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Guter Artikel

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  1. Guter Artikel

    Autor: 486dx4-160 10.08.20 - 13:22

    Das schönste und beste Programm taugt nichts wenn es schlecht zu bedienen ist.
    Hier in der Arbeit konnte bei einer großen Webanwendung nur durch die Umgestaltung der Oberfläche der Schulungsbedarf auf praktisch 0 und die Fehlerquote um 90% gesenkt werden.

    Was ich vermisst habe sind die moralischen Implikationen: Was, wenn der Auftraggeber nicht verlangt, es dem Anwender so leicht wie möglich zu machen, sondern dieser zu einem Verhalten getrickst werden soll das er eigentlich genau nicht will, die UX also gegen den User gerichtet wird. Wie gehen die UX-Designer damit um? Alkoholismus? Gleichgültigkeit? Gibt's Firmen die so viel Rückgrat haben und entsprechende Aufträge ablehnen?

    Einfaches Beispiel: Diese Cookie-Auswahldialoge bei denen nach manueller Abwahl aller Cookies der große grüne Knopf mehrdeutig "Akzeptiere Auswahl aller Cookies" heißt und eben wieder alle Cookies zulässt. Nur der kleine Link mit dem verschwurbelten hellgraue Text auf grauem Grund, ganz unten, akzeptiert den Wunsch des Users. Ähnlich, nur psychologisch aufwändiger, wird gerne auch bei Warenkörben oder "Free-To-Play"-Spielen verfahren.

  2. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 14:02

    Solange man nicht für ein staatliches oder allgemeinnütziges Produkt arbeitet, wird man immer den kapitalistischen Faktor im Spiel haben. Dein Beispiel kann als UX-"Darkpattern" durchgehen. Das ist natürlich bad practice!

    Das moralische Dilemma für jeden UXler ist es, einen Kompromiss zwischen einer gute UX und der Wirtschaftlichkeit des Produktes zu finden . Und jeder noch so hartgesottene UXler wird früher oder später anerkennen müssen, dass auch er/sie von jemanden bezahlt werden muss. Daher ist die Rolle als UXler eben nicht nur das reine "Pixelschubbsen" sondern vielmehr die Kommunikative Schnittstelle zw. Nutzern und Stakeholdern zu sein. Etwas ablehnen wird wohl kaum jemand, eher aufzeigen, welche Konsequenzen es haben könnte wird wohl der richtige Weg sein.

    In deinem Beispiel mit den Cookies (aka Consent-Layer), handelt es sich wirklich um etwas existenzielles für die Webbranche. Ich persönlich finde den Schutz der Daten überaus wichtig. D.h. aber leider nicht, dass dies auch für Tante Erna gilt, die mal flott bei Rewe was auf der Webseite nachschauen will. Die liest sich nämlich nichts durch und klickt "das einfach weg", weil es nervt. Es würde schlichtweg keine Rolle spielen (statistisch gesehen!), was da vorausgewählt ist oder nicht (für diese Nutzer), sehr wohl aber für den Webseitenbetreiber. Der muss ab jetzt im Blindflug seine Seite optimieren oder verwalten und zudem kann er weniger Einnahmen mehr über Werbung machen. Ja ich weiß, das mit der Werbung ist eh kritisch, aber gleichzeitig wollen die Nutzer eben auch nichts lohnenswertes dafür zahlen - das ist aber ein anderes Thema.

    Es ist also nicht so einfach wie es den Anschein hat, schließlich möchte man als Nutzer die Angebote ja auch nutzen und Anbieter möchten diese auch weiterhin anbieten können.

  3. Re: Guter Artikel

    Autor: Lefteous 10.08.20 - 14:18

    Aus meiner Sicht ist das Honeycomb Modell von Peter Morville bzw. seine Erläuterung da der richtige Kompass für jeden UX Designer:
    "Useful. As practitioners, we can’t be content to paint within the lines drawn by managers. We must have the courage and creativity to ask whether our products and systems are useful, and to apply our knowledge of craft + medium to define innovative solutions that are more useful."
    http://semanticstudios.com/user_experience_design/

    Was die Rolle des UX Designers und die konkurrierenden Ziele in einer Organisation angeht: Da bin ich ganz bei Cooper. Alles andere ist ein fauler Kompromiss und hat mit UX nichts zu tun. Wenn ich als Organisation nicht davon überzeugt bin/wurde, dass UX sich am Ende auch rechnet, dann kann man es gleich lassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 14:28 durch Lefteous.

