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Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

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  1. Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: Lemo 02.09.19 - 15:17

    Einige hier im Forum behaupten Glas würde fließen, wie soll das denn bitte gehen?
    :D

    Also alleine die schiere Existenz dieses Mythos hat n bisschen was von Flat Earth Society.

    Das was der Rover gefunden hat wird kein Glas sein, sofern es nicht kurz zuvor einen Einschlag gegeben hat.
    Es könnte ein Metall sein.

  2. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: trinkhorn 02.09.19 - 17:03

    Naja, wenn man kein Fachexperte ist, klingt es Plausibel. Bei anderen scheinbar festen Stoffen ist es doch genauso:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pechtropfenexperiment

  3. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: tpunkterror 02.09.19 - 17:23

    Glas fließt sehr wohl. Wenn es heiß ist.

  4. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: BoMbY 02.09.19 - 18:18

    Natürlich fließt Glas, nur halt sehr, sehr langsam. Die Viskosität beträgt wohl etwa 10^22 bis 10^24 mPa·s bei Raumtemperatur.

  5. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: Lemo 02.09.19 - 18:40

    tpunkterror schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glas fließt sehr wohl. Wenn es heiß ist.

    Das war ja wohl der Schenkelklopfer des Jahrhunderts.
    Als ob das nicht klar war. ;)

  6. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: Lemo 02.09.19 - 18:45

    BoMbY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich fließt Glas, nur halt sehr, sehr langsam. Die Viskosität beträgt
    > wohl etwa 10^22 bis 10^24 mPa·s bei Raumtemperatur.

    Und das dann noch „fließen“ zu nennen, ist pragmatisch gesehen Quatsch. Das sind Zeiträume, die wir uns gar nicht vorstellen können.
    Der Volksmythos glaubt ja an viel kürzere Zeitspannen und da stellt sich mir eben die Frage wie man auf sowas kommt

  7. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: bombinho 02.09.19 - 19:10

    BoMbY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich fließt Glas, nur halt sehr, sehr langsam. Die Viskosität beträgt
    > wohl etwa 10^22 bis 10^24 mPa·s bei Raumtemperatur.

    Naja, da muss man erst einmal festlegen, was man mit Glas meint, ich gehe von Silizium-basierten Glaesern aus. Und nein, die fliessen bei Raumtemperatur natuerlich nicht, dazu braucht es Temperaturen oberhalb von 500 Grad. Darunter muesste die notwendige Kraft hoeher sein als die mechanische Festigkeit des Glases zulaesst, um messbare Ergebnisse zu erzielen..

    > Die üblichen Temperaturen für den Baubereich liegen maximal bei ca. 50°C bis 60°C.
    > In diesem Temperaturbereich zeigt sich gemäß der Abbildung 4, daß die
    > Fließgeschwindigkeit gegen Null konvergiert.und folglich die Dehnung einen konstanten
    > Wert annimmt. Die Effekte des Kriechens kommen, nachdem die freibeweglichen
    > Versetzungen der Glasstruktur sich verfestigt haben, zum Stillstand. Das stationäre Kriechen
    > tritt bei Glas (gemäß Abb. 4) erst bei Temperaturen von ~0.5 Tm = 500°C auf und wird
    > deshalb im Bauwesen nicht relevant. Aufgrund dieser Kriecheigenschaften des Glases
    > wird deutlich, daß die "Kirchen- oder Schaufensterscheiben, die unten dicker seien als
    > wie oben" [3,S.33] nicht durch Effekte des Kriechens hervorgerufen worden sein können.
    ["Tragverhalten von Stahl-Glas-Verbundkonstruktionen" von Georg Terfloth, 1998]

    Das ist, soweit ich weiss, seit geraumer Zeit geltende Lehrmeinung. Gleichwohl ich das mit dem Fliessen Ende der 80er noch von den Ausbildern in der Optik gehoert hatte. Allerdings war das nicht das Einzige, was sich im Nachhinein als nicht ganz korrekt erwiesen hatte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.09.19 19:13 durch bombinho.

  8. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: eidolon 02.09.19 - 21:38

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Volksmythos glaubt ja an viel kürzere Zeitspannen und da stellt sich
    > mir eben die Frage wie man auf sowas kommt

    Weil halt Gelehrte stolz gesagt haben, dass Glas nicht fest ist. Sind halt dieselben Erbsenzähler wie die ganzen Sheldons hier oder bei Heise, die immer auf unbedeutenden Kleinigkeiten rumreiten.

  9. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: chefin 03.09.19 - 08:07

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BoMbY schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Natürlich fließt Glas, nur halt sehr, sehr langsam. Die Viskosität
    > beträgt
    > > wohl etwa 10^22 bis 10^24 mPa·s bei Raumtemperatur.
    >
    > Und das dann noch „fließen“ zu nennen, ist pragmatisch gesehen
    > Quatsch. Das sind Zeiträume, die wir uns gar nicht vorstellen können.
    > Der Volksmythos glaubt ja an viel kürzere Zeitspannen und da stellt sich
    > mir eben die Frage wie man auf sowas kommt

    Hier gehts nicht drum, was du dir vorstellen kannst in deiner volkstümlischen Welt, sondern was die Physik vorgibt. Selbst ich als gelernter Elektriker muss mich damit rumschlagen. Kupfer fliest auch. Führt dann dazu, das all die Schraubklemmen die man für Verkabelung verwendet hat, nach Jahren oder Jahrzehnten locker wurden und nachgezogen werden müssen. Oder falls das nicht gemacht wurde, von Wackelkontakt bis Kabelschmorbrand alles passiert ist.

