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Kleine Kritik an die Autorin

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  1. Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Eheran 19.09.19 - 10:21

    >Wer sich auf das Betriebsgelände von Aurubis begibt, den empfängt gleich hinter dem Werkstor ein imposanter, feuerspeiender Drache. Zumindest wirkt es so, wenn man der riesigen Eisenskulptur gegenübersteht, die einem chinesischem Fabelwesen nachempfunden scheint.

    Das ist der einzige Bezug zu einem Besuch auf dem Werksgelände. Da hätte ich noch was zu den dortigen Anlagen o.ä. erwartet, wenn man schon so weit ausholt bezüglich des Eingangs auf das Werksgelände.

    >Feuer ist in der Tat das wichtigste Element für die Metallverarbeitung
    Schön formuliert, aber das gehört hier nicht hin. Nicht nur, weil Feuer kein Element ist. Auch, weil Feuer an sich nicht das wichtige ist. Sondern die Wärmeenergie. Das Temperatur und Wärme etwas völlig unterschiedliches sind, ist für Laien oft unverständlich.
    Wenn ich mir das Verfahrensschema im Video bei 1:05 angucke, so steht da was von "flash smelter". Damit ist für den Verhüttunsprozess an sich kein (Erd-) Gas oder andere, zusätzliche Brennstoffe nötig und "Feuer" verliert noch mehr an Aussagekraft.

    Was ich im Artikel vermisse, wo es ja zu einem guten Teil um Aurubis geht, ist z.B. deren Stromproduktion aus der Abwärme von 15GWh pro Jahr. Das und mehr kann man in der Umwelterklärung von Aurubis nachlesen.

  2. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: trinkhorn 19.09.19 - 10:30

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >[...]
    > >Feuer ist in der Tat das wichtigste Element für die Metallverarbeitung
    > Schön formuliert, aber das gehört hier nicht hin. Nicht nur, weil Feuer
    > kein Element ist. [...]

    Wenn schon pedantisch dann richtig: Die Ursprüngliche 4-Elemente-Lehre aus der der Begriff der chemischen Elemente stammt behinhaltet in der Tat neben Erde, Wasser und Luft: Feuer (und ebenso die chinesische 5-Elemente Lehre). Der Artikel sagt nur Element, nicht chemisches Element.

  3. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Eheran 19.09.19 - 10:35

    Mit der Argumentation könnte man wohl fast alles als fast alles bezeichnen, weil es halt irgendwann, irgendwo mal so war. Es ist eine schöne Formulieren, aber die 4-Elemente-Lehre hat in einem Fachartikel ganz sicher nichts verloren.

  4. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: theFiend 19.09.19 - 10:40

    Wie kommst Du darauf das es sich um einen "Fachartikel" handelt?

  5. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Eheran 19.09.19 - 11:00

    Es ist ein Bericht, so steht es jedenfalls im Artikel.

    >Ein Bericht ist eine längere journalistische Darstellungsform auf der Basis einer Nachricht. Wie diese schildert er einen Sachverhalt oder eine Handlung, ohne Wertungen des Autors zu enthalten. Im Gegensatz zur Nachricht stellt der Bericht das Geschehen im Zusammenhang dar. Er informiert detailliert und anschaulich und kann Hintergrund, Vorgeschichte und längere Zitate enthalten. Im Journalismus ist der Bericht eine verbreitete informationsorientierte Form.

    Kann man sich jetzt streiten, ob z.B. Wertungen des Autors hier enthalten sind. Spielt aber keine Rolle, ihr solltet das auch nicht so verbissen sehen. Ich finde den Artikel gut. Nur an den 2 Stellen hätte ich mir eben etwas anderes gewünscht, nicht mehr und nicht weniger will ich sagen. Ob den Autor meine Kritik interessiert steht auf einem ganz anderen Blatt und das geht mich erstmal nichts an.

  6. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: koelnerdom 19.09.19 - 11:00

    Vielleicht ja deshalb?

    "Monika Rößiger

    Biologin, Wissenschaftsjournalistin und Sachbuchautorin.

    Schreibt, lektoriert und übersetzt (Englisch, Spanisch) für verschiedene Verlage, zum Beispiel für "National Geographic Deutschland". Reportagen unter anderem in "Geo", "Stern", "Natur", "Bild der Wissenschaft", "Spektrum der Wissenschaft", "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und "Zeit".

    Mitautorin der Bildbände „Abenteuer Ozean“, „Wildes Deutschland“ und „Wildes Sachsen“. Ihr Buch „Das Gehirn“ in der Jugendsachbuch-Reihe "Was ist Was" wurde in sieben Sprachen übersetzt. Gemeinsam mit Claus-Peter Lieckfeld schrieb sie das Buch „Mythos Meer“. Buchbeiträge in „Weltatlas der Ozeane“ und „Expeditionen ins Tierreich“."