  4. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 14:48

    Das kommt eben auf den UX-Reifegrad des Unternehmens an. Man kann das nicht verallgemeinern. Ein junges Startup z. B., hätte gar keine Ressourcen für UXler und hat...ich sag mal..existenzielle Probleme. Natürlich kann eine gute UX hier auch ein Alleinstellungsmerkmal sein, wie z. B. N26 aufzeigte (oder Discord, oder Slack, etc.), aber die waren auch lange nicht gewinnbringend (keine Ahnung, ob sie es jetzt schon sind..) sondern investierten quasi in Reichweite. Das funktioniert in den USA ganz gut, hier in DE ist das ganz schwer.

    Man kann als UXler schon das Ziel haben, die UX zu optimieren und gleichzeitig Unternehmensziele zu erreichen. Aber eben nur mit Kompromissen. Aber falls du ein paar gute Ideen hast, wie man z. B. eine werbefreie Seite gestaltet und trotzdem von nicht zahlungsbereiten Nutzern profitieren kann, hau raus ;-) Paywalls und Paid content rentiert sich btw. ja nun auch kaum - frag Golem.de mal :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 14:49 durch JulesCain.

  5. Re: Guter Artikel

    Autor: 486dx4-160 10.08.20 - 14:49

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange man nicht für ein staatliches oder allgemeinnütziges Produkt
    > arbeitet, wird man immer den kapitalistischen Faktor im Spiel haben. Dein
    > Beispiel kann als UX-"Darkpattern" durchgehen. Das ist natürlich bad
    > practice!
    >
    > Das moralische Dilemma für jeden UXler ist es, einen Kompromiss zwischen
    > einer gute UX und der Wirtschaftlichkeit des Produktes zu finden . Und
    > jeder noch so hartgesottene UXler wird früher oder später anerkennen
    > müssen, dass auch er/sie von jemanden bezahlt werden muss. Daher ist die
    > Rolle als UXler eben nicht nur das reine "Pixelschubbsen" sondern vielmehr
    > die Kommunikative Schnittstelle zw. Nutzern und Stakeholdern zu sein. Etwas
    > ablehnen wird wohl kaum jemand, eher aufzeigen, welche Konsequenzen es
    > haben könnte wird wohl der richtige Weg sein.
    >
    > In deinem Beispiel mit den Cookies (aka Consent-Layer), handelt es sich
    > wirklich um etwas existenzielles für die Webbranche. Ich persönlich finde
    > den Schutz der Daten überaus wichtig. D.h. aber leider nicht, dass dies
    > auch für Tante Erna gilt, die mal flott bei Rewe was auf der Webseite
    > nachschauen will. Die liest sich nämlich nichts durch und klickt "das
    > einfach weg", weil es nervt. Es würde schlichtweg keine Rolle spielen
    > (statistisch gesehen!), was da vorausgewählt ist oder nicht (für diese
    > Nutzer), sehr wohl aber für den Webseitenbetreiber. Der muss ab jetzt im
    > Blindflug seine Seite optimieren oder verwalten und zudem kann er weniger
    > Einnahmen mehr über Werbung machen. Ja ich weiß, das mit der Werbung ist eh
    > kritisch, aber gleichzeitig wollen die Nutzer eben auch nichts
    > lohnenswertes dafür zahlen - das ist aber ein anderes Thema.

    Gerade wegen den "Tante Ernas" bin ich sehr froh, dass seit kurzem der Default auf "kein Tracking" stehen muss. Das Letzte mit dem Tante Erna beim Besuch der Rewe-Webseite rechnet ist, dass sie getrackt wird. Wird sie beim Besuch das Supermarkts ja auch nicht.
    Rewe kann ja Payback-Punkte gutschreiben wenn jemand zur Optimierung der Webseite beitragen will. Beim Newsletter-Abonnieren gibt's ja auch oft eine kleine Anerkennung.

    > Es ist also nicht so einfach wie es den Anschein hat, schließlich möchte
    > man als Nutzer die Angebote ja auch nutzen und Anbieter möchten diese auch
    > weiterhin anbieten können.

    Das sollte halt transparent kommuniziert werden. So wie es z.B. derstandard.at oder zeit.de machen finde ich das gut: Zahl mit Daten oder mit Geld.
    Hinterrücks Tante Erna in was hinzutricksen ist unanständig und schmierig. Hat was von Maschmeyer.

