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Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

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  1. Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: Anarchrist 20.08.16 - 15:01

    Die Erfindung ist schon grob 100 Jahre alt.
    In Wiki oder Google gibt es mehr zu erfahren, Suchwort 'Vactrain'. (Vacuum Train)

    Elon Musk ist kein realtechnischer Wissenschaftler oder Real-Techniker, sondern Kaufmann und Erfinder informationstechnischer Systeme, wie z.B. Paypal.

    Einziger nennenswerter Unterschied des Hyperloops zur tatsaechlichen Erfindung damals ist das Propellersystem, welches unter der Kapsel ein Luftpolster bildet. (Teil der Erfindung des Luftkissenbootes = Nix neues)

    Elon Musk hat lediglich einen marketingfaehigen Namen erfunden, so wie man es von einem modernen Kaufmann auch kennt.

    Elon Musk mal wieder ganz nach dem Motto:
    "Armseeliges gelangweiltes Luxus-Wuerstchen schmueckt sich mit fremden Federn."

    I don't know what's the matter with people: they don't learn by understanding, they learn by some other way — by rote or something. Their knowledge is so fragile!
    - Richard Feynman -

  2. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: DrWatson 20.08.16 - 17:03

    Anarchrist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einziger nennenswerter Unterschied des Hyperloops zur tatsaechlichen
    > Erfindung damals ist das Propellersystem, welches unter der Kapsel ein
    > Luftpolster bildet. (Teil der Erfindung des Luftkissenbootes = Nix neues)

    Definitinon Erfindung: Eine neuartige Kombination vorheriger Technologien.

    Und selbst wenn er es nicht Erfunden hat: Er baut das Ding einfach und darum geht es.

  3. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: SmilingStar 20.08.16 - 17:41

    Selbst wenn er nun nicht der Erfinder der dem Hyperloop zugrunde liegenden Technik ist: Er ist der Erste mit genug Geld und Eiern, sich an die Realisierung zu trauen. Revolutionäre Ideen sind etwas tolles aber fast immer scheitert es an der Realisierung, d.h. die Finanzierung der Realität. Schaue man sich in DE einfach mal den Transrapid an. Wer weiß wie die Verbindungen großer Städte in DE heute aussehen würden, wenn sich jemand anderes als BWLer und Beamte damit beschäftigten hätten. Der Neubau einer ICE-Strecke ist ja auch nicht in 5 Jahren refinanziert.

    Und: Ist überhaupt irgendwo behauptet worden, Elon Musk hätte die Technik hinter dem Hyperloop erfunden?

  4. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: NiemandMit Gehirn 20.08.16 - 20:57

    Geld und Eier sind zwar toll, aber die physikalischen Gesetze kann man damit nicht überwinden (es sei denn mit riichtig großen Eiern).
    Und das ist der Kritikpunkt, der seit der ersten Bekanntgebung da ist und nie von Hyperloop widerlegt werden konnte.

  5. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: DrWatson 20.08.16 - 21:46

    NiemandMit Gehirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geld und Eier sind zwar toll, aber die physikalischen Gesetze kann man
    > damit nicht überwinden

    Jetzt mal Klartext: Welche physikalischen Gesetze meinst du denn?

  6. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: NiemandMit Gehirn 20.08.16 - 22:29

    Das was ich auch schon im anderen Thread geschrieben habe:
    - Die dünnen Tunnelwände halten den Druck nicht Stand
    - Durch die natürliche Wärmeausdehnung unter der kalifornischen Sonne werden das System zer­rei­ßen
    - Solarzellen reichen nicht zur Energieversorgung
    - Wir haben nicht die Technologie, so ein gigantisches Vakuum zu erzeugen

  7. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: DrWatson 20.08.16 - 23:47

    NiemandMit Gehirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das was ich auch schon im anderen Thread geschrieben habe:
    > - Die dünnen Tunnelwände halten den Druck nicht Stand

    Hast du dafür Quellen? (Bitte keine Youtube Videos)

    > - Durch die natürliche Wärmeausdehnung unter der kalifornischen Sonne
    > werden das System zer­rei­ßen

    Quellen? Wäre mir neu, dass Rohre bei wärme kaputtgehen.