  7. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: trinkhorn 19.09.19 - 11:19

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit der Argumentation könnte man wohl fast alles als fast alles bezeichnen,
    > weil es halt irgendwann, irgendwo mal so war. Es ist eine schöne
    > Formulieren, aber die 4-Elemente-Lehre hat in einem Fachartikel ganz sicher
    > nichts verloren.

    Ok, dann anders. Hier steht nur "das wichtigste Element". laut https://www.duden.de/rechtschreibung/Element kann Element u.a. bedeuten: "[Grund]bestandteil, Komponente", "Naturgewalt, Naturkraft". Ich sehe absolut nicht, warum das Wort hier falsch sein sollte. Wie gesagt, da steht nichts von chemischem Element oder so, was klar wissenschaftlich abgegrenzt wäre.

  8. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: mannzi 19.09.19 - 11:25

    "Ein Sessel ist ein wichtiges Element in einem gemütlichen Wohnzimmer" ist genauso richtig wie: "Feuer ist ein wichtiges Element in der Produktion",
    oder: "die Dokumentationsarbeit ist ein wichtiges Element des programmierens".
    Alles kann ein Element sein. Aber halt kein chemisches Element.

  9. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Eheran 19.09.19 - 11:27

    Ebenso wie an @mannzi:
    Das Feuer an sich ist eben nicht wichtig. Es ist eine Nebenerscheinung des Prozesses.

  10. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: trinkhorn 19.09.19 - 11:31

    Desshalb habe ich auch nur deinen Satz ins Zitat genommen in dem du sagst Feuer sei kein Element.
    mannzi argumentiert als Reply auf den Hauptpost ohne konkretes Zitat, da kannst du gern das Argument bringen :)

  11. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: mannzi 19.09.19 - 11:34

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ebenso wie an @mannzi:
    > Das Feuer an sich ist eben nicht wichtig. Es ist eine Nebenerscheinung des
    > Prozesses.


    Ich wollte mich ebenso nur auf die ist es Element oder nicht argumentation beziehen, ich dachte das hätte ich mit meiner Ausdrucksweise genügend gezeigt.

  12. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Raphael_ 19.09.19 - 12:03

    Das sind halt Stilmittel um den Artikel erzählerisch (nicht fachlich) aufzuwerten. China, Drache, Feuer erzeugt Bilder beim Leser.

  13. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: theFiend 19.09.19 - 13:05

    Raphael_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind halt Stilmittel um den Artikel erzählerisch (nicht fachlich)
    > aufzuwerten. China, Drache, Feuer erzeugt Bilder beim Leser.

    Exakt das! Und nur weil ein Autor auch Sachbücher verfasst, ist noch längst nicht jeder Artikel den er verfasst auch ein Fachartikel....

  14. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Eheran 19.09.19 - 13:09

    Das ist doch auch völlig okay.
    Ich hab meine 2 Kritikpunkte genannt. Theoretisch hat sie so zumindest die Möglichkeit, das Feedback anderer zu lesen. Vielleicht interessiert sich die Autorin dafür. Oder sie lässt es.

  15. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: ap (Golem.de) 19.09.19 - 17:02

    Hier die Antwort unserer Autorin:

    @Eheran
    Ihre Kritik interessiert mich genauso wie die der anderen Foristen.

    Der Artikel erhebt nicht den Anspruch ein Fachartikel @theFiend zu sein,
    sondern gibt einen Überblick über Demonstrationsvorhaben zum Thema
    Wärme in Norddeutschland.

    Der Drache und das „feurige Element" sind, wie @Raphael richtig anmerkt,
    nur Stilmittel und gelten im übertragenen Sinn, wie auch @mannzi und
    @trinkhorn kommentieren. Ich würde gern auch Laien für solche Themen interessieren.

    Den Hinweis auf die "Stromproduktion aus der Abwärme“ kann man natürlich machen; allerdings
    ging es hier nicht um Aurubis an sich, sondern in Kooperation mit anderen. Es sind ja mehrere
    Unternehmen genannt, deren Umweltberichte hier auch nicht thematisiert werden.
    Eine Werksbesichtigung von Aurubis gibt es außerdem schon vom Kollegen Werner Pluta.

    --
    Andy Prahl
    (Golem.de)

  16. Re: Kleine Kritik an die Autorin

    Autor: Eheran 19.09.19 - 19:23

    Alles klar, vielen Dank :)

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