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Unlautere Panikmache

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Unlautere Panikmache

    Autor: tom.stein 04.03.21 - 17:36

    Es ist illegal, geklaute Ware verkaufen. Aus den hier leider arg einseitig Microsoft-lastigem Artikel und anderen entnehme ich:
    1) Der Verkäufer macht sich strafbar. Im ersten Schritt logisch, aber wenn man selbst z. B. die ganz offen bei Edeka&Co erhältlichen Lizenzen von Lizengo gekauft hat und diese zum Selbstkostenpreis an Freunde weiter verkauft hat, macht man sich trotz gar nicht so auffälliger Preise und trotz sorgfältigem prüfen selbst strafbar! Immerhin ist der Handel mit Gebrauchtlizenzen grundsätzlich legal - die Frage ist nur, ob der ursprüngliche Verkäufer diese Lizenz so verkaufen durfte (z. B. dürfen bestimmte Enterprise-Lizenz-Kontingente nicht als Einzellizenz verkauft werden).
    2) Der Käufer macht sich nicht strafbar, wenn er unwissentlich Hehlerware kauft. Da Microsoft praktisch KEINE Hilfe beim Erkennen falscher Lizenzen bietet, würde ich grundsätzlich jede aktivierbare Lizenz als zunächst einmal "nicht offensichtlich geklaut" ansehen.

    Aber:
    3) Der Käufer setzt, da er an Hehlerware kein Eigentum erwerben kann, ggf. nicht lizensierte Software ein, auch wenn er das nicht erkennen kann. Das ist so, da hilft nichts. Theoretisch könnte ja auch ein im Fahrradladen gekauftes Fahrrad geklaut sein - Pech gehabt! Aber das Fahrrad muss man nur zurückgeben, hier wird man auch noch bestraft. Daher niemals gegen sich selbst aussagen, dass man die gekaufte Lizenz auch einsetzt, denn man muss sich selbst nicht belasten! Schweigen schützt. Meine Lizenzen liegen alle auf einem Haufen - welche Lizenz ich wo einsetze oder auch nicht, prüfe ich bei Bedarf und schreibe es nicht auf die Lizenzen drauf...

    Bleibt noch der dezente Hinweis: Mit Linux und einem offenen Office-Paket kann das nicht passieren...

  2. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: notnagel 04.03.21 - 20:28

    Auch wenn ich mich hier vielleicht unbeliebt mache:

    Mit einer Originallizenz von Microsoft oder autorisierten Händlern kann das auch nicht passieren :P

  3. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: franzropen 04.03.21 - 20:30

    Mit einer Gebrauchtlizenz auch nicht, auch wenn Microsoft immer wieder versucht das so darzustellen

  4. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: User_x 04.03.21 - 20:31

    Das man per se gegen Anzeigen geschützt ist? Hmmm... ich glaube du bist nicht so mit Gesetzen bewandert?

    <Das ist eine Signatur>

  5. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: wittiko 04.03.21 - 20:58

    Anzeigen kann dich jeder - aber ob das für ein Gerichtsverfahren reicht ist dann wieder was anderes.

    Im ganzen Verfahren gilt - Einfach mal die Fresse halten.

    Die müssen beweisen!

  6. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: southy 04.03.21 - 21:09

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit einer Gebrauchtlizenz auch nicht, auch wenn Microsoft immer wieder
    > versucht das so darzustellen


    Hat sich keiner behauptet - weder im Artikel, noch im posting oben.
    Die Diskussion auf diesen Punkt zu drehen ist eine beliebte ablenkungstaktik.

    Es ging und geht um Nutzung einer Software ohne gültige Lizenz.

  7. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: tom.stein 04.03.21 - 21:17

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > franzropen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Es ging und geht um Nutzung einer Software ohne gültige Lizenz.

