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Alles online...

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  1. Alles online...

    Autor: Replay 07.01.14 - 18:46

    ... und die Versicherungskonzerne freuen sich. Weil sie wissen, wie aktiv man ist, wie viel man schläft, etc. Das alles läßt Rückschlüsse zu, ob man auch brav ist und gesund lebt. Entsprechend bemißt sich die Versicherungsprämie.

    Kein Witz, Versicherungen durchforsten tatsächlich derartige Aktivitätsseiten (Garmin, Polar, etc.), um auf Daten Versicherter Personen zu stoßen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  2. Re: Alles online...

    Autor: katze_sonne 07.01.14 - 20:33

    Kann ich mir gerade nicht vorstellen, zumindest nicht in Deutschland. Ich bin jetzt zwar zu faul, deren Bedingungen bzgl. Datenschutz durchzulesen, aber ich glaube NICHT, dass die da sowas drin stehen haben?

    So vonwegen Datenschutz und so weiter hat man in DE ja wenigstens noch gewisse Vorteile gegenüber den Amis...

  3. Re: Alles online...

    Autor: flow77 07.01.14 - 20:44

    Wenn die Daten Öffentlich sind dann spricht wohl nichts dagegen dass die Versicherungen diese auch nutzen. Arbeitgeber durchforsten ja auch FB/Twitter/Xing etc. um Daten von Bewerbern einzuholen.

    Ehrlich gesagt ist jeder ziemlich selbst Schuld der seine persönlichen Daten unbedingt ins Netz bringen möchte. Man sollte immer das Schlimmste bzgl. seiner Daten erwarten und nicht das was man gern hätte was mit ihnen passiert.

    Der gläserne Mensch wird langsam Wirklichkeit - nur lustigerweise anscheinend freiwillig und durch einen enormen Ansatz von Naivität.

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann ich mir gerade nicht vorstellen, zumindest nicht in Deutschland. Ich
    > bin jetzt zwar zu faul, deren Bedingungen bzgl. Datenschutz durchzulesen,
    > aber ich glaube NICHT, dass die da sowas drin stehen haben?
    >
    > So vonwegen Datenschutz und so weiter hat man in DE ja wenigstens noch
    > gewisse Vorteile gegenüber den Amis...

  4. Re: Alles online...

    Autor: gollumm 07.01.14 - 21:03

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Kein Witz, Versicherungen durchforsten tatsächlich derartige
    > Aktivitätsseiten (Garmin, Polar, etc.), um auf Daten Versicherter Personen
    > zu stoßen.

    Und was schreiben die dann ihrem Versicherten? Sehr geehrter Herr/Frau XY, wir haben festgestellt, dass sie ihre sportliche Inaktivität auf der Seite von Garmin dokumentiert haben.

    In der Regel sind es ja nicht die Couch Potatos die dort ihre Daten hoch laden. Da ist es dann doch denkbar, dass jemand von dem man keine solche Daten findet ein Couch Potato ist.

  5. Re: Alles online...

    Autor: Replay 08.01.14 - 09:53

    Die schreiben nichts, aber wenn es um den Abschluß eines Vertrages geht, richtet sich die Prämie danach, was im Internet über den Versicherungsnehmer gefunden wurde.

    Beispiele?

    Unfallversicherung: Aktivitäten deuten auf ein erhöhtes Risiko hin.
    Krankenversicherung: Inaktivitäten deuten auf ein größeres Risiko hin
    Haftpflicht: Partyfotos deuten auf ein erhöhtes Risiko hin

    Es gibt auch in D-Land KFZ-Versicherungen, die einen Rabatt einräumen, wenn man sein Fahrverhalten überwachen läßt (Blackbox).

    Es ist den Leuten aber egal. Was man unschwer an der Thematik Geheimdienste erkennen kann. Normalerweise müßten die Menschen zu Zehntausenden auf die Straßen gehen. Da wünsche ich mir die Zeiten von Wackerdorf wieder her, damals bekamen die Leute den Arsch noch hoch. Aber in der heutigen weichgespülten Generation Fahrradhelm ist politische Aktivität und Eigeninitiative Zeug aus dem Geschichtsbuch. Da braucht man sich über's Wahlergebnis der BTW nicht mehr wundern. Genauso träge und bräsig wie Mutti ist das meiste Volk. Ich find's zum Kotzen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  6. Re: Alles online...

