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Was ich nicht verstehe

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Was ich nicht verstehe

    Autor: prolemiker 28.05.20 - 13:50

    Wenn jemand behaupted, etwas würde eine freie und demokratische Wahl gefährden, halte ich das prinzipiell erst einmal für lobenswert. Als Reaktion kommt nun aber, dass dies natürlich totaler Quatsch sei, oder gar "irreführend" (d.h. "nicht falsch aber man *könnte* es falsch verstehen"!) und dies lässt mich dann doch etwas aufhorchen.

    Zudem fehlt hier ein wenig der Kontext, dass ein zugegebermassen voreingenommenes Institut (PILF) gerade eine Analyse veröffentlicht hat, die feststellte, dass bei den letzten Wahlen 28 Millionen Briefwahlzettel "verschwunden" sind, und dies natürlich problematisch ist. Dies wird nun von den Demokraten unter den Tisch gekehrt mit der Behauptung, dass sei alles halb so schlimm, die Wähler hätten ihre Wahlunterlagen wohl wahrscheinlich nur in den Müll geworfen. Kann sein, mag sein, aber 28 Millionen Stimmzettel auf dem Müll finde ich schon ein wenig problematisch und schon allein in dem Fall eine vernünftige Rechtfertigung, das Thema zu diskutieren und grossflächige Briefwahl zu kritisieren.

    Auch unerwähnt bleibt, dass @jack erklärt hat, warum der Tweet "irreführend" sei: Er würde implizieren, dass Wähler sich nicht für eine Wahl registrieren müssten. Ich lese dies absolut nicht aus Trumps tweet.

    Das wird dann noch mit unqualifizierten Spekulationen von golem gewürzt
    > Möglicherweise befürchtet er, dass dadurch mehr Wähler der Demokratischen Partei von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen könnten.
    Möglicherweise ja auch nicht, aber man kann das ja mal so in den Raum werfen, warum auch nicht

    Gerne kann @jack oder @jeffrich, Associate General Counsel von Twitter, privat weiter Dinge kommentieren wie "He [Trump] must be culled from the herd. ASAP!" (sic!!), aber einen editorialen Link einzufügen macht halt Twitter zu einem Herausgeber, und läutet jetzt hoffentlich ein Ende dieser "Platform" ein.

  2. Re: Was ich nicht verstehe

    Autor: Ach 28.05.20 - 15:16

    > Wenn jemand behaupted, etwas würde eine freie und demokratische Wahl gefährden, halte ich das prinzipiell erst einmal für lobenswert. ...

    Wieso überhaupt hältst du so eine Frage für lobenswert? Jemand alleine dafür zu loben, dass er sich beschwert? Wie kommst du zu einem Urteil ohne das geringste Wissen über den Kontext? Den Anfang findest du nicht bei anderen, sondern darin, diese Praxis zu hinterfragen, um auf diese Weise überhaupt erst mal ein vertretbare Lösungen zu entwickeln.

  3. Re: Was ich nicht verstehe

    Autor: unbuntu 28.05.20 - 15:22

    prolemiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann sein, mag sein, aber 28
    > Millionen Stimmzettel auf dem Müll finde ich schon ein wenig problematisch
    > und schon allein in dem Fall eine vernünftige Rechtfertigung, das Thema zu
    > diskutieren und grossflächige Briefwahl zu kritisieren.

    Da wäre eher die Frage wichtig, ob diese 28 Millionen denn ihre Stimme auch über normalem Weg abgegeben hätten.

    Und in einem von Republikanern und Bekloppten dominierten Land würde ich Wahlmaschinen erst recht nicht trauen.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  4. Re: Was ich nicht verstehe

    Autor: prolemiker 28.05.20 - 15:52

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso überhaupt hältst du so eine Frage für lobenswert? Jemand alleine
    > dafür zu loben, dass er sich beschwert?
    Wenn jemand sagt "Ich bin gegen X weil ich denke X gefährdet den demokratischen Prozess" finde ich das prinzipiell erstmal gut. Eine korrekte Antwort wäre "Ich glaube nicht das X gefährlich ist, aber im Sinne der Integrität des demokratischen Prozesses, lass uns nochmal alles ganz genau durchgehen, bis wirklich klar ist, dass X unproblematisch ist". Hier wird aber ganz konkret versucht, Sorgen um demokratische Prozesse als Unsinn abzutun und vor anderen zu verstecken.
    Der Rest Deines Kommentars überschreitet leider meine kognitiven Fähigkeiten und ich kann damit nichts anfangen.