    Volksmund sagt dann auch, das die Schraube sich gelöst hat. Physikalisch weis man heute das Kupfer fliest. Und wenn es 200 Jahre dauert bis das fliesen nicht nur messbar sondern mit dem Auge erfassbar wird, dann ist das trotzdem ein fliesen.

    Dazu kommt, das wir uns in der Astronomieforschung befinden. Dort sind 100.000 Jahre ein Wimpernschlag.

  10. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: PiCelli 03.09.19 - 08:58

    Für den Laien Glas fließt etwa mit der Geschwindigkeit mit der sich auch die Kontinente bewegen.
    Hat man sehr schön sichtbar festgestellt als man anfing alte Kirchen zu restaurieren, bei denen das untere Ende der Buntglasfenster viel dicker war als das obere Ende.

  11. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: neocron 03.09.19 - 09:07

    PiCelli schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für den Laien Glas fließt etwa mit der Geschwindigkeit mit der sich auch
    > die Kontinente bewegen.
    > Hat man sehr schön sichtbar festgestellt als man anfing alte Kirchen zu
    > restaurieren, bei denen das untere Ende der Buntglasfenster viel dicker war
    > als das obere Ende.

    Nein Glas fliesst nicht. Die Annahme wurde widerlegt, unter anderem mit Beobachtungen an sehr alten Bernsteinen ...

  12. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: neocron 03.09.19 - 09:08

    Dann fliesst Blei also deiner Meinung nach auch?

  13. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: Lemo 03.09.19 - 14:53

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > BoMbY schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Natürlich fließt Glas, nur halt sehr, sehr langsam. Die Viskosität
    > > beträgt
    > > > wohl etwa 10^22 bis 10^24 mPa·s bei Raumtemperatur.
    > >
    > > Und das dann noch „fließen“ zu nennen, ist pragmatisch
    > gesehen
    > > Quatsch. Das sind Zeiträume, die wir uns gar nicht vorstellen können.
    > > Der Volksmythos glaubt ja an viel kürzere Zeitspannen und da stellt sich
    > > mir eben die Frage wie man auf sowas kommt
    >
    > Hier gehts nicht drum, was du dir vorstellen kannst in deiner
    > volkstümlischen Welt, sondern was die Physik vorgibt.

    Eben nicht, es geht darum was der Volksmythos sich vorstellt.
    Außerdem muss man das nicht so abwertend schreiben, "in deiner volkstümlichen Welt", man kann das auch weniger herablassend ausdrücken.

    Aber zurück zum Thema, der Volksmythos hat nichts mit Physik zu tun, es behaupten Leute Glas würde im Verlauf von wenigen Jahrhunderten fließen, das ist völliger Quatsch und auch unlogisch. Und da frag ich mich wie so ein Mythos aufkommen kann.

  14. Re: Glas fließt doch nicht, wie kann so ein Mythos entstehen?

    Autor: Zweistein2 03.09.19 - 15:37

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber zurück zum Thema, der Volksmythos hat nichts mit Physik zu tun, es
    > behaupten Leute Glas würde im Verlauf von wenigen Jahrhunderten fließen,
    > das ist völliger Quatsch und auch unlogisch. Und da frag ich mich wie so
    > ein Mythos aufkommen kann.

    Da hast du deine Antwort:

    PiCelli schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für den Laien Glas fließt etwa mit der Geschwindigkeit mit der sich auch
    > die Kontinente bewegen.
    > Hat man sehr schön sichtbar festgestellt als man anfing alte Kirchen zu
    > restaurieren, bei denen das untere Ende der Buntglasfenster viel dicker war
    > als das obere Ende.

    Jemand restauriert ne Kirche und bemerkt, dass das Glas unten dicker ist als oben. Da diese Person keinen Plan von Physik und den Herstellungsmethoden von Glas zum Zeitpunkt des Kirchenbaus hatte, überlegt sie sich, wie das sein kann: Das Glas "muss" fließen. Diese Person erzählt es dann B, der es genau so wenig weiß wie A und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

    @PiCelli
    Nein, das stimmt nicht, Glas "fließt" nicht in der Geschwindigkeit, in der sich Kontinente bewegen. Glas kriecht, wenn auch sehr, sehr, sehr langsam. Die Fensterdicken kommen dadurch zustande, dass Glas früher ausgeblasen, aufgeschnitten und dann gedreht wurde (wie der Pizzabäcker), entsprechend entsteht durch die Zentrifugalkraft beim Drehen ein Wulst an den Schnittkanten. Der Stabilität halber wurde das dicke Ende des Glas(es?) dann nach unten gedreht beim Einbauen



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.19 15:41 durch Zweistein2.

  15. Glas fließt

    Autor: M.P. 05.09.19 - 09:03

    Frage mal die Beschäftigten einer Glashütte...

  16. Re: Glas fließt

    Autor: neocron 05.09.19 - 15:44

    bei Zimmertemperatur? wohl kaum ...

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