    Autor: NIKB 08.01.14 - 10:40

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt auch in D-Land KFZ-Versicherungen, die einen Rabatt einräumen, wenn
    > man sein Fahrverhalten überwachen läßt (Blackbox).
    Wenn damit vernünftige Rabatte zu erzielen wären, würde ich das sofort machen. Die dürfen ruhig wissen, dass meine Fahrweise dazu beiträgt, dass ich in meinem ganzen Leben unfallfrei geblieben bin.

  7. Re: Alles online...

    Autor: Replay 08.01.14 - 11:00

    Ich nicht. Obwohl ich bisher ebenfalls keine Unfälle verursacht habe und kein Raser bin. Ich fahre seit 26 Jahren Auto.

    Natürlich werden auch die gefahrenen Strecken überwacht, nicht nur das Fahrverhalten als solches. Das nur mal so am Rande.

    Den Leuten ist der Wert der Privatsphäre nicht mehr bewußt.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  8. Re: Alles online...

    Autor: NIKB 08.01.14 - 11:20

    Warum ist mir der Wert von Privatsphäre nicht mehr bewusst, nur weil ich eine andere Meinung habe?

    Mir ist es aber scheißegal, wenn der Versicherer meines Vertrauens, weiß wann ich mit meinem Auto wohin fahre...was er übrigens nicht weiß, weil die Tarife so unattraktiv sind, dass ich ohne Blackbox sogar billiger bin.

    Meine Privatsphäre erstreckt sich auf ganz andere Bereiche...nämlich auf welche, die mir wichtig sind,

  9. Re: Alles online...

    Autor: Replay 08.01.14 - 11:51

    Was heute optional ist und von der Masse akzeptiert wird, wird morgen Pflicht. Und spätestens dann muß man sein Leben an Konzerne verkaufen, weil's sonst keine Versicherung gibt.

    Wehret den Anfängen. Das ist so aktuell wie noch nie.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  10. Re: Alles online...

    Autor: Bassa 08.01.14 - 12:43

    Und dann springt Dir ein Kind vor Dein Auto, Du machst eine Vollbremsung und schon wird Deine Versicherung teurer.
    Dann stellt jemand fest, dass Dein Auto wiederholt neben einem gewissen Etablissement steht und Deine Krankenversicherung wird auch gleich teurer, Du bist schließlich Risiko-Patient. Und natürlich die Autoversicherung, weil die in einer Ministudie festgestellt haben, dass vor einem solchen Etablissement ständig Autos aufgebrochen werden.

  11. Re: Alles online...

    Autor: gollumm 08.01.14 - 13:09

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die schreiben nichts, aber wenn es um den Abschluß eines Vertrages geht,
    > richtet sich die Prämie danach, was im Internet über den
    > Versicherungsnehmer gefunden wurde.
    >
    > Beispiele?
    >
    > Unfallversicherung: Aktivitäten deuten auf ein erhöhtes Risiko hin.
    > Krankenversicherung: Inaktivitäten deuten auf ein größeres Risiko hin

    So bekommst Du bei der einen eine höhere, bei der anderen eine niedrigere Prämie und alles ist wieder im Lot.

    > Haftpflicht: Partyfotos deuten auf ein erhöhtes Risiko hin

    GPS Daten von der Party?

    > Es gibt auch in D-Land KFZ-Versicherungen, die einen Rabatt einräumen, wenn
    > man sein Fahrverhalten überwachen läßt (Blackbox).

    Jetzt schweifst Du aber ab. Es ging hier um das Hochladen von Daten sportlicher Aktivität.

    > Es ist den Leuten aber egal.

    Nö, aber nicht jeder schmeisst alles in den gleichen Topf. Hier geht es darum das etwas grundsätzlich mal positives veröffentlicht wird. Wenn daraus jemand ein Horrorszenario konstruieren will, dann soll er das bitte auch zu Ende denken. Aber da kommt dann gleich so ein allgemeines Gefasel von Geheimdiensten, Partyfotos und Blackboxes in Autos.

    > Was man unschwer an der Thematik Geheimdienste
    > erkennen kann. Normalerweise müßten die Menschen zu Zehntausenden auf die
    > Straßen gehen.

    Ich würde ja gerne auf die Strasse gehen, aber nicht mit denen die in ihrer Paranoia alles in einen Topf schmeissen - sonst werd ich nämlich noch mit denen in Verbindung gebracht.

  12. Re: Alles online...

    Autor: OmegaForce 08.01.14 - 13:17

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich nicht. Obwohl ich bisher ebenfalls keine Unfälle verursacht habe und
    > kein Raser bin. Ich fahre seit 26 Jahren Auto.
    >
    > Natürlich werden auch die gefahrenen Strecken überwacht, nicht nur das
    > Fahrverhalten als solches. Das nur mal so am Rande.
    >
    > Den Leuten ist der Wert der Privatsphäre nicht mehr bewußt.

