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Es ist einzig das hirnrissige ....

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  1. Re: Es ist einzig das hirnrissige ....

    Autor: teenriot* 08.12.16 - 13:31

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wieso nicht? 20% + 18% + 10% Koalition und die 20%-Partei stellt den
    > > Ministerpräsidenten mit entsprechender Leitkompetenz.
    >
    > 20 sind aber nicht 48 und auch ein MP einer 20%-Partei muss sich intern
    > abstimmen und kann nicht über die anderen 28 hinweg regieren. Siehe Berlin
    > im Bundesrat. Sonst ist die Koalition ganz schnell keine mehr.

    Darum geht's doch nicht. Wenn die 48% sich geeinigt haben vertreten die 100%. Und die Bundesrats-Abgeordneten sind auch nicht gleich gewichtet nach Stimmen. Die Stimmen fließen nicht repräsentativ, nicht gleichgewichtet und nach dem Prinzip "the winner takes it all" ein. Im Kontext der Diskussion kann man da schlecht das amerikanische System herabsetzen ohne das eigene herabzusetzen.

    > Nein, gerade waren's noch 20%, jetzt sind es mehr als das doppelte und es
    > stimmt immer noch nicht, was Du sagst.

    Es ist immer noch ein 20%-Ministerpräsident in meinem Beispiel. Und es ist sehr wohl richtig das die vermeintlichen Mängel die man dem amerikanischen Wahlsystem vorwirft, sich auch bei uns finden lassen.

    > Noch nie in der
    > Menschheitsgeschichte hat jemand glaubhaft eine Regel anhand eines
    > Extrembeispiels bestätigt, sondern sie höchstens damit widerlegt.

    Es ist ein rethorisches mittel um den Kern worauf man hinaus will deutlich zu machen. Es sei dann man will Rechthaberei und Wortklauberei betreiben.

    > > Davon ab könnte es auch
    > > 20% Minderheitenregierungen geben ohne Koalitionspartner.
    >
    > Geführt von grünen Aliens mit Fühlern auf dem Hintern. Möglich ist vieles,
    > nur als Beispiel taugt's dann noch lange nicht.

    Jetzt wird's dann lustig. Praktisch kleinere aber wahrscheinlichere "Unwuchten" in Amerika hängt man hoch und bezeichnet diese arrogant von oben herab als dies und das während wesentlich gröbere aber Unwahrscheinlichere "Unwuchten" bei uns unter den Teppich gekehrt werden.

    2013 wurde eine CDU-Minderheitsregierung auf Bundesebene mit 41,5% diskutiert. Mehrmals führte das Ende von Koalitionen dazu das eine Bundesregierung nicht eine Mehrheit Abgeordneter hinter sich hatte, Auf Länderebene gab es einige Male Minderheitsregierungen und in anderen Ländern Europas wie Dänemark sind Minderheitsregierungen vollkommen normal. In Belgien gab es gar 1,5 Jahre nach der letzten Wahl gar keine neue Regierung. Und du kommst mir mit grünen Aliens... alles klar. Als gäbe es all das nicht. Doch gibt es, und es ist nicht weniger absurd als in den USA, nämlich gar nichts absurd, sondern Ergebnis von Systemen mit Vor und Nachteilen, für die es aber so oder so gute Gründe gibt.

  2. Re: Es ist einzig das hirnrissige ....

    Autor: Anonymer Nutzer 08.12.16 - 15:05

    > Es ist immer noch ein 20%-Ministerpräsident in meinem Beispiel.

    Der immer noch nicht oder nur unter extremen Umständen mit den 20% regieren kann. Er kann höchstens die Regierung als größter Partner anführen. Dein von Dir selbst bezeichnetes Extrembeispiel taugt einfach nicht, um
    daraus eine gleichlautende Regel abzuleiten.

    > Darum geht's doch nicht. Wenn die 48% sich geeinigt haben vertreten die
    > 100%.

