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3100 Euro/Anschluss

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  1. 3100 Euro/Anschluss

    Autor: chefin 29.11.18 - 13:03

    Ganz schöne Stange Geld. Und das bei den Rosinen die sie gepickt haben.

    Bis die wirklich teuren Anschlüsse kommen, wird das schnell auch bei 5000 oder 8000 je Anschluss liegen. Bei 100Euro mtl und nach Abzug von Steuern und Betriebskosten dürften also höchstens 30 Euro für die Investition über sein (20 euro sind ja schon MWSt). 3000 Euro sind dann 100 Monate aka 8 Jahre. Schnell ist man dann bei 15-20 Jahre pro Anschluss. Und 100 Euro ist echt schon ganz schön happig, wenn mans mal genau nimmt.

    Glasfaser ist nett, wenns kommt, ist es wirklich nett, aber das Geld muss man dann auch erstmal über haben. 1200 Euro im Jahr nur fürs Internet....wow

  2. Re: 3100 Euro/Anschluss

    Autor: M.P. 29.11.18 - 13:15

    Die Glasfaserprojekte, die ich kenne sind fast alle in schlecht versorgten Dörfern und Kleinstädten auf dem Land erfolgt, wo man mit der Glasfaser keine Konkurrenz von der Telekom befürchten muss, solange diese keinen Outdoor MSANs aufstellen...

    Es ist natürlich so, dass der Meter Kabelgraben im Ballungszentrum wahrscheinlich viel teurer ist, als im weniger versiegelten und von weniger vorhandenen Leitungen durchzogenen Erdreich auf dem Land.

    Ob das aber angesichts der größeren Kabellängen im ländlichen Raum wirklich zu geringeren Kosten, als im Durchschnitt führt (also Rosinenpickerei ist ....)

  3. weniger als 1500 Euro/Anschluss

    Autor: johnDOE123 29.11.18 - 13:23

    Die 700000 Anschlüsse, auf die du die 2,2 Milliarden aufgeteilt hast, sind nur die angeschlossenen Haushalte, nicht die anschließbaren Haushalte. Für die muss dann nur noch deutlich weniger ausgegeben werden, weil für diese Anschlüsse schon alles bis zur Grundstücksgrenze vorhanden ist.

    Keiner der Anbieter kalkuliert mit 100 Euro monatlich, wie man leicht an den Endkundenpreislisten ablesen kann. Bekanntlich ist ein 400Mbit/s FTTH Anschluss von der Deutschen Glasfaser billiger als S-Vectoring mit höchstens 250Mbit/s über die Telefonleitung von der Telekom. Soviel Geld, um die alte Telefonleitung bezahlen zu können, muss man also erstmal haben.

    Aber es muss ja nicht immer so schnell sein: Rhönnet bietet auch 100Mbit/s für 15 Euro im Monat an, zzgl. 20 Euro im Monat als Baukostenbeitrag. Für 35 Euro im Monat bekommt man bei der Telekom nur 16Mbit. Soviel Sparsamkeit muss man sich leisten können.

  4. Re: 3100 Euro/Anschluss

    Autor: most 29.11.18 - 13:44

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Glasfaser ist nett, wenns kommt, ist es wirklich nett, aber das Geld muss
    > man dann auch erstmal über haben. 1200 Euro im Jahr nur fürs
    > Internet....wow

    Nur fürs Internet.....

    Ja, 100 Euro ist kein Pappenstiel, aber wenn man mal überlegt, was heute alles am Internet hängt, dann ist es doch nicht mehr so wahnsinnig viel.

    Mir spart das Internet z.B. schon mal 21¤ Kabelgrundgebühr pro Monat und meine Möglichkeit
    auf ein Auto zu verzichten kommt auch zum Teil dem Internet zugute.

    +/- 100¤ Miete pro Monat ist in Großstädten kein entscheidender Grund, viele sind froh überhaupt was zu finden. Wenn durch den Ausbau das (Um)Land attraktiver wird, dann entspannt sich der Mietmarkt ggf. ein bisschen.


