Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Youtube und Gema: "Regelt euren…

Und wer ist Schuld? Deichkind!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: Anonymer Nutzer 12.03.12 - 05:57

    Wer ist denn der Gema beigetreten um aus Rundfunksendungen Geld heraus zu holen? Das waren doch Deichkind, oder irre ich? Aus irgend einem Grund hat die Gema ja nun die Berechtigung, die Interessen von Deichkind zu vertreten. Auf Youtube werden Musik-Videos von deren Klienten gezeigt, ohne das dafür Geld zur Gema und schließlich zu Deichkind fließt. Also muss das Video weg!

    Liebe Deichkinder. Diesen Mist habt Ihr selbst verbockt! Wenn Künstler nicht hinter jedem Cent her wären, würde es die Gema mangels Mitglieder schon längst nicht mehr geben.

    Motzt nicht über die Gema, motzt über eure Einstellung!

  2. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: /mecki78 12.03.12 - 13:44

    sunnymarx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer ist denn der Gema beigetreten um aus Rundfunksendungen Geld heraus zu
    > holen? Das waren doch Deichkind, oder irre ich?

    Du irrst. Deichkind ist bei Universal Music unter Vertrag und Universal Music ist GEMA Mitglied. Wenn Deichkind ihre Musik auf YouTube sehen wollen, dann müssten sie zuerst ihren Plattenvertrag mit Universal kündigen und danach nicht der GEMA beitreten. Nur kann man Verträge nicht so einfach einseitig kündigen, diese Verträge laufen auf Zeit und Deichkind hat sich gegenüber Universal verpflichtet eine bestimmte Leistung zu erbringen; sollten sie ihren Vertrag nicht erfüllen, drohen empfindliche Vertragsstrafen.

    /Mecki

  3. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: Anonymer Nutzer 12.03.12 - 14:08

    Tja... Wie sagt man so schön? Wer sich in Gefahr begibt...

    Fakt ist, dass Deichkind sich von Universal hat einwickeln lassen. In dem Vertrag stand auch sicherlich etwas zum Thema Rechteverwertungsgesellschaften. Und wenn Deichkind meinte, einen guten Fang zu machen, dann müssen sie auch mit den Konsequenzen leben. So einfach ist das.

  4. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: wasabi 12.03.12 - 14:16

    Ist das wirklich so? Ich lese das hier immer wieder, aber habe das noch nicht ganz verstanden bzw. ist das nicht schlüssig für mich.

    Die GEMA vertritt Komponisten und Textdichter - und keine PLattenlabels. Oder tritt Universal Music auch als Verlag auf? Und bist du dir sicher, dass die Leute von Deichkind (bzw. eben die Band-Mitglieder, diefür Musik und Texte verantwortlich sind) nicht persönlich GEMA-Mitglieder sind, sondern nur irgendwie über den Plattenvertrag mit der GEMA was zu tun haben?

    GEMA-Mitglied wird man eigentlich ganz freiwillig, und persönlich. Dass ein Plattenlabel GEMA-Mitgliedschaft in der Praxis voraussetzt, mag schon sein, hat dann wohl eher praktische Gründe, weil das ganze System darauf ausgelegt ist, dass Urheber auch GEMA-Mitglied sind. Die Leute von Deichkind könnten also einfach Mitlgied bei der GEMA werden (mir fehlt auch immer noch die Quelle die sagt, dass sie es nicht sind bzw. es nicht so gemacht haben). Aber ihre Platten selbst veröffentlichen, ganz ohne Universal. Das würde meiner MEinung nach an der Situation nichts ändern - Deichkinds Musik ist GEMA geschützt, Youtube muss also dafür bezahlen. Fertig.

  5. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: /mecki78 12.03.12 - 15:05

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die GEMA vertritt Komponisten und Textdichter - und keine PLattenlabels.

    Die GEMA vertritt denjenigen, der die Verwertungsrechte an urheberrechtlich geschützten Material hat. Wenn du freischaffende Künstler bist, dann hat du natürlich auch die alleinigen Verwertungsrechte an deinen Arbeiten, aber anders als die Urheberschaft, die nach dt. Recht nicht abgetreten werden kann, darf man die Verwertungsrechte sehr wohl an Dritte abtreten.

    Wenn du z.B. als Programmierer bei einer Firma angestellt bist, dann ist es üblich, dass in deinem Arbeitsvertrag steht, dass du automatisch die "alleinigen Verwertungsrechte" an allen deinen Arbeiten an diese Firma abtrittst. D.h. diese Firma, und nur diese Firma, darf deine Arbeiten zu Geld machen. Du bleibst zwar Formell Urheber deiner Arbeit, aber selber verwerten dürftest du diese nicht mehr. Im Gegenzug dazu zahlt dir die Firma, als Ausgleich soz., ein monatliches Gehalt solange du bei ihnen unter Vertrag stehst. Je nach Vertrag können auch noch Bonuszahlungen vereinbart sein, d.h. pro 100 Kopien der Software, die auf deinem Code beruht, bekommst du <was-auch-immer> oder aber eine direkte Beteiligung, z.B. 0,1% aller Umsätze oder 1% aller Reinerlöse aus dem Verkauf.

