Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Zahlungsdienstleister…

Oh ja - bitte ein Prozess

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: senf.dazu 14.02.18 - 12:08

    Bin gespannt auf eine Festlegung der "richtigen" Länge einer AGB.

    Eigentlich find ich ja alles jenseits von 1 oder 2 Seiten nicht mehr zumutbar - wobei man aber Links auf eine Handvoll Standard-Regelungen, die auch von Verbrauchervertretern für gut befunden wurden und nicht alle naslang verändert werden (die kann man sich dann mal erklären lassen ..), akzeptieren könnte ..

    Bei mehr als einer Seite oder dem ersten Verständnishänger klickt man doch eh gleich auf "GelesenVerstandenAktzeptiert" um endlich das machen zu können was man eigentlich im Sinne hatte.

    (Ist das nicht sowieso unwirksam ? Der Softwarehersteller hat doch nach dem Stand der Technik die Möglichkeit die Zeit zum Lesen nachzumessen - und müßte doch den Kunden, äh potentiellen Kunden ;-), eigentlich zum richtig Lesen zurückzuschicken ?)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 14.02.18 12:15 durch senf.dazu.

  2. Re: Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: AllDayPiano 14.02.18 - 12:40

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin gespannt auf eine Festlegung der "richtigen" Länge einer AGB.

    Da wird es kein Urteil geben. Die Richter werden in der Einzelfallentscheidung feststellen, dass die AGB zu lange, und damit zu unverständlich ist und entscheiden, dass die AGB auf ein akzeptables Maß zu kürzen ist, wobei das wieder offen lassen wird, was "akzeptabel" bedeutet.

    > Eigentlich find ich ja alles jenseits von 1 oder 2 Seiten nicht mehr
    > zumutbar - wobei man aber Links auf eine Handvoll Standard-Regelungen, die
    > auch von Verbrauchervertretern für gut befunden wurden und nicht alle
    > naslang verändert werden (die kann man sich dann mal erklären lassen ..),
    > akzeptieren könnte ..

    Paypals Geschäft ist zu komplex für 2 Seiten. Unter 20 wird das kein anständiger Jurist hinbekommen. Aber dabei sollte es dann m.M.n. auch bleiben.

    Die Paypal AGB ist bewusst unverständlich geschrieben. Einfaches Nachlesen von Fragestellungen ist da nicht möglich. Ich hatte es mal probiert, aber bei den x Querverweisen aufgegeben (sowas wie "Soweit nicht unter §53 Abs 2 Satz 5 definiert, und ferner auch nicht durch §6 Abs. 1 Satz 3 geregelt, gilt die allgemeine Einschätzung nach §24 Abs. 1-5, sofort nicht ein Grund entsprechend §12 Abs. 1-3, 5, 7, 9 dagegen spricht, bzw. ein anderer Ausschluss nach dem Anhang 'Anhang xyz Zusatz AGB vom xxxxx' besteht").

    > Bei mehr als einer Seite oder dem ersten Verständnishänger klickt man doch
    > eh gleich auf "GelesenVerstandenAktzeptiert" um endlich das machen zu
    > können was man eigentlich im Sinne hatte.

    Nicht in diesem Sinne, aber das Problem des Nutzer. Wer einen Vertrag unterschreibt, ohne ihn gelesen zu haben, ist selbst schuld. Einzige Ausnahme hier: Der Vertrag ist so gestaltet, dass er für einen "normalen Menschen" nicht lesbar ist.

    > (Ist das nicht sowieso unwirksam ? Der Softwarehersteller hat doch nach dem
    > Stand der Technik die Möglichkeit die Zeit zum Lesen nachzumessen - und
    > müßte doch den Kunden, äh potentiellen Kunden ;-), eigentlich zum richtig
    > Lesen zurückzuschicken ?)

    Nein, ist es nicht. Ob Du einen Vertrag auch gelesen hast, spielt keine Rolle. Selbst ohne Zustimmung kann ein konkludentes Handeln zum Zustandekommen des Vertrages führen.

  3. Re: Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: Anonymer Nutzer 14.02.18 - 12:53

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin gespannt auf eine Festlegung der "richtigen" Länge einer AGB.
    >
    > Eigentlich find ich ja alles jenseits von 1 oder 2 Seiten nicht mehr
    > zumutbar - wobei man aber Links auf eine Handvoll Standard-Regelungen, die
    > auch von Verbrauchervertretern für gut befunden wurden und nicht alle
    > naslang verändert werden (die kann man sich dann mal erklären lassen ..),
    > akzeptieren könnte ..
    Kein Richter wird sagen: "Die AGB dürfen X Seiten lang sein.". Dafür gibts zuviele unterschiedliche Geschäftszweige und Branchen, die alle eigene Regeln brauchen. Spätestens wenn jemand Klagt weil etwas nicht klar in den AGB geregelt ist, wird es dann direkt in eben diese aufgenommen.
    Ein Verweis auf fremde Texte ist auch oft kritisch. Da kann man Änderungen nicht sekunden genau erfassen. Und wenn die dann geändert werden muss man erstmal wieder seine eigenen Anwälte auf den Text loslassen. Auf "Webseite XYZ mit Stand von xx.yy.zzzz" zu verweisen geht auchnicht einfach so da wenn diese die Ändern und der alte Stand nichtmehr abrufbar ist, gälte es wohl als nicht vorhanden.
    Daher sollte man immer die kompletten AGB mit allen Verweisen (ohne Gesetze o.ä.) mitliefern.

