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die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

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  1. die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: neocron 09.04.16 - 12:50

    Also was denn nun? Es werden grosse Toene gespuckt, vectoring koenne nicht liefern undnwaere keine Alternative zu Glasfaser, dann heult man aber gleichzeitig, der Vektoringausbau reduziere die Wirtschaftlichkeit des Glasfaserausbaus ...
    Könnte man sich mal auf eine konsistente Geschichte einigen?

    Und selbst wenn man akzeptiert, dass Glasfaser alternativlos waere, so benoetigt man immer noch jemanden der es bezahlt. Da kannder Verbraucherschutzminister noch so sehr blubbern. Wenn er will, dass es jemand bezahlt soll er es entweder selbst finanzieren, seine Landsleute entsprechend motivieren es zu bezahlen, oder eben Unternehmen! Haengt in einem Ministerposten und scheint nicht zu verstehen, wie die Gesellschaft bzw. eine Marktwirtschaft funktioniert ...
    Glaubt er wirklich, wenn er da solche Bedenken äussert, dass dies irgend jemanden juckt? Speziell jemanden, der auch was bewegen koennte!?

  2. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: maverick1977 09.04.16 - 13:20

    Nun mal so, wie ich es verstanden habe. VDSL bedeutet nichts anderes, als dass die Glasfaser zum Straßenverteiler gelegt wird und von dort aus per Kupfer und der VDSL-Technik bis zu 50 MBit zum Haushalt gebracht werden. Das dient dem Glasfaserausbau, denn überall wo VDSL ist, kann man stückchenweise die Haushalte direkt per Glasfaser anschließen.

    Vectoring bort die Kupferleitungen da auf bis zu 200 MBit auf, wo eh schon Glasfaser in der Straße liegt. Hier wäre also der Ausbau auf FTTH deutlich sinnvoller, bevor man Geld in eine Technik investiert, die auf lange Sicht nicht die Leistung von Glas erreicht und zudem noch eine Straßenweise monopolisierung erfordert.

    Also VDSL ja, aber Vectoring nein. So sehe ich nach meinem Verständnis die ganze Geschichte. Anstelle von Vectoring sollte dann lieber das Geld in einen FTTH-Ausbau gesteckt werden. Aber um das zu realisieren brauchen wir ein Gesetz, dass es Hauseigentümern verbietet, gegen einen Austausch des Kommunikationsmediums zu stellen. Wenn das Kupfer gegen Glas getauscht wird, muss es wirklich flächendeckend sein.

  3. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: spezi 09.04.16 - 14:33

    maverick1977 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun mal so, wie ich es verstanden habe. VDSL bedeutet nichts anderes, als
    > dass die Glasfaser zum Straßenverteiler gelegt wird und von dort aus per
    > Kupfer und der VDSL-Technik bis zu 50 MBit zum Haushalt gebracht werden.
    > Das dient dem Glasfaserausbau, denn überall wo VDSL ist, kann man
    > stückchenweise die Haushalte direkt per Glasfaser anschließen.
    >
    > Vectoring bort die Kupferleitungen da auf bis zu 200 MBit auf, wo eh schon
    > Glasfaser in der Straße liegt.

    Nun, bisher wird Vectoring nur eingesetzt in Gebieten, in denen VDSL extra neu ausgebaut wurde, anlässlich der Vectoring-Einführung. So gesehen dient also auch Vectoring dem Glasfaserausbau, denn es macht den Zwischenschritt FTTC attraktiver, fördert also damit den Glasfaserausbau.

    Auch beim Nahbereichsausbau geht es um die Neuanbindung von einigen 10000 KVz (ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es 40000 Nahbereichs-KVz gibt), auch hier wird die Glasfaser also näher an die Haushalte gebracht.

  4. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: dl01 09.04.16 - 14:53

    > So gesehen dient also auch Vectoring dem Glasfaserausbau, denn es macht den Zwischenschritt FTTC attraktiver, fördert also damit den Glasfaserausbau.
    So gesehen ja, anders gesehen aber nicht. Die Telekom legt mit dem Ausbau von FTTC sicherlich den Grundstein für eine spätere Aufrüstung auf FTTdp/B/H.

    Für Mitbewerber, welche jedoch schon _heute_ Fiber to the Building/Home ausbauen wollen, ist Vectoring jedoch eindeutig der Super-GAU. Bei Verfügbarkeit von (nach heutigen Maßstäben schnellen) VVDSL wird sich wohl kaum jemand für den teuren und/oder aufwendigen Glasfaserausbau entscheiden.

