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Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

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  1. Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: AlexanderSchäfer 14.12.15 - 13:19

    Entweder das Gericht hat hinreichende Beweise, dass eine Vergewaltigung stattgefunden hat oder nicht. Es ist doch davon auszugehen, dass ein Beschuldigter die Tat sowieso leugnen wird oder die Aussage völlig verweigert.

    Von daher bin ich jetzt eigentlich ausgegangen, dass man die Verhandlung auch in Abwesenheit des Beschuldigten durchführen kann. Das Gericht wird ja hoffentlich nicht seine Entscheidung davon abhängig machen, wie sympathisch bzw. überzeugend es den Angeklagten findet.

  2. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: Mopsmelder500 14.12.15 - 13:21

    Nicht das "Gericht" will was, sondern die Ermittler.

  3. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: koelnerdom 14.12.15 - 13:43

    Sowas nennt sich Rechtsstaat.

  4. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: Trockenobst 14.12.15 - 13:47

    AlexanderSchäfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder das Gericht hat hinreichende Beweise, dass eine Vergewaltigung
    > stattgefunden hat oder nicht. Es ist doch davon auszugehen, dass ein
    > Beschuldigter die Tat sowieso leugnen wird oder die Aussage völlig
    > verweigert.

    "Guten Tag Hr. Staatsanwalt, ich sitze hier in Sao Paolo und höre mir mal ihre Beweislage via Skype an. Wie Mord sagen sie? Und sie hätten Beweise?

    Dann mache ich jetzt mal meinen Skype Client zu und komme nie wieder nach Europa. Auf nimmer Wiedersehen."

    Erst mal auf die Wache, dort über seine Rechte aufgeklärt werden und dann kann die Staatsanwaltschaft bei einem "Nö ich sag nichts!" entscheiden ob man im Polizeigewahrsam bleibt oder ob man gehen darf.

    Ohne Zugriff auf die Person wäre das aber so was von Dumm alle Karten auf den Tisch zu legen. Deswegen verjähren gewisse Haftbefehle erst nach 10, 20 Jahren und die Leute bleiben auf der Flucht.

    Die halbgaren Diskussionen zeigen deutlich, dass die meisten extreme Lücken haben wie das westliche Rechtssystem funktioniert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.12.15 13:48 durch Trockenobst.

  5. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: Quantium40 14.12.15 - 14:53

    AlexanderSchäfer schrieb:
    > Entweder das Gericht hat hinreichende Beweise, dass eine Vergewaltigung
    > stattgefunden hat oder nicht. Es ist doch davon auszugehen, dass ein
    > Beschuldigter die Tat sowieso leugnen wird oder die Aussage völlig
    > verweigert.

    Das Problem ist, dass nach schwedischem Recht sovieles unter Vergewaltigung fällt, dass man ohne Notar und Kameraüberwachung im Schlafzimmer überhaupt keinen Sex mehr haben dürfte.
    In Schweden fällt es schon unter Vergewaltigung, wenn beide zwar grundsätzlich einvernehmlich Sex haben, die Frau aber nur Sex mit Kondom will und im Verlauf des Aktes das Kondom abhanden kommt.

    Insofern ist das mit der Beweislage schon recht kompliziert in Schweden. Im Endeffekt steht da weitgehend Aussage gegen Aussage, wobei es in diesem speziellen Fall gar nicht so sehr um den Inhalt der Aussage geht, sondern dass man Herrn Assange gern nach Schweden bekommen will, von wo er dann postwendend Richtung USA überstellt würde.

  6. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: Trockenobst 14.12.15 - 14:59

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass man Herrn Assange gern nach Schweden bekommen will, von wo er dann
    > postwendend Richtung USA überstellt würde.

    Oder man ihn einfach als Persona non Grata mit einer rückwirkend abgessessenen Bewährungsstrafe aus dem Land wirft und damit seine politischen Ambitionen als verurteilter Straftäter in Australien praktisch gegen Null gehen.

    Somit muss die Mär des schwedischen Sondergeheimrechts für die Aluhut Fraktion herhalten, das "magisch" sämtliche Abkommen der EU und die Schweden mit Australien hat überstimmt. Assange kommt nicht aus einem Failed State.

    Die USA werden ihren wirren 5 Augen Freund Australien nicht vor den Kopf stoßen, in dem sie illegale Methoden anwenden und die jetzt schon schwache, aber ihr sehr genehme Regierung in eine Krise stürzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.12.15 15:05 durch Trockenobst.

  7. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: FreiGeistler 14.12.15 - 18:03

    > Sowas nennt sich Rechtsstaat
    Aus dem sich Assange abgesetzt hat.
    Ein internationaler Haftbefehl wegen mutmasslicher vergewaltigung (er hat mich unsittlich angefasst! > Vergewaltigung!) Scheint mir etwas unverhältnismässig.
    Kann mich dazu bitte jemand aufklären?

  8. Re: Warum muss ein mutmaßlicher Vergewaltiger überhaupt befragt werden?

    Autor: schmidy 14.12.15 - 23:14

    AlexanderSchäfer schrieb:
    > Von daher bin ich jetzt eigentlich ausgegangen, dass man die Verhandlung
    > auch in Abwesenheit des Beschuldigten durchführen kann. Das Gericht wird ja
    > hoffentlich nicht seine Entscheidung davon abhängig machen, wie sympathisch
    > bzw. überzeugend es den Angeklagten findet.

    Schon einmal in Art. 103 Abs. 1 GG ("GG" steht für "Grundgesetz") oder Art. 6 Abs. 3 EMRK ("EMRK" steht für "Europäische Menschenrechtskonvention") reingeschaut? Es gibt sowas merkwürdiges wie einen "Anspruch auf rechtliches Gehör". Das ist eine sehr seltsame "kulturelle Errungenschaft" und Kernbestand eines ominösen "Rechtsstaatsprinzips".

    Für rechtsstaatliche U-Bootfahrer, die mit diesen Begriffen partout nichts anfangen können, gibt es sogar einen Wikipedia-Eintrag zum Nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtliches_Geh%C3%B6r

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