  4. Re: Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: Schnarchnase 14.02.18 - 12:58

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spätestens wenn jemand Klagt weil etwas nicht klar in den
    > AGB geregelt ist, wird es dann direkt in eben diese aufgenommen.

    AGB sind optional, niemand muss sie bereitstellen, daher kann ich niemand dagegen klagen.

  5. Re: Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: Anonymer Nutzer 14.02.18 - 13:02

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DAUVersteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Spätestens wenn jemand Klagt weil etwas nicht klar in den
    > > AGB geregelt ist, wird es dann direkt in eben diese aufgenommen.
    >
    > AGB sind optional, niemand muss sie bereitstellen, daher kann ich niemand
    > dagegen klagen.
    AGB schon, aber wenn man keine AGB angibt, gilt das Recht. Wenn man aber irgendwas einschränken will oder etwas klar regeln will, muss man das in den AGB regeln. Wenn nun etwas nicht klar im Gesetz geregelt ist kann ein Kunde natürlich dagegen klagen. Damit aber nicht nochein Kunde klagt, wird es dann sofort in die AGB aufgenommen.

    Dass man die Aussge oben anders versteht hätte ich nicht erwartet, aber daher extra für dich nochmal genauer erläutert.

  6. Re: Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: Schnarchnase 15.02.18 - 11:55

    Was eigentlich schwachsinnig ist, weil das Gesetz gilt und deshalb nichts in AGB aufgenommen werden müsste, daher mein Einwand.

  7. Re: Oh ja - bitte ein Prozess

    Autor: Anonymer Nutzer 15.02.18 - 12:35

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was eigentlich schwachsinnig ist, weil das Gesetz gilt und deshalb nichts
    > in AGB aufgenommen werden müsste, daher mein Einwand.
    Das BGB hat zwar einige Klauseln die man als "allgemeine AGB" bezeichnen könnte. Allerdings ist auch das schon recht löchrig bzw. sagt sogar selber, dass man Klauseln anders regeln darf.
    Ein "Gesetz" könnte auch niemals den kompletten Markt zufriedenstellen bzw. es wäre ein Dokument, was deutlich über 80 Seiten hinausgehen würde und ständig geändert werden müsste aber wohl nie aktuell genug wäre, um alles abzudecken.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg
  2. querformat GmbH & Co. KG, Crailsheim
  3. Walter AG, Tübingen
  4. Ingenics AG, Ulm, Stuttgart, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,95€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-68%) 8,99€
  3. 69,99€
  4. 589,99€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mobile-Games-Auslese: Teilzeit-UFOs, Rollenspielgeschichte und Würfelpiraten
Mobile-Games-Auslese
Teilzeit-UFOs, Rollenspielgeschichte und Würfelpiraten
  1. Mobile-Games-Auslese Harry Potter und das Geschäftsmodell des Grauens
  2. Chicken Dinner Pubg erhält Updates an allen Fronten
  3. Mobile-Games-Auslese Abfahrten, Verliebtheit und Kartenkerker

Kryptobibliotheken: Die geheime Kryptosoftware-Studie des BSI
Kryptobibliotheken
Die geheime Kryptosoftware-Studie des BSI
  1. DSGVO EU-Kommission kritisiert "Fake-News" zur Datenschutzreform
  2. Russische IT-Angriffe BSI sieht keine neue Gefahren für Router-Sicherheit
  3. Fluggastdaten Regierung dementiert Hackerangriff auf deutsches PNR-System

Raumfahrt: Die Digitalisierung des Weltraums
Raumfahrt
Die Digitalisierung des Weltraums
  1. Space Launch System Neue Rakete fliegt drei Missionen in kleiner Konfiguration
  2. Raumfahrt Mann überprüft mit Rakete, ob die Erde eine Scheibe ist
  3. Raumfahrt Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

  1. NFC: Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen
    NFC
    Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

    iPhone-Nutzer können die One-Time-Passwort-Funktion des Yubikey nutzen, um sich bei einer Applikation anzumelden. Als erster Hersteller unterstützt der Passwortmanager Lastpass das neue Software-Development-Kit.

  2. DxO-Test: Neues HTC U12+ hat zweitbeste Smartphone-Kamera
    DxO-Test
    Neues HTC U12+ hat zweitbeste Smartphone-Kamera

    Im bekannten Kameratest von DxO hat HTCs neues U12+ sehr gut abgeschnitten: Das Smartphone schafft es auf den zweiten Platz in der aktuellen Rangliste und übertrumpft damit Geräte von Samsung und Apple. HTC muss sich nur Huawei geschlagen geben.

  3. Pearl: Online-Versand darf Konto im EU-Ausland nicht ablehnen
    Pearl
    Online-Versand darf Konto im EU-Ausland nicht ablehnen

    Ein Auslandskonto in der EU darf für Pearl kein Grund zur Ablehnung einer Bestellung sein. Das hat der Verbraucherzentrale Bundesverband vor Gericht durchgesetzt. Pearl kann nun noch vor den Bundesgerichtshof ziehen.


  1. 17:00

  2. 16:45

  3. 16:31

  4. 16:17

  5. 16:03

  6. 15:36

  7. 15:13

  8. 14:52