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Der eigentliche Grund...
Autor: Oldschooler 18.02.16 - 11:38
... für solche Probleme sind die Manager, die unbedingt ihren Termin halten wollen, den sie ohne Rücksprache mit der Entwicklungsabteilung in einem Schlipsträgermeeting großspurig verkündigt haben. Dass das Gerät Fehler hat, war bestimmt schon bei der Entwicklung und der Auslieferung an die Medienvertreter klar... aber den Termin verschieben oder die Auslieferung stoppen will das dann keiner, sonst steht der Manager ja doof da dass er seine Termine nicht halten kann. Dann wird lieber das ganze Projekt gegen die Wand gefahren!
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Re: Der eigentliche Grund...
Autor: ShielD 18.02.16 - 11:40
Wenn die Manager Ihre Termine nicht halten können, dann kostet Sie das Geld, da Sie dann weniger Bonus or what ever bekommen :D
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Re: Der eigentliche Grund...
Autor: bofhl 18.02.16 - 11:48
Solange Manger nicht dafür gerade stehen müssen - auch finanziell! - wenn eine Veröffentlichung eines Produkts gemacht wird trotz eines zuvor bekannten Fehlers wird sich nichts ändern!
PS: es gab sogar mal so eine Firma - war eine aus der US-Luftfahrtbranche! Und der offene Umgang mit Fehlern und Problemen wurde weder vom Personal noch von deren Kunden positiv aufgenommen (um es mal freundlich zu umschreiben!) - das Endergebnis war das die Firma nun Boeing heißt bzw. von dieser übernommen wurde. -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Topf 18.02.16 - 11:50
Arbeitest du bei Microsoft oder woher hast du die Insiderinformationen?
Ich habe das Gefühl, dass einige der Golemleser mehr wissen als der Rest von uns, egal ob es um MS, Apple, Android, whatever geht. Sie wissen immer ganz genau Bescheid über die Gründe und was so in den Meetings besprochen wird.
PS: Das BWLer/"Schlipsträger"-Gebashe ist diskriminierend und kein Kavalliersdelikt, kriegt das mal in eure Schädel. LG von einem, der was ganz anderes studiert :). -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Kleine Schildkröte 18.02.16 - 12:01
Das ist überall so. Hab ich schon mehrere Male gesehen. Hätte ich eine Firma, ich würde nur Entwickler einstellen. Auch als Manager dürften nur Menschen mit ausufferndem Entwicklerhintergrund diese Funktionen ausführen. Das gilt dann auch für die Finanzabteilung.
Eigentlich Wahnsinn in der heutigen Zeit Nichtentwickler in leitenden Managementpositionen zu setzen... . -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Sybok 18.02.16 - 12:14
Kleine Schildkröte schrieb:
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> Das ist überall so. Hab ich schon mehrere Male gesehen. Hätte ich eine
> Firma, ich würde nur Entwickler einstellen. Auch als Manager dürften nur
> Menschen mit ausufferndem Entwicklerhintergrund diese Funktionen ausführen.
> Das gilt dann auch für die Finanzabteilung.
>
> Eigentlich Wahnsinn in der heutigen Zeit Nichtentwickler in leitenden
> Managementpositionen zu setzen... .
Ich bin zwar tendenziell bei Dir, aber ehrlicherweise muss man eingestehen dass die meisten guten Entwickler eher schlechte Manager wären. Etwas Hintergrund in dem Bereich ist sicher mehr als sinnvoll, aber "ausufernder Entwicklerhintergrund" für Manager ist (in der Masse) unrealisitisch (ja ich weiß: Ausnahmen gibt es immer, auch bei uns im Unternehmen). -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Captain 18.02.16 - 12:14
Topf schrieb:
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> PS: Das BWLer/"Schlipsträger"-Gebashe ist diskriminierend und kein
> Kavalliersdelikt, kriegt das mal in eure Schädel. LG von einem, der was
> ganz anderes studiert :).
Sorry, aber aus Erfahrung weiss ich, das das kein Gebashe, sondern traurige Wahrheit ist, da werden Sachen entschieden, die jeder Praktiker mit ein wenig gesunden Menschenverstand an den Entscheidungsträgern zweifeln und verzweifeln lässt.
"Wir haben entschieden, das...." heisst es so schön und in den ausführenden Bereich, seht zu, das ihr das hinbekommt, wir machen keine Fehler... -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Captain 18.02.16 - 12:17
Es würde schon reichen, wenn Manager mal zuhören und dann entscheiden würden, aber je niedriger der Praktiker, des mehr bricht man sich einen Zacken aus der Krone, also wird Bockmist entschieden...
