. Und wieso
    > sollte ich mir eine Software extra für Linux selber schreiben wenn es sie
    > schon für Windows gibt? In so einer Software können hunderte Mannjahre an
    > Entwicklung stecken. Das ist schlicht unsinnig die noch mal zu schreiben.
    > Da wechsle ich mal eben auf das Betriebssystem das mir meine Software
    > abspielt.

    In der öffentlichen Verwaltung wird größtenteils mit Individualsoftware gearbeitet. Ob ich die für Windows, für Linux oder besser gleich als Webanwendung schreibt, spielt für die investierten Mannjahre keine Rolle. Vorteil, wenn ich sie für Linux oder als Webanwendung schreibe ist, dass ich langfristig unabhängig von MS werde. Genau deshalb sollte man in der öffentlichen Verwaltung sehen, dass man die nächsten 10 Jahre Win7 nutzt und in dieser Zeit Fakten für einen Umstieg auf Linux schafft. Zeit ist genug da.

  8. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Tiles 22.08.13 - 19:02

    >Schau dir nochmal die News an, schau dir nochmal den Start des Threads an. Fällt dir was auf? Ja, richtig. Es geht um Linux in der öffentlichen Verwaltung. Was du hier über alle weltweiten Desktopuser fabulierst, spielt in dem Zusammenhang keine Rolle.

    Und dann schaust du dir bitte den Threadverlauf an und dann reden wir weiter. So ein Thread hat ja manchmal die Tendenz sich ein wenig vom eigentlichen Thema wegzubewegen.

    >Weil es nichts taugt oder weil die Projektverantwortlichen nichts taugen?

    Weder noch, sondern weil es so ist wie es ist. Linux ist in der absoluten Minderheit. Auch im öffentlichen Dienst.

    >Im öffentlichen Dienst regiert Windows deshalb, weil, wie der Threadstarter bereits sagte, die Regierung und IT- Verantwortlichen pennen und sich es in ihrer passiven Haltung bequem machen. Die verwalten den Ist- Zustand anstatt die Zukunft aktiv zu gestalten.

    Im öffentlichen Dienst regiert Windows weil es sich in den frühen Jahren schlicht durchgesetzt hat. Weil es da das praktischere und effizientere System war. Wie auf dem Desktop auch. Linux verpennt seit vielen Jahren endlich mal für den Nutzer auch wirklich nützlich zu werden. Ich kann es wie gesagt nicht brauchen weil meine Software die ich brauche nicht darauf läuft. Software sells Hardware, nicht umgedreht.

    >In der öffentlichen Verwaltung wird größtenteils mit Individualsoftware gearbeitet. Die grösstenteils auf Windows basiert.

    Merkste was?

    >Ob ich die für Windows, für Linux oder besser gleich als Webanwendung schreibt, >spielt für die investierten Mannjahre keine Rolle.

    Stimmt nicht. Nachdem eben im öffentlichen Dienst die Software zum allergrössten Teil auf Windows läuft produzierst du die Linux Software schlicht für die Mülltonne. Das sind verlorene Mannjahre.

    >Vorteil, wenn ich sie für Linux oder als Webanwendung schreibe ist, dass ich langfristig unabhängig von MS werde. Genau deshalb sollte man in der öffentlichen Verwaltung sehen, dass man die nächsten 10 Jahre Win7 nutzt und in dieser Zeit Fakten für einen Umstieg auf Linux schafft. Zeit ist genug da.

    Unabhängig von Windows zu werden um sich in die Abhängigkeit von Open Source Entwicklern zu begeben? Mit der Konsequenz dass es Features auf die die Entwickler grad keinen Bock haben einfach nicht gibt? Na, ich danke.

