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  5. › VATM: Abzug von 50 Milliarden…

Da heulen wieder die selben wie immer

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  1. Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Sharra 20.02.24 - 21:38

    Weil ihnen konservative Investoren jetzt keinen Geld in die Sitzfleischöffnung pusten wollen.
    Vielleicht liegt es aber auch gar nicht an der Telekom? Vielleicht liegt es eher daran, dass die VATM Mitglieder gemeinschaftlich eigentlich nur ein einem gut sind: Nichts gebacken zu bekommen.

  2. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: ITcamS 20.02.24 - 22:21

    Nörgeln war schon immer sehr leicht, das lenckt von den eigenen schwächen ab. Ich persönlich bin froh über einen netzbetreiner, der mal wieder flächendeckent was auf die reihe bekommt, wie z.B. die Telekom faser in meinem keller, da bisher die 50.000 nur ein unerfüllter wunschtraum waren, egal wer ISP gespielt hatte.

  3. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Gfan 20.02.24 - 22:39

    Naja, hat schon teilweise Recht. Irgendwelche Dörfer die kein Internet haben bekommen es auch nicht von der Telekom ausgebaut.
    Sie setzten sich zusammen, planen wie sie es machen können, legen selbst Hand an oder finden einen kleineren lokalen Anbieter der es macht.
    Dann wollen sie gerade beginnen oder teilweise kurz nachdem sie fertig sind kommt die Telekom und verlegt selbst Leitungen.

  4. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Dr.Hasenbein007 21.02.24 - 08:30

    Doch es liegt an der Telekom!
    Und diese Überbaupraktiken der Telekom habe ich selbst die letzten Jahre sowohl im Neubaugebiet Weilerswist, als auch in meiner alten Gemeinde eindrucksvoll erleben können.

    In Weilerswist Süd wurde selbst 2014/15 durch die Telekom noch Kupfer verlegt um dann max 16 MBit anbieten zu können. Da hatte die Gemeinde schon darauf gedrängt Glasfaser zu legen was abgelehnt wurde.
    Die Gemeinde hat dann mit NetCologne einen Ausbauvertrag gemacht, diese haben dann zuerst (leider) nur den Knotenpunkt mit Glasf. angeschlossen und mit Vectoring verteilt. Dann gabs über NetCologne 100mbit. Telekomkunden weiterhin nur 16.

    Dann hat die Telekom angefangen Glasf. "auszubauen". ABER keine Infos darüber, da nur einzelne ihrer Kunden angebunden wurden, d.h. die Telekom hat punktuell die Wege aufgerissen und einzelne Häuser angeschlossen. Auf Nachfrage hieß es, dass nicht genug Fördermittel zur Verfügung stünden um alle anzuschließen, so dass nur die hand voll eigener Kunden angeschlossen wurden. Der Nachbar 3m weiter, der Interesse hat, oder die anderen x, die wurden nichtmal gefragt.

    2022/23 hat NetCologne (mit der Gemeinde ja vereinbart), den flächigen Glasf. Ausbau angekündigt. Kurz darauf standen überall Schilder und Werbeanhänger von der Telekom für Glasf. ins Haus! Allerdings ohne nähere Infos wann und wer angebunden werden könnte.

    NetCologne hat den Auftrag von der Gemeinde auszubauen, Telekom mischt sich ungefragt ein und fängt an Werbung zu machen, schickt penetrante Vermarkter an die Haustüren um den Anwohnern Verträge unter zu jubeln um doch nicht zu NetCologne zu gehen.
    Auch bei mir war einer von der Telekom und hat versucht mir Glasfaser der Telekom zu verkaufen, mit dem Versprechen schneller zu sein als NetCologne. Ich müsste nur gleich an der Haustüre unterschreiben.

