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Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

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  1. Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: mhgschmidt 28.08.22 - 12:33

    Eigentlich bin ich grundsätzlich gegen Verbote und Einschränkungen der privaten wie auch unternehmerischen Freiheit - ABER: Wenn ich sehe wie die Industrie/die Unternehmen*) immer wieder dem Verbraucher (und auch dem Gesetzgeber) rotzfrech "ins Gesicht spuckt/spucken" sehe ich leider keine andere Möglichkeit mehr als das mit Verboten und Zwang zu regeln.

    Vorschläge:

    - Verbot des Festeinbaus von Akkus. (Alternativ ist dies erlaubt wenn er mit einfachen Mitteln gewechselt werden kann.)

    - Ersatzteile müssen von JEDERMANN bestellbar sein: Nix mit Händler-Vertrag, Partner-Vertrag oder Gewerbeschein Mist.

    - Ersatzteile müssen einen *angemessenen* Preis haben. (Dies muss geprüft werden. Bei Missbrauch muss die Kartellbehörde einschreiten).

    - Geräte die offensichtlich so konstruiert sind, dass deren Konstruktion nahelegt, dass man gar keine Reparatur WILL müssen VERBOTEN werden! - JA - ich meine euch liebe Firma APPLE!

    - Die Reparaturdokumentation muss in der Sprache des Zielmarkts (Landessprache) ÖFFENTLICH verfügbar sein. Diese muss bei einer neu zu gründenden Behörde (oder auch z.B. beim VDI) hinterlegt werden. Mir egal wo - nur nicht beim Hersteller. Auf Verlangen muss diese Doku auf einem digitalen Medium (NICHT Internet!) oder auf Papier zur Verfügung gestellt werden. Wer das nicht macht -> Verkausverbot.

    - Und zum Schluss: Vor "in Verkehr bringen" eines Produkts ist die Reparaturfähigkeit beim TÜV** mittels Zertifikat nachzuweisen. Bis dahin: Verkaufsverbot. (Ja - mir ist bewusst, dass das Kostentechnisch für Mittelständler ein Problem sein kann. Die Kosten beim TÜV** müssen deswegen vom Gesetzgeber gedeckelt).

    Der Wahnsinn ist aber nun, dass man nicht darüber nachdenkt die Verursacher abzustrafen und einzuhegen, sondern man will jetzt wieder Steuergeld (also unser Geld) nehmen damit die Verursacher (und Umweltschweine) weitermachen können wie bisher. Liebe Politik: schämt Euch! Widerlich!


    *) Mit Unternehmen meine ich wirklich große Unternehmen (wie z.B. Apple, Huawei, Samsung etc.pp.)
    **) Statt des TÜV's könnten dies auch Privatunternehmen mit staatlicher Lizenz machen.

  2. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: Dada21 28.08.22 - 13:13

    +1

    Kann ich voll und ganz unterstützen

  3. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: Dakkaron 28.08.22 - 13:49

    Bei Ersatzteilen heißt es immer "Was heißt angemessen?".

    Das könnte man aber recht leicht regeln:

    -) Alle Teile eines Gerätes müssen als Ersatzteil verfügbar sein
    -) Die Summe des Preises aller Ersatzteile (also, genügend Teile um das Gerät nachzubauen) darf maximal der Kaufpreis des gesamten Gerätes + x% sein. 20% oder so.

  4. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: mhgschmidt 28.08.22 - 14:02

    >Bei Ersatzteilen heißt es immer "Was heißt angemessen?".

    Deinen Vorschlag finde ich ganz gut. Ich denke sogar der Preis ist das Hauptproblem bei der Sache. Ich kann auch die Industrie verstehen. Zum Beispiel müsste geklärt werden wie lange Ersatzteile verfügbar sein müssen. Da kommt dann immer ovn der Industrie das Argument der Lagerkosten. Kann ich auch verstehen - ich hätte selbst auch keine Lust ewig die Verfügbarkeit der Ersatzteile zu garantieren.

