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Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

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  1. Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: divStar 26.10.20 - 20:24

    Ich frage mich immer noch: wozu? Solange solch mittelalterlichen Regeln, die in Zusatzkosten münden, immer noch existieren, ist eine Geschwindigkeit jenseits 100/40 eh unnötig (außer in Ausnahmefällen).

  2. Re: Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: AllDayPiano 26.10.20 - 22:33

    Naja das Problem ist halt, dass die Anschlusspreise eine Mischkalkulation sind. Datentransfere kostet Geld. Und zwar jede Menge. Alleine schon die Basiskosten (Strom, Hardware, Instandhaltung) sind unbändig teuer. Dazu kommt, dass die Provider an die Knoten Geld nach Volumen abdrücken müssen (je nach genutzter Bandbreite).

    Wenn jetzt also Kunden durch einen drastisch gestiegenen Datentransfere die Kosten nach oben treiben, dann schmälert das nunmal den Gewinn. Irgendwann kommt ein Unternehmen einfach in einen Bereich, bei dem zu wenig hängen bleibt. Entweder erhöht man also die Preise, oder man führt eine Volumengrenze ein (was einer Preiserhöhung gleich kommt), die aber nicht so ungerecht auf Wenignutzer verteilt wird.

    Im Prinzip hast Du aber m.M.n. schon recht. Obergrenzen sind dann in Ordnung, wenn sie von Anfang an klar kommuniziert werden. 1 TB Transfere, danach für jede weitere 100 GB meinetwegen 5 Euro.

    Wir haben so 450 GB an Datennutzung pro Monat, und das, obwohl wir eigentlich PC kaum an haben, über Handy mal Youtube oder Surfen, und Waipu / Amazon Prime über FireTV am Abend für zwei drei Stunden.

    Wir sind also alles andere als Power User. Wenn man jetzt noch großzügig 500 GB drauf legt für Spiel / Windows ziehen, dann kommt man mit 1 TB eigentlich gut hin, obgleich da nicht allzuviel Spielraum für 24/7 Dauerfernsehen ist.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  3. Re: Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: fanreisender 27.10.20 - 07:02

    Nun ja, mittelalterlich?
    Mischkalkulation (und natürlich ist eine Flatrate eine solche) ist immer eine willkürliche Entscheidung, die die eizelnen Nutzer logicherweise verschieden sehen.

    Der Wenignutzer finden sie ungerecht, weil er damit die Vielnutzer subventioniert. Umgekehrt profitieren die Vielnutzer von dem hier irgendwo zitierten 80jährigen Opa, der nur gelegentlich telefoniert und drei emails die Woche liest.

    So lange alle zufrieden sind, stimmt die Welt. Irgendwelche Grundgesetze stecken aber nicht dahinter.

    Einen übergreifenden Nutzen gibt es: die Abrechnungskosten sind kleiner.

  4. Re: Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: Oktavian 27.10.20 - 07:40

    > Ich frage mich immer noch: wozu? Solange solch mittelalterlichen Regeln,
    > die in Zusatzkosten münden,

    Dir wäre es lieber, wenn die große Masse, deren Datenverbrauch überschaubar ist, das Hobby einzelner weniger, die rausziehen was die Leitung hergibt, querfinanzieren?

    > immer noch existieren, ist eine Geschwindigkeit
    > jenseits 100/40 eh unnötig (außer in Ausnahmefällen).

    Ich sehe den zwingenden Zusammenhang zwischen Bandbreite und Volumen nicht. An mehr Bandbreite finde ich vor allem angenehm, dass diese Wartezeiten kürzer werden. Ich sauge nicht nennenswert mehr, seit ich die doppelte Geschwindigkeit habe. Ich konsumiere ja nicht automatisch mehr. Ich sauge nur schneller.

  5. Re: Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: dragnod0 27.10.20 - 08:55

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich frage mich immer noch: wozu? Solange solch mittelalterlichen Regeln,
    > > die in Zusatzkosten münden,
    >
    > Dir wäre es lieber, wenn die große Masse, deren Datenverbrauch überschaubar
    > ist, das Hobby einzelner weniger, die rausziehen was die Leitung hergibt,
    > querfinanzieren?
    So funktioniert das mit den Flatrates nunmal. Es gab mal eine Zeit da hat die Telekom für DSL Anschlüsse beuides angeboten. Also Volumentarife und Flatrates. Die Volumentarife waren aber meist zu teuer. So wie heute die mobilen Datentarife.
    Wenn die Volumentarife aber entsprechende Volumengrößen zu vernünftigen Preisen bieten würde ich es auch fairer finden diese wieder einzuführen.
    50GB für 20¤ wären aber blödsinn! Dann kann man sich auch für 20¤ Mehr eine Flatrate buchen.