    Und um die Frage, ob eine gebrauchte Lizenz in der Form einzeln verkauft werden darf.
    Denn fest steht für mich: Es gibt nur noch "echte" Lizenzen in dem Sinne, dass es keine nachgemachten IDs sind. Damit kann aus einer echten Lizenz nur auf 2 Arten eine falsche und damit illegale Lizenz entstehen:
    1) Die gleiche Lizenz wird mehrfach genutzt, z.B. an mehrere Kunden parallel verkauft.
    2) Eine Bündel-Lizenz wird entbündelt, z.B. eine 5.000er-Lizenz wird an 5.000 Personen ohne gemeinsamen Lizenzserver verkauft.

    Wenn der Microsoft-Aktivierungsservice anzeigen würde "dies ist die 3. Aktivierung einer einfachen Lizenz", dann wüsste der Kunde, ob das ok ist (weil er die vorhergehenden Aktivierung längst gelöscht hat) oder nicht.

  8. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: User_x 04.03.21 - 22:51

    wieso kann man eine Bündel Lizenz nicht an eine Gruppe verkaufen?

    Also Kunden anteilig die Kosten in Rechnung stellen und die per Kaufvertrag zu einer Interessengemeinschaft bündeln? Ist in einem Unternehmen jetzt ja auch nicht zwangsläufig anders. Oder EigentumsWohnungsGemeinschaften?

    <Das ist eine Signatur>

  9. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: Genie 04.03.21 - 22:56

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wieso kann man eine Bündel Lizenz nicht an eine Gruppe verkaufen?

    Darfst du selbstverständlich.
    Solange du nur so viele verkaufst, wie du erworben hast.

  10. Re: Unlautere Panikmache

    Autor: tom.stein 05.03.21 - 08:14

    Genie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User_x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wieso kann man eine Bündel Lizenz nicht an eine Gruppe verkaufen?
    >
    > Darfst du selbstverständlich.
    > Solange du nur so viele verkaufst, wie du erworben hast.

    Jein, es hängt davon ab, ob es eigenständige Lizenzen oder z.B. Client-Server-Lizenzen sind, bei denen man dann keine Clients von dem (Lizenz-)Server abtrennen darf. Das wird gerne in einen Topf geworfen, aber die Anwälte der Softwarefirmen sind ja nicht dumm. Hier eine recht gute Darstellung der Unterschiede: https://www.heise.de/forum/c-t/Kommentare-zu-c-t-Artikeln/c-t-uplink-25-4-Windows-fuer-3-Euro-Cloud-Rechner-statt-Desktop-der-Alexa-GAU/Re-Volumen-Lizenzen-weiterverkaufen/posting-33686232/show/

    Im Grund läuft es darauf heraus: Einige Lizenzen bilden einfach ein Bündel von z.B. 5.000 Lizenzen, die darf man aufteilen und einzeln verkaufen. Andere bestehen aus der Server-Lizenz und zu dieser 1 Stück "5.000 Client-Lizenzen". Dieses 1 Stück ist nicht teilbar, weil die Server-Lizenz nicht teilbar ist.

    Was ich dabei Microsoft ankreide: Teilweise können selbst Fachleute nicht erkennen, um welche Art von Lizenz es sich bei einer Lizenznummer handelt. Dazu gab es mal einen Artikel in der c't. Und wenn nicht einmal Fachlaute beurteilen können, ob eine Lizenz überhaupt legal erworben werden darf - dann stellt Microsoft dort bewusst eine gemeine Falle auf, um mit FUD alle Käufer zu verunsichern und zu einem sehr teuren Direktkauf bei Ihnen zu bewegen. Das ist aus meiner Sicht Missbrauch der eigenen Marktposition.

    Dass außerdem die meisten Billig-Anbieter mit 2-Euro-50-Lizenzen nur Gewinn machen können, wenn sie 5.000 Lizenzen 20.000 mal verkaufen, kommt noch dazu. Merkt Euch mal in Ebay ein solches Billigangebot und schaut 14 Tage später nach - wetten, dass der Händler sich abgemeldet hat?

    Außerdem gibt es wohl noch einige weitere rechtliche Fallen für den Verkäufer, woraus resultieren kann, dass der (eigentlich legale) Käufer doch keine Lizenz erworben hat: https://www.it-recht-kanzlei.de/verkauf-gebrauchter-software-lizenzen.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.21 08:25 durch tom.stein.

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