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Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: watcher 07.04.11 - 15:52
Ich erbitte hier schlüssige, konstruktive und nachvollziehbare Gegenargumente, welche gegen den Einsatz von Dienste wie Streetview oder Streetside sprechen sollen.
Von Verschwörungsargumenten wie die des mutmaßlichen "Verfolgungswahns" oder fingierten Argumenten des hypothetischen Einbruches bitte ich hier abzusehen...
Danke. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: DrKrieger 07.04.11 - 15:58
watcher schrieb:
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> Ich erbitte hier schlüssige, konstruktive und nachvollziehbare
> Gegenargumente, welche gegen den Einsatz von Dienste wie Streetview oder
> Streetside sprechen sollen.
>
> Von Verschwörungsargumenten wie die des mutmaßlichen "Verfolgungswahns"
> oder fingierten Argumenten des hypothetischen Einbruches bitte ich hier
> abzusehen...
>
> Danke.
>
Deine Firma meldet Insolvenz an, du wirst arbeitslos.
Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen Fachkentnisse wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
Das Beispiel von mir ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Schon jetzt kontrollieren Chefs auf Facebook etc.
Sicher muss man sich nicht dort anmelden, aber wehr dich mal gegen Bing Streetside/Google StreetView.
Es gibt tausend andere Gründe, warum es anderen Leuten nicht gefällt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.11 15:59 durch DrKrieger. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: froschke 07.04.11 - 16:14
auch ohne streetview und co. weiß man, dass z.b. berlin neukölln nicht zu den besten wohngegenden gehört ...
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Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: watcher 07.04.11 - 16:18
DrKrieger schrieb:
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> Deine Firma meldet Insolvenz an, du wirst arbeitslos.
>
> Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
>
> Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen Fachkentnisse
> wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
Möchtest du wirklich bei einer Firma arbeiten, welche ihre Mitarbeiter dermaßen durchleuchtet? Ich ehrlich gesagt nicht. Zumal auch bereits heute schon Bewerber aufgrund subjektiver Eindrücke (selbst wenn sie die bessere Qualifikation besitzen sollten) einfach abgelehnt werden, da ein anderer sich vielleicht einfach besser verkaufen kann o. Ä. Ehrlich gesagt: Eine Firm, welche meine Qualifikation und meine Person nicht zu schätzen weiß verdient es nicht mich zu beschäftigen! Denn sie ist es nicht, welche mir eine Stelle anbietet sondern ich bin derjenige, welcher ihr eine Qualifikation bereitstellt.
> Das Beispiel von mir ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Schon jetzt
> kontrollieren Chefs auf Facebook etc.
Firmen, welche aufgrund solcher Auswahlkriterien ihr Personal (und ich spreche hier extra von Personal und nicht von Persönlichkeiten) auswählen, verdienen es am Fachkräftemangel zu Grunde zu gehen.
Zumal heutige Bewerbungsverfahren schon lange nichts mehr mit Menschenkenntnis o. Ä. zu tun haben, man sehe sich allein einfach einmal die eRecruting-Plattformen an, anhand welchen mittlerweile nur noch über Mausklick selektiert wird. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: DrKrieger 07.04.11 - 16:20
froschke schrieb:
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> auch ohne streetview und co. weiß man, dass z.b. berlin neukölln nicht zu
> den besten wohngegenden gehört ...
>
Das hättest du nicht sagen dürfen. Dank Streetview wissen sie jetzt wo dein Haus wohnt! -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: koflor 07.04.11 - 16:24
> Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
>
> Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen Fachkentnisse
> wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
Dazu braucht man doch kein StreetView oder Streetside. Da kann ich auch auf Maps schauen und gucken, was für ein Auto vor der Tür parkt. Und gegen Vorurteile kann man sich eh nicht schützen: Wenn ich in München Moosach wohne oder Berlin Neukölln schlagen mir auch ohne Bing und Google schon Vorurteile entgegen. Dann müsstest Du auch gegen die Post und andere Marketingunternehmen, die jedes Haus genau mit der jeweiligen Einwohnerstruktur, Einkommen, usw. vermerken. Also solche Argumente ziehen nicht und für eine Diskrimierung brauche ich keine solchen Dienste. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: Active 07.04.11 - 16:25
watcher schrieb:
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> Zumal heutige Bewerbungsverfahren schon lange nichts mehr mit
> Menschenkenntnis o. Ä. zu tun haben, man sehe sich allein einfach einmal
> die eRecruting-Plattformen an, anhand welchen mittlerweile nur noch über
> Mausklick selektiert wird.