    Dann ist da noch das Auto, ca. 500¤ Kosten pro Monat für einen Mittelklassewagen und 15 Tsd. Km pro Jahr. Leisten sich sehr viele Leute noch sehr gerne

  5. FTTH ist billiger als Supervectoring

    Autor: johnDOE123 29.11.18 - 13:55

    "chefin" versucht, mit frei erfundenen Monatsbeträgen Glasfaseranschlüsse teuer aussehen zu lassen. In der Realität kostet ein Glasfasertarif mit 400Mbit/s inkl. neuem FTTH-Anschluss weniger als Supervectoring mit höchstens 250Mbit/s auf einer Telefonleitung, die schon Jahrzehnte alt ist.

  6. Re: FTTH ist billiger als Supervectoring

    Autor: most 29.11.18 - 14:05

    Mir kommt es manchmal so vor, als ob Leute beinahe Angst vor schnellen Leitungen haben. Brauchen wir nicht, viel zu teuer, geht nicht.

    Warum ist das so? Kann man in einem Land wie Deutschland nicht mal mehr Kabel verbuddeln bzw. verlegen? Wie hat das damals mit Telefon, Strom, Wasser und Straßen funktioniert?

    Bis 2025 sind es noch ein paar Jahre, man kann bis dahin auch Tiefbaukapazitäten aufbauen. Das kostet natürlich Geld, aber für eine Schlüsseltechnologie muss man halt auch ein bisschen investieren.

  7. In der Stadt wären es nur 250¤ /Haushalt

    Autor: solary 29.11.18 - 14:07

    > Es ist natürlich so, dass der Meter Kabelgraben im Ballungszentrum
    > wahrscheinlich viel teurer ist, als im weniger versiegelten und von weniger
    > vorhandenen Leitungen durchzogenen Erdreich auf dem Land.
    >

    Glaube eher weniger, wenn man einen Bürgersteig z.B. in Hamburg aufreiß um dort Glasfaser zu verlegen kommst du aber gleich auf 200 Häuser X 10 = 2000 Haushalte, pro Haushalt sind es wohl unter 250¤, zumal die Häuser ja dicht an dich stehen.

    Währen auf dem Lande wir bei uns nur Einfamilienhäuser stehen, dort lebt oft nur eine Oma im Haus, und wenn du ihr was von Glasfaser erzählt glaubt sie man kann damit stricken, aber unterschreiben wird sich nicht.
    Auf dem Land sind es dann 75 Haushalte, von denen meinen aber 80% Glasfaser ist was für Nerds und schon kannst es vergessen, bei uns wollten nur 8% mitmachen zu wenig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.18 14:13 durch solary.

  8. Re: 3100 Euro/Anschluss

    Autor: sneaker 29.11.18 - 14:13

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz schöne Stange Geld. Und das bei den Rosinen die sie gepickt haben.
    >
    > Bis die wirklich teuren Anschlüsse kommen, wird das schnell auch bei 5000
    > oder 8000 je Anschluss liegen.
    In den weißen Flecken auf dem Land geht das noch höher. Einige Landkreise kalkulieren da mit >10.000 Euro pro Anschluß.

  9. Re: FTTH ist billiger als Supervectoring

    Autor: M.P. 29.11.18 - 14:15

    Wenn man ein Invest tätigt, will man in gewisser Zeit über die Monatsbeiträge die Kosten wieder hereinholen. Von da her wird man ohne Subvention bei 3100 ¤ Investitionskosten pro Anschluss einen Glasfaser-Anschluss für 19,90 ¤ nicht kostendeckend anbieten können ...
    Ob es jetzt unbedingt 100 ¤ pro Monat für ein "gutes Geschäft" für den Investor sein müssen, glaube ich aber auch nicht ...

  10. VDSL wäre noch teurer

    Autor: johnDOE123 29.11.18 - 14:18

    Zum Glück besteht Deutschland nicht nur aus weißen Flecken. Mit VDSL wäre das unbezahlbar: Jedem fünften Haus sein Schaltschrank, damit überhaupt etwas ankommt.