    Da kann man aber einen Riegel vorschieben:
    - Ersatzteilverfügbarkeit für 10 Jahre garantieren -> sonst Verkaufsverbot (die KfZ Indusrie zeigt hier wie das geht - ausnahmsweise!).
    - Danach: Freigeben der Konstruktionsunterlagen der jeweiligen Teile, die man nicht mehr liefern will. Andernfalls -> Verkaufsverbot + saftige GELDSTRAFE.

    Edith sagt: Typo



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.22 14:03 durch mhgschmidt.

  5. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: MasterMind187 28.08.22 - 14:21

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich bin ich grundsätzlich gegen Verbote und Einschränkungen der
    > privaten wie auch unternehmerischen Freiheit - ABER: Wenn ich sehe wie die
    > Industrie/die Unternehmen*) immer wieder dem Verbraucher (und auch dem
    > Gesetzgeber) rotzfrech "ins Gesicht spuckt/spucken" sehe ich leider keine
    > andere Möglichkeit mehr als das mit Verboten und Zwang zu regeln.
    >
    > Vorschläge:
    >
    > - Verbot des Festeinbaus von Akkus. (Alternativ ist dies erlaubt wenn er
    > mit einfachen Mitteln gewechselt werden kann.)
    >
    > - Ersatzteile müssen von JEDERMANN bestellbar sein: Nix mit
    > Händler-Vertrag, Partner-Vertrag oder Gewerbeschein Mist.
    >
    > - Ersatzteile müssen einen *angemessenen* Preis haben. (Dies muss geprüft
    > werden. Bei Missbrauch muss die Kartellbehörde einschreiten).
    >
    > - Geräte die offensichtlich so konstruiert sind, dass deren Konstruktion
    > nahelegt, dass man gar keine Reparatur WILL müssen VERBOTEN werden! - JA -
    > ich meine euch liebe Firma APPLE!
    >
    > - Die Reparaturdokumentation muss in der Sprache des Zielmarkts
    > (Landessprache) ÖFFENTLICH verfügbar sein. Diese muss bei einer neu zu
    > gründenden Behörde (oder auch z.B. beim VDI) hinterlegt werden. Mir egal wo
    > - nur nicht beim Hersteller. Auf Verlangen muss diese Doku auf einem
    > digitalen Medium (NICHT Internet!) oder auf Papier zur Verfügung gestellt
    > werden. Wer das nicht macht -> Verkausverbot.
    >
    > - Und zum Schluss: Vor "in Verkehr bringen" eines Produkts ist die
    > Reparaturfähigkeit beim TÜV** mittels Zertifikat nachzuweisen. Bis dahin:
    > Verkaufsverbot. (Ja - mir ist bewusst, dass das Kostentechnisch für
    > Mittelständler ein Problem sein kann. Die Kosten beim TÜV** müssen deswegen
    > vom Gesetzgeber gedeckelt).
    >
    > Der Wahnsinn ist aber nun, dass man nicht darüber nachdenkt die Verursacher
    > abzustrafen und einzuhegen, sondern man will jetzt wieder Steuergeld (also
    > unser Geld) nehmen damit die Verursacher (und Umweltschweine) weitermachen
    > können wie bisher. Liebe Politik: schämt Euch! Widerlich!
    >
    > *) Mit Unternehmen meine ich wirklich große Unternehmen (wie z.B. Apple,
    > Huawei, Samsung etc.pp.)
    > **) Statt des TÜV's könnten dies auch Privatunternehmen mit staatlicher
    > Lizenz machen.


    Alles viel zu aufwendig. Wie soll der Staat das jemals alles kontrollieren. Dazu die Rechtsstreite über Jahre um zu klären, ob eine Design Entscheidung wirklich so sein muss oder nicht.

    Lieber Reparaturpreise staatlich festlegen. Dann haben die Hersteller auch nen Eigeninteresse entsprechende Massnahmen umzusetzen.

  6. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: LH 28.08.22 - 14:31

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Geräte die offensichtlich so konstruiert sind, dass deren Konstruktion
    > nahelegt, dass man gar keine Reparatur WILL müssen VERBOTEN werden! - JA -
    > ich meine euch liebe Firma APPLE!