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Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Kleine Schildkröte 18.02.16 - 12:25
Sybok schrieb:
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> Kleine Schildkröte schrieb:
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> > Das ist überall so. Hab ich schon mehrere Male gesehen. Hätte ich eine
> > Firma, ich würde nur Entwickler einstellen. Auch als Manager dürften nur
> > Menschen mit ausufferndem Entwicklerhintergrund diese Funktionen
> ausführen.
> > Das gilt dann auch für die Finanzabteilung.
> >
> > Eigentlich Wahnsinn in der heutigen Zeit Nichtentwickler in leitenden
> > Managementpositionen zu setzen... .
>
> Ich bin zwar tendenziell bei Dir, aber ehrlicherweise muss man eingestehen
> dass die meisten guten Entwickler eher schlechte Manager wären. Etwas
> Hintergrund in dem Bereich ist sicher mehr als sinnvoll, aber "ausufernder
> Entwicklerhintergrund" für Manager ist (in der Masse) unrealisitisch (ja
> ich weiß: Ausnahmen gibt es immer, auch bei uns im Unternehmen).
Ich erlebe auch Entwickler als Manager in Teams... das wichtige ist dabei Zwischen Angsthasen und nicht Angsthasen zu unterscheiden. Ich würde als Unternehmer gute Entwickler nehmen und dennen ein Grundkurs BWL geben (Mikro, etwas Macro und Entscheidungstheorie) und dann sind sie fit für die firma -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: cuthbert34 18.02.16 - 12:54
Kleine Schildkröte schrieb:
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> Sybok schrieb:
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> > Kleine Schildkröte schrieb:
> >
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> > > Das ist überall so. Hab ich schon mehrere Male gesehen. Hätte ich eine
> > > Firma, ich würde nur Entwickler einstellen. Auch als Manager dürften
> nur
> > > Menschen mit ausufferndem Entwicklerhintergrund diese Funktionen
> > ausführen.
> > > Das gilt dann auch für die Finanzabteilung.
> > >
> > > Eigentlich Wahnsinn in der heutigen Zeit Nichtentwickler in leitenden
> > > Managementpositionen zu setzen... .
> >
> > Ich bin zwar tendenziell bei Dir, aber ehrlicherweise muss man
> eingestehen
> > dass die meisten guten Entwickler eher schlechte Manager wären. Etwas
> > Hintergrund in dem Bereich ist sicher mehr als sinnvoll, aber
> "ausufernder
> > Entwicklerhintergrund" für Manager ist (in der Masse) unrealisitisch (ja
> > ich weiß: Ausnahmen gibt es immer, auch bei uns im Unternehmen).
>
> Ich erlebe auch Entwickler als Manager in Teams... das wichtige ist dabei
> Zwischen Angsthasen und nicht Angsthasen zu unterscheiden. Ich würde als
> Unternehmer gute Entwickler nehmen und dennen ein Grundkurs BWL geben
> (Mikro, etwas Macro und Entscheidungstheorie) und dann sind sie fit für die
> firma
Ein Manager, gerade ab den höheren Etagen braucht aber auch noch ein Gen dafür. Das Blabla der Manager mögen vielleicht die wenigsten, aber es ist essentiell wichtig im Umgang mit Kunden, Zulieferern und der Öffentlichkeit. Es geht ja nicht nur um Fachwissen und ich kenne wenige Entwickler, die auf so was Bock haben. Ist wie bei den Sales Leuten... ein guter Vertreter seiner Art, verkauft quasi alles. Dafür braucht man keinen studierten Ingenieur, aber ein schlechter verkauft auch mit Fachwissen nur wenig. -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Oldschooler 18.02.16 - 13:13
Topf schrieb:
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> Arbeitest du bei Microsoft oder woher hast du die Insiderinformationen?
> Ich habe das Gefühl, dass einige der Golemleser mehr wissen als der Rest
> von uns, egal ob es um MS, Apple, Android, whatever geht. Sie wissen immer
> ganz genau Bescheid über die Gründe und was so in den Meetings besprochen
> wird.
>
> PS: Das BWLer/"Schlipsträger"-Gebashe ist diskriminierend und kein
> Kavalliersdelikt, kriegt das mal in eure Schädel. LG von einem, der was
> ganz anderes studiert :).
