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Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

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  1. Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Hotohori 30.06.22 - 11:40

    So viele Geräte wie Aya immer wieder auf den Markt bringt, scheint der Markt dafür wohl groß genug zu sein, auch wenn die Geräte natürlich nicht im großen Stil verkauft werden.

    Das Steam Deck dürfte wohl aktuell das Gerät sein, dass die meisten Käufer erreicht und sich daher auch den Preis leisten kann. Die Aya Geräte sind wohl eher auf eine deutlich kleinere Stückzahl ausgelegt, entsprechend müssen sie den Preis auch anheben um alle Kosten gedeckt zu kriegen und Gewinn zu machen.

    Das ist halt der Vorteil von Massenprodukten, da können Entwicklungskosten, Gussformen (für Gehäuse etc.) und ähnliche Einmalausgaben auf deutlich mehr Käufer aufgeteilt werden und Einzelteile in größeren Stückzahlen mit deutlichem Rabatt eingekauft werden. Viele Käufer sehen aber oft nur den Preis und halten dann das Nischenprodukt für viel zu teuer. ;)

  2. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Oktavian 30.06.22 - 11:50

    > Das Steam Deck dürfte wohl aktuell das Gerät sein, dass die meisten Käufer
    > erreicht

    Es dürfte auch das Gerät sein, das den Gesamtmarkt deutlich pusht (zusammen mit der Switch). Mobiles Gaming waren ja bislang eher Pay2Win-Handy-Abzock-Spiele. Switch hat vernünftige Spiele mobil gemacht, war aber eben eine geschlossene Plattform.

    Das Steam Deck schafft (trotz zur Zeit noch überschaubarer Lieferzahlen) einen ziemlichen Hype in den Medien. Hierdurch können natürlich auch andere Hersteller mitziehen mit x86-Geräten, dann unter Windows oder auch SteamOS.

  3. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Beardsmear 30.06.22 - 12:33

    Valve zahlt nach offiziellen Angaben bei jedem Steam Deck drauf. Sie wollen sich einen Markt erschließen und bekommen jetzt auch "Steam"-Kunden, die vorher nicht oder nicht mehr am PC gespielt haben. Dazu forciert Gabe Newell die Entwicklung von Proton und Spielen unter Linux, da sein ganzes Unternehmen sonst vom Wohlwollen Microsofts (Windows) abhängt.

    Aya ist ja noch recht neu am Markt. GPD ist seit fast 10 Jahren am Markt und lebt ausschließlich vom Handheld und Ultramobile Notebook-Verkauf. Viele Jahre davor hate schon GP damit angefangen.
    Leistungsstarke Handhelds sind keine neue Idee und gerade in Asien seit langem beliebt.
    Was Valve hingekriegt hat, ist diese nahtlose Integration von Linux, SteamOS und wirklich überzeugenden Steuerelementen.
    Solange Aya und Co. auf ihren Handhelds Windows laufen lassen, ist das für mich uninteressant, Windows ist auf Touch- und Kleingeräten sehr unangenehm zu bedienen.
    Bei SteamOS habe ich den Komfort eines echten Tablets, alles fühlt sich integriert und durchdacht an. Auch unterstützt Valve seine Hardware sehr lange. Selbst für die SteamOS-Controller gibt es heute noch Treiber-Updates.

    Apple verdankt seinen Erfolg dieser flüssigen Integration von Hard- und Software, auch wenn ich am PC Windows bevorzuge, bekommt das Microsoft seit ihren Ideen vor über 30 Jahren mit Windows CE, Pocket PCs, UMPC und Tablets einfach nicht hin.

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So viele Geräte wie Aya immer wieder auf den Markt bringt, scheint der
    > Markt dafür wohl groß genug zu sein, auch wenn die Geräte natürlich nicht
    > im großen Stil verkauft werden.
    >
    > Das Steam Deck dürfte wohl aktuell das Gerät sein, dass die meisten Käufer
    > erreicht und sich daher auch den Preis leisten kann. Die Aya Geräte sind
    > wohl eher auf eine deutlich kleinere Stückzahl ausgelegt, entsprechend
    > müssen sie den Preis auch anheben um alle Kosten gedeckt zu kriegen und
    > Gewinn zu machen.
    >
    > Das ist halt der Vorteil von Massenprodukten, da können Entwicklungskosten,
    > Gussformen (für Gehäuse etc.) und ähnliche Einmalausgaben auf deutlich mehr
    > Käufer aufgeteilt werden und Einzelteile in größeren Stückzahlen mit
    > deutlichem Rabatt eingekauft werden. Viele Käufer sehen aber oft nur den
    > Preis und halten dann das Nischenprodukt für viel zu teuer. ;)

  4. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Spiritogre 30.06.22 - 15:04

    Steam Big Picture Mode läuft auch unter Windows.

    Und wenn du das System darunter nutzen willst gibt es das Touchpad wie bei Laptops auch. Und natürlich kann man auch Maus und Tastatur anschließen.

    Windows hat einfach den Vorteil, dass man alle PC Spiele zocken kann.

  5. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Oktavian 30.06.22 - 15:27

    > Windows hat einfach den Vorteil, dass man alle PC Spiele zocken kann.

    Im Prinzip ja. Als ich mir mein Steam Deck gekauft habe, war mir auch klar, da kommt sobald möglich Windows drauf, damit ich halt alle Spiele spielen kann.