    Gleiches Vorgehen habe ich auch in meiner alten Gemeinde erlebt. Da hatte NetCologne auch angekündigt, Telekom fäng daraufhin an punktuell zu bauen, aber nach Jahren punktueller Baustellen und Versprechungen ist am Ende nur Stillstand und keiner ist angeschlossen! Telekom will einfach nur verhindern und sich ihr Monopol sichern! Und das auf Kosten der Kunden!

  5. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Bonarewitz 21.02.24 - 08:54

    Gfan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, hat schon teilweise Recht. Irgendwelche Dörfer die kein Internet
    > haben bekommen es auch nicht von der Telekom ausgebaut.
    1. Du meinst "bekommen es von keinem Anbieter ausgebaut". Das ist doch *DIE* Chance für VATM-Mitglieder selbst Hand anzulegen, statt zu quengeln.
    2. Die Telekom baut massiv auf dem Land aus. Sogar ohne Nachfragebündelung. Aber überall gleichzeitig geht schlicht nicht.
    3Mio. Anschlüsse im Jahr bekommst du auch nur in der Stadt gar nicht hin.

    > Sie setzten sich zusammen, planen wie sie es machen können, legen selbst
    > Hand an oder finden einen kleineren lokalen Anbieter der es macht.
    Sehr gut.
    Einfach machen.

    > Dann wollen sie gerade beginnen oder teilweise kurz nachdem sie fertig sind
    > kommt die Telekom und verlegt selbst Leitungen.
    Kein Open Access zu realistischen Preisen?
    Sicher, dass im Hintergrund durch die Telekom nicht schon Planungen existent waren? Glasfaserausbau plant man nicht mal eben.
    Und warum bucht das Dorf letztendlich bei der Telekom, wenn der lokale Anbieter auch ausgebaut hat?

  6. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: spezi 21.02.24 - 10:43

    Dr.Hasenbein007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auf
    > Nachfrage hieß es, dass nicht genug Fördermittel zur Verfügung stünden um
    > alle anzuschließen, so dass nur die hand voll eigener Kunden angeschlossen
    > wurden. Der Nachbar 3m weiter, der Interesse hat, oder die anderen x, die
    > wurden nichtmal gefragt.

    So funktioniert Förderung nicht. Weder die Telekom noch ein anderer Anbieter kann entscheiden wo sie mit Förderung ausbauen wollen, können also auch nicht gezielt "eine Handvoll eigener Kunden" ausbauen.

    Geförderter Ausbau geht entweder von der Kommune oder vom Landkreis aus. Diese schreiben eine konkrete Liste von Adressen aus die gefördert ausgebaut werden sollen. Vorher muss der Landkreis/die Kommune prüfen ob diese Adressen förderfähig sind, also insbesondere nach jeweils aktueller Definition unterversorgt sind. Der Anbieter der die Ausschreibung gewinnt muss dann genau diese Adressen ausschreiben. Dass Anbieter dabei nicht nebenbei noch andere Adressen rechts und links anschließen dürfen scheint ein generelles Problem bei diesen Förderprojekten zu sein.

    In Weilerswist gab es offensichtlich einen geförderten Ausbau im Zusammenhang mit einer Ausschreibung des Landkreises Euskirchen. Was der Landkreis dabei ausgeschrieben hat kannst Du hier sehen:
    https://gigabitgrundbuch.bund.de/GIGA/DE/Breitbandatlas/Vollbild/start.html

    Dann links oben auf "Öffentliche Förderung" klicken und z.B. nach "Weilerswist" suchen.

    Die grün markierten Adresspunkte sind die, die der Landkreis damals ausgeschrieben hat. Wenn Du auf eine der grünen Flächen klickst siehst Du auch im Überblick was der Landkreis damals ausgeschrieben hat.

  7. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Sharra 21.02.24 - 21:04

    Richtig. Allerdings würden die Dörfer das selbst genagelte auch nirgends aufgeschaltet bekommen.
    Ein lokales Netz macht noch keinen Zugang.

