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  5. › Wikileaks-Prämie: Whistleblowing geht…

Der Zweck heiligt die Mittel

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  1. Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: burzum 19.10.15 - 12:24

    Wenn damit mehr Schmutz unserer lieben Volkszertreter ans Lichg gezerrt wird bin ich vollends damit einverstanden. Es müssen nicht immer ehrenwerte Motive sein, schnöder Mammon reicht auch wenn damit am Ende die Lügen und Betrügereien aufgedeckt werden. Grundsätzlich bin ich eh der Meinung das die einzigen Menschen die in diesem Staat radikal, 100 durchsichtig und 24h überwacht gehören Politiker und Lobbyisten sind.

    Die einzige Gefahr ist das Leute aus Geldgier Lügen auftischen. Der Spiegel saß ja damals auch mit den Hitler Tagebüchern böse auf. Es ist also der Job der Journalisten die ihnen gelieferten Infos zu verifizieren.

    Ist das moralisch Korrekt? Dafür müßte man erst Moral definieren und das macht jeder anders. Persönlich sehe ich es eher so das man hier eine neue Dienstleistung schafft und damit mehr Schmutz zu Tage fördern kann als rein durch Whistleblower die dies aus eigenem Antrieb herraus tun. Geld kann vielleicht auch die Angst vor den Folgen eindämmen bei manchen.

    Und zu guter letzt: Der Staat investiert genauso Mittel um gegen seine Bürger agieren zu können, Stichwort VDS und geheime (!) Verhandlungen wie TTIP. Warum sollten die Bürger also nicht auch Finanzmittel locker machen um in die andere Richtung "aufzuklären"? Ich sehe das als legitime "Verteidigung" gegen einen wachsenden Überwachungsstaat.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  2. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: Anonymer Nutzer 19.10.15 - 14:13

    Yup. Seh ich auch so.

    Whistleblower müssen doch genauso von irgendwas leben.
    Vor allem wenn derjenige dann noch gesucht wird. Wäre ja nicht das erste Mal.
    Da kann "etwas" Bargeld sehr wichtig sein. Alleine Schmuggler für den eigenen Transport können schon sehr teuer sein.

    Solange nur für "ethisch richtige" Informationen gezahlt wird und das ganze System möglichst transparent bleibt gibts eigentlich nichts daran auszusetzen.

    Snowden ist doch in dem Sinne auch ein Landesverräter und somit doch auch Geheimnisverräter und möglicherweise kriminell?

    Wenn Wikileaks nicht die ganze Sache vorantreibt? Wer dann?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.10.15 14:14 durch RickRickdiculousRebel.

  3. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: Bleistiftspitze 19.10.15 - 14:22

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn damit mehr Schmutz unserer lieben Volkszertreter ans Lichg gezerrt
    > wird bin ich vollends damit einverstanden. Es müssen nicht immer ehrenwerte
    > Motive sein, schnöder Mammon reicht auch wenn damit am Ende die Lügen und
    > Betrügereien aufgedeckt werden. Grundsätzlich bin ich eh der Meinung das
    > die einzigen Menschen die in diesem Staat radikal, 100 durchsichtig und 24h
    > überwacht gehören Politiker und Lobbyisten sind.

    Damit hebst Du dich dann auch nicht wesentlich von den übrigen Politikern, ab die Vorratsdatenspeicherung und TTIP fordern, mit dem einzigen Unterschied, dass die Motivation eine andere ist.

    > Die einzige Gefahr ist das Leute aus Geldgier Lügen auftischen. Der Spiegel
    > saß ja damals auch mit den Hitler Tagebüchern böse auf. Es ist also der Job
    > der Journalisten die ihnen gelieferten Infos zu verifizieren.
    >
    > Ist das moralisch Korrekt? Dafür müßte man erst Moral definieren und das
    > macht jeder anders.

    Deshalb geht es hierbei ja auch nicht um Moral, sondern um Ethik. Abgesehen davon ist Moral auch nicht willkürlich oder undefiniert.

    > Persönlich sehe ich es eher so das man hier eine neue
    > Dienstleistung schafft und damit mehr Schmutz zu Tage fördern kann als rein
    > durch Whistleblower die dies aus eigenem Antrieb herraus tun. Geld kann
    > vielleicht auch die Angst vor den Folgen eindämmen bei manchen.

    Es ist schon ziemlich ironisch, wenn man jemanden schmiert der Leute aufdecken soll die geschmiert werden. Damit erreicht man genau das Gegenteil von dem was man wollte, nämlich eine Spitzelkultur wie wir sie in Dunkeldeutschland hatten.

    > Und zu guter letzt: Der Staat investiert genauso Mittel um gegen seine
    > Bürger agieren zu können, Stichwort VDS und geheime (!) Verhandlungen wie
    > TTIP. Warum sollten die Bürger also nicht auch Finanzmittel locker machen
    > um in die andere Richtung "aufzuklären"? Ich sehe das als legitime
    > "Verteidigung" gegen einen wachsenden Überwachungsstaat.

    Mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "der macht das aber auch" ist eine Taktik die selbst im Kindergartenalter bei Mama nicht funktioniert hat.

  4. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: chefin 19.10.15 - 14:44

    Was soll den die rechtliche Grundlage sein?

    Ausspionieren von Behörden? Super...ich glaube ich komme an die Sozialdatenbanken ran, da sieht man ziemlich genau, wer wieviel verdient hat, jetzt bekommt, seine Raten fürs Häuschen nicht mehr zahlen kann usw. Ich lege ja nur die Fakten auf den Tisch um diese Geheimnisskrämerei der Sozialbehörden endlich aufzudecken. wer Hartz4 Empfänger ist darf sich nicht einfach hinter einem scheinbar guten Image verstecken.

