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Google/Schmidt als Retter der (Internet-)Freiheit?!?
Autor: atlana 11.03.14 - 07:36
>Viele Besucher in Austin fanden den Auftritt von Schmidt befremdlich. War es doch der >Google-Manager, der vor nicht allzu langer Zeit riet, etwas, das man über sich nicht >online lesen wolle, solle man doch einfach nicht machen.
>Jetzt schlägt sich Schmidt auf die Seite der Besucher, geriert sich als Verfechter des >freien Netzes. Was die NSA gemacht habe, sei "bedenklich", sagte er. Die Behörde >speichere auf Verdacht die Daten von Millionen von Menschen, "um 57 zu fassen". >Deshalb sei es wichtig, für die Freiheit zu kämpfen. Und Google will sich als Teil des >Kampfes präsentieren. Die Informationen bei Google, versprach er, seien sicher.
Der Grund hierfür ist einfach das Google den meisten Schaden durch das Tun der NSA erlitten hatte. Der Hammer ist das Google, als U.S. Firma nicht viel dagegen tun konnte ausser den Weg des Rechtsstreits zu gehen, ob wohl das in den USA besser geht als hier in Deutschland (versuch mal das BKA/MAD zu verklagen...!)
Wie mir aus einer diverser, Google nahestehender Quelle bekannt ist, hat Google seine interne Struktur geändert (u.a. Vollverschlüsselung aller internen Datenmengen und Datenaustausches zwischen Google Systemen weltweit.)
Google war auf höchster Ebene extremst angepisst was die NSA verzapft hat. Nun soll (wie mir gesagt wurde) es so sein das alle Nutzerdaten verschlüsselt sind, und nur noch das System selber (mit Ausnahmen von einer handvoll von Google's hochstehenden INFOSEC Personal, welche auch nur durch multi-peer-review da dran kommt) ver-/entschlüsselt.
Man kann natürlich jetzt argumentieren warum das nicht vorher gemacht wurde; wie wir alle wissen ist das eine Frage des Geldes ist, welches einen solchen Aufwand erfordert und einsetzt. Zum anderen denke ich das wir ALLE von den Ausmassen und Tiefe überrascht wurden, welche die NSA mit ihren Abhörmethoden ausspionierte. -
Glaubhaftigkeit
Autor: Anonymer Nutzer 11.03.14 - 08:08
Google ist ein Konzern.
Diese tun alles um Geld zu verdienen. Wenn sie die Freiheiten bekommen Daten zu sammeln tun sie es. Warum bekommen sie dieses Freiheiten? Weil die Geheimdienste die Daten benötigen.
Alles was Google in diesem Fall an Äußerungen gebracht hat halte ich für Schaulaufen.
-Wir gehören auch zu den ausgelauschten-, damit wird man vom Handlanger des Täters zum Opfer.
Leider etwas zu durchsichtig. -
Re: Google/Schmidt als Retter der (Internet-)Freiheit?!?
Autor: RechtsVerdreher 11.03.14 - 08:22
Ich glaub, das ist reine PR-Maßnahme. So erreicht man Menschen, die einem schon den Rücken zugekehrt haben. Die Leute von Google wussten doch schon vor den Enthüllungen, dass Daten gesammelt werden.
Generell glaube ich, dass die ganze Enthüllungssache nur dazu da ist, um bei den Leuten Angst und Hass zu schüren. -
Re: Glaubhaftigkeit
Autor: beaver 11.03.14 - 08:22
Nicht nur Google, sondern auch alle anderen amerikanischen Firmen.
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Re: Glaubhaftigkeit
Autor: Shigerua 11.03.14 - 09:00
beaver schrieb:
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> Nicht nur Google, sondern auch alle anderen amerikanischen Firmen.
Nicht nur amerikanische Firmen... -
Re: Google/Schmidt als Retter der (Internet-)Freiheit?!?
Autor: Maxiklin 11.03.14 - 11:09
atlana schrieb:
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> Der Grund hierfür ist einfach das Google den meisten Schaden durch das Tun
> der NSA erlitten hatte. Der Hammer ist das Google, als U.S. Firma nicht
> viel dagegen tun konnte ausser den Weg des Rechtsstreits zu gehen, ob wohl
> das in den USA besser geht als hier in Deutschland (versuch mal das BKA/MAD
> zu verklagen...!)