    Was genau ist denn der Mehrwert von Linux? Es hat die schlechtere Bedienbarkeit. Ich kenne zum Beispiel einfach keinen Linux Explorer der es mit dem Windows Explorer aufnehmen kann. Und der ist im Grunde mal wirklich scheusslich. Es gibt hunderte unterschiedliche Distributionen, zum Teil nicht mit einander kompatibel. Einheitlichkeiten wie unter Windows suchst du also vergeblich. Es gibt um Potenzen weniger Software, weil die meisten Linux Distributionen auf Open Source setzen, und proprietäre Software fürchten wie das Weihwasser. Und umgekehrt meiden die ganzen kommerziellen Entwickler Linux weil da einfach nix zu verdienen ist.

    Was wirklich interessant ist wäre die Unabhängigkeit von Windows. Aber nur unabhängig von Windows zu sein bringt dir genau NULL Mehrwert. Und ansonsten nur Schaden.

    Kommerzielle Software hat einen Riesenvorteil: sie orientiert sich an Kundenwünschen. Tut sie das nicht ist sie weg vom Fenster. Da ist einfach ein komplett anderer Entwicklungsdruck dahinter. Das mit dem weg vom Fenster kann übrigens auch Windows passieren. Und mit Win 8 gabs da schon ordentlich Gegenwind.

    Open Source Entwickler tun ihren Job hingegen aller Regel nach aus Spass an der Arbeit mit Code. Das führt zu teils sehr verqueren Ergebnissen, weil der User eben manchmal nicht wirklich im Mittelpunkt steht (Gimp und 16 oder mehr Bit pro Channel anybody?) Ich will damit keinesfalls die Arbeit der Open Source Entwickler herabwürdigen. Ich habe höchsten Respekt vor deren Arbeit. Es ist teils fantastisch was die da zaubern. Aber selbst das Open Source Vorzeigeprojekt Blender ist zum Beispiel kein Ersatz für ein 3D Studio Max. Ein Gimp kein Ersatz für Photoshop.

    Und das Open Source Projekt Linux ist eben kein Ersatz für Windows. Es hat sich schlicht nicht durchgesetzt.

  9. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: defiance 22.08.13 - 20:03

    Von einer Behörde oder öffentlichen Einrichtung erwarte ich eine andere Zielsetzung als jeder Privatmann oder Firma sie haben darf. Ich erwarte das Dokumente auch noch in 20 Jahren lesbar sind ohne das dieses im freien Ermessen einer amerikanischen Firma liegt.

    Falls Microsoft pleite geht, keinen Bock mehr auf Office u. ä. hat oder schlicht die Preise für Software drastisch anhebt fehlen die Alternativen. Das Dateiformat muß nur gut genug vernagelt sein und schon ergeben sich erpresserische Möglichkeiten ungeahnten Ausmaßes. Die völlige Abhängigkeit ist ein Spiel mit dem Feuer, bei dem Risiken nicht abschätzbar sind.

    Bei Behörden führt kein Weg an open source oder Eigenentwicklungen vorbei. Selbst wenn der Entwickler der open source Software sein Projekt einstellt besteht die Möglichkeit es weiter zu nutzen oder zu entwickeln.

  10. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: GodsBoss 22.08.13 - 21:00

    > Solange "Linux" aus einem Haufen teilweise nur schwer oder gar nicht
    > zueinander kompatiblen Distributionen besteht, solange jede Distribution
    > ihr eigenes UI mitbringt, solange 90% der Software nur schlecht oder gar
    > nicht auf Linux läuft (Ja, es gibt tatsächlich noch mehr wie Open Source.
    > Und selbst mit OSS hast du arge Schwierigkeiten die auch nur mal auf allen
    > wichtigen Linux Distributionen zum Laufen zu kriegen), solange die Linux
    > Entwickler lieber ihr eigenes Ego pflegen anstatt mal wirklich für den User
    > zu entwickeln und das Ding menschlich bedienbar zu machen, so lange ist
    > Linux einfach keine Alternative zu Windows.

    Windows hat schlicht auf dem Desktop immer noch seinen Monopolisten-Vorteil. Ganz viele Leute benutzen dort schon Windows, also ist es ein Umstieg, stattdessen Linux zu nehmen, das ist natürlich klar schwieriger.

