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Sogut ist der neue Anschluss leider nicht immer
Autor: Golressy 24.09.19 - 05:29
Privat war für mich VoIP eine absolute Verbesserung.
"Ich reinitialisiere mal kurz Ihre Leitung" - Der Mitarbeiter am Telefon (Telekom) vergass total das ich am Festnetz mit ihm telefonierte. - Bei ISDN wäre das Gespräch weg gewesen. Doch die VoIP-Technik (Sipgate nebenbei) wartete 30 Sekunden lang auf die neuen Paket und das Gespräch ging weiter.
Doch in der Firma mit der Superteuren neuen Telefonanleitung sieht es leider anders aus. Hier werden Gespräche manchmal einfach unterbrochen. Unser Dienstleister für die Technik findet auch keine Ursache. Entweder ist dieser mit der Technik absolut überfordert und unfähig oder die Telekom hat hier ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht. -
Re: Sogut ist der neue Anschluss leider nicht immer
Autor: President Skroob 24.09.19 - 08:23
Bei so einem Problem mal das Application Layer Gateway auf der Firewall deaktivieren.
Die ALGs werden zwar häufig zu unrecht beschuldigt, sollten bei Unterbrechungen aber definitiv als potentielle Ursache untersucht werden.
Zum Thema Qualität (und Kosten ...):
Wir hatten bei uns bis vor einiger Zeit einen Primärmultiplex Anschluss mit 30 Kanälen von der Telekom. Monatliche Gesamtkosten vierstellig; sehr viel Telefonie in alle Welt. Keinen einzigen Ausfall gehabt in 10 Jahren.
Telekom Vertrieb wollte uns hierfür als Ersatz ernsthaft eine VDSL-Leitung mit einem Router anbieten. Kombinierten Verfügbarkeit waren, glaube ich, 98,5%. Nur mit eigener Leitung/Router-Technik kann der 1st/2nd Level Support solche Reset-Spielchen und Diagnostik durchführen.
Wenn man schon mehrere WAN-Zugänge von unterschiedlichen Providern im Einsatz hat, Firewall-Cluster etc., bleibt einem nur SIP-Trunk Pure, also Zugang ohne eigene Hardware.
Bei Störungen braucht es da knapp eine Stunde, bis der Support so weit eskaliert hat, bis man jemanden an der Leitung hat, der einen SIP-Trace machen kann.
Also entweder furchtbare Verfügbarkeit oder man muss erheblich mehr Zeit für Entstörungen in Kauf nehmen.
Preislich wäre Telekom VoIP für uns ebenfalls eine Katastrophe geworden: zwar deckt die (Zwangs)Flatrate für 18 Länder schon sehr vieles ab (viel Europa, USA, China), dafür wurde der Minutenpreis für Länder wie bsp. Süd(!)-Korea um Faktor 20 erhöht, im Vergleich zum alten PMX-Anschluss. 5 Cent -> 99 Cent. Das alles bei nahezu identischen Grundkosten im Monat.
Wir haben uns dann für ein Setup mit zwei anderen VoIP-Providern entschieden und bezahlen in Summe weniger als die Hälfte im Monat. -
Re: Sogut ist der neue Anschluss leider nicht immer
Autor: JustDanMan 24.09.19 - 12:58
President Skroob schrieb:
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> Bei Störungen braucht es da knapp eine Stunde, bis der Support so weit
> eskaliert hat, bis man jemanden an der Leitung hat, der einen SIP-Trace
> machen kann.
Ach Gott, wir haben hier einen Glasfaseranschluss von Vodafone gebucht. Aufgrund von verschiedener Kooperationsmodelle hat die Telekom die Leitung gelegt und Vodafone mietet diese an. Trotz 12 Stunden Express Entstörung waren wir 4 Tage ohne funktionierenden Anschluss. (Begründet wurde das mit Personalmangel etc., was mir als Kunde aber relativ egal ist.) Zum Glück hatten wir als Backup noch einen 25MBit/s DSL über den unser SIP-Trunk dann gelaufen ist. Das gelbe vom Ei war es aber auch nicht.
Also beschwer dich nicht wegen einer Stunde ;)