    > - Solarzellen reichen nicht zur Energieversorgung

    Bitte keine Pauschalaussagen. Wie viele Solarzellen reichen nicht zur Energieversorgung?

    > - Wir haben nicht die Technologie, so ein gigantisches Vakuum zu erzeugen

    Wieso sollte man das nicht können? Man kann Gebäude evakuieren, wieso nicht auch Röhren und Tunnel?

  8. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: Eheran 21.08.16 - 00:36

    >- Die dünnen Tunnelwände halten den Druck nicht Stand
    Tatsächlich reicht schon etwa 1/10 der Wandstärke. Die Rohe sind also ziemlich überdimensioniert
    >- Durch die natürliche Wärmeausdehnung unter der kalifornischen Sonne werden das System zer­rei­ßen
    Und wie ist das mit Schienen, Rohrleistungen usw.? Warum funktioniert das dort?
    Nennt sich Spannung. Wenn man die Ausdehnung verhindern will, muss man diese Spannungen aufnehmen können. Bei Schienen macht das das Gleisbett. Bei Hyperloop die Pylonen. Oder man setzt Puffersysteme ein, ist doch kein Hexenwerk, absoluter Standard in der Industrie.
    - Solarzellen reichen nicht zur Energieversorgung
    ...? Okay.
    - Wir haben nicht die Technologie, so ein gigantisches Vakuum zu erzeugen
    Warum sollte das nicht gehen?
    So ein feines Grobvakuum / grobes Feinvakuum (übergang zwischen den beiden) ist mit simpelsten Pumpensystem möglich. Ebenfalls Industriestandard.

    Ich hoffe zu beziehst dich nicht auf das Video von Thunderf00t, wo er sich so richtig ein Ei gelegt hat mit Bullshit. Habe das Abonnement mit dem Video beendet, da er statt wie üblich wissenschaftlich nur mit glauben argumentiert, statt seine Aussagen überhaupt mal zu prüfen. Dabei ist mir Musk oder das Projekt übrigens völlig wumpe. Ich glaube, dass das alles andere als so günstig wie behauptet wird...

  9. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: NiemandMit Gehirn 21.08.16 - 11:35

    Ok, dann lege ich mal ein paar Punkte genauer dar:
    1. Rohrwände
    Im Alpha Zettel von Hyperloop werden ca 2cm angegeben. Und das bei einem Durchmesser von 2,13m. Wer hier den Berechnungen Thunderfoots nicht glaubt kanns gerne selber nachrechnen. Aber jeder mit Grundverständnis von Physik sollte hier sofort erkennen, dass solche Rohre weder weder ein Vakuum, noch eine 15 Tonnen Kapsel, die mit Schallgeschwindigkeit da durchraust, aushält.
    @Eheran: Zu sagen, 1mm hält so ein Vakuum aus ist lächerlich. Ich weiß nicht ob du das ernst meinst, oder trollst.
    2. Wärmeausdehnung
    Ich finds lustig, mit welchen Sachen Hyperloop verglichen wird. Schienen? Pipelines?
    Schienen bauen kein Vakuum auf! Sie sind dafür ausgelegt, sich in das Gleisbett hineinzudehnen. Das funktioniert nicht bei einem Rohr! Ein solches Rohr kann sich nur in die Länge ausdehnen. Bei 600km macht das bei den Schwankungen um die 100m aus.
    Und wie zum Teufel willst du Puffer reinbauen, die sich ausdehnen können, den Erschütterungen einer 15t Kapsel standhalten können und möglichst nicht schon nach einem Monat wegen Materialermüdung zusammenbrechen? Das will ich doch mal sehen.
    3. Energieversorgung
    Hyperloop ist nicht nur selbstversorgend, sondern man g"ewinnt" auch noch Energie dabei. Das alles nur mit Solarzellen. Diese werden ca 5m breit sein und sich über die komplette Länge hinausziehen.
    Welche Geräte müssen diese Solarzellen jetzt versorgen?
    - das komplette Antribesystem der Kapseln
    - die Vakuumpumpen, die regelmäßig (wahrscheinlich dann bei jedem Puffer, also ale 50m) eingebaut sind
    So, und das alles natürlich mal 2, denn in der Nacht produzieren Solarzellen keinen Strom.
    Und dann soll natürlich auch was übrigbleiben.
    Wer mir nicht glaubt, kanns gerne nachrechnen.
    3. Technologie fürs Vakuum
    Die größte Vakuumkammer der Welt ist am Glenn-Forschungszentrum in Sandusky.
    Diese ist 30mx37m groß. Ergibt ein (aufgerundetes) Volumen von 26000m³
    Hyperloop hat einen Durchmesser von 2,13m und soll über 600km lang sein. Damit ergibt sich ein Volumen von ca. 2137800m³. Geht ja einfach so...
    Übrigens: wenn man sich mal die Wände des Forschungszentrums ansieht merkt man wie dick so etwas sein muss. Und Eheran hier meint mit 1mm Stahl geht das.