  6. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 15:01

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade wegen den "Tante Ernas" bin ich sehr froh, dass seit kurzem der
    > Default auf "kein Tracking" stehen muss. Das Letzte mit dem Tante Erna beim
    > Besuch der Rewe-Webseite rechnet ist, dass sie getrackt wird. Wird sie beim
    > Besuch das Supermarkts ja auch nicht.
    > Rewe kann ja Payback-Punkte gutschreiben wenn jemand zur Optimierung der
    > Webseite beitragen will. Beim Newsletter-Abonnieren gibt's ja auch oft eine
    > kleine Anerkennung.
    >
    Korrekt. Aber damit haben die Datenschützer leider nicht viel mehr erreicht als vorher, denn das generell Bewusstsein von Tante Erna über was mit ihren Daten so passiert, ist nicht gestiegen. Ganz im Gegenteil. Der "nervige" Layer wird so schnell es geht weggeklickt. Eine Tante Erna beschäftigt sich eben auch nicht weiter mit dem Thema, egal was auf der Webseite dazu an Funktionen angeboten wird. Die Informationsbeschaffung steht eben im Vordergrund, so schnell und so "un-nervig" es geht. Unterm Strich hat sich für Tante Erna also nichts geändert, außer der nervige Layer. Für das Unternehmen aber weiterhin relativ fatal.

    > > Es ist also nicht so einfach wie es den Anschein hat, schließlich möchte
    > > man als Nutzer die Angebote ja auch nutzen und Anbieter möchten diese
    > auch
    > > weiterhin anbieten können.
    >
    > Das sollte halt transparent kommuniziert werden. So wie es z.B.
    > derstandard.at oder zeit.de machen finde ich das gut: Zahl mit Daten oder
    > mit Geld.
    > Hinterrücks Tante Erna in was hinzutricksen ist unanständig und schmierig.
    > Hat was von Maschmeyer.

    Ich verstehe den Frust. Aber auch von den Unternehmen. Daher bleibe ich dabei, dass der Consent-Layer für alle Seiten kein gutes Konzept ist.

  7. Re: Guter Artikel

    Autor: 486dx4-160 10.08.20 - 15:05

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann als UXler schon das Ziel haben, die UX zu optimieren und
    > gleichzeitig Unternehmensziele zu erreichen. Aber eben nur mit
    > Kompromissen. Aber falls du ein paar gute Ideen hast, wie man z. B. eine
    > werbefreie Seite gestaltet und trotzdem von nicht zahlungsbereiten Nutzern
    > profitieren kann, hau raus ;-) Paywalls und Paid content rentiert sich btw.
    > ja nun auch kaum - frag Golem.de mal :-)

    Ist schwierig. Golem konkurriert mit Heise. Heise hat noch Zeitschriftenabonnenten, die Geld bringen. Golem nicht.

    Heise versteckt relativ willkürlich Artikel hinter der Heise+-Playwall. Klar dass bei 08/15-Artikeln keiner was zahlen will.
    Für leicht umgeschriebene Pressemeldungen wird kein Mensch was zahlen wollen. Die findet man überall, die Unternehmen wollen ja das die überall auftauchen.
    Man muss halt "unique Content" anbieten - den's nicht woanders gratis gibt. DPA-Meldungen fallen nicht darunter.

    Solange die Medienhäuser ihren Kram werbe- und überwachungsfinanziert ("gratis") ins Netz stellen werden die nie Online-Abonnements verkaufen. Adblocker und gut. Das Gratis-Reinstellen ist der gerufene Geist, den sie nicht mehr los werden.
    Meines Erachtens verfolgen die Medienhäuser die falsche Strategie: Sie sollten für strenge Datenschutzgesetze kämpfen. Wenn die Werbe- und Usertrackingfinanzierung fällt, dann werden sie keine guten Artikel mehr "gratis" veröffentlichen _können_. Auch nicht bei Facebook. Man wird Abonnieren und zahlen müssen um die zu lesen.

    Wer bisher nur DPA-Meldungen mit Werbung und Tracking garniert ist dann natürlich raus.

  8. Re: Guter Artikel

    Autor: gaciju 10.08.20 - 15:08

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Korrekt. Aber damit haben die Datenschützer leider nicht viel mehr erreicht
    > als vorher, denn das generell Bewusstsein von Tante Erna über was mit ihren
    > Daten so passiert, ist nicht gestiegen. Ganz im Gegenteil. Der "nervige"
    > Layer wird so schnell es geht weggeklickt. Eine Tante Erna beschäftigt sich
    > eben auch nicht weiter mit dem Thema, egal was auf der Webseite dazu an
    > Funktionen angeboten wird. Die Informationsbeschaffung steht eben im
    > Vordergrund, so schnell und so "un-nervig" es geht. Unterm Strich hat sich
    > für Tante Erna also nichts geändert, außer der nervige Layer. Für das
    > Unternehmen aber weiterhin relativ fatal.

    Bis auf den klitzekleinen Umstand halt, dass sie nicht mehr bis zum geht nicht mehr getrackt wird. Ohne dass sie dazu ihre Zustimmung gegeben haette oder auch nur ahnen koennte, welche Implikationen das bringt.