    Demokratie heißt eben nicht, dass jeder einzelne immer bekommt, was er will. Deine Erwartungshaltung ist schon die verkehrte. Und wenn eine Partei mit 4,5% unter den Tisch fällt, dann nicht deshalb, weil sie 4,5% der Wähler vertritt, sondern weil sie 95,5% der Wähler nicht vertritt.

    Ein Kreis von 100, 500 oder sogar 1.000 Parlamentariern kann nie die Gesamtheit von 80 oder 300 Millionen abbilden. Es gibt schon deshalb kein in diesem Sinne "gerechtes" Wahlsystem, weil sich dann das Parlament aus den Wählern selbst zusammensetzen müsste. Nur dann fiele keine Stimmer mehr herunter, aber es gäbe auch keine Entscheidung mit Hand und Fuß zu erwarten.

    Edit: falsches Wort.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.16 15:14 durch david_rieger.

  3. Re: Es ist einzig das hirnrissige ....

    Autor: teenriot* 08.12.16 - 15:34

    > Demokratie heißt eben nicht, dass jeder einzelne immer bekommt, was er
    > will. Deine Erwartungshaltung ist schon die verkehrte. Und wenn eine Partei
    > mit 4,5% unter den Tisch fällt, dann nicht deshalb, weil sie 4,5% der
    > Wähler vertritt, sondern weil sie 95,5% der Wähler nicht vertritt.

    ICH habe doch kein Problem damit. Sondern die USA-Basher a la "das Wahlsystem ist da ja so rückständig". Bei uns ist es im Grunde nicht anders und das ist ok so. Die 48% sind die "winner takes it all" und die Stimmen der Einzelteile der Förderation, sind nicht gleichgewichtig. Wie gesagt wer die USA in Sachen Wahlen als rückständig bezeichnet, der kann das nicht aus einer Position heraus tun das wir vermeintlich weiter entwickelt sind. Und diejenigen sollten sich mal ganz genau die Förderation in den USA anschauen und mit der EU vergleichen. Wo die USA seit langer Zeit sind wollen wir (u.U.) überhaupt erst mal hin. Verglichen dazu sind wir auf europäischer Ebene die Rückständigen in Sachen Wahlrecht, Demokratie, weitreichender Einzelautonomie & (trotzdem) Identifikation als Gesamteinheit. Vergleiche mit der Bundesrepublik sind eigentlich unzulässig und erübrigen sich. 16 Bundesländer sind was anderes als 50 Bundesstaaten. Aber selbst auf Bundesebene gibt es all die Wahlelemente die den USA vorgehalten werden.

  4. Re: Es ist einzig das hirnrissige ....

    Autor: medium_quelle 08.12.16 - 22:26

    Bei uns _nimmt_ sich der Gewinner aber auch nur alles, weil die Abgeordneten komischerweise nicht nach ihrem persönlichen Empfinden abstimmen, sondern sich dem "Fraktionszwang" unterwerfen. Das torpediert und unterwandert die Demokratie, so wie sie für Deutschland gedacht war, enorm. "Früher" hat man keine Koalitionen mit rund 50% geschlossen, weil man Angst vor Abweichlern hatte. Heute bekommst du gleich auf die Finger. So verarscht ein Abgeordneter mit Direktmandat seine Wählerschaft. Von Kandidaten, die über die Liste ins Parlament berufen sind, kann ich es noch verstehen, aber alles andere macht mich wütend.

    Beispiel Kauder:
    Die Abgeordneten, "die mit Nein gestimmt haben, können nicht in Ausschüssen bleiben, in denen es darauf ankommt, die Mehrheit zu behalten: etwa im Haushalts- oder Europaausschuss". Die Fraktion entsende die Kollegen in Ausschüsse, "damit sie dort die Position der Fraktion vertreten".
    Quelle:
    http://www.n-tv.de/politik/Kauder-fordert-Korpsgeist-von-Union-article15684206.html

    Da ist mir das amerikanische Prinzip zehnfach lieber. Das ist meiner Meinung nach ehrlicher.

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