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Eigenartiger "Techniker"

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  1. Eigenartiger "Techniker"

    Autor: mrgenie 28.12.16 - 08:06

    Interessante Meinung sicherlich.

    Aber das ist die Meinung eines Technikers und ueberhaupt Menschen die nie reale Kampfeinsaetze geflogen sind.

    Der Sohn meines besten Freundes war aber Kampfpilot und spaeter Drohnenpilot und erzaehlte mir was ganz anderes:
    - Bei realen Kampfeinsaetzen sind sehr oft die Ziele vor dem Einsatz festgelegt. In der Regel kommen keine neue Infos dazu im realen Jet und man fliegt aufs Ziel um aus 40,000 Feet wo ein Mensch nicht mal sichtbar ist zu entscheiden "greife ich an, richtiges Ziel, hat sich was geaendert?" Man hat 0 Rueckhalt und muss ganz alleine Entscheiden: Mission successfully accomplished or abort?
    Das ist ein Druck wo man meistens um nicht als Versager darzustehen den Einsatz durchfuehrt.
    Staendige ueberwachung ob die Mission dennoch abgebrochen werden muss weil eine Kolonne z.b. Am Krankenhaus faehrt, Kinder am Strassenrand sind, usw. hat man da nur in seltenen Discovery Faelle. Das ist nicht real. Dort hoeren Piloten spaeter erst von den Fehlschlaege was sie da oben gar nicht beurteilen konnten.

    Das sieht man am Besten bei Luftwaffen die noch mit Streubomben und ueberhaupt ohne moderne Guidance fliegen wie die russische Luftwaffe in Syrien wo pro Feind 100-150 Zivilisten getoetet werden.

    Als er spaeter zu den Drohnen wechselten sagte er dort gibt es oefters Bedenken von anderen Teammitgliedern, indertat auch Anwaelte und Co und die Fehlerquote, immer noch da, deutlich geringer als im echten Kampfjet.

    Das ist was jemand sagt der beides geflogen ist und wissen kann worueber er spricht, im Gegensatz zu diesen Technikern die genau so wenig Ahnung haben wie jeder von uns.

    Fakt ist, der Krieg ist schmutzig. Aber man solle die Entwicklung beobachten:
    im WWII wurde einfach abgeworfen egal wohin. Bomber trafen einfach ganze Staedte wo vielleicht 1000 Zivilisten starben und 0 Soldaten. Oder wie in Rotterdam wo die Luftwaffe gezielt Frauen und Kinder schlachten wollte und soviele Bomben daneben gingen, dass am Ende gottseidank doch nicht die ganze Stadt ausgeloescht wurde.

    So Fehlerhaft waren damals die Bomben.

    Dann die Flugzeuge aus immer groesseren Hoehe wo die Piloten aber deutlich bessere Kameras bekamen und somit sicherer treffen konnten. Aber immer noch mit Fehlerquoten, jetzt nicht mehr 1000/1 wie im WWII aber immer noch 100/1
    Dann kamen die Lenkwaffen, 10/1 oder manchmal sogar 2-5/1 war die Fehlerquote.

    Ja ich weiss, in Discovery zeigen die Fehlerquote 1/100. Echte Piloten haben mir versichert das ist nicht so. Denn die Ziele seien sehr oft mobil und fehlerhaft und da ist egal ob ich guidance verwende oder nicht wenn mein Ziel schon von vorneherein nicht mehr aktuell ist.

    Jedenfalls mit den Drohnenkrieg habe sich die Fehlerquote nochmal zuguensten der Zivilisten geaendert so die echte Piloten, aber immerhin sterben immer noch viele Zivilisten im Krieg weil auch die Dronentechnik nicht fehlerfrei ist und der Kriegsablauf an Sich nicht fehlerfrei ist.

    Krieg ist immer noch schmutzig. Aber die echten Piloten die beides geflogen sind, leider kenne ich insgesamt nur 3, behaupten alle die Fehlerquote ist mit den Drohnen nochmal guenstiger geworden.

    Und dann kommt da jemand der selber gar keine Einsaetze fliegt oder geflogen ist und will diese Entwicklung kritisieren weil Zivilisten sterben im Krieg?

    Ja was denn, zurueck zu 1945 und einfach wie die Russen Streumunition, Phosphorbomben und Bomben mit einer Genauigkeit von 1000 Meter aus 25km Entfernung abwerfen?

    Junge junge junge. Da kann man nur kopfschuetteln wenn jemand zu den Zeiten von frueher wo ueberwiegend Zivilisten getroffen wurden zurueck will.

  2. Re: Eigenartiger "Techniker"

    Autor: MarioWario 28.12.16 - 08:23

    Problematisch sind meiner Meinung eher auch die Likelihood-Erwägungen von BigData - der Drohnen-Terror auf Länder ohne Kriegserklärung ist unabweisbar und nur auf die korrodierende demokratische Grundhaltung zurückzuführen - wir hätten uns wahrscheinlich nie in den jugoslawischen Bürgerkrieg einmischen dürfen - aus meiner Sicht ein historischer Fehler der zum 9/11-Gegenschlag-Irak-Atombedrohungs-Abwehrkrieg, mit über 100.000 Toten Irakern, geführt hat (dafür sollte man sich bei den Grünen bedanken).

  3. Re: Eigenartiger "Techniker"

    Autor: ml31415 28.12.16 - 11:00

    Interessanter Standpunkt, danke. Dennoch denke ich nicht, dass der Techniker damit sagen möchte, back to the roots. Viel eher wohl, dass wir da unten nichts verloren haben, und uns endlich wieder zurückziehen sollten.

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