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Meinung eines Buchhändlers...

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  1. Re: Meinung eines Buchhändlers...

    Autor: Jeem 27.12.09 - 17:12

    Einer meiner Kumpels hat 'ne Ausbildung zum Buchhändler hinter sich; ich hatte von daher die Gelegenheit, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken. Und dennoch - wenn die Buchhändler aussterben, wenn juckt es? Ich bin nicht mit Amazon aufgewachsen sondern mit einem Buchhändler aus Fleisch und Blut. Die Romane, die mich interessiert haben, kannte er nicht (selbst Stephen King, Terry Pratchett oder Wolfgang Hohlbein war ihm nur vom Namen her bekannt - und das sind alles Bestseller). Von Fachbüchern ganz zu schweigen. Die besten Tipps in Buchhandlungen habe ich nicht vom Buchhändler bekommen, sondern von Kunden die anwesend waren und zufällig meinen Geschmack teilten. Amazons "andere Kunden die sich für dieses Buch interessiert haben, fanden auch X interesssant" kann einen Buchhändler nicht ersetzen? Wie bitte? Die Funktion schlägt alles, was ich je im echten Buchhandel erlebt habe.

    Als Vielkäufer kann mich auch Haptik oder das "Buch im Regal" nicht reizen. Ich habe neulich knapp 100 kg Bücher (!) weggeworfen, einfach, weil ich keinen Platz dafür hatte. Verkaufen kann man vergessen; sind die Titel nicht aktuell, übersteigt der VK-Preis die Versandkosten nur, wenn man Buchmeter verkauft. Und die handvoll Bücher, die interessant sind, verschenke ich an Büchereien.

    Die meisten Buchhändler haben nicht nur die Zeichen der Zeit nicht erkannt, sie sind niemals auf den Kunden eingegangen. Die einzige Ausnahme sind Fachbuchhändler. Wer sich bspw. auf IT-Literatur spezialisiert hat und sich in dem Bereich auskennt, der kann darauf hoffen, zu überleben, weil eine entsprechend spezifische Beratung natürlich klasse ist. Unglücklicherweise habe ich noch nie einen Händler gesehen, der mich da so beraten kann, wie ich mir das vorstelle.

    Was tun als Buchhändler? Hätte ich auf dieses Pferd gesetzt, würde ich empfehlen mitzuschwimmen. Verkauft ebookreader in eurem Laden. Verhandelt mit den großen Verkäufern (amazon, libreka & co). Versucht, Prepaid Vereinbarungen zu treffen. 10 % auf eine entsprechende Karte, die bei euch vermittelt wird. Rabatte auf Bücher, die man bereits in digitaler Form hat oder umgekehrt, wer Bücher physisch kauft erhält die Bücher in digitaler Form umsonst oder stark verbilligt. Nur wer so flexibel ist, wer sich traut, solche (zugegebenermaßen schwierigen) Themen anzugehen, hat noch eine Chance. Ganz aussterben werden die Buchhändler nicht. Aber ich persönlich rechne in den nächsten 10 - 15 Jahren mit einer Großreinemache.

  2. Re: Meinung eines Buchhändlers...

    Autor: Streuner 27.12.09 - 17:28

    Kistenschieber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falls es dir entgangen ist: Ich habe nicht ohne Grund die
    > Diskussion mit einem anderen User fortgesetzt und deinen
    > Strang links liegen lassen.

    Schreib doch gleich das du mit normalen Argumenten überfordert bist.

    > Wir sehen uns dann bei McDonalds.

    Du muss deine Kunden schon woanders sammeln müssen. Deren Frass bleibe ich bevorzugt fern.

  3. Re: Meinung eines Schallplattenhändlers...

    Autor: Ubuntuler 27.12.09 - 17:33

    Bücher sind tot wie Schallplatte es lebe ebook und mp3

  4. Re: Meinung eines Buchhändlers...

    Autor: bers0r 27.12.09 - 18:40

    Jeem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was tun als Buchhändler? Hätte ich auf dieses Pferd gesetzt, würde ich
    > empfehlen mitzuschwimmen. Verkauft ebookreader in eurem Laden. Verhandelt
    > mit den großen Verkäufern (amazon, libreka & co). Versucht, Prepaid
    > Vereinbarungen zu treffen. 10 % auf eine entsprechende Karte, die bei euch
    > vermittelt wird. Rabatte auf Bücher, die man bereits in digitaler Form hat
    > oder umgekehrt, wer Bücher physisch kauft erhält die Bücher in digitaler
    > Form umsonst oder stark verbilligt. Nur wer so flexibel ist, wer sich
    > traut, solche (zugegebenermaßen schwierigen) Themen anzugehen, hat noch
    > eine Chance. Ganz aussterben werden die Buchhändler nicht. Aber ich
    > persönlich rechne in den nächsten 10 - 15 Jahren mit einer Großreinemache.


