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Wir wollen alles kostenlos

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  1. Wir wollen alles kostenlos

    Autor: fanreisender 05.06.19 - 15:50

    und ignorieren, dass den Anbietern halt Kosten entstehen.
    Die Vereinsseite der lokalen Briefmarkenzüchter (denen übrigens auch Kosten enstehen) interessiert niemanden, alle wollen Youtube & Co.
    Die Anbieter bekommen ihr Geld, oder gehen pleite. Wenn wir nicht direkt zahlen, dann halt über den Werbeumweg. Das ist die teuerste Version, weil ja auch das Erstellen der Werbung selbst finanziert werden muss.

    Natürlich gibt es mittlerweile werbefreie Angebote gegen Gebühr. Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden. Hauptproblem ist leider zumindest derzeit immer, dass es sich um Abomodelle handelt. Das muss man sich sehr genau überlegen. Ein funktionierendes Mikropayment wäre schon die bessere Lösung, erstaunlicherweise funktioniert das trotz größter Anstrengungen bis heute nicht.

  2. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: ikhaya 05.06.19 - 16:06

    Mich wundert es nicht, denn es braucht nicht eine Lösung eines zentralen Anbieters wie Flatter dafür sondern etwas dass ohne großen Mittler auskommt.

    Ich hoffe da auf Lightning wenn die Apps soweit sind und das System getestet.

  3. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: Hotohori 05.06.19 - 16:15

    Vielleicht wäre es ja ein Ansatz, wenn man quasi mit dem Internet Zugang mit bezahlt. Das Mainproblem ist ja immer, dass man zusätzlich für eine Seite zahlen muss, was oft bedeutet man muss einem dritten Unternehmen seine Bezahldaten geben und da meist auch noch unterschiedliche Bezahldienstleister genutzt werden bleibt es eben nicht nur bei einem dritten Unternehmen.

    Das macht das ganze ziemlich unbequem für Internet Nutzer und darum wird das so niemals richtig funktionieren. Kaum eine Webseite bekommt auf diese Art genug Geld zusammen, da zu wenige auf die Art zahlen.

    Daher muss man überlegen wie man diese Kosten anders von Internet Nutzern eintreiben kann und da man den Internet Zugang sowieso zahlen muss, wäre es darüber eine Idee. Die Internet Provider leiten das Geld (eine Pauschale) dann weiter an Dienstleister, bei dem sich dann Webseiten anmelden und dann anteilig (nach einer komplexeren Formel) etwas von dem Geld bekommen.

    Wäre zumindest mal ein Ansatz. Aber wie immer bei so etwas wird das schwer das global umgesetzt zu bekommen und daran wird es wohl immer scheitern... da muss man sich schon fragen wie das Internet so überhaupt entstehen konnte.

  4. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: Hotohori 05.06.19 - 16:17

    Wenn es denn ein Anbieter wäre, inzwischen gibt es schon einige. Patreon, Steady und was es sonst noch so gibt. Zumindest die 2 hab ich selbst schon genutzt, neben Flatter, was Golem mal benutzt hatte.

  5. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: eidolon 05.06.19 - 16:19

    Werbung schalten ist eine Sache. Den Nutzer überwachen und Profile erstellen eine andere.

  6. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: 3dgamer 05.06.19 - 16:42

    eidolon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werbung schalten ist eine Sache. Den Nutzer überwachen und Profile
    > erstellen eine andere.

    Bingo, das ist der Punkt.

  7. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: ikhaya 05.06.19 - 18:29

    Es ist dennoch ineffizient weil zu viele Stellen dazwischen was verdienen wollen.

  8. Taubenzüchter?

    Autor: zuschauer 05.06.19 - 23:04

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Vereinsseite der lokalen Briefmarkenzüchter

    oder Briefmarkensammler?

    "Deine" Spezies war mir noch unbekannt...

  9. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: The Insaint 06.06.19 - 00:07

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre zumindest mal ein Ansatz. Aber wie immer bei so etwas wird das schwer
    > das global umgesetzt zu bekommen und daran wird es wohl immer scheitern...

    Nein. Das ist ein riesengroßer Schwachsinn. Für etwas bezahlen, was man nicht nutzt oder Geld erhalten ohne Leistung war noch nie eine "gute Sache".


    > da muss man sich schon fragen wie das Internet so überhaupt entstehen
    > konnte.

    Tja, weil man früher mal Spaß an der Freude hatte. Das, was man mitteilen wollte, den anderen auch ,natürlich kostenlos, bereitstellen wollte (weil man froh war, wenn's mal wer gelesen und für sich für vorteilhaft befunden hat) und man stelle sich vor: ganz ohne Habgier. Einfach als "elektronisches" Hobby, weil's neu war.

    Das, was heute im Netz abgeht, hat mit dem Geist von damals™ überhaupt nichts mehr zu tun. Jeder glaubt, er muß alles im Netz kommerzialisieren und noch schlimmer: Jeder glaubt, daß man den Scheiß auch noch kaufen _muß_ weil, hey, ich muß das ja auch bezahlen, ich will ja davon leben.
    Ich sage da nur: Geh scheißen. Wenn du nicht fähig bist, deinen Internet-Auftritt selbst zu bezahlen, dann such' dir gefälligst einen richtigen Job wie alle anderen auch.

