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Gestensteuerung == Bad UX/UI design

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  1. Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Vanger 19.02.19 - 10:41

    Grundregeln von UX/UI design sind "Don't Make Me Think" und "Good design is self explanatory". Wenn ich zurück will suche ich nach einem "Zurück"-Knopf oder zumindest einem nach links zeigenden Pfeil, so wie ich das seit Jahrzehnten bspw. noch von meinem Kassettenspieler kenne. Eine Wischgeste muss mir erst jemand erklären. Damit ist es schlechtes UX/UI design. Simple as that...

  2. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: nikotin 19.02.19 - 10:47

    Das kann man finde ich so nicht allgemein sagen. bei Webseiten, wo es für jeden Benutzer sofort funktionieren muss ist dieses Prinzip wichtig, aber bei einem Gerät, welches ein Benutzer für eine längere Zeit verwendet finde ich eine effiziente Methode wichtiger (auch wenn man sie erlernen/sich daran gewöhnen muss) als maximal intuitive Bedienung.

  3. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: AllDayPiano 19.02.19 - 10:48

    Genau das dachte ich mir auch. Hab erst der Schwiegermutter das erste Smartphone gezeigt. Der Zurückknopf (gerne auch für penetrantes Spechten genutzt) ist dabei sozusagen der Anker, falls gerade etwas passiert, was der Nutzer nicht versteht. Ohne gewisse grundlegend gleichbleibende Bedienkonzepte wird es immer schwerer für Späteinsteiger.

  4. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: AllDayPiano 19.02.19 - 10:50

    Das ist schon richtig. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man eine intuitive Bedienoberfläche hat, oder erst irgendwelche Gesten lernen muss.

    Ich hab bei mir zwar die Gestensteuerung aktiv aber ich nutze faktisch nichts davon, weil ich daran im täglichen Gebrauch kaum Vorteile sehe. Ganz im Gegenteil. Wollte vor kurzem erst einen Screenshot mit Wisch-Geste machen. Allerdings hat die Internetseite das immer als "Click" interpretiert. Mit Homebutton+Leiser-Knopf ging es dann.

  5. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Vanger 19.02.19 - 11:17

    nikotin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann man finde ich so nicht allgemein sagen. bei Webseiten, wo es für
    > jeden Benutzer sofort funktionieren muss ist dieses Prinzip wichtig, aber
    > bei einem Gerät, welches ein Benutzer für eine längere Zeit verwendet finde
    > ich eine effiziente Methode wichtiger (auch wenn man sie erlernen/sich
    > daran gewöhnen muss) als maximal intuitive Bedienung.

    UX/UI design Regeln haben nichts mit Webseiten zu tun sondern gelte für jede Hard- und Software. Die Behauptung eine Zurück-Wischgeste sei schneller als ein dauerhaft sichtbarer Zurück-Button halte ich für extrem gewagt. Für Funktionen die in Hamburger-Menüs versteckt sind mag das zutreffend sein, aber nicht hier. Auch da ist entscheidend ob die Wischgeste lediglich *zusätzlich* angeboten wird (wie bspw. das Löschen von Elementen per Wischgeste in E-Mail- oder Galerie-Apps) oder der einzige Weg ist auf die betreffende Funktion zuzugreifen. Wenn die Wischgeste lediglich eine zusätzliche, ggf. die Effizienz erhöhende Alternative ist, spricht da aus Perspektive des UX/UI design wenig dagegen solange es einen gewissen Rahmen nicht überschreitet. Hier aber soll die Wischgeste zur alleinigen Möglichkeit werden diese Funktion zu nutzen - und das ist dann ohne jeden Zweifel schlechtes UX/UI design.

  6. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: tomate.salat.inc 19.02.19 - 11:19

    +1

  7. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: violator 19.02.19 - 11:24

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne gewisse grundlegend gleichbleibende
    > Bedienkonzepte wird es immer schwerer für Späteinsteiger.

    Aber andererseits verhindern die dadurch evtl. bessere Bedienkonzepte, weil "so haben wir das schon immer gemacht" und deshalb darf sich das nicht ändern.

    Dass zwei senkrechte Balken "Pause" bedeuten ist auch nicht intuitiv, ihr glaubt das nur, weil ihr das mal so gelernt habt.

  8. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: AllDayPiano 19.02.19 - 11:38

    Zum Gesten das Risiko von Fehlbedienungen beträchtlich erhöhen. Es ist also nur ein ganz begrenzter Vorrat an Gesten gleichzeitig sinnvoll. Ich lösche bei GMX öfters mal aus versehen eine Email. Viel hängt auch mit dem Geräteschwerpunkt zusammen. Wenn der auf Grund der Größe schlecht ausbalanciert werden kann (z.B. bei den neuen Galaxys) dann führt schon der krampfhafte Versuch, das Handy vor dem Wegkippen zu retten, zu irgendwelchen Eingaben.

