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Ein Schritt nach dem Anderen

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  1. Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: M.P. 17.06.15 - 09:14

    Sollte man nicht erstmal IN jedes Dorf ein Glasfaserkabel legen?
    Mit den Verästelungen sollte man erst beginnen, wenn das Rückgrat steht...

    Man fängt ja auch den Hausbau mit dem Grundgerüst an, und Tapeziert nicht bereits im Erdgeschoss, wenn oben am Haus noch das Dach fehlt...

    Daß man drängelt, wenn im EIGENEN Ort schon eine leistungsfähige Anbindung der HVTs existiert, ist ja verständlich, aber wenn dann durch Umleitung von Mitteln andere Orte vorerst nicht einmal die leistungsfähige Anbindung ihres HVTs bekommen, während im Nachbarort FTTH gelegt wird, ist das auch nicht zielführend ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.15 09:24 durch M.P..

  2. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: Netzweltler 17.06.15 - 09:27

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte man nicht erstmal IN jedes Dorf ein Glasfaserkabel legen?
    > Mit den Verästelungen sollte man erst beginnen, wenn das Rückgrat steht...
    Nicht einmal das macht die Telekom freiwillig. Sie setzt da weiter auf den guten alten Klingeldraht.
    Nur wenn Konkurrenz auftaucht, bewegt sie sich mal. Und selbst das ist nicht sicher.

    Vectoring funktioniert auf dem Land nicht wegen der zu langen Kupferleitungen. Es ist vielmehr dazu gedacht, in den ohnehin überversorgten Ballungszentren den aufkommenden Glasfasern und Kabelanschlüssen anderer Anbieter Paroli zu bieten, ohne daß die Telekom zunächst selbst Glasfaser verlegen muß. Sie versucht im kurzfristigen Gewinnstreben mit möglichst geringen Kosten zum Ziel zu gelangen. Zum Schaden der Allgemeinheit.

  3. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: zu Gast 17.06.15 - 09:28

    Im Grunde geht es nur darum, das keiner bereit ist die Kosten zu schultern.
    Wenn man das Gezerre mal miterlebt, wenn eine Gemeinde immer nur fordert fordert fordert, aber kaum eigene Mittel in die Hand nehmen möchte und die andere Seite sagt, "wir wollen die kosten nicht alleine tragen", wird einem vieles klar.
    Wenn dann erstmal irgendwie eine Einigung zu Stande kommt, kommt ein andere Spielchen.
    Ja da können wir jetzt nicht aufmachen. In diesem Jahr geht es nicht weil.....
    Und da warten wir bis der Kanal mal saniert wird
    Und hier gibt es eine Initiative die möchte den Verteilerstandort nicht haben.
    Wenn dann die Gemeinde überhaupt noch angeschlossen werden muss geht's weiter.

    Am Ende müssen sich auch noch die Kunden anmelden und selbige nörgeln, weil die Anbieterauswahl eingeschränkt ist.

  4. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: Panzergerd 17.06.15 - 10:52

    Der erste Schritt ist doch bereits im Gange: die Umstellung auf VoIP. Erst wenn der letzte Analog- und ISDN-Anschluss im Dorf umgestellt wurde, kann man die Kupferkabel aus den Leerrohren ziehen und durch Glasfaser ersetzen.

  5. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: plutoniumsulfat 17.06.15 - 10:59

    Das muss aber nur bei jedem passieren, der auch für VoIP bereit ist. Das behindert ja niemand anderes.

  6. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: zu Gast 17.06.15 - 11:18

    Panzergerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > kann man die Kupferkabel aus den Leerrohren ziehen und durch Glasfaser ersetzen.

    An denen scheitert es ja. Oft liegen gar keine Rohre. Bei uns hier vor Ort, wurde von der Gemeinde faktisch erst im letzten Jahr diese Voraussetzung geschaffen. Und zwar im Zuge einer Kanal und Gassanierung. Eben nur weil Straße und Gehwege aufgemacht wurden. Ein paar Straßen weiter wird es noch 4, 5 Jahre dauern, dann wird bei denen erst der Kanal erneuert.
    Die Kabel liegen hier nämlich noch nicht in Rohren.

    Kurz noch erwähnen. Je nach Gemeindesatzung / Abwasserverband, trägt der Hauseigentümer auch die Kosten für eine Gehwegsanierung.
    Das heißt, wenn wir hier in der Straße gesagt hätten, wir hätten gerne. Dann hätten die Hauseigentümer die Gehwegarbeiten selber tragen müssen. Folglich wartet man bis die Gemeinde von sich aus die Notwendigkeit sieht die Laternen neu verkabeln zu müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.15 11:27 durch zu Gast.

  7. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: Mett 17.06.15 - 13:01

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht einmal das macht die Telekom freiwillig. Sie setzt da weiter auf den
    > guten alten Klingeldraht.
    > Nur wenn Konkurrenz auftaucht, bewegt sie sich mal. Und selbst das ist
    > nicht sicher.

    Tja, wir alle wollten Wettbewerb. So ist das eben.

    > Vectoring funktioniert auf dem Land nicht wegen der zu langen
    > Kupferleitungen. Es ist vielmehr dazu gedacht, in den ohnehin

    Warum sollte es dort nicht funktionieren? Ob der DSLAM nun in der Stadt oder auf dem Land näher an den Kunden rückt, ist ihm ziemlich egal.

    > zunächst selbst Glasfaser verlegen muß. Sie versucht im kurzfristigen
    > Gewinnstreben mit möglichst geringen Kosten zum Ziel zu gelangen. Zum
    > Schaden der Allgemeinheit.

    Achja, zum Schaden der Allgemeinheit. Die Allgemeinheit will vor allem Internet für 40 Euro im Monat ist aber nicht bereit, die Kosten zu tragen. Und warum ist nur die Telekom in der Pflicht, komplett neue Glasfaserteilnehmernetze zu bauen?

  8. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: plutoniumsulfat 17.06.15 - 13:21

    Weil sie bei Vectoring auch alle anderen Anbieter ausschließen wollen?

  9. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: M.P. 17.06.15 - 14:00

    Bitstream kann man doch trotzdem mieten?

    http://www.teltarif.de/vdsl-vectoring-beschluss-konsultationsentwurf-bundesnetzagentur/news/50614.html

    Man kann als alternativer Anbieter auch einem ganzes KVZ in Eigenregie Vektorisieren.

  10. Re: Ein Schritt nach dem Anderen

    Autor: Anonymer Nutzer 17.06.15 - 21:11

    Mein Baum im Garten wächst nicht synchron. Einige Äste haben mehr Zweige als andere. Was dein Hausvergleich soll, weiß ich nicht. Soll mein Nachbar mit dem Dach bei seinem Haus warten, weil ich erst bei meinem Haus beim Fundament bin?

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