    Wenn du einen fairen Vergleich willst, schau in einen Markt, in dem es keine Monopolstellung gibt und trotzdem die Consumer erreicht werden: Smartphones. Dort stinkt Windows gehörig gegen Linux in Form von Android ab, obwohl ja angeblich Letzteres unbedienbar ist.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: blackout23 23.08.13 - 02:34

    Das Problem von Linux ist, dass die Leute da nicht ihre Photoshop und CubaseSX Raubkopien drauf laufen lassen können.

  12. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: LG Brent 23.08.13 - 09:12

    Laufen die denn nicht ganz ok mit Wine?

  13. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Tiles 23.08.13 - 09:20

    Android != Desktop Linux

    Und nein, die laufen nicht ganz okay. Nicht mal die gekauften Originalversionen die man eigentlich hat.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.13 09:23 durch Tiles.

  14. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: KlaeX 23.08.13 - 10:20

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, deshalb schimpfen die Linuxer ja dauernd auf Unity und finden Gnome 2
    > auch besser als Gnome 3 usw.

    Das ist doch mal bitte kein Argument? Hast du die Kommentare zu Windows 8 damals hier gelesen? Das war doch nichts anderes. Ich meine mich auch zu erinnern, dass es beim Sprung von XP auf Vista ähnliche Empörung gab.
    Menschen sind einfach Gewohnheitstiere und die meisten davon sträuben sich schlicht gegen Neuerungen. Ich habe mittlerweile so ziemlich jeden Desktop unter Linux ausprobiert, genauso wie sämtliche Windows Versionen und Mac. Bisher fand ich tatsächlich Unity am einfachsten zu bedienen, sofern man keine großen Anpassungen am System vornehmen will. Von daher gut für DAUs geeignet. Windows 8 dagegen - auch wenn ich es persönlich ganz gerne mag - ist das aber wirklich katastrophal von der Konsistenz her.
    Ich will hier jetzt eigentlich auch gar nicht von Linux überzeugen, aber diese Art von Argumenten sind so einfach nicht haltbar.

    Zur Stabilität kann ich eigentlich auch nur sagen, dass ich bisher kaum Probleme hatte - nicht mehr als auf Windows - und ich benutze es mittlerweile schon sehr lange. Abgesehen von ein paar wenigen Programmen, lässt sich damit genauso gut arbeiten wie unter Windows. Für Behörden sollte Linux als Alternative mehr als ausreichend sein. Für die Grafikabteilungen kann man dann ja tatsächlich Windows verwenden, das dürfte den kleinsten Teil ausmachen.

  15. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: BLi8819 23.08.13 - 11:10

    > Wozu ne Auflistung, es ist ja wohl Fakt dass die wenigsten Programme unter Linux laufen,

    Fakten kann man belegen. Und wenn es um Mengen geht, sind Zahlen notwendig.
    Vorher musst du noch definieren, was für dich eine Anwendung ist.
    Wenn du Fakten haben willst, kann man lediglich sagen, dass gewisse Windows-Programme nicht für Linux erhältlich sind.

    Als Behörde muss man eben zuvor prüfen, wie viele dieser Programme vorhanden sind und wie viel Aufwand es ist diese zu ersetzen.

    > Klar, deshalb schimpfen die Linuxer ja dauernd auf Unity und finden Gnome 2 auch besser als Gnome 3 usw.

    Und die Windows User meckern über die Modern UI von Windows. Und?
    Bei Linux hat man wenigsten Alternativen. Bei Windows bist du auf das angewiesen, was MS vorgibt.

  16. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: BLi8819 23.08.13 - 11:18

    > Diese Klientel wechselt zu IPad und Co. Aber schon wieder nicht zu Linux.

    ÄÄÄ... dir ist schon klar das Android ein Linux-System ist?
    Und ganz Zufällig der Marktführer auf Tablets und Smartphones, zu welchen die "Klientel wechselt".