Naja wenn ich mir das Formular des Arbeitsamtes anschaue, dann könnt eich anhand dessen auch die von mir geforderten Qualifikationen auhc per Mausklick finden udn um ehrlich zu sein finde ich das auch gar nicht schlecht. Solang da anch Qualifikationen geschaut wird und nicht nach Persöhnlichen befinden. Wenn ich nun aber bei einer Bewerbung die PERson durchleuchte udn der Person keien Chance geb, auf grund nicht Fachlicher Gründe ist das irrsinnig. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: book 07.04.11 - 16:26
watcher schrieb:
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> DrKrieger schrieb:
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> > Deine Firma meldet Insolvenz an, du wirst arbeitslos.
> >
> > Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> > einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
> >
> > Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen
> Fachkentnisse
> > wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
>
> Möchtest du wirklich bei einer Firma arbeiten, welche ihre Mitarbeiter
> dermaßen durchleuchtet?
Was hat das jetzt mit Gegenargumenten zu tun? -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: book 07.04.11 - 16:27
koflor schrieb:
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> > Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> > einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
> >
> > Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen
> Fachkentnisse
> > wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
>
> Dazu braucht man doch kein StreetView oder Streetside.
Damit wird es aber massiv erleichtert. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: Ekelpack 07.04.11 - 16:28
Inwiefern?
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Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: watcher 07.04.11 - 16:31
koflor schrieb:
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> Dann müsstest Du auch gegen die Post und andere
> Marketingunternehmen, die jedes Haus genau mit der jeweiligen
> Einwohnerstruktur, Einkommen, usw. vermerken. Also solche Argumente ziehen
> nicht und für eine Diskrimierung brauche ich keine solchen Dienste.
Sehe ich ähnlich. Gegen dies hier...
Der gläserne Deutsche - Wie wir Bürger ausgespäht werden
http://vimeo.com/4324962
...ist Streetside oder StreetView wirklich ein Witz! -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: Andreas2k 07.04.11 - 16:36
DrKrieger schrieb:
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> watcher schrieb:
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> -----
> > Ich erbitte hier schlüssige, konstruktive und nachvollziehbare
> > Gegenargumente, welche gegen den Einsatz von Dienste wie Streetview oder
> > Streetside sprechen sollen.
> >
> > Von Verschwörungsargumenten wie die des mutmaßlichen "Verfolgungswahns"
> > oder fingierten Argumenten des hypothetischen Einbruches bitte ich hier
> > abzusehen...
> >
> > Danke.
> >
>
> Deine Firma meldet Insolvenz an, du wirst arbeitslos.
>
> Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
>
> Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen Fachkentnisse
> wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
>
Dieses Argument ist nicht schlüssig und hat rein gar nix mit der Facebook Sache zu tun. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen!
Es ergibt überhaupt keinen Sinn einen Mitarbeiter nach seiner Wohngegend zu durchleuchten! Es sei denn Kunden kommen zum Mitarbeiter - was für ein Job soll das sein wo Kunden zu den Mitarbeitern einer Firma kommen? -
Bei der Facebook Sache geht es einfach um die Überprüfung der Angaben eines Bewerbers. z.B. der Bewerber tut so als wäre er der harmloseste und höflichste Mensch auf der Welt - auf seiner facebook Seite sieht man ihn aber wie er die Nazis Verherrlicht und andere schmutzige Dinge posted. Klar das der Chef dann einen riesigen Bogen um den Bewerber macht.