    Das ist nicht so leicht zu definieren. Im Zweifelsfall müsstest du dem Hersteller nachweißen, dass der von ihm angegeben Grund (z.B. relevante Preisvorteile, Produktionsgründe, Produkteigenschaften) nicht angemessen sind, was zuweilen unmöglich sein dürfte.

    > - Die Reparaturdokumentation muss in der Sprache des Zielmarkts
    > (Landessprache) ÖFFENTLICH verfügbar sein. Diese muss bei einer neu zu
    > gründenden Behörde (oder auch z.B. beim VDI) hinterlegt werden. Mir egal wo
    > - nur nicht beim Hersteller. Auf Verlangen muss diese Doku auf einem
    > digitalen Medium (NICHT Internet!) oder auf Papier zur Verfügung gestellt
    > werden. Wer das nicht macht -> Verkausverbot.

    An dieser Stelle hast du mich verloren. Das ist völlig unnötige Bürokratie, die jedes Produkt deutlich teurer machen wird. Da bin ich klar dagegen. Eine Online-Doku auf Englisch ist völlig ausreichend. Vor allem die Forderung nach einem "digitalen Medium" ist grotesk, hier würde ein Online-PDF zum herunterladen völlig reichen.

    > - Und zum Schluss: Vor "in Verkehr bringen" eines Produkts ist die
    > Reparaturfähigkeit beim TÜV** mittels Zertifikat nachzuweisen. Bis dahin:
    > Verkaufsverbot. (Ja - mir ist bewusst, dass das Kostentechnisch für
    > Mittelständler ein Problem sein kann. Die Kosten beim TÜV** müssen deswegen
    > vom Gesetzgeber gedeckelt).

    Klar, dann haben wir nur noch Angebote von großen Firmen, und bauen uns selbst Monopole. Nur für Reparaturen, die dann zu 99% der Fälle trotzdem nicht verlangt werden.
    Das ist heute schon bei vielen Elektronikprodukten ein Problem, und mit deinen Ideen würdest du den Markt völlig kaputtmachen, mit minimalem Nutzen.

  7. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: LH 28.08.22 - 14:35

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da kann man aber einen Riegel vorschieben:
    > - Ersatzteilverfügbarkeit für 10 Jahre garantieren -> sonst Verkaufsverbot

    Heißt also: Wenn ich nach 5 Jahren keine Ersatzteile mehr für ein Gerät liefern kann, dass ich seit 2 Jahren nicht mehr verkaufe, darf ich es nicht mehr verkaufen? ;)

    Wenn du damit das gesamte Angebot meinst: Alberne Forderung. Kein Hersteller kann eine komplette Verfügbarkeit aller Teile zu jeder Zeit garantieren. Selbst bei Autos gibt es immer wieder Angebotslücken. Das ist normal, ansonsten müssten die Hersteller jedes Teil in großen Mengen lagern. Das ist aber unbezahlbar, und würde am Ende durch alle Verbraucher bezahlt werden müssen.

    > - Danach: Freigeben der Konstruktionsunterlagen der jeweiligen Teile, die
    > man nicht mehr liefern will. Andernfalls -> Verkaufsverbot + saftige
    > GELDSTRAFE.

    Was nützt dir das, wenn keine Firma dir die komplexen Teile produziert, weil z.B. Patente darauf liegen?
    Zumal viele Teile auch nicht einfach nachgebaut werden können. Selbst detaillierte Unterlagen helfen zuweilen nicht. So kannst du schlicht nicht einfach ein OLED Display bauen, dagegen sprechen Patente und der Bedarf an speziellen Maschinen und Abläufen, die nur wenige Hersteller besitzen/beherschen.

  8. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: fanreisender 28.08.22 - 14:38

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > -) Die Summe des Preises aller Ersatzteile (also, genügend Teile um das
    > Gerät nachzubauen) darf maximal der Kaufpreis des gesamten Gerätes + x%
    > sein. 20% oder so.

    Das ist so eine Sache. Der Hersteller muss eine Lagerhaltung betreiben und den Lagerinhalt zu Preisen bei der Herausgabe des Gerätes kaufen. Dazu kommt die Frage, welche Ersatzteile letztlich verkauft werden.
    Da können abenteuerliche Zahlen herauskommen.
    Mein Highlight war eine Ersatzfestplatte. Die bekam ich auch. Etwa zum 500fachen Preis einer neuen Festplatte mit gleicher Kapazität. Eine neue ging wegen geänderten Interfaces nicht.
    Und mit dem hohen Preis hat der Hersteller nur die Selbstkostenpreis gedeckt.