    Ich habe hier nicht für jeden Scheiß alles komplett ausgerechnet, weils mir einfach zu viel Arbeit ist. Trotzdem sollte jeder auf den ersten Blick die Probleme erkennen.

    Und die Sicherheitsprobleme habe ich noch gar nicht angesprochen. Schieß doch mal auf 2cm Stahl (oder in eherans Fall 1mm) und dann erkennst du, wie leicht Hyperloop Ziel eines Anschlags werden kann.

  10. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: DrWatson 21.08.16 - 16:08

    NiemandMit Gehirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber jeder mit Grundverständnis von Physik
    > sollte hier sofort erkennen, dass solche Rohre weder weder ein Vakuum, noch
    > eine 15 Tonnen Kapsel, die mit Schallgeschwindigkeit da durchraust,
    > aushält.

    Ich wäre grundsätzlich ganz skeptisch, wenn ein Youtuber behauptet er wäre schlauer, als die 200 SpaceX Ingenieure oder die anderen Projektpartner (DB, SNCF, über 30 Universitäten).

    Der vorgesehene Druck ist z.B. üblich bei Vakuumdestillationsanlagen. Diese Destillationskolonne hat eine Wanddicke von 3cm, wobei man beachten muss, dass der Hyperloop einen deutlich niedrigeren Innendurchmesser hat und deshalb mit dünneren Wänden auskommt.

    Ich vermute einfach mal, dass sich der Typ verrechnet hat.

    > 2. Wärmeausdehnung
    > Ich finds lustig, mit welchen Sachen Hyperloop verglichen wird. Schienen?
    > Pipelines?
    > Schienen bauen kein Vakuum auf!

    Pipelines haben aber einen Innendruck. Das kann man schon eher vergleichen.


    > Sie sind dafür ausgelegt, sich in das
    > Gleisbett hineinzudehnen. Das funktioniert nicht bei einem Rohr! Ein
    > solches Rohr kann sich nur in die Länge ausdehnen. Bei 600km macht das bei
    > den Schwankungen um die 100m aus.

    So wie ich das jetzt verstanden habe, soll sich das Rohr tatsächlich über die volle Länge ausdehnen. D.h. die Station in der die Passagiere einsteigen verschiebt sich bei wärme.