    Das führt dann unweigerlich zum Paradoxon, welches wir heute haben:
    Die Telekom beklagt sich, dass sie ihr Netz zu regulierten Preisen den Resellern öffnen muss und somit weniger Geld für einen FTTB/H-Netzausbau zur Verfügung steht. Die Mitbewerber können jedoch kein leistungsfähiges (aber teures) FTTB/H-Netz aufbauen, weil derartige Bemühungen durch den Vectoring-Ausbau untergraben werden.

  5. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: Emulex 09.04.16 - 14:59

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Haengt in
    > einem Ministerposten und scheint nicht zu verstehen, wie die Gesellschaft
    > bzw. eine Marktwirtschaft funktioniert ...

    Also wie alle anderen, inkl. Mrs "Wir schaffen das".

  6. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: neocron 09.04.16 - 15:08

    wenigstens beschwert sie sich nicht und hat auch verstanden, dass man nicht arbitraer einfach irgend etwas von anderen fordern kann! Anscheinend einen guten Schritt weiter als der Herr in dem Artikel ...

  7. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: spezi 09.04.16 - 15:11

    Das ist alles richtig. Letztendlich ist die Frage, was man höher einschätzt: die Verwendung der "richtigen" Technologie, oder der schnellere Ausbau (wenn dann eben auch unter dem Kompromiss, dass man einen technologischen Zwischenschritt verwendet). Die persönliche Einschätzung dürfte auch davon abhängen, ob man dringend auf schnelleres Internet wartet, oder nicht...

    Für einen besseren Investitionsschutz von FTTB/H-Ausbauten wäre es vielleicht auch überlegenwert, FTTB/H-Projekte in der Vectoringliste zu berücksichtigen.

    Bisher ist es ja so: bei Vectoring-Ausbau tragen sich die Unternehmen in die Vectoring-Liste ein - und müssen dann in 12 Monaten ausbauen. Und danach kann kein anderer mit Vectoring-Ausbau kommen, denn die KVz sind ja schon belegt.

    FTTB/H-Ausbauten haben natürlich an diesem Punkt den Nachteil, dass die KVz dadurch nicht belegt werden, es steht also immer noch einem anderen Anbieter offen, VDSL+Vectoring auszubauen. Vielleicht sollte man einen KVz in der Liste sperren, sobald ein Anbieter allen darüber versorgten Haushalten anbietet, FTTB/H auszubauen.

  8. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: dl01 09.04.16 - 15:45

    > Das ist alles richtig. Letztendlich ist die Frage, was man höher einschätzt: die Verwendung der "richtigen" Technologie, oder der schnellere Ausbau (wenn dann eben auch unter dem Kompromiss, dass man einen technologischen Zwischenschritt verwendet).
    Das ist tatsächlich eine schwierige Frage. Ich denke, ein Mix aus beiden Technologien in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten ist eine gute Idee: Dort, wo sich die Gelegenheit zu einem günstigen FTTH-Ausbau bietet, sollte sie genutzt werden. Für alle anderen Orte ist FTTC im Moment möglicherweise zielführender.

    Die Ankündigung der Telekom, neue Wohngebiete grundsätzlich nur noch per FTTH zu erschließen, geht schon einmal in die richtige Richtung. Zusätzlich können jene Gebiete ins Auge gefasst werden, in denen Arbeiten der Infrastruktur (sprich: Straße, GWS, Fernwärme, Strom) durchgeführt werden müssen.

    Die Beschränkung der Förderung auf Glasfaserprojekte und das "Protektieren" von FTTB/H gegenüber FTTC kann weitere wichtige Anreize schaffen.

  9. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: Moe479 10.04.16 - 02:34

    nur sind selbst 200mbit für heutige verhätnisse in 1. welt staaten eine lachnummer, die lücke von 0,5-bis 200 mbit kann man mit ftth auch gleich überspringen, wenn man vorn an sein möchte, ich möchte mindestens gigabit jetzt, gleich und besser gestern als erst heute, und 40 oder 100G währen schon adäquater!

  10. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: DrWatson 10.04.16 - 20:56

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nur sind selbst 200mbit für heutige verhätnisse in 1. welt staaten eine
    > lachnummer,

    Für wen 200mbit eine Lachnummer ist, für den sind auch Autos mit weniger als 1000 PS eine Lachnummer.

    > und 40 oder 100G währen schon adäquater!

    Ok, sorry war wohl Ironie, aber im Golem-Forum kann man sich nie sicher sein.