  9. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: mhgschmidt 28.08.22 - 15:45

    MasterMind187 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lieber Reparaturpreise staatlich festlegen. Dann haben die Hersteller auch
    > nen Eigeninteresse entsprechende Massnahmen umzusetzen.

    Wie bitte? Das ist kommunistische Planwirtschaft. Das ist ja noch *schlimmer* als alles was ich vorgeschlagen habe.

    Und an die Anderen:

    Ok. - Ihr habt eventuell Recht. Ist alles nicht so einfach. Euer Vorschlag ist deshalb alles so WEITERLAUFEN lassen wie bisher und die UMWELTSCHWEINE machen weiter? Immer nur mit dem Kostenargument. OMG.

    Dann macht mal praktikable Vorschläge.

    Bin wirklich gespannt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.22 15:45 durch mhgschmidt.

  10. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: Vertikal 28.08.22 - 16:51

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Der Wahnsinn ist aber nun, dass man nicht darüber nachdenkt die Verursacher
    > abzustrafen und einzuhegen, sondern man will jetzt wieder Steuergeld (also
    > unser Geld) nehmen damit die Verursacher (und Umweltschweine) weitermachen
    > können wie bisher. Liebe Politik: schämt Euch! Widerlich!
    >
    > *) Mit Unternehmen meine ich wirklich große Unternehmen (wie z.B. Apple,
    > Huawei, Samsung etc.pp.)
    > **) Statt des TÜV's könnten dies auch Privatunternehmen mit staatlicher
    > Lizenz machen.


    Es ist nicht die Politik die den Mist vorschlägt, sondern die Verbraucherzentrale. Und ja, die Idee ist Bullshit.

  11. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: Oktavian 28.08.22 - 17:05

    > - Verbot des Festeinbaus von Akkus. (Alternativ ist dies erlaubt wenn er
    > mit einfachen Mitteln gewechselt werden kann.)

    Was ist denn fest? Und was sind einfach Mittel? An so einem iPhone kann jemand, der weiß wie es geht, den Akku gut wechseln. Er hat sogar ein paar Geräte dafür, die jedermann auch von Apple ausleihen kann.

    > - Ersatzteile müssen von JEDERMANN bestellbar sein: Nix mit
    > Händler-Vertrag, Partner-Vertrag oder Gewerbeschein Mist.

    Zu welchem Preis? Wenn der Einzelakku 1000 EUR kostet, zu 100 Stück kostet er dann nur noch 20 EUR, ist das dann okay?

    > - Ersatzteile müssen einen *angemessenen* Preis haben. (Dies muss geprüft
    > werden. Bei Missbrauch muss die Kartellbehörde einschreiten).

    Was ist angemessen? Die Prozessflut wird spannend. Und was ist mit Geräten, von denen bei unsachgemäßer Reparatur eine Gefahr für den Besitzer oder die Allgemeinheit ausgeht?

    > - Geräte die offensichtlich so konstruiert sind, dass deren Konstruktion
    > nahelegt, dass man gar keine Reparatur WILL müssen VERBOTEN werden! - JA -
    > ich meine euch liebe Firma APPLE!

    Inwiefern? Apple-Geräte sind durch Apple-Werkstätten relativ gut reparierbar. Was heißt "offensichtlich"? Ich rieche einen Gutachterstreit in langen Prozessen.

    > - Die Reparaturdokumentation muss in der Sprache des Zielmarkts
    > (Landessprache) ÖFFENTLICH verfügbar sein.

    In jeder Amtssprache jedes Landes? Also auch Rätoromanisch? Oder Gälisch?