    > 3. Technologie fürs Vakuum
    > Die größte Vakuumkammer der Welt ist am Glenn-Forschungszentrum in
    > Sandusky.
    > Diese ist 30mx37m groß. Ergibt ein (aufgerundetes) Volumen von 26000m³
    > Hyperloop hat einen Durchmesser von 2,13m und soll über 600km lang sein.
    > Damit ergibt sich ein Volumen von ca. 2137800m³. Geht ja einfach so...
    > Übrigens: wenn man sich mal die Wände des Forschungszentrums ansieht merkt
    > man wie dick so etwas sein muss. Und Eheran hier meint mit 1mm Stahl geht
    > das.

    Vakuum ist nicht gleich Vakuum. Ich denke da liegt dein Verständnisproblem. Die Druckkammer von der du schreibst ist für Fein- bzw. Hochvakuum ausgelegt, während Hyperloop im Bereich zwischen Grob und Feinvakuum arbeitet. Es wird also mit ganz anderen Größenordnungen gearbeitet.

    Außerdem tust du so, als könnte man das nicht skalieren. Natürlich kann man das wenn man genug, bzw. entsprechend große Turbopumpen hat.


    > Ich habe hier nicht für jeden Scheiß alles komplett ausgerechnet, weils mir
    > einfach zu viel Arbeit ist. Trotzdem sollte jeder auf den ersten Blick die
    > Probleme erkennen.

    Es ist eben nicht so einfach. Ein Youtuber hat dich das glauben gemacht, aber gerade da sollte man kritisch sein.

  11. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: NiemandMit Gehirn 21.08.16 - 18:42

    >Ich wäre grundsätzlich ganz skeptisch, wenn ein Youtuber behauptet er wäre >schlauer, als die 200 SpaceX Ingenieure oder die anderen Projektpartner (DB, SNCF, >über 30 >Universitäten).

    Das Unternehmen heißt nicht SpaceX, merkste selber?
    Die Idee lag jetzt schon einige Zeit bei NASA. Sie wurde im Zuge der flüssigbetriebenen Raketen erfunden, aber seit dem liegts nur rum (warum wohl).
    Und ich vertrau lieber NASA Leuten als Elon Musk, wenn wir schon auf dieser Stufe diskutieren.

    >Der vorgesehene Druck ist z.B. üblich bei Vakuumdestillationsanlagen. Diese >Destillationskolonne hat eine Wanddicke von 3cm, wobei man beachten muss, dass >der Hyperloop einen deutlich niedrigeren Innendurchmesser hat und deshalb mit >dünneren Wänden auskommt.

    Vakuumdestillationsanlagen sind 600km lang und darin fahren 15t Kapseln rum?
    Ich glaube kaum. Das ist nämlich bei der Stabilität ein großer und wichtiger Punkt.

    >Ich vermute einfach mal, dass sich der Typ verrechnet hat.

    Dann vermute ich einfach mal, dass sich er Typ nicht verrechnet hat.


    >Pipelines haben aber einen Innendruck. Das kann man schon eher vergleichen.

    Hochdruck bei Pipelines: 1 bar außen und 16 bar inenn
    Hyperloop: 1 bar außen und 0,001 bar innen.
    Ja, vergleichbar

    >So wie ich das jetzt verstanden habe, soll sich das Rohr tatsächlich über die volle >Länge ausdehnen. D.h. die Station in der die Passagiere einsteigen verschiebt sich bei >wärme.

    1. Die Wärmeausdehnung bei 600km beträgt ca 300m. Dann verschiebt sich der Bahnhof aber ein bisschen ^^
    2. Es sind dehnbare Koppelungen gplant:
    "A telescoping tube, similar to the boxy ones used to access
    airplanes at airports would be needed at the end stations to address the
    cumulative length change of
    the tube."
    Solche Dinger soll man mir mal zeigen ^^ Und zwar welche, die nicht schon nach 5 Jahren wegen Materialermüdung undicht werden.