  11. Re: FTTH ist billiger als Supervectoring

    Autor: most 29.11.18 - 14:52

    Vollkommen klar, die Rechnung wird auch nicht ganz so simpel sein.
    19,90 finde ich auch ziemlich wenig, wenn man vergleicht, was wir sonst so für andere Sachen ausgeben. (Abo einer Tageszeitung kostet z.B. 50-70¤ monatlich, zurecht denke ich)

    Aber wir reden hier über durchaus langfristige Investitionen in eine Infrastruktur, die maßgeblich den Wirtschaftsstandort und die strukturelle Entwicklung des Landes beeinflussen wird.

    Gab es nicht mal vor einiger Zeit die Forderung von Versicherungen nach Beteilungsmöglichkeiten an Infrastruktur. Die sitzen auf riesigen Geldbeträgen und der Finanzsektor bietet nicht unendlich lukrative Anlageinstrumente. Die rechnen durchaus sehr langfristig. Vielleicht reicht es denen, zumindest einen Teil des Kapitals zumindest werterhaltend anzulegen.

  12. Re: 3100 Euro/Anschluss

    Autor: bombinho 29.11.18 - 15:19

    sneaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den weißen Flecken auf dem Land geht das noch höher. Einige Landkreise
    > kalkulieren da mit >10.000 Euro pro Anschluß.

    Ja, kalkulieren kann man auch mit >100.000 ¤ pro Anschluss. Die Frage ist, wie hat man dort Strom, Wasser und Abwasser hinbekommen? Deren reale Verlegekosten liegen noch deutlich hoeher und werden fast nie zusammen verlegt. Niemand moechte freiwillig an einer 30-40 Jahre alten Stromleitung (oder Gas) entlang graben um an das darunter liegende Wasser oder Abwasser zu kommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.18 15:21 durch bombinho.

  13. Strom auf dem Mast, Gas gibt es nicht, ...

    Autor: johnDOE123 29.11.18 - 15:41

    ... Kanalisation ist mit der Straße gebaut worden. Weiße Flecken sind die Ausnahme und ziehen den Durchschnitt nur ein wenig nach oben. Ein neu verlegter Glasfaseranschluss ist billiger als jeder andere neu verlegte Anschluss. Im Mittel über alle Haushalte kostet es zwischen 1000 und 2000 Euro. Wir sind ja nicht das erste Land, das FTTH baut (*hust*), können also auf die Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgreifen und müssen nicht raten. Am Ende zählt sowieso, was der Kunde bezahlen muss, und da sieht es so aus: Ein neuer FTTH-Anschluss von der Deutschen Glasfaser mit einem 400Mbit/s Tarif kostet den Anschlussnehmer weniger als wenn ihm die Telekom 250Mbit/s "Supervectoring" auf der alten Telefonleitung andreht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.18 15:48 durch johnDOE123.

  14. Re: 3100 Euro/Anschluss

    Autor: most 29.11.18 - 15:49

    Ein renommiertes Beratungsunternehmen hat das jetzt durchgerechnet und ist zum Schluss gekommen, dass man günstiger auf dem Mars siedeln kann, als Kabel in Deutschland zu verbuddeln. Dankbar für diese Bestätigung bezahlten die kommunalen Verbände die Beraterkosten i.H.v. 210 Mio. ¤. Eine Studienreise nach Budapest (inkl. Besuch diverser Badeanstalten) zur Nachbereitung der Ergebnisse ist bereits geplant.

    Derweil erfreut sich die Prä-Astronautik einer Renaissance. Namhafte Archäologen haben auf Basis dieser Erkenntnis noch mal die römischen Aquädukte untersucht. Mittlerweile sind sie sich einig, das Menschen so was niemals hätten bauen können, wenn man heute nicht mal mehr ein paar Kabel unter die Erde bekommt.