    Wenn du als Musiker bei Universal unter Vertrag stehst, dann will Universal natürlich überall mit verdienen. Denkst du ein Künstler, der bei Universal unter Vertrag steht und von denen viel Geld für die Produktion eines Album bekommen hat, bekommt oben drauf die GEMA einnahmen direkt und im vollen Umfang ausgezahlt, wenn ein Lied aus diesem Album im Radio gespielt wird, ohne das Universal einen Cent davon sieht?

    /Mecki

  6. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: Anonymer Nutzer 12.03.12 - 15:24

    Genau so, wie Du es hier beschreibst, stelle ich mir das vor. Natürlich wird auch ein Künstler selbst Gema-Mitglied werden können, sofern der Künstler seine Musik selbst vermarktet. Aber in erster Linie verdienen die Labels an den Künstlern. Und dazu trägt auch die Gema bei.

  7. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: wasabi 12.03.12 - 15:28

    > Wenn du als Musiker bei Universal unter Vertrag stehst, dann will Universal
    > natürlich überall mit verdienen. Denkst du ein Künstler, der bei Universal
    > unter Vertrag steht und von denen viel Geld für die Produktion eines Album
    > bekommen hat, bekommt oben drauf die GEMA einnahmen direkt und im vollen
    > Umfang ausgezahlt, wenn ein Lied aus diesem Album im Radio gespielt wird,
    > ohne das Universal einen Cent davon sieht?

    Das widerspricht dann aber anderen Aussagn hier, nachdem man in der Regel ohne GEMA keinen PLattenvertrag bekommt, oder nicht? Weil wenn ich einerseits der GEMA meine Verwertungsrechte übertrage, wie kann ich die dann gleichzeitg an das PLattenlabel übertragen? Du redest hier außerdem von "Künstler"; nach Musikbusiness-Jargon sind damit übrigens NICHT Komponisten und Textdichter gemeint, sondern die Interpreten - die an sich also eh nicht von der GEMA vertreten werden.

    Natürlich verdient Universal daran, wenn ihr Deichkind im Radio gespielt wird. Sie haben daran ja auch Rechte - aber eben an dem fertigen Produkt! Aber meiner Meinung nach nicht an der Komposition. Das läuft dann über Leistungsschutzrechte, also die GVL - in der Tat treibt aber die GEMA auh für die GVL da Geld ein. Heißt, der Radiosender zahlt nicht separat an GEMA und GVL, sondern nur an die GEMA. Die das dann weitergibt.

    Nehmen wir mal zwei Situationen im Radio:
    1. Der Deichkind Song wird ganz normal gespielt
    2. Der Radiomoderator singt den Song selbst in voller Länge

    Sofern die Deichkindmitglieder, die für Text und Musik verantwortlich sind, bei der GEMA sind, bekommen sie in beiden Fällen Tantiemen. Genau dafür ist die GEMA zuständig. Und das Radio muss entsprecehnd zahlen. Ist ja zumindest auch live so: Ein Konzertveranstalter muss für geschütze Songs an die GEMA zahlen, die das Geld dann an die Urheber weitergibt - dabei ist es völlig egal, ob die vorgetragene SOngs von den Urhebern selbst gespielt werden, oder von einer Coverband.

    Bei Situation Nummer 1 aber bekommt zusätzlich auch noch Universal Geld. Aber ich wüsste nicht, wie ein Plattenvertrag verhindern kann, dass der Urheber seine Tantiemen bekommt. Wenn das in der Praxis so ist, dann wäre die GEMA ja noch sinnloser. Deren Sinn lag ja auch durchaus darin, dass der Urheber in jedem Fall entsprechend und unabhängig vergütet wird, und nicht von irgendwelchenm Plattenfirmen ausgebeutet wird.

  8. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: wasabi 12.03.12 - 15:32

    sunnymarx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau so, wie Du es hier beschreibst, stelle ich mir das vor. Natürlich
    > wird auch ein Künstler selbst Gema-Mitglied werden können, sofern der
    > Künstler seine Musik selbst vermarktet. Aber in erster Linie verdienen die
    > Labels an den Künstlern. Und dazu trägt auch die Gema bei.


    Nochmal: "Künstler" werden keine GEMA-Mitglieder, sondern "Komponisten und Textdichter". Und ich kenne selbst Leute, die bei der GEMA sind, aber keinen Plattenvertrag haben.

  9. Re: Und wer ist Schuld? Deichkind!

    Autor: /mecki78 12.03.12 - 16:16

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das widerspricht dann aber anderen Aussagn hier,

    https://www.gema.de/de/musikurheber/10-fragen-10-antworten.html

    Frage 1: Was ist die GEMA und was leistet sie für Musikurheber?