    >Vakuum ist nicht gleich Vakuum. Ich denke da liegt dein Verständnisproblem. Die >Druckkammer von der du schreibst ist für Fein- bzw. Hochvakuum ausgelegt, >während Hyperloop im Bereich zwischen Grob und Feinvakuum arbeitet. Es wird also >mit ganz anderen Größenordnungen gearbeitet.

    Feinvakuum ist zwischen 1 bis 1/1000 mbar. Hyperloops Vakuum: 1 mbar
    Deine Aussage ist falsch.

    >Außerdem tust du so, als könnte man das nicht skalieren. Natürlich kann man das >wenn man genug, bzw. entsprechend große Turbopumpen hat.

    Auf die Größe kommts hier nicht an, da müssen dann regelmäßig Pumpen installiert werden. Natürlich könnte es theoretisch möglich sein, so ein Vakuum (2137963m³) zu erstellen. Aber wenn ich von unmöglich spreche, dann meine ich damit auch, dass es niemals kommerziell möglich sein wird.

    Den Punkt der Energieversorgung sprichst du gar nicht an, aber ich komm trotzdem nochmal zurück:
    Alle 100m eine Turbopumpe. Das alles muss mit den paar Solarzellen versorgt werden. Das ist schlichtweg nicht möglich.

    Dazu kommen natürlich auch noch die Sicherheitsprobleme...

    Und damit mich auch hier keiner falsch versteht:
    Ich will hier keinen Fortschritt aufhalten, aber wenn er eine relativ unsichere Technologie erforschen will, dann doch bitte mit seinem Geld.

  12. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: DrWatson 21.08.16 - 19:46

    NiemandMit Gehirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ich wäre grundsätzlich ganz skeptisch, wenn ein Youtuber behauptet er wäre
    > >schlauer, als die 200 SpaceX Ingenieure oder die anderen Projektpartner
    > (DB, SNCF, >über 30 >Universitäten).
    >
    > Das Unternehmen heißt nicht SpaceX, merkste selber?

    Hyperloop ist ein Spin-Off von SpaceX.

    > Die Idee lag jetzt schon einige Zeit bei NASA. Sie wurde im Zuge der
    > flüssigbetriebenen Raketen erfunden, aber seit dem liegts nur rum (warum
    > wohl).

    Warum muss ich wissen, was die NASA daran gerforscht hat?
    Es heißt nicht ohne Grund "Space Agency" oder?

    > Und ich vertrau lieber NASA Leuten als Elon Musk, wenn wir schon auf dieser
    > Stufe diskutieren.

    Ich wüsste nicht, dass sich die NASA zu irgendwelchen Aussagen bezüglich Hyperloop hat hinreißen lassen.


    > Vakuumdestillationsanlagen sind 600km lang und darin fahren 15t Kapseln
    > rum?
    > Ich glaube kaum. Das ist nämlich bei der Stabilität ein großer und
    > wichtiger Punkt.

    Eben nicht. Bei einem Zylinder spielt die Länge für die Auslegung der Wandstärke keine Role. Ich dachte du bist der Physikprofi.

    > >Ich vermute einfach mal, dass sich der Typ verrechnet hat.
    >
    > Dann vermute ich einfach mal, dass sich er Typ nicht verrechnet hat.

    Dann erklär mir mal wieso er dann behauptet, dass 2cm Wandstärke nicht ausreicht.
    Zur Erinnerung: Die Wandstärke steht in quadratischem Verhältnis zum Innendurchmesser der Röhre.
    Schau dir die Destillationskolonne noch einmal an und überleg was passiert, wenn man ihren Durchmesser auf die größe des Hyperloops schrumpft.

    Also entwerder hat sich Bar3f00t verrechnet oder er erzählt mit Absicht unsinn um Klicks für seine Videos zu bekommen.

    > >Pipelines haben aber einen Innendruck. Das kann man schon eher
    > vergleichen.
    >
    > Hochdruck bei Pipelines: 1 bar außen und 16 bar inenn
    > Hyperloop: 1 bar außen und 0,001 bar innen.
    > Ja, vergleichbar

    Es gibt Pipelines mit 200 bar, die Größenordnung stimmt also schonmal.