    > > immer noch existieren, ist eine Geschwindigkeit
    > > jenseits 100/40 eh unnötig (außer in Ausnahmefällen).
    >
    > Ich sehe den zwingenden Zusammenhang zwischen Bandbreite und Volumen nicht.
    > An mehr Bandbreite finde ich vor allem angenehm, dass diese Wartezeiten
    > kürzer werden. Ich sauge nicht nennenswert mehr, seit ich die doppelte
    > Geschwindigkeit habe. Ich konsumiere ja nicht automatisch mehr. Ich sauge
    > nur schneller.
    Es geht nicht nur darum wie viel sondern auch was du Konsumirst. Es ist schon ein Unterschied ob du z.B. Videos in 1080p oder 4K ansiehst.
    Für die Seitenladezeit macht es kaum einen unterschied ob du jetzt einen 50k, 100k, 250k oder 1M Anschluss hast. Da spielen auch noch einige andere Faktoren eine Rolle.

    Im Grunde geht es auch nicht darum wie viel Datenvolumen ein Kunde tatsächlich anhäuft sondern um den Theoretischen Wert den man mit einer entsprechenden Leitung erreichen könnte. Was macht es für einen Sinn eine 1Mbit Leitung zu haben wenn man damit nur 1TB an Volumen hat.

    Ich würde mich auch nicht unbedingt als Poweruser bezeichnen. Allerdings gucke ich relativ viele Videos auf Youtube und den Streaming Diensten. Spiele/System Updates und ab und zu mal eine Linux Image zum testen kommt noch dazu. Da bist du schnell mal bei 1TB Volumen.

    Eine Begrenzung des Datenvolumens finde ich in ordnung wenn die Grenze so gesetzt wurd das man heute alltägliche Dinge tun kann ohne immer auf einen Volumenzähler achten zu müssen.

    Die Alternative ist das man entsprechende Anbieter aus der Volumenberechnung raus nimmt. Das würde dann aber andere Probleme verursachen.

  6. Re: Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: FreiGeistler 27.10.20 - 13:28

    dragnod0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für die Seitenladezeit macht es kaum einen unterschied ob du jetzt einen
    > 50k, 100k, 250k oder 1M Anschluss hast. Da spielen auch noch einige andere
    > Faktoren eine Rolle.

    Für "normale" Seiten wie Golem sind die 6MB/s zuhause versus die 100+MB/s im Geschäft durchaus bemerkbar.

  7. Re: Aber dann 5G und Glasfaser-Standleitung

    Autor: Oktavian 27.10.20 - 14:48

    > Für die Seitenladezeit macht es kaum einen unterschied ob du jetzt einen
    > 50k, 100k, 250k oder 1M Anschluss hast. Da spielen auch noch einige andere
    > Faktoren eine Rolle.

    Aber sicher, das macht einen ganz gewaltigen Unterschied. Ja, es ist nicht der alleinige Faktor, aber die Startseite von Golem übertragt gerade bei ausgeschaltetem Adblocker 9 MB. Schon alleine diese Datenmenge braucht einiges an Zeit. Man merkt einen ganz deutlichen Unterschied, ob man das per LTE zieht, per VDSL 100 oder per DSL-Light.

    Ich habe die kürzeren Wartezeiten schon beim Upgrade von DSL 50 auf 100 gut gemerkt. Nicht so stark wie beim Upgrade von 3 auf 50, aber es war deutlich.


    Übrigens, witziger Effekt, mit Adblocker läd golem bei mir 4 Sekunden. Ohne sind es 15 Sekunden, bis die Seite mit einer animierten Werbung für Disney im Hintergrund geladen ist. Dann läd die Seite aber munter weiter, alle 15 Sekunden werden wieder Daten übertragen...

    > Im Grunde geht es auch nicht darum wie viel Datenvolumen ein Kunde
    > tatsächlich anhäuft sondern um den Theoretischen Wert den man mit einer
    > entsprechenden Leitung erreichen könnte. Was macht es für einen Sinn eine
    > 1Mbit Leitung zu haben wenn man damit nur 1TB an Volumen hat.

    Weniger Wartezeit als bei der Hälfte der Datenrate. Ganz einfach.

    > Ich würde mich auch nicht unbedingt als Poweruser bezeichnen. Allerdings
    > gucke ich relativ viele Videos auf Youtube und den Streaming Diensten.
    > Spiele/System Updates und ab und zu mal eine Linux Image zum testen kommt
    > noch dazu. Da bist du schnell mal bei 1TB Volumen.

    Also meine vierköpfige Familie kommt da auf 500 bis 800GB. Aber ist ja auch okay, hier im Artikel wurde eine Grenze von 1,2TB genannt.

    > Eine Begrenzung des Datenvolumens finde ich in ordnung wenn die Grenze so
    > gesetzt wurd das man heute alltägliche Dinge tun kann ohne immer auf einen
    > Volumenzähler achten zu müssen.

    Also die Grenze ist dann okay, wenn das eigene Verhalten davon nicht betroffen ist. Das ist doch eigentlich meist so. Nicht nicht sehr hilfreich. Jeder hält sein eigenes Verhalten für völlig normal.

    Jeder legt die sinnvolle Grenze für die Geschwindigkeit auf der Autobahn etwas höher als die Geschwindigkeit, die er selbst fährt.

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