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Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

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  1. Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

    Autor: psyemi 02.07.21 - 16:50

    Geht das noch besser?

    Kann mir vorstellen dass sie solange nicht genutzt wie unverkaufte Gutscheincodes wirken und in der Buchhaltung dann erst auftauchen wenn eingelöst oder das damit eingelöste Guthaben genutzt wurde.
    Sobald man mehr Geld an Entwickler Publisher abgeben muss oder der Anteil sich ändert sollte das ziemlich schnell in der Buchhaltung auffallen.

  2. Re: Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

    Autor: che (Golem.de) 02.07.21 - 16:59

    Moin,

    ich habe das mal ein bisschen ausgeführt - letztlich war es die Quote an Bestellungen mit Guthaben, die im Verhältnis zu anderen Bezahlmethoden einen rasanten Anstieg zeigte und damit erstmals auffällig wurde.

    Die generierten Codes an sich fielen wohl wegen der Menge herkömmlich erworbener Karten erstmal nicht auf, weil die Ausgabe auf Seiten von Microsoft ja auch kaum oder keine Kosten verursacht. Das Rausgeben von Ware gegen gefälschte Codes, bzw. Codes ohne vorausgegangene Bezahlung hingegen ist natürlich ein 100% Verlust.

    Beste Grüße

    ---------
    Christian Hensen
    CvD Golem.de

  3. Re: Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

    Autor: nuclear 02.07.21 - 18:16

    Also hätte er die Codes langsam verkauft, wäre es nicht aufgefallen?

  4. Re: Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

    Autor: che (Golem.de) 02.07.21 - 18:22

    Eine Frage, deren Antwort reine Spekulation wäre. Ich vermute aber stark, dass es wohl nicht oder sehr spät aufgefallen wäre, hätte er nicht maßlos übertrieben, ja.

  5. Re: Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

    Autor: Slartie 04.07.21 - 16:54

    Das verstehe ich allerdings auch nicht ganz. Buchhalterisch müsste ein verkaufter Gutscheincode doch eine Sollposition in der Bilanz sein - ich hab Geld eingenommen, aber noch keine Ware geliefert, die mich selbst etwas kosten würde (die Codes kosten mich ja nix). Irgendwann muss ich das aber, weil irgendwann jemand den Gutschein einlösen wird, also muss ich Rückstellungen bilden, um dann, wenn das eintritt, die gewünschte Ware auch liefern zu können. In einem Software-Store, der vor allem Produkte verschiedener anderer Hersteller anbietet, muss ich also genug Geld aus dem Erlös des Verkaufs von Gutscheinen zurückstellen, um dann, wenn die Gutscheine eingelöst werden, den Herstellern der darüber gekauften Software ihre Kohle auszahlen zu können. Und wenn das passiert, löse ich die Rückstellungen wieder auf.

    Wenn jetzt jemand Gutscheincodes generiert, ohne dass dafür Geld eingenommen wird, müsste irgendwann jemandem eine Unwucht in dieser Bilanz auffallen: die Rückstellungen müssten unter das Level sinken, das sie aufgrund der aktiven, noch nicht eingelösten Gutscheincodes eigentlich haben sollten. Wenn man das konstant überwacht, was man eigentlich immer tun sollte, wenn man mit "Alternativgeld" wie Gutscheinen hantiert, dürfte das nicht lange unbemerkt bleiben. Außer wenn die Buchhaltung schläft oder generell nicht sauber arbeitet.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.21 17:05 durch Slartie.

  6. Re: Die Erklärung am Ende etwas dürftig...

    Autor: chefin 05.07.21 - 11:54

    Es sind immer dutzende bis hunderte Millionen Dollar an ungenutzen Codes in der Bilanz. Rechne es mal mit 5 Milliarden Jahresumsatz durch. Täglich verkauft man im Schnitt also 13,7 Millionen Dollar Gutscheine. So im Schnitt nach 4 Wochen sind die meisten eingelöst. Das heist man hat immer so 350-400 Millionen Dollar an Einnahmen, die zu nicht eingelösten Codes gehören.

    Abweichungen können zb bei Zeugnissausgabe entstehen, wenn viele Codes gekauft werden um fürs gute Zeugniss dem Enkel was zu geben. Da sind schnell mal 100 Millionen Schwankung drin.

    Nun wurden ja die Codes zwar generiert, aber nicht verkauft. Der Bug ist, das Codes generiert werden müssen um vollständig zu testen. So wie man zb Lizensschlüssel generiert. Aber bei Lizensen war alles bugfrei, die Keys waren ungültig. Bei Bezahlcodes leider nicht. Nur wurde nichts verbucht, weder das Codes erzeugt wurden, noch das Umsatz generiert wurde. War ja alles dummy. Und so waren sagen wir 10 Millionen Dollar im Umlauf von denen keiner wusste. hätte er nun pro Monat 0,5 Millionen gemacht, wäre das wohl nicht aufgefallen. Nach 1 Jahr wären 6 Millionen weniger in der Buchhaltung als im Vorjahr bei ansonsten gleichem Verkauf. Deutet erstmal drauf hin, das mehr codes eingelöst werden und weniger verkauft. Aber die Verkaufszahlen sind nicht zurück gegangen. Also reduziert sich die Haltezeit. Nur das ist sehr unwahrscheinlich. Menschen sind so leicht berechenbar. Nicht die einzelnen, aber in der Masse.

    Im ersten Jahr wohl noch unter dem Radar, aber im zweiten Jahr nicht mehr. Dann summiert sich das ganze auf. Dann fehlen irgendwann 10 Millionen. Obwohl nur mehr codes eingelöst werden, aber nicht weniger verkauft, aber auch nicht mehr. Also sinkt der Überschussbetrag den man an nicht eingelösten Codes hat nach unten ohne erkennbaren Grund. Und das hat das Controlling alarmiert.

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