    Is heute schon Freitag? ;)

  15. Nein.

    Autor: johnDOE123 29.11.18 - 15:59

    Trotz aller Unkenrufe ist es auch in Deutschland möglich, einen neuen FTTH-Anschluss bezahlbar zu bauen. Offenbar kann man das sogar billiger anbieten als alte Telefonleitungen mit Supervectoring. FTTH ist nicht nur besser sondern sogar billiger.

  16. Re: 3100 Euro/Anschluss

    Autor: senf.dazu 29.11.18 - 19:36

    Vermutlich haben die meisten Anschlüsse eher im 1500¤ Bereich gekostet - das sind zumindest die Preise die Deutsche Glasfaser regelmäßig auch für einzelne ländliche Ausbaugebiete verrät .. nur einige wenige lokale Ortsnetzbetreiber haben mal - mit Förderung - für z.B. 10000¤ je Kunde ausgebaut .. Und das schon vor ein paar Jahren ohne alternative Ausbauverfahren weil die Förderung halt da war ..

    und schon kriegt man einen Mittelwert der für nichts brauchbar ist.

    Und was sagt dir das alle großen Anbieter ein Preisniveau eher von 50¤ für das halbe GBit/s haben und nur die regionalen Anbieter ein höheres Preisniveau abliefern ?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.18 19:38 durch senf.dazu.

  17. Re: Nein.

    Autor: LinuxMcBook 30.11.18 - 00:20

    Bezahlbar für den Kunden?
    Vielleicht.

    Rentabel für die Firma? Wie viel Gewinn macht die Deutsche Glasfaser denn pro Jahr? Gibt genügend Stimmen die behaupten, DG will einfach erst mal nur viele Kunden um bei einem (angestrebten) Verkauf möglichst viel Wert zu sein.

  18. Re: Strom auf dem Mast, Gas gibt es nicht, ...

    Autor: LinuxMcBook 30.11.18 - 00:23

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Ende zählt sowieso, was der Kunde bezahlen muss, und da sieht es
    > so aus: Ein neuer FTTH-Anschluss von der Deutschen Glasfaser mit einem
    > 400Mbit/s Tarif kostet den Anschlussnehmer weniger als wenn ihm die Telekom
    > 250Mbit/s "Supervectoring" auf der alten Telefonleitung andreht.

    Realistisch gesehen, nicht nur auf die ersten 12 Monate beschränkt ist der 400 MBit Tarif 5¤ teuer, als Super Vectoring.

    Ändert aber beides nichts daran, dass selbst für mich als Power User (> 1TB Traffic im Monat) 50¤ im Monat zu viel ist.
    100 bis 200 MBit reichen einfach derzeit! noch mehr als genug, mit Reserve. Und die bekomme ich mit jeder Technik.

  19. Re: VDSL wäre noch teurer

    Autor: LinuxMcBook 30.11.18 - 00:25

    johnDOE123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Glück besteht Deutschland nicht nur aus weißen Flecken. Mit VDSL wäre
    > das unbezahlbar: Jedem fünften Haus sein Schaltschrank, damit überhaupt
    > etwas ankommt.


    Niemand hat behauptet, dass (V)VDSL 100% aller Haushalte versorgen soll. Im städtischen Bereich funktioniert das aber recht gut und günstig.

    Auch mit Glasfaser wirst du niemals 100% aller deutschen Haushalte anbinden können. Da ist es wahrscheinlicher, dass tatsächlich vor jedem 5. Haus ein DSL Schaltschrank steht ;)

  20. Re: Nein.

    Autor: bombinho 30.11.18 - 00:38

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bezahlbar für den Kunden?
    > Vielleicht.
    >
    > Rentabel für die Firma? Wie viel Gewinn macht die Deutsche Glasfaser denn
    > pro Jahr? Gibt genügend Stimmen die behaupten, DG will einfach erst mal nur
    > viele Kunden um bei einem (angestrebten) Verkauf möglichst viel Wert zu
    > sein.

    Da waere die Frage, wo der (Verkaufs)Wert herkommen sollte, wenn die Errichtung der Anschluesse nicht genau diesen Wert erst abwirft.

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