    > >Vakuum ist nicht gleich Vakuum. Ich denke da liegt dein
    > Verständnisproblem. Die >Druckkammer von der du schreibst ist für Fein-
    > bzw. Hochvakuum ausgelegt, >während Hyperloop im Bereich zwischen Grob und
    > Feinvakuum arbeitet. Es wird also >mit ganz anderen Größenordnungen
    > gearbeitet.
    >
    > Feinvakuum ist zwischen 1 bis 1/1000 mbar. Hyperloops Vakuum: 1 mbar
    > Deine Aussage ist falsch.

    Grobvakuum hört bei einem mbar auf, Feinvakuum fängt bei einem mbar an.
    Wo ist da was falsch?


    > Auf die Größe kommts hier nicht an, da müssen dann regelmäßig Pumpen
    > installiert werden. Natürlich könnte es theoretisch möglich sein, so ein
    > Vakuum (2137963m³) zu erstellen. Aber wenn ich von unmöglich spreche, dann
    > meine ich damit auch, dass es niemals kommerziell möglich sein wird.

    Erst redest du von Physikalischen Gesetzen und jetzt plötzlich von "niemals kommerziell möglich".

    > Alle 100m eine Turbopumpe. Das alles muss mit den paar Solarzellen versorgt
    > werden. Das ist schlichtweg nicht möglich.

    Du tust so, als müsste die Röhre ständig evakuiert werden. Ein Pool muss auch nicht ständig befüllt werden.

    Die Röhre wird einmal leergesaugt und dann braucht man die Pumpen eine Zeit lang nicht mehr einschalten.

    > Und damit mich auch hier keiner falsch versteht:
    > Ich will hier keinen Fortschritt aufhalten, aber wenn er eine relativ
    > unsichere Technologie erforschen will, dann doch bitte mit seinem Geld.

    Die Entschiedung können wir nunmal nicht beeinflussen.

  13. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: NiemandMit Gehirn 21.08.16 - 20:44

    >Hyperloop ist ein Spin-Off von SpaceX.

    Es sind verschidene Unternehmen, daher auch verschiedene Ingenieure.

    >Warum muss ich wissen, was die NASA daran gerforscht hat?
    >Es heißt nicht ohne Grund "Space Agency" oder?
    Wenns die NASA nicht schafft, dann schaffts wohl auch kaum ein Elon Musk.
    Aber uns nur auf den Erfinder zu konzentrieren bringt uns nicht weiter, da glaub ich finden wir einen gemeinsamen Nenner.

    >Eben nicht. Bei einem Zylinder spielt die Länge für die Auslegung der Wandstärke >keine Role. Ich dachte du bist der Physikprofi.

    Je länger desto instabiler das Ding. Und die Erschütterungen einer Kapseln machen einen großen Punkt aus.
    Selbst wenn die Wand das aushält und in einem stabilen System ist bringen die Kapseln alle 2 Minuten ziemlich viele Erschütterungen hinein. Je länger der Tunnel desto länger der Schwingkörper, desto höher die Wahrscheinlichkeit von Schwingungsinterferenzen, also zum Beispiel wenn sich mehrere SChwingungen treffen und sich in ihrere Wirkung vervielfachen.
    Außerdem bin ich kein Physikprofi ^^

    >Dann erklär mir mal wieso er dann behauptet, dass 2cm Wandstärke nicht ausreicht.
    >Zur Erinnerung: Die Wandstärke steht in quadratischem Verhältnis zum >Innendurchmesser der Röhre.
    >Schau dir die Destillationskolonne noch einmal an und überleg was passiert, wenn >man ihren Durchmesser auf die größe des Hyperloops schrumpft.
    >
    > Also entwerder hat sich Bar3f00t verrechnet oder er erzählt mit Absicht unsinn um >Klicks für seine Videos zu bekommen.