    Bewusstsein waere natuerlich richtig und wichtig. Aber im Laufe der Jahre musste ich auch einsehen, dass sich nicht jeder um alles kuemmern oder von allem Ahnung haben kann. Deshalb haben wir uns auf ein paar Kompromisse geeinigt, die das Zusammenleben besser machen sollen.


    > Daher bleibe ich
    > dabei, dass der Consent-Layer für alle Seiten kein gutes Konzept ist.

    Da sind wir uebrigens einer Meinung. Aber wohl aus unterschiedlichen Gruenden.

  9. Re: Guter Artikel

    Autor: gaciju 10.08.20 - 15:17

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange man nicht für ein staatliches oder allgemeinnütziges Produkt
    > arbeitet, wird man immer den kapitalistischen Faktor im Spiel haben. Dein
    > Beispiel kann als UX-"Darkpattern" durchgehen. Das ist natürlich bad
    > practice!

    "Kapitalismus" heisst nicht dass man staendig unmoralische Methoden anwenden muss. Du kannst auch mal einfach nur deinem Kunden gegenueber verpflichtet sein und dein Geschaeft auf dessen Bezahlung stuetzen, anstatt von irgendwelchen anderen fragwuerdigen stake- und shareholdern. Das steht mit Kapitalismus in keinerlei Widerspruch.


    > Das moralische Dilemma für jeden UXler ist es, einen Kompromiss zwischen
    > einer gute UX und der Wirtschaftlichkeit des Produktes zu finden . Und
    > jeder noch so hartgesottene UXler wird früher oder später anerkennen
    > müssen, dass auch er/sie von jemanden bezahlt werden muss.

    Die meisten werden sich diese Fragen einfach gar nicht erst stellen, ansonsten kaeme man wohl eher nicht auf die Idee, dass das jetzt ein toller Job ist die Menschen zu manipulieren.

    Tracking und der ganze Muell macht die "Produkte" nicht erst wirtschaftlich. Das ist ein absurder Irrglaube. Wenige Unternehmen sind ueberhaupt in der Lage, die Daten auszuwerten, noch weniger wissen ueberhaupt was damit anzufangen und die Zahl derer, denen es einen echten Wert bringt sind verschwindend gering.

    Fuer unzaehlige Webseitenbetreiber, die einfach ohne mal darueber nachzudenken Daten sammeln oder an Dritte ausliefern waere ist alles voellig unnoetig und waere absolut vermeidbar.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 15:19 durch gaciju.

  10. Re: Guter Artikel

    Autor: 486dx4-160 10.08.20 - 15:20

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Noch was: Du schreibst, dass der Webseitenbetreiber ohne Tracking "im Blindflug seine Seite optimieren oder verwalten" müsse.

    Um eine Webseite zu optimieren ist es völlig egal was der einzelne Nutzer macht. Die Gesamtheit macht's aus. Und was so die treibt kriegst du auch ohne Tracking und Cookies ganz gut raus.

    Wir kommen aber vom Thema ab. Eigentlich hatte ich aber gehofft, dass vielleicht ein UX-Designer ein bisschen aus dem Berufsalltag plaudern könnte. Dark Patterns können da gewiss eine Rolle spielen, aber hoffentlich nur eine kleine.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 15:22 durch 486dx4-160.

  11. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 15:28

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wir kommen aber vom Thema ab. Eigentlich hatte ich aber gehofft, dass
    > vielleicht ein UX-Designer ein bisschen aus dem Berufsalltag plaudern
    > könnte. Dark Patterns können da gewiss eine Rolle spielen, aber hoffentlich
    > nur eine kleine.

    Das hat er hiermit getan ;-)

  12. Re: Guter Artikel

    Autor: violator 10.08.20 - 16:09

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis auf den klitzekleinen Umstand halt, dass sie nicht mehr bis zum geht
    > nicht mehr getrackt wird.

    Es sei denn Oma Erna klickt immer auf den großen auffälligen Button, der alles an Tracking erlaubt. Und nicht auf den unauffälligen Button in der Ecke.

  13. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 16:11

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JulesCain schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Korrekt. Aber damit haben die Datenschützer leider nicht viel mehr
    > erreicht
    > > als vorher, denn das generell Bewusstsein von Tante Erna über was mit
    > ihren
    > > Daten so passiert, ist nicht gestiegen. Ganz im Gegenteil. Der "nervige"
    > > Layer wird so schnell es geht weggeklickt. Eine Tante Erna beschäftigt
    > sich
    > > eben auch nicht weiter mit dem Thema, egal was auf der Webseite dazu an
    > > Funktionen angeboten wird. Die Informationsbeschaffung steht eben im
    > > Vordergrund, so schnell und so "un-nervig" es geht. Unterm Strich hat
    > sich
    > > für Tante Erna also nichts geändert, außer der nervige Layer. Für das
    > > Unternehmen aber weiterhin relativ fatal.
    >
    > Bis auf den klitzekleinen Umstand halt, dass sie nicht mehr bis zum geht
    > nicht mehr getrackt wird. Ohne dass sie dazu ihre Zustimmung gegeben haette
    > oder auch nur ahnen koennte, welche Implikationen das bringt.