  9. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: AllDayPiano 19.02.19 - 11:41

    Das hat aber jeder gelernt, der einen Kassettenspieler hatte. Und das dürften aktuell ca. 80% der westlichen Bevölkerung sein. Wenn man dann noch diejenigen dazunimmt, die einen CD, DVD, Blueray Player sowie Fernbedienungen jeglicher Art benutz haben, erhöhrt sich die Zahl auf nahezu 100%.

    Man kann also sagen, dass es sich um einen nicht-genormten Standard handelt, der von so ziemlich allen Menschen genau so verstanden wird.

    Fatal wird es dann, wenn man zwanghaft umdeutet.

  10. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Salzbretzel 19.02.19 - 11:46

    Ich denke an meinen ersten PC mit Windows 95.
    Dort wurde der Startknopf im Assistenten erklärt. Bei Windows XP war glaube ich auch ein Assistent dabei.

    Wobei ich mit dem Finger panisch links und rechts wischen als zurück natürlicher empfinden würde.
    Die Geste - gut beim ersten Start erklärt - kann sinnvoll sein. Vor allem für Neulinge. So wie die Zoom Geste. Ist ja auch nicht im Bild erklärt aber so eingefleischt das es jeder kann.

    Nur habe ich ein Problem - ich bin auf besten Wege ein alter Sack zu werden und will nicht schon wieder ein neues Bedienkonzept lernen. Vor allem - ein umständlicheres. (bisher:)Tipp da, alles wird gut. Jetzt muss ich nicht nur tippen sondern auch noch in einer Richtung wischen. Das ist mehr Arbeit - ich bin faul.
    Ich und Gesten kommen nicht gut zurande.

    Ich bin hin und her gerissen. Gesten finde ich nett - aber etwas so elementares wie zurück so zu verkomplizieren. Zumal das aktuelle Konzept von zurück auch gut klappt.
    Als Alternative wäre es nett - vermutlich wird es ja auch erst einmal so kommen.

  11. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Luksus 19.02.19 - 11:52

    Ubuntu Touch löst das mit der Gestensteuerung eigentlich ganz gut. Da fällt mir auch kein Grund ein, wozu man überhaupt die globalen Android Buttons benötigen sollte.
    Wenn eine App einen Zurückbutton benötigt, soll sie diesen halt implementieren. Was hat denn das OS damit zu schaffen?

  12. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: nikotin 19.02.19 - 12:26

    Die Sache mit den Webseiten war nur als Beispiel gedacht, bei dem man eine große, wechselnde Benutzergruppe anspricht. Bei einem persönlichen, länger genutzten Gerät darfs gerne auch andere Möglichkeiten geben. Und das reinwischen von der Seite (bei mir von beiden Seiten möglich), was ich jetzt seit ca. nem Monat nutze gefällt mir sehr gut (speziell bei recht großen Geräten, wenn man sie einhändig bedient.

    Ich will ja aber nicht alle zu Gesten überreden. Ich bezweifele auch nicht, dass ein sichtbarer Button offensichtlicher und intuitiver ist. Ich freue mich aber über den gewonnen Bildschirmplatz. Aber das schöne an Android ist ja gerade, dass es nicht ein Konzept geben muss, welches für alle Nutzer (Anfänger bis Heaxy-User) passen muss (hallo iOS), sondern die Flexibilität (z.B. konfigurierbar, verschiedene Implementierungen von verschiedenen Hardwareherstellern).

  13. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Neuro-Chef 19.02.19 - 12:42

    Vanger schrieb:
    > Grundregeln von UX/UI design sind "Don't Make Me Think" und "Good design is
    > self explanatory". Wenn ich zurück will suche ich nach einem "Zurück"-Knopf
    > oder zumindest einem nach links zeigenden Pfeil, so wie ich das seit
    > Jahrzehnten bspw. noch von meinem Kassettenspieler kenne. Eine Wischgeste
    > muss mir erst jemand erklären. Damit ist es schlechtes UX/UI design. Simple
    > as that...
    Ich sehe as genau so, schon dieses seitliche reinwischen irgendwelcher Options-Menüs in manchen Android Apps finde ich alles andere als intuitiv.

    ¯\_(ツ)_/¯

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  14. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Neuro-Chef 19.02.19 - 12:49

    nikotin schrieb:
    > Das kann man finde ich so nicht allgemein sagen. bei Webseiten, wo es für
    > jeden Benutzer sofort funktionieren muss ist dieses Prinzip wichtig, aber
    > bei einem Gerät, welches ein Benutzer für eine längere Zeit verwendet finde
    > ich eine effiziente Methode wichtiger (auch wenn man sie erlernen/sich
    > daran gewöhnen muss) als maximal intuitive Bedienung.
    Da fallen mir jetzt noch Autoradios ein; deren Bedienung hat sich dem Fahrer auch bei erstmaliger Nutzung während der Fahrt zu erschließen, sonst sind sie einfach schlecht gemacht.