  12. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: ManuPhennic 28.08.22 - 17:32

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich bin ich grundsätzlich gegen Verbote und Einschränkungen der
    > privaten wie auch unternehmerischen Freiheit - ABER: Wenn ich sehe wie die
    > Industrie/die Unternehmen*) immer wieder dem Verbraucher (und auch dem
    > Gesetzgeber) rotzfrech "ins Gesicht spuckt/spucken" sehe ich leider keine
    > andere Möglichkeit mehr als das mit Verboten und Zwang zu regeln.
    >
    > Vorschläge:
    >
    > - Verbot des Festeinbaus von Akkus. (Alternativ ist dies erlaubt wenn er
    > mit einfachen Mitteln gewechselt werden kann.)
    >
    > - Ersatzteile müssen von JEDERMANN bestellbar sein: Nix mit
    > Händler-Vertrag, Partner-Vertrag oder Gewerbeschein Mist.
    >
    > - Ersatzteile müssen einen *angemessenen* Preis haben. (Dies muss geprüft
    > werden. Bei Missbrauch muss die Kartellbehörde einschreiten).
    >
    > - Geräte die offensichtlich so konstruiert sind, dass deren Konstruktion
    > nahelegt, dass man gar keine Reparatur WILL müssen VERBOTEN werden! - JA -
    > ich meine euch liebe Firma APPLE!
    >
    > - Die Reparaturdokumentation muss in der Sprache des Zielmarkts
    > (Landessprache) ÖFFENTLICH verfügbar sein. Diese muss bei einer neu zu
    > gründenden Behörde (oder auch z.B. beim VDI) hinterlegt werden. Mir egal wo
    > - nur nicht beim Hersteller. Auf Verlangen muss diese Doku auf einem
    > digitalen Medium (NICHT Internet!) oder auf Papier zur Verfügung gestellt
    > werden. Wer das nicht macht -> Verkausverbot.
    >
    > - Und zum Schluss: Vor "in Verkehr bringen" eines Produkts ist die
    > Reparaturfähigkeit beim TÜV** mittels Zertifikat nachzuweisen. Bis dahin:
    > Verkaufsverbot. (Ja - mir ist bewusst, dass das Kostentechnisch für
    > Mittelständler ein Problem sein kann. Die Kosten beim TÜV** müssen deswegen
    > vom Gesetzgeber gedeckelt).
    >
    > Der Wahnsinn ist aber nun, dass man nicht darüber nachdenkt die Verursacher
    > abzustrafen und einzuhegen, sondern man will jetzt wieder Steuergeld (also
    > unser Geld) nehmen damit die Verursacher (und Umweltschweine) weitermachen
    > können wie bisher. Liebe Politik: schämt Euch! Widerlich!
    >
    > *) Mit Unternehmen meine ich wirklich große Unternehmen (wie z.B. Apple,
    > Huawei, Samsung etc.pp.)
    > **) Statt des TÜV's könnten dies auch Privatunternehmen mit staatlicher
    > Lizenz machen.

    Sowas deutsches (eher DDR Plantwirtschaft) habe ich schon lange nicht mehr in den Kommentaren gelesen, Glückwunsch. Fehlen nur noch die Fußnoten mit Ausnahmen A B C und D im Fall von A.1 usw.

    Es zwingt dich doch niemand so ein Gerät zu kaufen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.22 17:34 durch ManuPhennic.

  13. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: mhgschmidt 28.08.22 - 17:41

    Also erstmal: TOFU muss ja wohl nicht sein- oder?

    ManuPhennic schrieb:
    > Sowas deutsches (eher DDR Plantwirtschaft) habe ich schon lange nicht mehr
    > in den Kommentaren gelesen, Glückwunsch. Fehlen nur noch die Fußnoten mit
    > Ausnahmen A B C und D im Fall von A.1 usw.
    Mann - Du hast offenbar keine Ahnung davon was in unseren besch***n Gesetzen und Verordnungen so alles drinsteht. Das was ich vorgeschlagen habe ist in D normal (ich finde es aber nicht unbedingt gut). Planwirtschaft ist das Festlegen von Reparaturpreisen (siehe oben).

    > Es zwingt dich doch niemand so ein Gerät zu kaufen.
    Ja - solchen Dreck kaufe ich auch seit langem nicht mehr. Der Müll entsteht ja wohl trotzdem. Oder nicht?