    Richtig, aber Tante Erna hat es vorher auch schon nicht interessiert und interessiert es mit der Umstellung der Default-Werte auch weiterhin nicht. Und jeder kann und hätte sich informieren können. Ich sehe deinen Punkt. Aber für einen Großteil der Nutzer hat es einfach keinen Effekt. Und genau das ist doch entgegen jeglicher nutzerzentrierten Arbeits-/Denkweise. Sozusagen eine schlechte UX für eben einen Großteil der Nutzer im Netz.
    >
    >
    > Bewusstsein waere natuerlich richtig und wichtig. Aber im Laufe der Jahre
    > musste ich auch einsehen, dass sich nicht jeder um alles kuemmern oder von
    > allem Ahnung haben kann. Deshalb haben wir uns auf ein paar Kompromisse
    > geeinigt, die das Zusammenleben besser machen sollen.

    Hm..finde ich eine schwierige Einstellung. Natürlich ist es nicht gut, ungefragt Daten zu verarbeiten, aber nachzufragen "ist es okay für dich?" macht es eben auch nicht besser, wenn man sich mit dem Thema 0 auskennt. Ich bin persönlich kein Fan von dem Motto "Wir wissen, was gut für dich ist". Ich finde Aufklärungsarbeit wichtig, analog wie zu Clickbaiting (was eben auch einfach funktioniert und nicht nur aus psychologischen Aspekten...).

  14. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 16:23

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JulesCain schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Solange man nicht für ein staatliches oder allgemeinnütziges Produkt
    > > arbeitet, wird man immer den kapitalistischen Faktor im Spiel haben.
    > Dein
    > > Beispiel kann als UX-"Darkpattern" durchgehen. Das ist natürlich bad
    > > practice!
    >
    > "Kapitalismus" heisst nicht dass man staendig unmoralische Methoden
    > anwenden muss. Du kannst auch mal einfach nur deinem Kunden gegenueber
    > verpflichtet sein und dein Geschaeft auf dessen Bezahlung stuetzen, anstatt
    > von irgendwelchen anderen fragwuerdigen stake- und shareholdern. Das steht
    > mit Kapitalismus in keinerlei Widerspruch.

    Was unmoralisch ist und was nicht, ist oftmals ein schmaler Grad. Im Falle des Consent-Layer wird es als unmoralisch angesehen, im Falle von "Jetzt kaufen" würde sich kaum ein Nutzer über eine Einfärbung beschweren, oder? Offensichtlich klicken sich farbige Buttons besser aber genau so offensichtlich lesen sich Nutzer die Beschriftungen nicht durch und/oder befassen sich mit dem Text der alles erklärt.

    Ja, das wäre sehr schön wenn es solche Verträge gäbe. Tut es aber nicht. Als UXler hast du klare Ziele. Sowas wie "Erhöhe die Klickrate von x auf y", manchmal auch einen ganzen Rebrush/Design einer Seite, dann kann man sowas natürlich mitdenken. Es gibt aber kaum Faktoren an denen man eine gute UX mit Zahlen belegen kann, was wiederum dazu führt, dass das höhere Management nichts damit anfangen kann. Am Ende wird trotzdem jemand auf Zahlen schauen (wollen) und wenn die nicht stimmen, wirds halts schwierig. Also wie ich bereits sagte, es ist hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Aber vom Start weg, gibt es kaum ein Unternehmen was ein kompromissloses Verständnis dafür zeigt.
    >
    >
    > > Das moralische Dilemma für jeden UXler ist es, einen Kompromiss zwischen
    > > einer gute UX und der Wirtschaftlichkeit des Produktes zu finden . Und
    > > jeder noch so hartgesottene UXler wird früher oder später anerkennen
    > > müssen, dass auch er/sie von jemanden bezahlt werden muss.
    >
    > Die meisten werden sich diese Fragen einfach gar nicht erst stellen,
    > ansonsten kaeme man wohl eher nicht auf die Idee, dass das jetzt ein toller
    > Job ist die Menschen zu manipulieren.
    >
    > Tracking und der ganze Muell macht die "Produkte" nicht erst
    > wirtschaftlich. Das ist ein absurder Irrglaube. Wenige Unternehmen sind
    > ueberhaupt in der Lage, die Daten auszuwerten, noch weniger wissen
    > ueberhaupt was damit anzufangen und die Zahl derer, denen es einen echten
    > Wert bringt sind verschwindend gering.
    >
    > Fuer unzaehlige Webseitenbetreiber, die einfach ohne mal darueber
    > nachzudenken Daten sammeln oder an Dritte ausliefern waere ist alles
    > voellig unnoetig und waere absolut vermeidbar.