    Dann kommt die Telekom und baut aus, und auf wundersame Weise haben die Einwohner das, was sie eigentlich haben wollten: Netzzugang.

    Und wo waren da die ganzen vielen VATM Mitglieder die rumheulen? Richtig; von denen war weder beim geplanten Eigenausbau, noch beim tatsächlichen Ausbau jemals auch nur ein Vertreter zu sehen. Die scheißen einfach komplett drauf.

    Manchmal hat man das Gefühl bei Breko oder VATM hocken NUR hauptberufliche Heulsusen, aber in den Firmen dahinter arbeitet sonst keiner.

  8. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Dr.Hasenbein007 22.02.24 - 07:53

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gigabitgrundbuch.bund.de
    >
    > Dann links oben auf "Öffentliche Förderung" klicken und z.B. nach
    > "Weilerswist" suchen.
    >
    > Die grün markierten Adresspunkte sind die, die der Landkreis damals
    > ausgeschrieben hat. Wenn Du auf eine der grünen Flächen klickst siehst Du
    > auch im Überblick was der Landkreis damals ausgeschrieben hat.
    >
    > [...] können also
    > auch nicht gezielt "eine Handvoll eigener Kunden" ausbauen.

    Danke für den Link! Die Seite kannte ich noch nicht, aber da sieht man unter historischen Daten genau das was ich meinte. Die damals von der Telekom nur punktuell "ausgebauten" Häuser sind scheinbar gefördert, so wie ein Telekomiker am Fon auch sagte. ABER soviel zu "eine Handvoll eigener Kunden" geht nicht, das sieht man da sehr deutlich! Von > 2000 Wohneinheiten sind 28 ! angeschlossen. Und man sieht auch genau den einen Nachbarn der als Einziger in der Mitte der Straße angeschlossen wurde, alle anderen nicht! Leider kann ich ja keinen Screenshot einfügen, dann könnte ich auch das Infoschreiben der Telekom vom Nachbarn anfügen.

    >
    > Geförderter Ausbau geht entweder von der Kommune oder vom Landkreis aus.
    > Diese schreiben eine konkrete Liste von Adressen aus die gefördert
    > ausgebaut werden sollen. Vorher muss der Landkreis/die Kommune prüfen ob
    > diese Adressen förderfähig sind, also insbesondere nach jeweils aktueller
    > Definition unterversorgt sind. Der Anbieter der die Ausschreibung gewinnt
    > muss dann genau diese Adressen ausschreiben. Dass Anbieter dabei nicht
    > nebenbei noch andere Adressen rechts und links anschließen dürfen scheint
    > ein generelles Problem bei diesen Förderprojekten zu sein.

    Das mag ja alles auch so sein, aber Telekom macht trotzdem ihr eigenes Spiel daraus zu Lasten der Kunden. Es kann doch auch nicht wirtschaftlich sein, wenn man km Straßen aufreißt und nur 1 Haus anschließt, weil genau dieses von der Gemeinde gefördert wird?! Die anderen x Häuser auf der Strecke die angeschlossen werden wollen, aber leer ausgehen da sie eben kein Kunde der Telekom sind, das kann definitiv nicht im Sinne der Gemeinde sein. Zumal es auch immer wieder Berichte dazu gibt, dass wie in WW die Gemeinde Verträge mit anderen Anbietern macht und eben nicht mit der Telekom und die trotzdem irgendwas ungefragt anfängt zu wurschteln.

    Jetzt baut zum Glück NetCologne Glasfaser und das richtig.. und zum Glück haben genug Anwohner die Schnautze voll von der Telekom und sind nicht noch auf die Drückerkolonnen vorher reingefallen.