    Full ACK!

  5. Re: Meinung eines Buchhändlers...

    Autor: Der Kaiser! 27.12.09 - 21:33

    > Was hier bei den Golem-Leser oftmals ignoriert wird ist das "wir" nur eine Randgruppe sind, da draussen gibt es eine Welt ohne Gamer, NERDs und anderweitig Computeraffinen und die ist um ein vielfaches grösser als diese kleine Computerwelt, über deren Tellerrand nur wenige Poster je hinausgeblickt haben.
    Wer sind die Rentner von morgen?

    ___

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  6. Re: Meinung eines Buchhändlers...

    Autor: SwA 27.12.09 - 23:07

    Die große Reinemache am Buchmarkt? In 5 bis 10 Jahren?
    Die Reinemache läuft doch schon, nur eben aufgrund von Thalia und DBH. Die kleinen Buchhändler werden doch schon seit einigen Jahren von denen platt gemacht. Da haben doch selbst die größeren Filialisten ihre Probleme mit.

    Wie stehts eigentlich mit der Buchpreisbindung im Bezug auf E-Books?
    Im normalen Sortimentsverkauf kannste ja nicht einfach die Preise rauf und runtersetzen wie man lustig ist. Aber wie siehts hier aus?
    (Hör ich schon die ersten "Sozialismus" schreien?)

    Und ansonsten weiß ich nicht ob es soooo toll ist dass Informationen nur noch digital verfügbar sein sollen. Parallel kann man das ja gerne betreiben, aber soll das E-Book das ordinäre Buch ersetzen? Das wage ich doch stark zu bezweifeln. Selbst die CDs existieren immernoch, da wird das Buch wohl auch kaum komplett abgelöst werden.

  7. Re: Meinung eines Buchhändlers...

    Autor: Sgt. Pepper 29.12.09 - 10:53

    Ich brauch Farbe!
    Wenn ich was lesen will dann abundzu doch mal mit Farbe bzw. einer farbigen Illustration...

    Hinzu kommt ich les lieber deutsch als Englisch ;-)))
    Beides ist momentan nicht bzw. eingeschränkt möglich mit EBooks....

    Drittes und letztes Argument: Wenn ich ein Buch kaufe, verleih ich das an Freunde und Bekannte ohne Bedenken... Meinen 300€ Ebookreader würd ich niemals aus der Hand geben...

    Daher:
    durchgefallen!

  8. Meinung eines Konsumenten

    Autor: Flow77 29.12.09 - 15:33

    Gerade als kleiner Buchhändler solltest du für die Zukunft auf alles gefasst sein.
    Es wird nach wie vor Leute geben, die lieber bei einem kleinen Buchhändler einkaufen, als bei Amazon und Hugendubel einzukaufen.

    Ich persönliche gehöre was Bücher betrifft zum Glück zu den Dinosaurieren, die lieber in einem kleinen gemütlichen Laden einkaufen und sich da beraten lassen :)

    Es wäre eine feine Sache, wenn man in einem Buchladen das gedruckte Buch aber eben auch die digitale Version direkt vor Ort kaufen könnte. Am besten gleich als Bundle, mit geringem Aufpreis für die digitale Fassung.
    Sofern es irgendwann einen wirklichen Standard für eBooks gibt, wäre das vielleicht gar kein schlechtes Geschäft, auch als kleiner Buchhändler.

  9. Re: Meinung eines Konsumenten

    Autor: Der Kaiser! 29.12.09 - 17:09

    > Ich persönliche gehöre was Bücher betrifft zum Glück zu den Dinosaurieren, die lieber in einem kleinen gemütlichen Laden einkaufen und sich da beraten lassen :)
    Ich will mich gemütlich in eine Ecke setzen und Probe lesen. Das ist Teil des Kaufes. Beratung brauch ich weniger. ^^

    ___

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