    Also ihm glaubst du die Rechnung nicht, aber von mir verlangst du sie? Ich kann keinen abgeschlossenen Master of Science vorzeigen, er schon.
    Was das Thunderfoot Gehate soll, weiß ich nicht. Aber jedem das Seine...


    >Es gibt Pipelines mit 200 bar, die Größenordnung stimmt also schonmal.
    Ich hab mich auf Hochdruck Erdgaspipelines bezogen. Worauf beziehst du dich?

    >Grobvakuum hört bei einem mbar auf, Feinvakuum fängt bei einem mbar an.
    >Wo ist da was falsch?
    Da:
    >>während Hyperloop im Bereich zwischen Grob und Feinvakuum arbeitet.
    Es arbeitet im Feinvakuumbereich.

    >Erst redest du von Physikalischen Gesetzen und jetzt plötzlich von "niemals >kommerziell möglich".

    Das widerlegt meinen Punkt aber nicht oder? Dieser Punkt war auch nicht auf physikalische Gesetze basierend, sondern rein auf technische Machbarkeit.

    >Du tust so, als müsste die Röhre ständig evakuiert werden. Ein Pool muss auch nicht ständig befüllt werden.
    >Die Röhre wird einmal leergesaugt und dann braucht man die Pumpen eine Zeit lang nicht mehr einschalten.

    Vakuum =/= Pool
    Ein Vakuum von dieser Größe mit haufenweisen Koppelungen (die sicher nicht 5 Jahre lang dicht sind), mit Kapseln, die alle 2 min durchfahren und dabei jedes Mal etwas Luft in das System bringen muss man ständig evakuiren. Das muss man bei einem Vakuum dieser Größenordnung eh.
    Aber warte: einen Pool muss man auch immer nachfüllen. Durch die Erhitzung durch die Sonne verdunstet stetig Wasser. Selbiges passiert auch bei diesem Tunnel.

    >Die Entschiedung können wir nunmal nicht beeinflussen.
    Wenn du dich auf "aber wenn er eine relativ unsichere Technologie erforschen will, dann doch bitte mit seinem Geld. " beziehst dann:
    Äh, doch.
    So funktioniert Demokratie. Eigentlich.

  14. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: Local Horst 22.08.16 - 08:40

    Ein Blick ins white paper sagt schon alles, die wollen Schub mit einer Turbine in einem Vakuum erzeugen, viel Glück damit.

  15. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: Sebbi 22.08.16 - 10:42

    Local Horst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Blick ins white paper sagt schon alles, die wollen Schub mit einer
    > Turbine in einem Vakuum erzeugen, viel Glück damit.

    Die Kapseln werden in der Startstation beschleunigt und die Turbine soll nur die Geschwindigkeit halten bzw. die Bugwelle (da staut sich trotz geringen Luftdrucks noch relativ viel Luft an) an der Kapsel vorbeileiten. So zumindest die ursprüngliche Idee.

  16. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: Sebbi 22.08.16 - 11:22

    Warum geht es hier darum wem man vertraut und welche Aussagen man glauben möchte? Musk liefert hier doch eigentlich nur eine Idee wie man es realisieren könnte, die eigentliche Arbeit machen andere Firmen. Dazu gehört auch ein Geschäftsmodell zu finden mit dem sich das Ganze realisieren lässt.

    Und dort arbeiten ja keine Idioten. Von daher ... warum "vertrauen" und warum nimmt das hier religiöse Züge an, obwohl es sich leicht ausrechnen lässt.

    Mit den üblichen Formeln erhält man für den hier genannten Druckunterschied und Stahl eine nötige Wandstärke von wenigen Millimetern. Da die Kapseln - zumindest bei einer der Firmen - auf einer Schiene ähnlich wie ein Transrapid bewegt wird, sollte sie die Wände nie berühren können. 10 Millimeter dürften durchaus realistisch sein, wenn nicht werden sie es bei den ersten Tests merken. Eventuell wird durch dickere Wände das Projekt zu teuer und versandet ... aber unmöglich macht es das nicht.