Scheinbar hast du keinerlei Lebenserfahrung, willst einfach die Realität nicht sehen oder bist total blauäugig. -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: nicoledos 18.02.16 - 13:31
Irgendwo ist nun mal eine Deadline. Derartig komplexe Produkte sind nie Fehlerfrei, also muss irgendwann entschieden werden ob die kritischen Fehler noch bis zum eigentlichen Marktstart zu beheben sind. Das hat man hier über das Update wohl geschafft. Idealerweise ist das vor dem Produktionsstart erledigt. Das würde aber einen Vorlauf bzw. Puffer von 4-8 Wochen bedeuten, diese Zeit hat man heute nicht mehr. In der Zwischenzeit ist die Konkurrenz auch wieder weiter. Die Pressemuster sind auch nicht erst am Vortag vom Band gelaufen.
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Re: Der eigentliche Grund...
Autor: NERO 18.02.16 - 13:46
cuthbert34 schrieb:
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> Ein Manager, gerade ab den höheren Etagen braucht aber auch noch ein Gen
> dafür. Das Blabla der Manager mögen vielleicht die wenigsten, aber es ist
> essentiell wichtig im Umgang mit Kunden, Zulieferern und der
> Öffentlichkeit. Es geht ja nicht nur um Fachwissen und ich kenne wenige
> Entwickler, die auf so was Bock haben. Ist wie bei den Sales Leuten... ein
> guter Vertreter seiner Art, verkauft quasi alles. Dafür braucht man keinen
> studierten Ingenieur, aber ein schlechter verkauft auch mit Fachwissen nur
> wenig.
Das ist der Punkt. Ich kenne nämlich auf der anderen Seite Entwickler, die sich für Halbgötter fühlen und dir Anwendungen präsentieren, wo erstmal ein Fehlerbildschirm aufpoppt... Und ich kenne Entwickler, die man nicht auf Menschen loslassen kann, die in Fachchinesisch verfallen und wirres Zeug reden. Herzlichen Glückwunsch zum Projektmanagement bei solchen Leuten. Zu behaupten, Entwickler könnten "mit ein bisschen BWL" noch die Buchhaltung ersetzen, grenzt schon an bodenlose Frechheit. Controlling ist sicher auch kein Problem, nicht wahr?
Nein, es muss einfach so funktionieren, dass man abteilungsübergreifend einfach vernünftig agiert und vor allem kommuniziert. Dann kann jeder auch seinen Job machen. Es bringt nichts, wenn Sales Produkte verkauft, die es nicht gibt. Es bringt nichts, wenn der Entwickler Zeit auf Sachen verbrät, die kein Kunde braucht. Ein Entwickler, der sein Wissen an "Nicht-Götter" nicht weitervermitteln kann, auf den kann ich verzichten. Wie soll da Projektmanagement funktionieren? Gar nicht. Und genauso muss der Projektmanager/Consultant sich auf IT Aspekte einlassen. Hier kenne ich auch einige Spezis, die meinen, dass geht sie ja nichts an. So kann ich dem Kunden aber nicht erklären, warum dieses oder jenes nicht geht und wenn ich immer Rückfragen halten muss, wirkt das unprofessionell.
»The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel.« -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Truster 18.02.16 - 14:07
Topf schrieb:
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> PS: Das BWLer/"Schlipsträger"-Gebashe ist diskriminierend und kein
> Kavalliersdelikt, kriegt das mal in eure Schädel. LG von einem, der was
> ganz anderes studiert :).
sagte der Business Administration Student, der Slips trägt... ;-) -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: oleid 18.02.16 - 14:21
Es gibt Firmen, da arbeitet kein einziger BWLer und denen geht's super. Soweit ich weiß haben die Geistis für den Umgang mit dem Kunden eingestellt.
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Re: Der eigentliche Grund...
Autor: sofries 18.02.16 - 14:39
Es gibt gute und schlechte BWLer, genauso wie es gute und schlechte Entwickler gibt. Man muss bedenken, dass ein vernünftiges BWL Studium, was an einer guten Uni und nicht an einer privaten Fachhochschule vermittelt wird, genauso aufwendig und Mathematisch wie das Informatikstudium sein kann. Einen Entwickler 1-2 BWL Kurse zu geben und ihn dann als Manager zu präsentieren ist also genauso effizient, wie einem BWLer Java für Dummies zu schenken und 2 Monate später als Chefentwickler zu präsentieren.