Was geht denn daran besser ? Das genaue Gegenteil ist der Fall. Zwar ist es dort einfacher, daß überhaupt einer Klage stattgegeben wird und nicht schon zu Beginn abgeschmettert wird, alles andere ist aber gerade in den USA schwierieger. In diesem Fall auch eh witzlos, da es gesetzlich verankert wurde und Richter nunmal nur dach Gesetzeslage urteilen können. Bush jr. hat ganze Arbeit geleistet mit seinem Patriot Act und anderen Gesetzen, da können die US-Konzerne klagen wie sie wollen, solange diese ganzen schwachsinnigen Gesetze nich vom Kongress gekippt werden (und solches Ansinnen sehe ich nicht), bringt das alles wenig.
> Google war auf höchster Ebene extremst angepisst was die NSA verzapft hat.
> Nun soll (wie mir gesagt wurde) es so sein das alle Nutzerdaten
> verschlüsselt sind, und nur noch das System selber (mit Ausnahmen von einer
> handvoll von Google's hochstehenden INFOSEC Personal, welche auch nur durch
> multi-peer-review da dran kommt) ver-/entschlüsselt.
Und das bringt was ? Garnix :-) Wenn die NSA die Daten von allen Google-Nutzern haben will, bekommen sie diese auch, da können GOogle & Co. verschlüsseln wie sie wollen. Ist mir persönlich aber eh wurscht, meinetwegen können alle meine Daten bei der NSA am schwarzen Brett hängen, wertvolles, was diverse Staaten im Bestand gefährden könnten ist nicht enthalten ^^
> Man kann natürlich jetzt argumentieren warum das nicht vorher gemacht
> wurde; wie wir alle wissen ist das eine Frage des Geldes ist, welches einen
> solchen Aufwand erfordert und einsetzt. Zum anderen denke ich das wir ALLE
> von den Ausmassen und Tiefe überrascht wurden, welche die NSA mit ihren
> Abhörmethoden ausspionierte.
Überrascht hat mich das nicht unbedingt, höchstens verwundert. Geheimdienste haben ja immer schon alles abgegriffen, was sie kriegen können uns spätestens als Bush jr. alle möglichen Gesetze ändern ließ, die auf die Freiheit der Bürger abzielten, war klar wohin die Reise geht.
Schon seit Jahren wird jeder Bürger auf Schritt und Tritt überwacht, der sich in (Online)bibliotheken über Themen wie Iran, Terrorismus u.ä. informiert hat, muß man sich mal vorstellen. Ging damals groß durch die Presse, hatte witzigerweise aber gerade die Amerikaner wenig interessiert, die waren und sind noch heute durch die Bank der Auffassung, daß damit ja Terroristen gefaßt werden. Deren einfach gestricktes Gemüt müßte man haben ^^. -
Re: Google/Schmidt als Retter der (Internet-)Freiheit?!?
Autor: Doomhammer 11.03.14 - 15:31
RechtsVerdreher schrieb:
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> Generell glaube ich, dass die ganze Enthüllungssache nur dazu da ist, um
> bei den Leuten Angst und Hass zu schüren.
Wie kommst du den auf diesen Unsinn? -
Re: Glaubhaftigkeit
Autor: Nephtys 11.03.14 - 16:20
DY schrieb:
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> Google ist ein Konzern.
> Diese tun alles um Geld zu verdienen. Wenn sie die Freiheiten bekommen
> Daten zu sammeln tun sie es. Warum bekommen sie dieses Freiheiten? Weil die
> Geheimdienste die Daten benötigen.
Nonsense und absolut sinnlose Verschwörungstheorie in einem. Und immer wieder kommt sie in Boards wie diesem auf.
Google verdient nicht mit bestehenden Daten Geld, sondern mit aktuellen Daten, und Daten in der Zukunft. Die Privatnutzer hinterlassen für bestimmte Leistungen Google ihre Daten und vertrauen Google diese damit auch an. Wenn dieses Vertrauen beschädigt ist, werden in Zukunft weniger Daten Google anvertraut. Was weniger Geld für Google bedeutet.
Dass Geheimdienste teilweise Zugriff auf die Daten haben ist völlig in Ordnung und nunmal Teil des sozialen Vertrags eines Rechtsstaats. Die systematische Spionage fällt aber nicht darunter. Es geht nicht um die benannten 57 Terroristen die man überwacht hat, sondern über die Millionen bis hin zu Milliarden, die man per Generalverdacht überwacht hat. Die Regierungen und Geheimdienste juckt das aber nicht - für sie gibt es keine Nachteile. Google ist jedoch einer der Firmen, die quasi bestohlen wurden, und damit in die Ungunst der Nutzer gestellt wurden.
Natürlich bist du nicht begeistert, wenn die Regierung dich sowohl moralisch als auch finanziell ruinieren will.
tl,dr: Google ist zwar ein Konzern, aber dieser wird auch von Leuten geführt. Langfristiger Gewinn ist denen wichtiger als kurzfristiger.