    Komischerweise, nach so gut nem Monat, hab ich überhaupt kein Bedürfnis, da Windows drauf zu basteln. Quasi alles, was ich spielen will, läuft unter SteamOS. Das System ist hinreichend performant und sehr unauffällig. Mit dem Linux-Unterbau habe ich nur recht sporadisch zu tun, also ich ein paar Emulatoren eingerichtet habe.

    Ich lass das erst mal so. Wenn Dual Boot vernünftig läuft, probier ich das vielleicht mal aus, aber zur Zeit bin ich mit dem Lieferzustand sehr zufrieden.

  6. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Beardsmear 30.06.22 - 15:30

    In der Theorie alles richtig. In der Praxis alles so unpraktisch, dass ich alle windows-basierten Handhelds früher oder später wieder verkauft habe. Bei Android das gleiche.
    Das Steam Deck ist das erste, das von mir fast täglich genutzt wird. Es liegt immer griffbereit am Sofa. Manchmal habe ich nur ein 20 min Zeitfenster und selbst da kann ich einfach instant weiterspielen und jederzeit aufhören.
    Es ist wie bereits geschrieben die Gesamterfahrung, die es rund macht. Ich habe auch Spaß daran an Systemen zu basteln und habe schon seit Pocket-PC-Zeiten alles ausprobiert, was sich für Emulation und Spielen geeignet hat. Irgendwie hat man es hinbekommen, aber halt nur irgendwie und die Zeit fürs Einrichten überstieg auf Dauer immer die Spielzeit, weil der Komfort fehlte.

    Dass man "alles" unter Windows spielen kann ist richtig. Ich brauche aber nicht "alles" auf einem Handheld. Ich möchte das spielen, was auch auf 7-8 Zoll mit den Bordeingabemitteln des Handhelds Spaß macht. Instant mit Komfort. Für alles andere habe ich genügend stationäre Geräte und die einzigen Notebooks, die ich noch zum Spielen benutze tragen das IBM Logo und laufen unter DOS. Wer schleppt sein Gaming-Laptop schon rum, außer Dienstreisende und Studenten beim Pendeln am Wochenende? Ist kein mobiles Spielen, sondern Schreibtisch-zu-Schreibtisch.
    Meine Lieblingskonsole vor 30 Jahren war der alte Gameboy, weil es einfach praktisch war. Seitdem viele proprietäre und Android-Handhelds probiert und auch UMPCs wie den Samsung Q1. Bei nichts davon läuft Retroarch so ansehnlich und einwandfrei mit Shadern wie auf dem Steam Deck und parallel Grafikknaller wie Doom Eternal mit 3-facher Steuerung (Analog, Touchpad, Lagesensor).
    Ich wünsche mir auch grundsätzlich mehr Leistung und Akkulaufzeit bei jeder Hardwaregeneration, ich finde nur Valve ist der erste mit einer runden Experience an einem Handheld. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas Elementares fehlt.
    Auch läuft überraschend mehr als man denkt. Ich konnte bereits viele Titel von GOG und dem Epic Store problemlos spielen. Es funktionieren viel mehr Spiele aus der Steambibliothek als bisher angegeben, da noch nicht alles offiziell getestet wurde.

    Es gibt unterm Strich auch einen einfachen Grund, warum Windows auf kleinen Bildschirmen eine Zumutung ist und bleibt: Softwareentwicklern ist es schlicht Wumpe, ob ihre GUI und alle Schriften für ihre Programme unter Windows auf kleinen Bildschirmen nutzbar aussehen. Ist schlicht "out of scope". Befreit man sich von den Altlasten, bekommt man sowas wie Windows CE oder Windows 10 Light, das kein Mensch will. Läßt man alles drin, kann es nicht sauber skalieren und für Touch optimiert werden.
    Bei Steam OS ist sogar Internet surfen mit Sticks und Schultertasten noch ergonomisch unter Firefox. Da war ich sehr positiv überrascht.


    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Steam Big Picture Mode läuft auch unter Windows.
    >
    > Und wenn du das System darunter nutzen willst gibt es das Touchpad wie bei
    > Laptops auch. Und natürlich kann man auch Maus und Tastatur anschließen.
    >
    > Windows hat einfach den Vorteil, dass man alle PC Spiele zocken kann.

  7. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: cruse 30.06.22 - 19:57

    Beardsmear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Valve zahlt nach offiziellen Angaben bei jedem Steam Deck drauf.

    Wo hast du denn das her?

    Ich nehme seit der Ankündigung quasi jede news in der Richtung mit, aber über Kosten/Gewinn hab ich noch nichts gelesen.

  8. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 30.06.22 - 22:07

    Beardsmear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Valve zahlt nach offiziellen Angaben bei jedem Steam Deck drauf.

    Nein, laut eigenen Angaben direkt aus dem Mund von Gabe Newell ist der Einstiegspreis "schmerzhaft". Auf die einzelnen SKUs aufgeschlüsselt ist er meines Wissens nicht eingegangen.

    Angesichts dessen, welchen Plunder man bei der 512GB-Variante abgesehen von mehr RAM und mattem Display dazubekommt (Schnickschnak fürs Steam-Profil und ein Säckchen), ist die Preisdifferenz garantiert nicht nicht einfach nur den reinen Mehrkosten geschuldet, sondern dass Valve Käufer dahin locken will. Offensichtlich nicht schmerzhaft zu diesem Preis...

  9. Re: Der Markt scheint sich wohl zu lohnen?

    Autor: Sportstudent 02.07.22 - 10:58

    Gut analysiert, danke dafür.

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