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wäre eher die Frage wichtig, ob diese 28 Millionen denn ihre Stimme auch über normalem Weg abgegeben hätten.
    Warum? Erstens haben sie (grösstenteils, soweit ich es verstanden habe) die Wahlunterlagen beantragt. Zweitens ändert es nichts daran, dass Müllhalden kein guter Ort für Wahlzettel sind, die jeder ausfüllen könnte, würde er sie finden. Name und Anschrift von registrierten Wählern stehen ja drauf.

    > Und in einem von Republikanern und Bekloppten dominierten Land würde ich Wahlmaschinen erst recht nicht trauen.
    Wie kommst Du jetzt zu Wahlmaschinen? Das war doch gar nicht teil der Diskussion? Insbesondere ging es in dem Tweek um Kalifornien, dass grösstenteils von Demokraten regiert wird, und Demokraten würden die Wahlmaschinen aufstellen. Oder meinst Du, Briefwahl ist besser als Automaten, weil ein Stapel Zettel der irgendwie mit der Post eintrudelt sicherer ist als ein Wahlbüro, wo zumindest theoretisch die Wahlunterlagen (Festplatte) 24/7 beobachtet/verschlossen sind?

  5. Re: Was ich nicht verstehe

    Autor: Ach 28.05.20 - 18:42

    Die Neigung eines Menschen sich zu beschweren oder nicht zu beschweren ist irrelevant für die Bewertung seiner Beschwerde. Diese Bewertung ist zu 100% vom Inhalt abhängig. Wenn jemand in seiner Beschwerde nach einer Diktatur und nach der Abschaffung aller Wahlen verlangt, dann würde man seine Beschwerde genau umgekehrt zu der Beschwerde von jemandem beurteilen, der in seiner Beschwerde nach einer gesetzlichen verankerten Verpflichtung zur Realisation von ausreichend Wahlbüros fordert. Ist das so schwer nachzuvollziehen?

  6. Re: Was ich nicht verstehe

    Autor: prolemiker 28.05.20 - 22:22

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Neigung eines Menschen sich zu beschweren oder nicht zu beschweren ist
    > irrelevant für die Bewertung seiner Beschwerde. Diese Bewertung ist zu 100%
    > vom Inhalt abhängig. Wenn jemand in seiner Beschwerde nach einer Diktatur
    Genau. Der Inhalt der Beschwerde war "Ich sorge mich um den demokratischen Prozess". Das bewerte ich als positiv.

    > und nach der Abschaffung aller Wahlen verlangt, dann würde man seine
    > Beschwerde genau umgekehrt zu der Beschwerde von jemandem beurteilen, der
    > in seiner Beschwerde nach einer gesetzlichen verankerten Verpflichtung zur
    > Realisation von ausreichend Wahlbüros fordert. Ist das so schwer
    > nachzuvollziehen?
    Bist du nüchtern?

  7. Re: Was ich nicht verstehe

    Autor: Ach 29.05.20 - 02:28

    prolemiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Der Inhalt der Beschwerde war "Ich sorge mich um den demokratischen Prozess".
    > Das bewerte ich als positiv.

    Das ist im besten Fall eine Zuordnung, aber immer noch kein Inhalt. Man bekommt auch für das Aussprechen der Worte : "Ich sorge mich um den demokratischen Prozess", noch keine Belohnung, und erst wenn der Fokus und die Ideen eines Präsidenten der Nation tatsächlich dienlich sind.

    > Bist du nüchtern?

    Was du mit diesen Worten in frage stellst, ist ein immer noch leicht zu verstehendes Beispiel. Jetzt wiederum könntest du die Ehre des Trump Fans retten, indem du wenigstens versuchst es zu verstehen.

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