    UND? was ist jetzt DEIN Vorschlag - oder kannst Du nur klug kacken?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.22 17:49 durch mhgschmidt.

  14. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: kastenhq2010 28.08.22 - 21:13

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Verbot des Festeinbaus von Akkus. (Alternativ ist dies erlaubt wenn er
    > mit einfachen Mitteln gewechselt werden kann.)

    Prinzipiell ist das im ElektroG §4 bereits festgelegt, aber es juckt niemanden.

  15. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: MasterMind187 29.08.22 - 11:03

    mhgschmidt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MasterMind187 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lieber Reparaturpreise staatlich festlegen. Dann haben die Hersteller
    > auch
    > > nen Eigeninteresse entsprechende Massnahmen umzusetzen.
    >
    > Wie bitte? Das ist kommunistische Planwirtschaft. Das ist ja noch
    > *schlimmer* als alles was ich vorgeschlagen habe.
    >
    > Und an die Anderen:
    >
    > Ok. - Ihr habt eventuell Recht. Ist alles nicht so einfach. Euer Vorschlag
    > ist deshalb alles so WEITERLAUFEN lassen wie bisher und die UMWELTSCHWEINE
    > machen weiter? Immer nur mit dem Kostenargument. OMG.
    >
    > Dann macht mal praktikable Vorschläge.
    >
    > Bin wirklich gespannt.


    Der Staat legt auch in anderen Bereichen Höchstpreise fest, bisher ist davon das Abendland auch nicht untergegangen. Mobilfunkanbieter sind immer noch da, trotz gedeckelter Durchleitungsgebühren. Oder die Gebühren für KK Zahlungen. All das funktioniert weiterhin.

    Im KFZ Bereich wird ebenfalls eingegriffen. Selbst eine Werkstattbindung bei Garantie wurde verboten, obwohl Garantie eigentlich ne freiwillige Leistung ist.

    Fakt ist, das Recht auf Reparatur kann nur funktionieren, wenn der Hersteller keine Hoheit über die Teile hat. Sonst wird es weiterlaufen wie bisher. Man muss sich nur mal angucken wie weit Apple bereits ist.

    Original Display aus einem iPhone ins andere? Geht, aber einige Funktionen werden blockiert. Eine komplette Blockade des Displays ist also genauso möglich.
    Oder schau dir den YouTube Louis Rossmann an, Apple lässt standard Chips einfach umgestalten und verbietet dann dem Hersteller diese auch an andere zu verkaufen.

    Ein Recht auf Reparatur würde somit ins leere laufen, weil wir in Zukunft einfach immer mehr verdongelte Geräte sehen werden. Irgendwelche Sonderlösungen die dann mit Hilfe des Patentschutzes abgeschottet werden (siehe Druckerpatronen).

    Also, was bringt mir das Recht auf Reparatur, wenn mich die Ersatzteile ein Vermögen kosten?

  16. Re: Versagen des Gesetzgebers - wie immer.

    Autor: rubberduck09 29.08.22 - 13:12

    Und warum muss jede neue Generation eines X-beliebigen elektronischen Geräts immer komplett unterschiedliche Bauteile zur Vorgängergeneration haben obwohl es keinen handfesten Grund für die Änderung gibt?
    Würde man weniger "Teilediversität" haben wär das Liefer/Lagerproblem lange nicht so schlimm.

    Man stelle sich mal vor: die 1894 gebaute Benz Viktoria mit der Seriennummer 99 hier im Ort hat vor ein paar Jahren neue Radlager bekommen. Überhaupt kein Problem weil STANDARD Teile.

    Und sowas kann man überall machen wo es keine/kaum Innovation gibt.
    Das Bottom Modul von Handys kann, wenn es USB-C voll belegt weitergibt, recht lange über Generationen gleich bleiben. Muss man sich halt EINMAL Gedanken machen dass man das so designed dass die übernächste Generation da nicht doch irgendwas hinbaut wo die Platine reinragen würde. Oder das Mikro dann nicht bald an der falschen Stelle ist weil Design vor Funktion geht (z.B. komplett durchgängige Front, Mikro oder Home-Taste muss auf einmal an den Rand oder fällt weg)

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