Ziemlich hochtrabend, wenn man bedenkt, dass die meisten Informatikstudenten aufgrund ihres Abis nicht einmal BWL an einer guten Uni studieren könnten. Man sollte sich also mehr in Bescheidenheit üben und froh sein, dass viele Top Schulabsolventen Wirtschaft, Jura, Medizin und Geisteswissenschaften studieren, sodass der Durchschnitt in die meisten MINT Fächer noch reinkommen kann. -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: Oldschooler 18.02.16 - 14:47
sofries schrieb:
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> Ziemlich hochtrabend, wenn man bedenkt, dass die meisten
> Informatikstudenten aufgrund ihres Abis nicht einmal BWL an einer guten Uni
> studieren könnten. Man sollte sich also mehr in Bescheidenheit üben und
> froh sein, dass viele Top Schulabsolventen Wirtschaft, Jura, Medizin und
> Geisteswissenschaften studieren, sodass der Durchschnitt in die meisten
> MINT Fächer noch reinkommen kann.
Hast du denn Informatik studiert oder BWL? Wahrscheinlich zweites, denn sonst wüsstest du dass das Abitur-Zeugnis keinerlei Aufschluss darauf gibt, ob der Schüler intelligent ist. Wissen (Auswendig gelernte Textblöcke, die im Abitur abgefragt werden) ist eben etwas anderes als Weisheit (z.B. Mathematik, Logik, Geisteswissenschaften). Für Jura und gerade Medizin benötigt man eben ein Gehirn, dass eine Menge Daten speichern und abrufen kann. In der Informatik ist das nicht nötig, da ist eher Logik und eine schnelle Auffassungsgabe nötig. -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: felix.schwarz 18.02.16 - 14:54
Oldschooler schrieb:
> Hast du denn Informatik studiert oder BWL? Wahrscheinlich zweites, denn
> sonst wüsstest du dass das Abitur-Zeugnis keinerlei Aufschluss darauf gibt,
> ob der Schüler intelligent ist.
Andererseits ist die Korrelation Abi-Note -> Studienerfolg höher als die meisten Auswahltests, die (deutsche) Universitäten sich für gewöhnlich überlegen... -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: felix.schwarz 18.02.16 - 14:58
NERO schrieb:
> Das ist der Punkt. Ich kenne nämlich auf der anderen Seite Entwickler, die
> sich für Halbgötter fühlen und dir Anwendungen präsentieren, wo erstmal ein
> Fehlerbildschirm aufpoppt... (...)
>
> Nein, es muss einfach so funktionieren, dass man abteilungsübergreifend
> einfach vernünftig agiert und vor allem kommuniziert. Dann kann jeder auch
> seinen Job machen.
Dem stimme ich zu. Allerdings ist es ganz hilfreich, wenn jeder "da oben" auch mal die Arbeit "da unten" kennenlernt. Ich kenne ein paar sehr bodenständige deutsche Mittelständler, bei denen jeder Neueingestellte (egal in welcher Position!) erst mal einen Monat in die Produktion geht. Einfach, um den eigentlichen Herstellungsprozess kennenzulernen, um die Probleme "vor Ort" mal gesehen zu haben.
Ein solches "ganzheitliches" Verständnis des Unternehmens und seiner Herstellung sicherlich vielen Firmen gut tun. (Bei einem Konzern kann man dann sicherlich nicht alles kennen, aber 2-3 verschiedene Bereiche wie Entwicklung, Marketing, legal teams usw. wären doch auch dort ganz hilfreich.) -
Re: Der eigentliche Grund...
Autor: raskani 18.02.16 - 15:02
erstaunlich feststellung!
woher kommt diese erkenntnis?
m$ hat den rollout von windows 10 phone nun schon mehrere male verschoben, weil immer wieder probleme von den insidern gemeldet wurden, welche dann doch lieber erst behoben werden, bevor die breite masse sich wieder darüber aufregt, das m$ wieder mal zu voreilig gehandelt hat. ich hab keine ahnung, warum dies gerade beim s-book anders läuft, aber ich vermute mal, dass das nachreichen von updates zur fehlerbehebung auch wieder auf informationen von den usermeldungen zurück zuführen ist. aber wie gesagt! ich kann nur raten...
erfreulich ist es jedoch, das sie sich bewegen. denn immerhin ist auch so eine meldung; wie wir ja alle inzwischen lernen durften; auch wieder pr für das gerät. da haben sie sich wohl von anderen etwas abgeschaut? ;)
bb