    Und nein, ich bin kein Mitarbeiter von NetCologne oder von diesem VATM Gedöns, nur ein sehr genervter Kunde, der seit 2016 auf Glasfaser wartet, damit die Glasfaserleerrohre die damals bereits gelegt wurden auch mal genutzt werden. Ich verstehe auch einfach nicht wie man als Telekom in ein Neubaugebiet immernoch Kupfer legen kann und nicht direkt flächig Glas!? Hätten diese Pfeifen das direkt gemacht, wären sicherlich viele zur Telekom gewechselt, auch wenn die Verträge nur teuer sind, aber ich kenne in der Nachbarschaft sehr viele die es bezahlt hätten da die meisten im HomeOffice arbeiten .. und auch einfach das Geld dafür..

  9. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: spezi 22.02.24 - 10:10

    Dr.Hasenbein007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die damals von der
    > Telekom nur punktuell "ausgebauten" Häuser sind scheinbar gefördert, so wie
    > ein Telekomiker am Fon auch sagte. ABER soviel zu "eine Handvoll eigener
    > Kunden" geht nicht, das sieht man da sehr deutlich!

    Du hast die Kernaussage meiner vorherigen Antwort nicht verstanden. Ich habe nicht bezweifelt dass die Telekom nur eine Handvoll Adressen in dem Wohngebiet ausgebaut hat.

    Mein Punkt war: Es sind Adressen die der Landkreis konkret ausgewählt hat, bevor er den Ausbau ausgeschrieben hat, und bevor damit überhaupt klar war wer den Ausbau durchführen wird.

    Der Landkreis hat am Anfang eine Markterkundung durchgeführt um zu sehen welche Adressen im Landkreis überhaupt förderfähig sind, also ausgeschrieben werden dürfen. Bedingungen:

    1. IST-Versorgung im Download unter einer Schwelle (damals sicher <30 Mbit/s)
    2. Kein Anbieter verspricht eigenwirtschaftlichen Ausbau (zumindest auf >30 Mbit/s) innerhalb der nächsten drei Jahre

    Der FTTC-Ausbau von Netcologne ist erstmal der Grund dass der große Teil der Adressen im Wohngebiet nicht förderfähig war (>30 Mbit/s). Die Datengrundlage damals besagte, dass an ein paar Adressen nur weniger als 30 Mbit/s verfügbar waren.

    Vielleicht war das falsch, dann hätte das Netcologne während der Markterkundung melden sollen. Dann wären die Adressen nicht mehr förderfähig gewesen.

    Vielleicht war das richtig. Möglicherweise ist das ja der Grund warum - wie du so sehr betonst - an genau diesen Adressen Telekom-Kunden wohnten. Aufgrund irgendwelcher Besonderheiten bei Leitungslängen haben diese Haushalte dann nicht so sehr vom FTTC-Ausbau von Netcologne profitiert. Dann ist es erstmal richtig dass genau diese Adressen förderfähig blieben.

    Netcologne hätte auch im Rahmen der Markterkundung einen Ausbau für die Adressen ankündigen können, z.B. im Rahmen eines FTTH-Ausbaus für den ganzen Ortsteil. Nur ist die Markterkundung sicherlich schon etliche Jahre her, sicher bevor Netcologne überhaupt konkret geplant hatte dass sie da FTTH ausbauen wollen.

    Und so sind diese Adressen förderfähig geblieben, und der Landkreis hat entschieden sie auszuschreiben. Was er nicht hätte machen müssen.


    > Das mag ja alles auch so sein, aber Telekom macht trotzdem ihr eigenes
    > Spiel daraus zu Lasten der Kunden. Es kann doch auch nicht wirtschaftlich
    > sein, wenn man km Straßen aufreißt und nur 1 Haus anschließt, weil genau
    > dieses von der Gemeinde gefördert wird?!

    Genau so läuft geförderter Ausbau nun mal. Die Anbieter die eine Ausschreibung gewonnen haben bauen dann im Rahmen des Förderprojektes exakt die Adressen aus, die vom Auftraggeber (Landkreis oder Kommune) ausgeschrieben wurden.