    Für das Tracking stimmt das. Das ist im übrigen auch ohne Zustimmung möglich (und wird auch gemacht) aber etwas eingeschränkter. Der Großteil der Cookies zielt auf Werbung ab und nichtmal hier sind die Webseiten direkt in "Haftung" zu nehmen, sondern die Marken zahlen einfach weniger (oder gar nicht) für nicht ge-targete Werbeplatzierungen.
    Das ist nur grob dargestellt von mir. Das Thema ist ziemlich komplex und würde den Rahmen hier sprengen. Ich denke aber, die Idee hast du verstanden.

  15. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 16:33

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JulesCain schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann als UXler schon das Ziel haben, die UX zu optimieren und
    > > gleichzeitig Unternehmensziele zu erreichen. Aber eben nur mit
    > > Kompromissen. Aber falls du ein paar gute Ideen hast, wie man z. B. eine
    > > werbefreie Seite gestaltet und trotzdem von nicht zahlungsbereiten
    > Nutzern
    > > profitieren kann, hau raus ;-) Paywalls und Paid content rentiert sich
    > btw.
    > > ja nun auch kaum - frag Golem.de mal :-)
    >
    > Ist schwierig. Golem konkurriert mit Heise. Heise hat noch
    > Zeitschriftenabonnenten, die Geld bringen. Golem nicht.
    >
    > Heise versteckt relativ willkürlich Artikel hinter der Heise+-Playwall.
    > Klar dass bei 08/15-Artikeln keiner was zahlen will.
    > Für leicht umgeschriebene Pressemeldungen wird kein Mensch was zahlen
    > wollen. Die findet man überall, die Unternehmen wollen ja das die überall
    > auftauchen.
    > Man muss halt "unique Content" anbieten - den's nicht woanders gratis gibt.
    > DPA-Meldungen fallen nicht darunter.
    >
    > Solange die Medienhäuser ihren Kram werbe- und überwachungsfinanziert
    > ("gratis") ins Netz stellen werden die nie Online-Abonnements verkaufen.
    > Adblocker und gut. Das Gratis-Reinstellen ist der gerufene Geist, den sie
    > nicht mehr los werden.
    > Meines Erachtens verfolgen die Medienhäuser die falsche Strategie: Sie
    > sollten für strenge Datenschutzgesetze kämpfen. Wenn die Werbe- und
    > Usertrackingfinanzierung fällt, dann werden sie keine guten Artikel mehr
    > "gratis" veröffentlichen _können_. Auch nicht bei Facebook. Man wird
    > Abonnieren und zahlen müssen um die zu lesen.
    >
    > Wer bisher nur DPA-Meldungen mit Werbung und Tracking garniert ist dann
    > natürlich raus.

    Finde ich beides gute und sinnvolle Ansätze. Uniquer content muss aber auch konsumiert werden (also das Interesse muss da sein) und dann ist man ganz schnell in er sehr sehr kleinen Nische, den sogenannten "Special interest" Portalen.
    Die Werbebranche muss umdenken, keine Frage. Tut sie zum Teil ja auch schon, daher findest du ja nicht nur mehr Werbeanzeigen sondern auch Gutscheinaktionen oder Ref-Shares in Artikeln.
    Gänzlich darauf zu verzichten wird aber schwer. Vermutlich muss die jetzige Generation an Medienhäusern und Werbetreibende dazu erstmal aussterben ;-)

  16. Re: Guter Artikel

    Autor: Lefteous 10.08.20 - 16:54

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kommt eben auf den UX-Reifegrad des Unternehmens an. Man kann das nicht
    > verallgemeinern. Ein junges Startup z. B., hätte gar keine Ressourcen für
    > UXler und hat...ich sag mal..existenzielle Probleme.
    Wie schon Don Norman sagte: "Technology First, Needs Last". Wenn es nicht so wäre und man auf Basis von aus User Research gewonnen Nutzeranforderungen ein Unternehmen aufbauen könnte, würde ich nur allzu gern widersprechen. Benutzerzentrierte Innovation ist aber nach wie vor eher ein Mauerblümchen. Wenn aber der Zeitpunkt gekommen ist, dann sollte man es richtig und konsequent machen.
    UXler kennen bildungsbedingt die psychologischen Taschenspielertricks, die beim Thema Monetarisierung angewendet werden. Ich würde fast so weit gehen und mir vom Gesetzgeber wünschen, dass er hier vieles verbietet, denn es ist in vielen Fällen einfach Körperverletzung.