  17. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Tiles 23.08.13 - 13:09

    Android hat nen Linux Kernel, jo. Aber es ist defintiv kein Desktop System. Und das mit Linux stimmt auch nicht so ganz. Es hat einen Linux Kernel, es ist aber eben Android. Da gabs nicht umsonst immer wieder Hassel mit dem Linux Kernel, weil die Android Jungs was drinhaben wollten was die Linux Jungs draussen haben wollten.

    Aber du hast recht, da war ich nicht genau genug. Der Satz müsste lauten:

    Diese Klientel wechselt zu IPad und Co. Aber schon wieder nicht zu einem Desktop Linux.

    >Fakten kann man belegen. Und wenn es um Mengen geht, sind Zahlen notwendig. Vorher musst du noch definieren, was für dich eine Anwendung ist. Wenn du Fakten haben willst, kann man lediglich sagen, dass gewisse Windows-Programme nicht für Linux erhältlich sind.

    Also wenn wir jetzt noch drüber reden müssen was eine Anwendung ist dann sollten wir das Gespräch wohl besser beenden.

    Für Linux gibts genau ein 2d Grafikprogramm das 16 Bit pro Channel kann. Krita. Wir zählen: 1. In Worten: Eins. Es gäbe zwar noch Cinepaint, aber das Ding ist seit Jahren eine Kellerleiche.

    Für Windows gibts: Photoshop, Paintshop, Corel Paint, Photoplus, Photoline, jadda jadda jadda. Das müssen inzwischen Tausende sein. Aufzählung zwecklos. Ochja, und Krita läuft natürlich auch auf Windows. Doof ist nur dass es so gar nicht für den Druck geeignet ist.

    Für Linux gibts genau zwei 3D Programme die auf Linux laufen. Maya. Und Blender. Mit Abstrichen noch ein 3D Animationsprogramm namens Messiah. Das läuft aber auf Wine, und das extrem instabil. Und das Ding kann man eh niemand antun.

    Für Windows gibts: 3DS Max, Maya ,Blender, Modo, Cinema4D, jadda jadda [insert who is who der 3D Grafikprogramme here]. Geht auch in die Dutzende bis Hunderte wenn man all die Spezialproggies für Texturierung oder Sculpting oder was weis ich noch alles mit reinrechnet. Die es auch alle nicht für Linux gibt.

    Langen dir die Zahlen mal?

    Als Grafiker habe ich auf Linux schlicht verloren. Da ist eine komplette Branche abgeklemmt. Und sag jetzt nicht dass in Behörden keine Grafiken gebraucht werden. Auch Behörden brauchen Webseiten, Statistiken, Broschüren, etc. .

    Und das mit dem Aufzählen zählt für so ziemlich jedes Software Genre. Ich kanns nicht aufzählen weil es unter Windows wegen der Masse schlicht nicht zählbar ist. Da gibts auch kein wirkliches Softwareregister. Anders als bei Linux. Da ist das tatsächlich noch so überschaubar dass man die Dinger an fünf Fingern abzählen kann.

    Unter Linux gibts für bestimmte Zwecke maximal nen paar Progamme. Meist Open Source mit entsprechend niedrigerer Qualität und Brauchbarkeit im Vergleich zur kommerziellen Konkurenz. Unter Windows dann den ganzen Rest. Von Spielen red ich schon gar nicht mehr.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.13 13:13 durch Tiles.

  18. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: xyzer 23.08.13 - 14:46

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von Spielen red ich schon gar nicht mehr.
    Warum? Weil sich dort gerade am meisten tut?

  19. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: Tiles 23.08.13 - 14:57

    Endlich kann man da nur sagen. Aber das ist immer noch ein Trauerspiel.

  20. Re: Linux! Aber die deutsche Politik pennt ja vor sich hin!

    Autor: BLi8819 23.08.13 - 17:25

    Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, das Grafikdesigner schlechte Karten unter Linux haben.

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