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Wenigstens weiß man nun wieder

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  1. Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Keridalspidialose 13.11.17 - 22:06

    warum das verbuddelt werden sollte.

    ___________________________________________________________

  2. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: bark 13.11.17 - 23:44

    Teuer r, Wasserschaden, Boden arbeiten, Maulwurf, rost, Wasser Bruch.
    Nur weil davon nicht berichtet wird heißt es nicht da es weniger anfällig ist

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum das verbuddelt werden sollte.

  3. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Sharra 14.11.17 - 06:09

    Für Bodenarbeiten wird normalerweise ein Markierungsband eingezogen, damit der Baggerfahrer eben merkt, dass da was drunter ist.

    Maulwürfe fressen keine Leerrohre an.

    Beim Wasserrohrbruch wird sowieso sofort aufgerissen, und die Techniker können direkt ran.

    Ja teurer ist es. Dafür muss man nicht wochenlang warten, bis man überhaupt an die Schadstelle kann.

  4. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: chefin 14.11.17 - 08:22

    Die Menge an Schäden ist bekannt, da ca 95% unterirdisch verlegt wird. Die ist heute relativ gering geworden. Den die Kunststoffe sind Bissfest, die Zeiten als Tiere sich ihren Tunnel durchs Kabel gegraben haben sind nahezu vorbei. Man sollte sich mal ein solches Kabel besorgen und versuchen mit einer Feile etwas abzuschaben. Man muss schon Messer nehmen und hohen Druck aufbringen. Der Druck pro Fläche wird dann irgendwann das Mass übersteigen und es reist. Man kann sowas auch mal bei Leberwurst, Frühstückswurst oder ähnlichem testen. Nur extrem scharfe Messer schneiden die Kunststoffhüllen. Das normale Messer zum Butter drauf streichen kommt einfach nicht durch. Man muss drücken bis es platzt, schneiden geht nicht. Und das ganze nun statt 0,1mm dann 2mm dick vorstellen.

    Und was Wasserschäden angeht, nur sehr alte Leitungen können platzen. Irgendwann wird der Kunsstoff halt seine Eigenschaften verlieren. Aber das dauert mindestens 30 Jahre. Ansonsten kann es nur ein Bagger zerstören. Frostgefahr besteht keine, weil die Leitungen tief genug verbuddelt werden. Frost dringt bei uns nicht 1m tief in den Boden vor.

    Die Beschädigungen an unterirdischen Leitungen ist also recht genau kalkulierbar, wenns en Bagger zerreist, ist es auch leicht zu reparieren, weil das Loch dann schon gebuddelt ist.

  5. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Sharra 14.11.17 - 08:39

    Wobei man ja jetzt zu diesem unsäglichen "Micro-trenching" übergegangen ist.
    Ja, es ist billig, und ja, es geht schnell.
    Dafür sind alle Vorteil der unterirdischen Verlegung dahin. Frostsicher ist das in keinem Fall. Es gibt keine Sicherheitsbänder, und somit wird jeder, der da was zu tun hat, die Leitung killen.

    Im Endeffekt wird uns dieses halbgare Verlegeverfahren, früher oder später, um die Ohren fliegen.

  6. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: chefin 14.11.17 - 09:02

    Nur Wasserleitungen müssen frostsicher sein, Kupferkabel halten auch locker Minustemperaturen aus. Und Bagger die Kabel abreisen sind unabhängig von der Tiefe. Lediglich Umwelteinflüsse, wie Frostschäden durch Bodenanhebungen/absenkungen können Probleme machen.

    Das ist aber auch schon lange gestestet worden. Fast jede Ampelanlage und die älteren stationären Blitzerkisten benutzen Meldekabel im Fahrbahnbelag zur Detektierung von Fahrzeugen. Das ist prinzipiell nichts anderes, weil die Kabel nicht beim aufbringen des belags schon rein dürfen, sie halten die Temperatur nicht aus. Da muss man auch schlitzen und nachträglich legen und mit Bitumen verfüllen. Nichts anderes ist Microtrenching.

    Und solche Typen an Sensoren gibt es seit über 30 Jahren, daher gehe ich davon aus, das ausreichend Erfahrung bzgl Beschädigungen existiert. Ja, sie werden ab und zu repariert, weil sie defekt gehen. Meistens dort wo viel Schwerverkehr drüber rollt. auf dem Bürgersteig ist aber der Schwerverkehr, trotz zunahme an Übergewichtigen lt letzter Statistik in Deutschland, minimal.

  7. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: norinofu 14.11.17 - 09:21

    > Ja teurer ist es. Dafür muss man nicht wochenlang warten, bis man überhaupt
    > an die Schadstelle kann.

    Warten muss man ja, weil der Wald aufgrund von Schäden gesperrt ist. Da ist es egal, ob das beschädigte Kabel oberirdisch oder unterirdisch durch den Wald geht.
    Auch unteriridische Kabel werden auf möglichst kurzem Werg verlegt, idealerweise dort, wo man einfach hinkommt ohne teure Straßen aufzureißen. Also nimmt man da z.B. Straßen begleitende Radwege oder (geschotterte) Wirtschaftswege übers Feld und durch den Wald..

  8. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: chefin 14.11.17 - 09:25

    Kleiner Unterschied

    Bäume hauen keine 1m tiefe Löcher und zerstören unterirdische Kabel.

  9. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Sharra 14.11.17 - 09:33

    Es gibt aber einen physikalischen Unterschied zwischen einer einfachen Meldeleitung, und einem dicken Glasfaserpaket. Je größer der Umfang, desto anfälliger für Verschiebungen im 3D-Raum.

    Davon abgesehen interessiert sich eine simple Kupferader nicht wirklich für den Temperaturunterschied. Diese wird auch bei -20° noch prima funktionieren.

    Heutige Kunststoff-"Glas"-Fasern sind dagegen nicht so wirklich begeistert von hartem Frost. Das dürfte die Übertragungskapazität massiv beeinflussen. Angegeben werden viele Glasfasern mit einer Betriebstemperatur von -30°C bis +70°C. Gut, man kann jetzt damit argumentieren, dass wir hierzulande -30°C doch recht selten erreichen. Ausschließen können wir es dennoch nicht. Ausserdem heisst Betrieb nicht 100% Kapazität. Es wird immer etwas durch gehen. Die Frage ist dann, wie viel.

    Mehr Sorgen, als die Glasfaser an sich, macht mir allerdings die Ummantelung, die mit der Zeit spröde wird, und dann kann man das Kabel auch schon wieder austauschen.

  10. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Matty194 14.11.17 - 09:52

    Ist nicht der größte Feind des Kunststoffs die UV Strahlung? Von wegen Zersetzung der Polymerketten und so.

    Wenn ja, stellt diese für Speedpipes ja mal überhaupt kein Problem dar.

  11. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Mett 14.11.17 - 10:19

    Bäume haben Wurzeln. Aber ja, in der Regel werden die Kabel wohl nicht durch Wurzelballen hindurch gelegt. :)

  12. Re: Wenigstens weiß man nun wieder

    Autor: Mett 14.11.17 - 10:22

    Naja, es kommt schon vor, dass Muffen absaufen und das Wasser in die weit verbreiteten Papierkabel zieht. Wir hatten erst eine Störung an einem Anschluss. Da war ein Papierhauptkabel mit 500 Doppeladern betroffen, dessen Reparatur eine Woche dauerte. Trotz unmittelbarem Zugang über Kabelschächte.

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