Kein normaler Chef kommt auf die Idee einen Bewerber abzulehnen weil ihm die Straße nicht passt!
Außerdem selbst wenn er das tun würde dann doch eher nach dem Ruf der Gegend! Willst du deine Anschrift in der Bewerbung auch unkenntlich machen - weil du in dem Getto wohnst? -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: kevla 07.04.11 - 20:03
DrKrieger schrieb:
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> Deine Firma meldet Insolvenz an, du wirst arbeitslos.
>
> Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
>
> Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen Fachkentnisse
> wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
>
> Das Beispiel von mir ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Schon jetzt
> kontrollieren Chefs auf Facebook etc.
>
> Sicher muss man sich nicht dort anmelden, aber wehr dich mal gegen Bing
> Streetside/Google StreetView.
facebook ist was komplett anderes als die wohngegend. ich halte es außerdem für ein gerücht, dass viele chefs sich die wohngegend genau anschauen. wenn der typ sich beim vorstellungsgespräch vernünftig artikulieren kann, gepflegt aussieht usw., dann zählt das für den chef mehr, als die wohnsituation.
ich unterstell dir jetzt einfach mal, dass das ungefähr so viel mit der realität zu tun hat, wie dass jeder musik-download ein entgangener verkauf ist.
personaler stehen ja öffentlich in interviews dazu, dass sie sich bei sozialen netzwerken umgucken. dann würde das bei streetview nicht anders sein. soltle also kein problem sein, wenn es so ist, entsprechende kommentare zu finden.
ich habe genügend erfahrung im personal-bereich. hab ich schon gestern im sony-imho srtikel gesagt. ich kenn aus früheren tagen noch einige personaler die über einstellungen entscheiden und ich weiß, dass keiner von denen bei streetview vorbeischaut.
> Es gibt tausend andere Gründe, warum es anderen Leuten nicht gefällt.
und dir fällt nur ein einziger, dazu noch ziemlich schlechter ein? trauer ;) -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: Sermon 08.04.11 - 02:44
koflor schrieb:
> Da kann ich auch auf
> Maps schauen und gucken, was für ein Auto vor der Tür parkt.
Und welche Aussagekraft soll so ein Bild haben ?
Ein Bild(im günstigsten Fall einige Monate alt) auf dem ein
Auto zu sehen ist, das vielleicht gerade zufällig dort parkte,
als die Aufnahme gemacht wurde.
Kurz: Vergiss es.... -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: GodsBoss 08.04.11 - 10:26
> Deine Firma meldet Insolvenz an, du wirst arbeitslos.
>
> Bei deiner Bewerbung bei einer neuen Firma sieht man sich an in was für
> einer Wohnsituation du dich gerade befindest.
>
> Man bevorzugt deinen Mitbewerber, der obwohl er die gleichen Fachkentnisse
> wie du hat in einem besseren Haus/Gegend wohnt.
>
> Das Beispiel von mir ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Schon jetzt
> kontrollieren Chefs auf Facebook etc.
>
> Sicher muss man sich nicht dort anmelden, aber wehr dich mal gegen Bing
> Streetside/Google StreetView.
>
> Es gibt tausend andere Gründe, warum es anderen Leuten nicht gefällt.
Erstens nur um so besser, so spare ich mir, in einer derartigen Firma zu arbeiten.
Zweitens ist das sehr wohl an den Haaren herbeigezogen. Auf einer Facebook-Seite präsentiert sich der Bewerber selbst. Ein ohnehin veraltetes Bild seiner mutmaßlichen Behausung, was sagt das aus? Warum sollte ein Chef den mit dem besseren Haus/der besseren Gegend bevorzugen?
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. -
Re: Erbitte konstruktive / nachvollziehbare Gegenargumente...
Autor: GodsBoss 08.04.11 - 10:53
> Damit wird es aber massiv erleichtert.
Also können die Firmen effizienter arbeiten. Ist doch positiv.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.