  17. Re: Guter Artikel

    Autor: gaciju 10.08.20 - 17:13

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es sei denn Oma Erna klickt immer auf den großen auffälligen Button, der
    > alles an Tracking erlaubt. Und nicht auf den unauffälligen Button in der
    > Ecke.

    Die Bemerkung ist hinfaellig. In den vorangegangenen Beitraegen war die Rede von der vorselektierten datenschutzfreundlichen Auswahl.

  18. Re: Guter Artikel

    Autor: gaciju 10.08.20 - 17:22

    JulesCain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Richtig, aber Tante Erna hat es vorher auch schon nicht interessiert und
    > interessiert es mit der Umstellung der Default-Werte auch weiterhin nicht.
    > Und jeder kann und hätte sich informieren können. Ich sehe deinen Punkt.
    > Aber für einen Großteil der Nutzer hat es einfach keinen Effekt. Und genau
    > das ist doch entgegen jeglicher nutzerzentrierten Arbeits-/Denkweise.

    Schaffen wir doch die Pressefreiheit ab. Der Grossteil der Nutzer interessiert sich nicht dafuer. Sind alles keine Journalisten, also ist ihnen das eh egal ob sie jetzt irgendwo Fragen stellen und ihre Arbeit publizieren duerfen oder nicht.
    Ach, das hat auch mittelbare Auswirkungen auf die Leser? Ja, aber das gilt fuer den Datenschutz eben auch.

    Daher ist es doch voelliger Humbug, so zu argumentieren.

    > Sozusagen eine schlechte UX für eben einen Großteil der Nutzer im Netz.

    Ich finde das uebrigens gar nicht so schlecht. Schlechter Datenschutz hat Auswirkungen auf die UX, ist doch ok. Dann sollen sich die UX Leute halt mal mit den Verantwortlichen auseinandersetzen, ob man den einwilligungspflichtigen Kram denn wirklich braucht. Aber auf die Idee kommen die "loesungsorientierten" fleissigen Mitarbeiter wahrscheinlich gar nicht.

    > Hm..finde ich eine schwierige Einstellung. Natürlich ist es nicht gut,
    > ungefragt Daten zu verarbeiten, aber nachzufragen "ist es okay für dich?"
    > macht es eben auch nicht besser, wenn man sich mit dem Thema 0 auskennt.

    Das sehen nicht nur du und ich so, sondern uebrigens auch die Verfasser des geltenden Datenschutzrechts. Deshalb ist auch die "informierte Einwilligung" ganz klar vorgeschrieben. Wenn ich als Anbieter davon ausgehen muss, dass keine informierte Einwilligung stattfinden kann, dann kann ich mich eben nicht darauf berufen, fertig. Dann suche ich mir eine andere Rechtsgrundlage oder lasse es bleiben.
    Im Grunde sind viele der Einwilligungsbanner rechtswidrig. Geltendes Recht wird nur noch nicht umgesetzt.

    > Ich bin persönlich kein Fan von dem Motto "Wir wissen, was gut für dich ist".

    Ich uebrigens auch nicht. Das aendert aber nichts daran, dass andere es halt doch oft besser wissen. Sei es die Feministin, der Arzt, der Buergerrechtler, der Ernaehrungswissenschaftler oder der Datenschuetzer.

    > Ich finde Aufklärungsarbeit wichtig

    Wie gesagt: da sind wir einer Meinung.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 17:29 durch gaciju.

  19. Re: Guter Artikel

    Autor: violator 10.08.20 - 18:41

    Mir ist nur keine Website bekannt, die irgendwas schon voreinstellt. Nahezu alle stellen eine Frage und platzieren daneben zwei Buttons. Ein auffälliger Button und einer, der möglichst klein und hellgrau auf weiß ist, damit ihn Oma Erna gar nicht erst sieht.