    Achso...sollte ich nicht tun, es trifft ja sozial Schwache, ich soll nur das aufdecken was die behörden Schlampen.

    Ja, da hast du recht, ich werde also gnadenlos danach filtern wer Sozialhilfe empfängt aber Dinge kauft die er sich eigentlich nicht leisten kann und erstmal die Öffentlichkeit drauf stossen.

    Wie jetzt...auch nicht ok? Jetzt bin ich verunsichert.

    Was genau soll man den dann veröffentlichen? Ab wann ist es moralisch gerechtfertigt etwas zu veröffentlichen? Und wieso sollte ich nur Dinge von Menschen veröffentlichen die sich politisch betätigen. Ist der Scheiss den Menschen machen die kein politisches Amt haben nicht auch wert aufgedeckt zu werden? Wie schauts den da mit falsch parken oder schnell fahren aus. Sozialbetrug aka Krank machen. Wo fange ich an. Ab welchem Punkt sind Whistleblower erlaubt. Und wieso darf man nur Dinge veröffentlichen die einen nicht persönlich betreffen oder sein Umfeld? Ich finde das 1 Millionen Hartz4 Empfänger die um 100 Euro betrügen so schwer wiegt wie ein 100 Millionen Euro Bestechungsskandal. Den eine Kopfpauschale aka ab 1 Million Euro Schaden pro Kopf ist es legitim drängt sich zwar auf, aber ist nicht wirklich machbar.

  5. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: Shadow27374 19.10.15 - 16:23

    Sehe ich auch so, die Informationen sind einfach zu wichtig um sie wegen "Ehtik" nicht zu kaufen.

    Lieber Geld zahlen und Politikern/Managern/Geheimdienstlern etc. ins Kniefi****.

    Heiligt der Zweck die Mittel?
    In diesem Fall ja.

  6. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: azeu 19.10.15 - 16:27

    Ich sag nur "Steuersünder-CD" :)

    DU bist ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.10.15 16:28 durch azeu.

  7. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: burzum 20.10.15 - 10:12

    Bleistiftspitze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit hebst Du dich dann auch nicht wesentlich von den übrigen Politikern,
    > ab die Vorratsdatenspeicherung und TTIP fordern, mit dem einzigen
    > Unterschied, dass die Motivation eine andere ist.

    Doch. Ich bin kein Volksvertreter und habe mich nicht dem Wohl von ~80 Millionen Bürgern verpflichtet. Es wird vorn immer groß rausposaunt "man habe Verantwortung", hinten kommt aber nur heiße Luft bei rum. Wer dieses Amt bekleiden will sollte freiwillig dazu bereit sein größt mögliche Transparent zu zeigen. Wie heißt es so schön von den VDS-Befürwortern? Wer nichts zu verbergen hat... Alternativ kann man ja einfach auf das Amt verzichten wenn einem das nicht paßt, denn dann ist offenbar etwas anderes als das Wohl der Bürger die Triebfeder. Man könnte jetzt natürlich darüber diskutieren ob es wahren Altruismus überhaupt gibt.

    > Deshalb geht es hierbei ja auch nicht um Moral, sondern um Ethik. Abgesehen
    > davon ist Moral auch nicht willkürlich oder undefiniert.

    Ich habe nie gesagt das sie willkürlich oder undefiniert sei, nur das sie nicht universell gleich definiert ist für jeden.

    > Es ist schon ziemlich ironisch, wenn man jemanden schmiert der Leute
    > aufdecken soll die geschmiert werden. Damit erreicht man genau das
    > Gegenteil von dem was man wollte, nämlich eine Spitzelkultur wie wir sie in
    > Dunkeldeutschland hatten.

    Die Spitzelkultur ging aber vom Staat aus und nicht seinem Volk. So wie jetzt auch wieder. Und angeblich leben wir ja hier in einer Demokratie und das Volk sollte der Souverän sein. Persönlich sehe ich den Souverän aber in diversen Lobbygruppen. Alleine dieser Umstand rechtfertigt es schon für mich. Womit wir wieder dabei wären wie jeder diesen Sachverhalte bewertet. Ist nun dein oder mein Standpunkt besser? Das dürfte sich wohl kaum sachlich klären lassen.

    > Mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "der macht das aber auch" ist
    > eine Taktik die selbst im Kindergartenalter bei Mama nicht funktioniert
    > hat.

    Der Vergleich hinkt nicht nur, der hat schon keine Beine mehr... Mußte der Abstieg im Niveau zum sonst relativ netten Posting sein? Ich hatte auf eine konstruktive Debatte gehofft. :(

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  8. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: EQuatschBob 20.10.15 - 14:17

    burzum schrieb:
    > Die einzige Gefahr ist das Leute aus Geldgier Lügen auftischen. Der Spiegel
    > saß ja damals auch mit den Hitler Tagebüchern böse auf. Es ist also der Job
    > der Journalisten die ihnen gelieferten Infos zu verifizieren.

    Stern, nicht Spiegel. Ansonsten volle Zustimmung in allen Punkten.

    Menschen, die Gutes tun werden meist dafür bezahlt, z.B. Ärzte ohne Grenzen, Altenpfleger, Flucht- und Sterbehelfer, Bäcker. Auch ein Arzt oder Fluchthelfer oder eben Whistleblower muß seine Miete bezahlen können, insbesondere, wenn er durch die Enthüllungen seinen Job verliert.

  9. Re: Der Zweck heiligt die Mittel

    Autor: Dwalinn 20.10.15 - 15:21

    >Der Zweck heiligt die Mittel

    Wenn man böse ist könnte man hier aufhören zu lesen und denken du nimmst den Bombenangriff in Schutz.
    Der Zweck (bekämpfen von radikalen Organisationen) heiligt die mittel (Spionage und Kollateralschaden)

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