    ¯\_(ツ)_/¯

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  15. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: TodesBrote 19.02.19 - 14:11

    Neuro-Chef schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nikotin schrieb:
    > > Das kann man finde ich so nicht allgemein sagen. bei Webseiten, wo es
    > für
    > > jeden Benutzer sofort funktionieren muss ist dieses Prinzip wichtig,
    > aber
    > > bei einem Gerät, welches ein Benutzer für eine längere Zeit verwendet
    > finde
    > > ich eine effiziente Methode wichtiger (auch wenn man sie erlernen/sich
    > > daran gewöhnen muss) als maximal intuitive Bedienung.
    > Da fallen mir jetzt noch Autoradios ein; deren Bedienung hat sich dem
    > Fahrer auch bei erstmaliger Nutzung während der Fahrt zu erschließen, sonst
    > sind sie einfach schlecht gemacht.

    Gutes Beispiel,

    Das Radio meines 98er C180 ist zB. Eine Art Mischung aus intuivem und zu erlernendem Design.
    Die Vor- und Zurückknöpfe (Autosuche FM, in Menüs) sind mit ">>" und "<<" beschriftet. Da muss man nicht lange nachdenken. Drehräder für Lautstärke und manuelle Suche (im Menüs zum scrollen und +/-) auch komplett logisch.
    So, wenn man jetzt allerdings die Tasten unterhalb des Displays nimmt, dann ist man erstmal verwirrt, weil die alle nur einen kleinen weißen (beleuchteten) Punkt haben. Erst auf dem Display steht relativ klein über den Tasten deren Funktion (Gespeicherte Sender bzw. Je nach Menü andere Optionen - CD vorspulen usw.)
    Das kann ich zB. Während der Fahrt nicht immer ablesen, aber inzwischen weiß ich es und mache es intuitiv.

    Die Geste ist zu erlernen und wird wohl intuitiv, aber der zurück Knopf, ist ohne jegliche Erklärung zu verstehen.

  16. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Neuro-Chef 19.02.19 - 14:37

    Der absolute Horror in der Hinsicht sind für mich BMWs und Minis, die ich nur gelegentich mal über Drivenow genutzt habe. Weil man da pro Minute zahlt, fuhr ich mitunter eben auch mal ohne Musik.

    ¯\_(ツ)_/¯

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  17. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: unbuntu 19.02.19 - 18:31

    Es wird ja nicht umgedeutet, die Bedienung ist nur anders. Früher hast du auf den "nach links"-Button geklickt, um ein Bild nach links zu gehen, heute wird gewischt. Hat keiner ein Problem mit.

    In Galerieapps gibts auch oft Gesten für Lautstärke oder Helligkeit, das geht oft besser als mit den Knöpfen an der Seite.

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
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  18. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: AllDayPiano 19.02.19 - 19:27

    Gewischt würde aber dann die Photo App schließen. Oder nicht. Dann ist die Bedienung aber inkonsistent.

  19. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Vanger 19.02.19 - 21:38

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gewischt würde aber dann die Photo App schließen. Oder nicht. Dann ist die
    > Bedienung aber inkonsistent.

    Genau das ist der Punkt. Diese Geste ist häufig bereits durch eine andere Funktion "belegt", daher musste sich Google auch überlegen wie sie das konfliktfrei realisieren können. Ergebnis ist, dass ein Links-Rechts-Wischen auf dem Home-Button ein anderen Ergebnis erzielt (Schließen der App) als auf dem übrigen Display (Vorheriges Element anzeigen). Das ist nicht intuitiv und nicht selbsterklärend - und somit schlechtes UX/UI design.

    Das Argument, dass zwei senkrechte Striche vor Jahrzehnten auch erst die Bedeutung "Pause" gewinnen mussten ist nicht falsch, allerdings ist die daraus gezogene Schlussfolgerung falsch. "Don't Make Me Think" und "Good design is self explanatory" heißt nicht, dass man niemals neue Bedienkonzepte einführen dürfe. Vielmehr ist es ein Abwägungsprozess. Lediglich nicht auf ein etabliertes Bedienkonzept zurückzugreifen ist dabei einfacher zu begründen als mit einem etablierten Bedienkonzept zu brechen. Das im Artikel genannte Beispiel ist letzteres: Mit dem etablierten Bedienkonzept wird gebrochen. Das ist nur begründbar wenn die Vorteile des neuen Bedienkonzepts tatsächlich überwältigend groß sind. Ich habe viel Fantasie, das aber bei diesem konkreten Beispiel zu bejahen halte ich für sehr gewagt.

  20. Re: Gestensteuerung == Bad UX/UI design

    Autor: Hotohori 20.02.19 - 09:50

    Ich mag Wischgesten, so lange sie nicht App übergreifen sind, weil dann steigt das Risiko von Fehleingaben. Wenn eine App selbst aber Gesten nutzt (mein Musikplayer) oder rein auf dem Homescreen, finde ich das ok.

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