    Die eingesetzten Pumpen müssen nur so viel Leistung aufbringen wie nötig ist um den niedrigen Luftdruck auch bei kleineren Lecks aufrecht erhalten zu können. Sie müssen nicht alle paar Stunden eine Röhre mit 1 Bar auf 1 mBar leerpumpen. Auch das kann man ausrechnen und die nötige Fläche für Solarzellen herausfinden. Da die Kapseln in der Endstation abgebremst werden und mit sehr wenig Widerstand beschleunigt werden, dürfte auch hier vergleichsweise wenig Energie nötig sein um das System in Betrieb zu halten. Eine 600 km Röhrenkonstruktion mit 5 Meter Breite (2 Röhren nebeneinander) ergibt eine Fläche von 3 Millionen qm ... 1 kWp Panel benötigt ungefähr 7 qm und in Kalifornien bekommt man pro Jahr bestimmt auf 1500 kWh pro kWp. Sind also 643 GWh im Jahr ...

  17. Re: Musk der Erfinder der Technik? Dream on!

    Autor: EhNickma 22.08.16 - 13:09

    Naja Ich habe mir mal das Paper angesehen.
    1. Der Hyperloop wird teurer als alle anderen Transportmittel Seite 8, das muss man dann wollen.
    2. Es fehlt mir der Part was passiert bei einem technischen Ausfall. Die Lösung ist, man geht davon aus, das die Kapsel bis zum Zielbahnhof fahren kann. Dieses Konzept ist nicht für gewisse Szenarien nicht tragfähig. Wenn z.B. das Vakuum aus welchen Grunde auch immer Ausfällt oder es zu einen Steckenbleiben der Kapsel führt wird es kritisch. Wie will man die Kapsel / Röhre verlassen ? Durch die Anstauung vieler Kapseln in einer Rohre wird das Lokale Stromnetz überlastet.
    3. Es fehlt das gesamte Betriebskonzept. Wartung z.B. Wie will man etwas warten ?
    Manches geht von außen, aber da braucht man trotzdem Straßen. Die Strecke muss man stillegen für Irgendeine Wartung an den Röhren. Momentan müsste man wenigstens 3 Röhren vorsehen, um eine Wartung durchführen ohne eine Stilllegung Durchführen zu können.

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Ein IMHO von Sebastian Grüner


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      Disney
      4K kostet bei Disney+ keinen Aufpreis

      Ohne Aufpreis für 4K-Streaming will sich Disney zum Start von Disney+ von Konkurrenten wie Netflix abheben. Außerdem wird auf der Plattform Binge-Watching weniger populär sein, denn neue Episoden sollen nacheinander wöchentlich erscheinen.

    2. Kickstarter: Retrostone 2 ist ein Game Boy mit LC-Display und Ethernet
      Kickstarter
      Retrostone 2 ist ein Game Boy mit LC-Display und Ethernet

      Er sieht aus wie eine Mischung aus SNES-Controller und Game Boy: Der Retrostone 2 ist eine mobile Spielekonsole, auf der Gamer ihre alten Spiele als Emulation spielen können. Ungewöhnlich: Mit USB, HDMI und Ethernet eignet sich das System auch als Standkonsole am Fernseher.

    3. Taleworlds: Mount and Blade 2 ist 2020 nach acht Jahren spielbar
      Taleworlds
      Mount and Blade 2 ist 2020 nach acht Jahren spielbar

      Mit dem Schwert und dem Pferd können Fans der Mittelaltersimulation Mount and Blade den langersehnten zweiten Teil spielen. Diese Version wird allerdings im Early Access erscheinen und von daher nicht fertig sein. Zumindest geht es voran.


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