  11. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: pointX 10.04.16 - 23:07

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für wen 200mbit eine Lachnummer ist, für den sind auch Autos mit weniger
    > als 1000 PS eine Lachnummer.
    Familie, IPTV, 4K-Streaming, 50GB Spiele Downloads ?
    Desweiteren darf man nicht vergessen, dass das alles shared medium ab dem Kvz ist, und in Stoßzeiten weniger ankommt. Von dem mießen Upload ganz zu schweigen, der sich mit dieser Technologie nie in für Heimserver (NAS) brauchbare Regionen bewegen wird.
    Natürlich wird 1Gbit synchron nicht jeder morgen brauchen. Dank der aktuellen Ausbaupraxis wird es aber auch sicher auf absehbare Zeit so gut wie niemand bekommen.
    Wenn man sich da andere Staaten z.B. südlich von uns anschaut, die das heute schon in den Bergen zur Verfügung stellen, was wir in den nächsten 20 Jahren nicht zu gesicht bekommen werden, ist das schon etwas peinlich.

  12. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: Dwalinn 11.04.16 - 09:50

    Du scheinst nicht zu verstehen ;-)
    Zu meckern gibt ne menge Pluspunkte bei Leuten die es Interessiert... aber richtig zu verlangen und Mrd. an Kosten zu "verursachen" gibt bei allen anderen (die in der mehrzahl sind) Minus Punkte.... Und in der Politik geht es halt nur um Wählerstimmen^^

  13. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: Dwalinn 11.04.16 - 10:08

    Sorry aber wer der Meinung ist er braucht 4 mal 4k Streams (am besten noch in BluRay Qualität) während Star Citizen installiert wird (natürlich auf 2 verschiedene PCs) und die Cloud gerade mit 2 TB Fotos von letzten Familien Tagesausflug befüttert wird sollte wohl auch etwas mehr Geld als für einen 20¤ 1&1 Vertrag in die Hand nehmen.

    Hier und jetzt in 2016 ist selbst eine 50/10 Mbit Leitung für eine 4 Köpfige Familie ausreichend. Ich verstehe es ja wenn jemand sagt er hätte lieber mehr für die Cloud im Upload oder mehr in Download für schnellere Verfügung von Steam Games aber das sind nun wirklich "1. World Problems"

    Man baut sich ja auch keine 4 Badezimmer sondern man teilt sich die Zeit ein. Dann wird die Cloud halt mal abends befüttert und Games werden runtergeladen während man auf Arbeit/Schule ist. Man sollte sich auch überlegen ob nicht 3 Zeitgleiche FHD Streams reichen um jeden beschäftigt zu halten.

    GF wird irgendwann sicherlich kommen müssen, aber doch bitte erstmal dafür sorgen das niemand mehr auf einen Volumentarif beschränkt ist oder ein Windows Update über die Nacht machen muss damit die Leitung nicht voll belegt ist.... und das sollte man lieber gestern schaffen als morgen.

    Edit:
    Mag ja sein das die im Süden lebenden Bergbewohner schnelleres Internet haben, dafür ist es aber auch nicht gerade günstig. Hier bekommt jemand der das Internet nur Sporadisch nutzt seinen Anschluss für 10¤ in den ersten 12 Monaten, danach auch noch günstige 20¤ (1&1 16/1 Mbits 100GB+Telefon-Flat).... vll kann sich hier ja mal jemand melden wie die Preise in bsp. der Schweiz sind... als ich das letzte mal geguckt habe ging es bei der Swisscom mit 55¤ los und das für eine 10/10 Leitung ohne Telefonie (allerdings geht es bei anderen Anbietern sicherlich noch etwas günstiger)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.16 10:17 durch Dwalinn.

  14. Re: die ganzen Geschichten ergeben keinen Sinn

    Autor: Ovaron 13.04.16 - 18:55

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Mitbewerber, welche

    ...nachdem sie 16 Jahre lang nur lächelnd Telekom zugeschaut haben wie diese Geld im Boden versenkt hat...um anschließend diese frisch für extrem viel Geld verbuddelte Infrastruktur für 'n Appel und 'n Ei anzumieten und quasi Geld damit zu drucken...

    > jedoch schon _heute_ Fiber to the Building/Home
    > ausbauen wollen, ist Vectoring jedoch eindeutig der Super-GAU.

    Also irgendwie hält sich mein Mitleid in Grenzen...

    > Bei Verfügbarkeit von (nach heutigen Maßstäben schnellen) VVDSL wird sich wohl
    > kaum jemand für den teuren und/oder aufwendigen Glasfaserausbau
    > entscheiden.

    Weil der Markt die Glasfaser nicht fordert. Der FTTB/H Ausbau ist teurer als der Vectoring Ausbau ohne das den Mehrkosten im Moment oder in absehbarer Zeit ein Mehrwert entgegen steht.

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