    Die Abkürzung „GEMA“ steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“.

    Unser Ziel hat sich in unserem mittlerweile über 100jährigen Bestehen nicht geändert: Wir werden von unseren Mitgliedern beauftragt, ihre Nutzungsrechte wahrzunehmen, die sich aus dem Urheberrecht ergeben. Unsere Mitglieder sind Musikurheber und -**Verleger**. Wir stellen die Werke unserer Mitglieder den Musiknutzern gegen Vergütung zur Verfügung und verteilen die Einnahmen an die Urheber. Diese Aufgabe nimmt in Deutschland für urheberrechtlich geschützte Werke der Musik ausschließlich die GEMA wahr.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Musikverlag

    Ein Musikverlag ist das Unternehmen eines Musikverlegers. [...] Die großen Tonträger-Konzerne (Sony BMG, Universal, EMI und Warner) unterhalten **eigene Musikverlage**, die sie meist durch Kauf von privaten Verlagsinhabern erworben hatten. Auch viele kleinere Labels gehen immer mehr dazu über, ihrem Label einen Verlag anzugliedern, um Teile der Einnahmen in das Marketing des Labels zurückfließen zu lassen. Musikverlage bilden insofern einen wichtigen Teil der Wertschöpfungskette in der Musikindustrie.


    Noch Fragen, Kienzle?

    /Mecki

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Karlsruhe
  2. BASF Services Europe GmbH, Berlin
  3. Schaeffler AG, Herzogenaurach
  4. Abrechnungszentrum Emmendingen, Emmendingen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469€ + Versand (Bestpreis!)
  2. 119,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Gesetzesvorschlag: Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen
Gesetzesvorschlag
Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Förderung privater Ladestationen für Elektroautos vorgelegt. Sowohl Mieter als auch Eigentümer erhalten damit einen gesetzlichen Anspruch. Aber es kann sehr teuer werden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Sono Motors Elektroauto Sion für 16.000 Euro schon 7.000 Mal reserviert
  2. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  3. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam

HDR-Capture im Test: High-End-Streaming von der Couch aus
HDR-Capture im Test
High-End-Streaming von der Couch aus

Was bringen all die schönen neuen Farben auf dem 4K-HDR-TV, wenn man sie nicht speichern kann oder während des Livestreams nicht mehr selber sieht? Avermedia bietet mit den Capture-Karten Live Gamer 4K und Live Gamer Ultra erstmals bezahlbare Lösungen an. PC-Spieler sehen mit ihnen sogar bis zu 240 Bilder pro Sekunde.
Von Michael Wieczorek

  1. DisplayHDR Vesa veröffentlicht erstes Testwerkzeug für HDR-Standard
  2. HDMI 2.0 und Displayport HDR bleibt Handarbeit
  3. Intel Linux bekommt experimentelle HDR-Unterstützung

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990X AMDs 32-Kerner soll mit 4,2 GHz laufen
  2. AMD Threadripper v2 mit 32 Kernen erscheint im Sommer 2018
  3. Raven Ridge AMDs Athlon kehrt zurück

  1. Turing-Grafikkarte: Nvidia stellt drei Geforce RTX mit Raytracing-Cores vor
    Turing-Grafikkarte
    Nvidia stellt drei Geforce RTX mit Raytracing-Cores vor

    Gamescom 2018 Ab September 2018 verkauft Nvidia die Geforce RTX 2080 Ti, die Geforce RTX 2080 und später die Geforce RTX 2070. Die Grafikkarten mit Turing-Architektur schlagen ihre Vorgänger, die Preise und die Leistungsaufnahme steigen. Dafür sieht Raytracing in Battlefield 5 schick aus.

  2. Wemacom Breitband: Glasfaserausbaupläne für Mecklenburg-Vorpommern beschlossen
    Wemacom Breitband
    Glasfaserausbaupläne für Mecklenburg-Vorpommern beschlossen

    Mecklenburg-Vorpommern bekommt in einem Landkreis echte Glasfaser. Doch nicht die Telekom, sondern ein kommunales Unternehmen kann sich die Aufträge sichern.

  3. Anno 1800 angespielt: Von Kartoffelbauern, Großkapitalisten und rosa Delfinen
    Anno 1800 angespielt
    Von Kartoffelbauern, Großkapitalisten und rosa Delfinen

    Gamescom 2018 Wir bauen eine Klassengesellschaft: In Anno 1800 müssen wir auf die Zusammensetzung der Gesellschaft achten - was gar nicht so einfach ist, wie Golem.de beim Anspielen des Aufbauspiels festgestellt hat. Als Ausgleich gibt es eine neue, ebenso gelungene wie simple Komfortfunktion.


  1. 21:20

  2. 19:03

  3. 18:10

  4. 17:47

  5. 17:10

  6. 16:55

  7. 15:55

  8. 13:45