    Mich widert es einfach nur an, wenn jeder Koffer meint, er muß seinen Dreck unaufgefordert in's Netz stellen und dann auch noch darauf pocht, daß jemand anderes dafür bezahlt. Einfach nur abartig.

  10. Und? Das ist Kapitalismus.

    Autor: Herricht 06.06.19 - 09:24

    Der Landwirt soll dem Discounter seine Produkte auch am besten schenken.
    Der wahre Kapitalist zahlt idealerweise für nichts und bekommt unendliche Gewinne für einen Furz.

  11. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: Hut+Burger 10.06.19 - 10:50

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und ignorieren, dass den Anbietern halt Kosten entstehen.
    Nein.

    > Die Vereinsseite der lokalen Briefmarkenzüchter (denen übrigens auch Kosten
    > enstehen) interessiert niemanden, alle wollen Youtube & Co.
    Nun, das ist eben der Markt. Wie viele interessieren sich eigentlich für gezüchtete Briefmarken? Und, im Vergleich dazu, für süße Katzenvideos?

    > Die Anbieter bekommen ihr Geld, oder gehen pleite. Wenn wir nicht direkt
    > zahlen, dann halt über den Werbeumweg. Das ist die teuerste Version, weil
    > ja auch das Erstellen der Werbung selbst finanziert werden muss.
    Das Problem, welches du hier vermutlich übersehen hast: Es geht um Tracking und Cookies. Nicht um Werbung. Fernsehwerbung funktioniert schon seit Jahrzehnten ziemlich gut. Die Contentanbieter haben sich einreden lassen, dass ohne Megabyteweise Werbung und Tracking es kein Geld gibt, bzw. waren zu gierig und haben sich und ihre Kunden verscherbelt. Das fällt ihnen jetzt auf die Füße, und das ist gut so.

    > Natürlich gibt es mittlerweile werbefreie Angebote gegen Gebühr.
    > Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden. Hauptproblem ist leider
    > zumindest derzeit immer, dass es sich um Abomodelle handelt.
    Wer einnen Mehrwert anbietet, wird bezahlt. Es gibt schon einen Grund, warum viele Webseiten drohen (gedroht haben) eine Pay-Wall einzurichten, aber niemand es durchgezogen hat. Da brechen halt die Besucherzahlen und Gewinne ein und man sieht, dass das eigene Baby eben nicht das schönste auf der Welt ist...

    > Das muss man
    > sich sehr genau überlegen. Ein funktionierendes Mikropayment wäre schon die
    > bessere Lösung, erstaunlicherweise funktioniert das trotz größter
    > Anstrengungen bis heute nicht.
    Siehe oben. Die drei-vier Pay-Walls die ich gesehen habe (mit 0,99¤ pro Artikel / 10¤ pro Monat) waren allesamt Lokalzeitungen. Das funktioniert, glaub mir. Dafür muss man aber Qualität liefern, was erklärt, warum große Anbieter so allergisch darauf reagieren und versuchen, jeden Adblocker, der bei drei nicht auf einem Baum ist, wegzuklagen.

  12. Re: Wir wollen alles kostenlos

    Autor: Peter Brülls 13.06.19 - 19:39

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und ignorieren, dass den Anbietern halt Kosten entstehen.
    > Die Vereinsseite der lokalen Briefmarkenzüchter (denen übrigens auch Kosten
    > enstehen) interessiert niemanden, alle wollen Youtube & Co.
    > Die Anbieter bekommen ihr Geld, oder gehen pleite. Wenn wir nicht direkt
    > zahlen, dann halt über den Werbeumweg. Das ist die teuerste Version, weil
    > ja auch das Erstellen der Werbung selbst finanziert werden muss.

    Tracking und Werbung sind zwei unterschiedliche Dinge. Werbung hat über Jahrhunderte gut funktioniert, indem zielgruppenorientiert geworben geworben wurde. Selbst zu Hochzeiten des Reklamefernsehens reichten dazu einfache statistische Mittel aus.

    Ganz ohne jedem einzelnen Benutzer bis auf’s Klo hinterherzulaufen.

    https://weis2019.econinfosec.org/wp-content/uploads/sites/6/2019/05/WEIS_2019_paper_38.pdf

    „We find that when a user’s cookie is available publisher’s revenue increases by only about 4%. This corresponds to an average increase of $0.00008 per advertisement.“

    Für diese 4% bauen selbst Zeitungen und Zeitschriften, die sonst bei staatlichen Maßnahmen Zeter und Mordio schreien, an einem unglaublichen Überwachungsapparat teil. Facebook, Twitter und Google sowieso, deren Marketing ist komplett amoralisch und allein auf Engagement aus.

    Edit:

    Entsprechend habe ich bei Websites, die ich ständig benutze den Adblocker ausgeschaltet, aber den ganzen Tracking-Mist samt Social Media Überwachung gesperrt. Nur wenn es zu wild wird bei der Werbung, sie mir plötzlich Töne abspielt oder Artikel durch die Gegend schiebt weil ein infantiler Werber ein Auto durch die Gegend fahren läßt, schlage ich dann erst mal wieder für eine Woche zu, bis die Kampagne gelaufen ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.19 19:47 durch Peter Brülls.

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