    Und ich habe im Laufe der Jahre zahlreiche Meldungen gelesen dass dabei immer wieder scheinbar willkürlich Einzeladressen ausgebaut wurden, während Nachbarn leer ausgegangen sind. Weil eben die Markterkundung so ausgegangen ist. Und es wurde immer wieder betont dass einfach noch andere Haushalte mit anzuschließen nicht möglich ist. Das war auch unabhängig vom Anbieter, Telekom oder sonst wer. Das sind bzw waren die Regeln für geförderten Ausbau. Mittlerweile scheint es im Rahmen des Bundesförderprogramms Regeln für eine "Miterschließung" von Haushalten zu geben, an denen man sowieso Glasfaser vorbei legt. Das ist aber relativ neu.

    Und nein, ideal ist das nicht, auch nicht für die ausbauenden Anbieter. Für die ist es vermutlich zumindest wirtschaftlich, weil sie beim Erstellen des Angebotes für die Ausschreibung mit einkalkuliert haben wie verstreut die einzelnen Haushalte liegen, die sie erschließen müssen. Aber trotzdem ist das auch für die Anbieter relativ viel Aufwand für ein paar Haushalte, den man sich auch sparen könnte wenn z.B. der Landkreis Euskirchen das Ausbaugebiet anders zugeschnitten hätte.

    > Strecke die angeschlossen werden wollen, aber leer ausgehen da sie eben
    > kein Kunde der Telekom sind, das kann definitiv nicht im Sinne der Gemeinde
    > sein.

    Nun, da hätte die Gemeinde sich an den Landkreis wenden müssen. Aber die einzige Option damals wäre gewesen, die Handvoll Adressen in Deinem Wohngebiet eben nicht auszuschreiben. Das wäre gesamtwirtschaftlich sicherlich sinnvoller gewesen, da dann vermutlich auch die Angebote der Anbieter günstiger ausgefallen wären.

    >Ich verstehe auch einfach nicht wie man als Telekom in ein
    > Neubaugebiet immernoch Kupfer legen kann und nicht direkt flächig Glas!?

    Ja, in Neubaugebieten FTTH zu verlegen ging bei der Telekom erst so ab 2015 los. Hätte sie meiner Meinung auch früher machen sollen.

    Allerdings: man kann natürlich immer in einem Neubaugebiet Glas statt Kupfer verlegen, wenn man sowieso schon neue Leitungen verlegt. Aber es ist nur dann wirtschaftlich wenn man ein Glasfasernetz in der Nähe hat, das man als Backbone nutzen kann. Wenn man erst aufwendig Glasfaser an das Neubaugebiet heranführen muss, dann lohnt sich das nicht. FTTH in Neubaugebieten zu verlegen ist für Anbieter also in der Regel dann sinnvoll, wenn sie ein FTTC oder FTTB/H-Netz in der Nähe betreiben und deswegen sowieso schon Glasfaser in der Gegend haben. Auch eine Deutsche Glasfaser wird nicht willkürlich Neubaugebiete mit FTTH erschließen, sondern nur dort wo sie Glasfasernetze betreibt.

  10. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Dr.Hasenbein007 22.02.24 - 14:26

    spezi schrieb:

    >
    > Mein Punkt war: Es sind Adressen die der Landkreis konkret ausgewählt hat,
    > bevor er den Ausbau ausgeschrieben hat, und bevor damit überhaupt klar war
    > wer den Ausbau durchführen wird.
    >
    > Der Landkreis hat am Anfang eine Markterkundung durchgeführt um zu sehen
    > welche Adressen im Landkreis überhaupt förderfähig sind, also
    > ausgeschrieben werden dürfen. Bedingungen:
    >
    > 1. IST-Versorgung im Download unter einer Schwelle (damals sicher <30
    > Mbit/s)
    > 2. Kein Anbieter verspricht eigenwirtschaftlichen Ausbau (zumindest auf >30
    > Mbit/s) innerhalb der nächsten drei Jahre
    >
    > Der FTTC-Ausbau von Netcologne ist erstmal der Grund dass der große Teil
    > der Adressen im Wohngebiet nicht förderfähig war (>30 Mbit/s). Die
    > Datengrundlage damals besagte, dass an ein paar Adressen nur weniger als 30
    > Mbit/s verfügbar waren.