  20. Re: Guter Artikel

    Autor: JulesCain 10.08.20 - 19:33

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JulesCain schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Richtig, aber Tante Erna hat es vorher auch schon nicht interessiert und
    > > interessiert es mit der Umstellung der Default-Werte auch weiterhin
    > nicht.
    > > Und jeder kann und hätte sich informieren können. Ich sehe deinen Punkt.
    > > Aber für einen Großteil der Nutzer hat es einfach keinen Effekt. Und
    > genau
    > > das ist doch entgegen jeglicher nutzerzentrierten Arbeits-/Denkweise.
    >
    > Schaffen wir doch die Pressefreiheit ab. Der Grossteil der Nutzer
    > interessiert sich nicht dafuer. Sind alles keine Journalisten, also ist
    > ihnen das eh egal ob sie jetzt irgendwo Fragen stellen und ihre Arbeit
    > publizieren duerfen oder nicht.
    > Ach, das hat auch mittelbare Auswirkungen auf die Leser? Ja, aber das gilt
    > fuer den Datenschutz eben auch.
    >
    > Daher ist es doch voelliger Humbug, so zu argumentieren.
    Einem Manager erklären zu wollen, wieso UX langfristig einen Mehrwert hat, ist eine genau so große Challenge, wie einem Nutzer erklären zu wollen, warum es langfristig cool ist sich mit einem nervigen Pop-up beschäftigen zu müssen. Da rede ich aus Erfahrung ;-) Es geht nicht um die moralische Vorstellung, der ich absolut einer Meinung bin, es geht um eine konkrete Situation (Use case) in der der Consent-Layer (egal in welcher Voreinstellung) für einen Großteil der Nutzer als nervig empfunden wird. Man kann den Unternehmen trotzdem nicht verübeln, diese Klickstrecke zu "optimieren". Die Werbung ist oftmals nunmal die (einzige) Einnahmequelle. Ein Webshop würde auch nicht auf die Idee kommen, den "Jetzt kaufen"-Button hinter 20 Dropdowns zu verstecken, nur weil massenhafter Konsum schädlich für den Geldbeutel ist ;-)
    Gäbe es risikolose Alternativen, glaub mir, dann würden es alle auch anders machen (wollen).

    >
    > > Sozusagen eine schlechte UX für eben einen Großteil der Nutzer im Netz.
    >
    > Ich finde das uebrigens gar nicht so schlecht. Schlechter Datenschutz hat
    > Auswirkungen auf die UX, ist doch ok. Dann sollen sich die UX Leute halt
    > mal mit den Verantwortlichen auseinandersetzen, ob man den
    > einwilligungspflichtigen Kram denn wirklich braucht. Aber auf die Idee
    > kommen die "loesungsorientierten" fleissigen Mitarbeiter wahrscheinlich gar
    > nicht.
    Du vergisst dabei, dass ein Großteil der Nutzer auch weiterhin einfach nur genervt davon ist... ich wüsste nicht, in welchem Interesse das sein soll.
    Und nimm dir doch mal die Zeit und schau dir die Dienste an, welche man da zustimmt/nicht zustimmt.
    Du wirst früher oder später vermutlich erkennen, dass es um Werbung geht (neben ein paar Tracking Dinger oder A/B-Tests). Du kannst dich dann gerne mal mit den Kollegen von Sales unterhalten, welche Alternativen es zu "Werbung auf der Webseite" gibt. Da wird die Luft dann recht schnell, recht dünn.
    >
    > > Hm..finde ich eine schwierige Einstellung. Natürlich ist es nicht gut,
    > > ungefragt Daten zu verarbeiten, aber nachzufragen "ist es okay für
    > dich?"
    > > macht es eben auch nicht besser, wenn man sich mit dem Thema 0 auskennt.
    >
    > Das sehen nicht nur du und ich so, sondern uebrigens auch die Verfasser des
    > geltenden Datenschutzrechts. Deshalb ist auch die "informierte
    > Einwilligung" ganz klar vorgeschrieben. Wenn ich als Anbieter davon
    > ausgehen muss, dass keine informierte Einwilligung stattfinden kann, dann
    > kann ich mich eben nicht darauf berufen, fertig. Dann suche ich mir eine
    > andere Rechtsgrundlage oder lasse es bleiben.
    > Im Grunde sind viele der Einwilligungsbanner rechtswidrig. Geltendes Recht
    > wird nur noch nicht umgesetzt.
    >
    Hast du ein Beispiel, wo die Banner rechtswidrig eingesetzt werden? Die mir bekannten informieren recht eindeutig mit teils SEHR langen Texten...welche sich niemand durchliest..und dann einfach auch "Ich habe verstanden" klickt. Also nochmal... ein Großteil der Nutzer interessiert es nicht.

    Nach meiner Erfahrung ist es übrigens am besten, nicht stur auf den Tisch zu hauen, wenn es mal mit dem Management schlecht läuft. Manche Themen müssen lange, aber ergiebig "einmassiert" werden ;-) Ach und hin und wieder die "I told you so"-Karte ausspielen, hat auch noch nie geschadet :D



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 19:36 durch JulesCain.

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