    Ok, ja unter dem Aspekt kann man der Telekom keinen Vorwurf machen. Dass eine Amt auswählt und Vorgaben macht kann leider auch nur im Chaos enden, da gibt es ja auch unzählige Beispiele für sinnfreies Handeln.
    Mich würde es da auch nicht wundern, wenn tatsächlich zwischen Gemeinde und Landkreis keinerlei Kommunikation stattgefunden hat und demnach Telekom und NetCologne unbeabsichtigt die Leidtragenden sind. Da fehlt es natürlich auch an öffentlicher Kommunikation die leider aber von Behörden auch nicht kommen wird.

    Soweit ich sicher weiß, 2015 bzw. 2016 gab es entweder über Telekom 16mbit oder über NetC 25mbit. Demnach hätten aber alle Adressen förderfähig sein müssen.
    NetC. hat in Abstimmung mit der Gemeinde allerdings dann den Ausbau mit Glas bis zum Verteiler gemacht, um dann alle über Vectoring mit bis zu 100mbit zu versorgen. Da ich in der letzten Ecke des Wohngebiets wohne und mit 100mbit versorgt wurde, gehe ich schwer davon aus, dass theoretisch auch die Telekomkunden das hätten bekommen können. Die die zu NetC. wechseln konnten haben es dann auch 100mbit bekommen, nur die die bei der Telekom bleiben mussten waren weiterhin mit 16mbit unterversorgt. Das aber nicht wegen fehlender Kapazitäten oder der Leitungslänge. Ich gehe schwer davon aus, dass die Telekom einfach kein Geld an NetC zahlen wollte und ihr eigenes Netz ausbauen will.

    Dass dann möglicherweise die Pfeifen in der Behörde die 28 Einzeladressen dann als "förderfähig" rausgesucht haben.. oder wie auch immer das Gemauschel im Hintergrund zu stande gekommen ist, ist letztlich auch egal. Am Ende ist es für die Kunden und wahrscheinlich auch die beteiligten Unternehmen eine Zumutung wie es in diesem Land mit dem Ausbau aussieht.


    > Netcologne hätte auch im Rahmen der Markterkundung einen Ausbau für die
    > Adressen ankündigen können, z.B. im Rahmen eines FTTH-Ausbaus für den
    > ganzen Ortsteil. Nur ist die Markterkundung sicherlich schon etliche Jahre
    > her, sicher bevor Netcologne überhaupt konkret geplant hatte dass sie da
    > FTTH ausbauen wollen.

    Die genauen Hintergründe kenne ich natürlich nicht und kann mich auch nur auf Berichte und Infos durch Telefonate mit den Beteiligten berufen, aber soweit meiner Kenntniss gab es bereits längere Zeit Ankündigungen und das Vorhaben von Gemeinde & NetC über den gesamten Ausbau des Ortes mit FTTH. Warum es letztlich dann so lange gedauert hat entzieht sich meiner Kenntniss.


    > Und ich habe im Laufe der Jahre zahlreiche Meldungen gelesen dass dabei
    > immer wieder scheinbar willkürlich Einzeladressen ausgebaut wurden, während
    > Nachbarn leer ausgegangen sind. Weil eben die Markterkundung so ausgegangen
    > ist. Und es wurde immer wieder betont dass einfach noch andere Haushalte
    > mit anzuschließen nicht möglich ist. Das war auch unabhängig vom Anbieter,
    > Telekom oder sonst wer. Das sind bzw waren die Regeln für geförderten
    > Ausbau. Mittlerweile scheint es im Rahmen des Bundesförderprogramms Regeln
    > für eine "Miterschließung" von Haushalten zu geben, an denen man sowieso
    > Glasfaser vorbei legt. Das ist aber relativ neu.
    >
    > Und nein, ideal ist das nicht, auch nicht für die ausbauenden Anbieter. Für
    > die ist es vermutlich zumindest wirtschaftlich, weil sie beim Erstellen des
    > Angebotes für die Ausschreibung mit einkalkuliert haben wie verstreut die
    > einzelnen Haushalte liegen, die sie erschließen müssen. Aber trotzdem ist
    > das auch für die Anbieter relativ viel Aufwand für ein paar Haushalte, den
    > man sich auch sparen könnte wenn z.B. der Landkreis Euskirchen das
    > Ausbaugebiet anders zugeschnitten hätte.

    Ja das ist oder war wirklich nicht ideal und auch nicht nachvollziehbar warum man nicht direkt eine sinnvolle Miterschließung in das Förderprogramm aufgenommen hat, aber das zeigt wieder die überragende Kompetenz der Behörden.

    >
    > >Ich verstehe auch einfach nicht wie man als Telekom in ein
    > > Neubaugebiet immernoch Kupfer legen kann und nicht direkt flächig Glas!?
    >
    > Ja, in Neubaugebieten FTTH zu verlegen ging bei der Telekom erst so ab 2015
    > los. Hätte sie meiner Meinung auch früher machen sollen.
    >
    > Allerdings: man kann natürlich immer in einem Neubaugebiet Glas statt
    > Kupfer verlegen, wenn man sowieso schon neue Leitungen verlegt. Aber es ist
    > nur dann wirtschaftlich wenn man ein Glasfasernetz in der Nähe hat, das man
    > als Backbone nutzen kann. Wenn man erst aufwendig Glasfaser an das
    > Neubaugebiet heranführen muss, dann lohnt sich das nicht. FTTH in
    > Neubaugebieten zu verlegen ist für Anbieter also in der Regel dann
    > sinnvoll, wenn sie ein FTTC oder FTTB/H-Netz in der Nähe betreiben und
    > deswegen sowieso schon Glasfaser in der Gegend haben. Auch eine Deutsche
    > Glasfaser wird nicht willkürlich Neubaugebiete mit FTTH erschließen,
    > sondern nur dort wo sie Glasfasernetze betreibt.

    Das ist nachvollziehbar. Aber dennoch frage ich mich warum es dann andere Anbieter schaffen zumindest Leerrohre zu legen? In diesem Fall vom Energieversorger Westnetz. Auf konkrete Nachfrage bei der Telekom damals wurde nur gesagt, dass man keine anderen Leitungen nutzen will und selber ausbaut. Klar Westnetz will sicher auch Geld für die Nutzung sehen, aber jetzt mit NetC klappt es doch auch? Da wo die Leerrohre liegen werden diese genutzt, als die Telekom die Einzeladressen mit FTTH angebunden hat wurden neue Leitungen ins Haus gelegt. Mag sein, dass das alles mit dem Ausschreibungsverfahren zusammenhängt, aber Sinn macht das alles nicht!

    Und wenn das so weiter geht braucht man sich auch nicht wundern, wenn Deutschland irgendwann das Schlusslicht und digitale Entwicklungslang wird bzw. eigentlich schon ist..

  11. Re: Da heulen wieder die selben wie immer

    Autor: Sharra 22.02.24 - 21:01

    Sorry, aber irgend jemand hat da Mist gebaut.
    Wenn es eine normale Förderung gab/gibt, dann gilt diese für eine Region und nicht für eine bestimmte Anzahl an Anschlüssen.
    Ob es eine Förderung gab weiss dein Rathaus. Solche Daten sind öffentlich.

    Hier hat deine Gemeinde einen kapitalen Bock geschossen, NICHT die Telekom.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.24 21:03 durch Sharra.

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