    Alta schwede, Privatsphäre ist wichtig keine Frage. Aber mitlerweile wird es übertrieben, ganz ehrlich.
    Da bin ich schon fast froh das ich keinen FS hab und ihn auch nicht machen darf. Hat seine Gründe, DAS ist Privatsphäre.

  13. Re: Alles online...

    Autor: gollumm 08.01.14 - 13:20

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was heute optional ist und von der Masse akzeptiert wird, wird morgen
    > Pflicht. Und spätestens dann muß man sein Leben an Konzerne verkaufen,
    > weil's sonst keine Versicherung gibt.

    Eine Freiwillige Lösung ist natürlich Mist - eine gesetzliche mit klaren Datenschutzrechtlichen Vorgaben wäre aber vielleicht nicht schlecht - zumindest würde das wohl bei viele Autofahrern zu einer vorsichtigeren Fahrweise führen.

  14. Re: Alles online...

    Autor: Bassa 08.01.14 - 13:52

    Genau. Schließlich beweist der Staat immer wieder, wie vertrauenswürdig er bezüglich Daten ist. Wenn das allgemeine Pflicht wird, dann sind die Anfragen, die kommen werden, jetzt schon klar. Das Finanzamt wird dann prüfen, ob die Kilometer-Angabe im Steuerformular stimmt. Der Arbeitgeber will dann nachprüfen, ob der Mitarbeiter im Krankheitsfall auch tatsächlich nur zum Arzt gefahren ist. Deine Frau will herausfinden, ob Du bei der Geliebten warst. Oder umgekehrt. Oder mit umgekehrten Geschlechterrollen.

    Du weißt schon, dass beispielsweise Deine Daten vom Einwohnermeldeamt verkauft werden?

  15. Re: Alles online...

    Autor: gollumm 08.01.14 - 14:13

    Bassa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Schließlich beweist der Staat immer wieder, wie vertrauenswürdig er
    > bezüglich Daten ist.

    Zunächst mal ist bewiesen, dass Daten durchforstet werden, dass diese dann auch grossflächig missbraucht wurden ist mir nicht bekannt. Aber du kannst uns gern aufklären.

    > Wenn das allgemeine Pflicht wird, dann sind die
    > Anfragen, die kommen werden, jetzt schon klar. Das Finanzamt wird dann
    > prüfen, ob die Kilometer-Angabe im Steuerformular stimmt.

    Und dann ist Steuerhinterziehung nicht mehr so leicht möglich?

    > Der Arbeitgeber
    > will dann nachprüfen, ob der Mitarbeiter im Krankheitsfall auch tatsächlich
    > nur zum Arzt gefahren ist.

    Jetzt bleib doch mal bei einer Sache. Erst wird dem Staat was vorgeworfen und wenn dann die Beispiele Fehlen muss schon wieder der Arbeitgeber herhalten.

    > Deine Frau will herausfinden, ob Du bei der
    > Geliebten warst. Oder umgekehrt. Oder mit umgekehrten Geschlechterrollen.

    Oder die Frau

    > Du weißt schon, dass beispielsweise Deine Daten vom Einwohnermeldeamt
    > verkauft werden?

    An meine Frau?

  16. Re: Alles online...

    Autor: Bassa 08.01.14 - 14:45

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zunächst mal ist bewiesen, dass Daten durchforstet werden, dass diese dann
    > auch grossflächig missbraucht wurden ist mir nicht bekannt. Aber du kannst
    > uns gern aufklären.

    Dass Deine Daten weltweit durchforstet werden ist für Dich kein Missbrauch?

    Wie ist es zum Beispiel mit Bewegungsprofilen über Handydaten, die die Polizei von ganzen Stadtteilen hat anfertigen lassen?

    > Und dann ist Steuerhinterziehung nicht mehr so leicht möglich?

    Und dann solltest Du am besten die Strecke mit dem Maßband prüfen, damit Du nicht zuviel angibst.

    > Jetzt bleib doch mal bei einer Sache. Erst wird dem Staat was vorgeworfen
    > und wenn dann die Beispiele Fehlen muss schon wieder der Arbeitgeber
    > herhalten.

    Wenn der Staat die Daten hat, dann werden andere sie haben wollen. Die Musikindustrie steht doch auch schon bereit, um Voratsdaten abzugreifen.

    > > Du weißt schon, dass beispielsweise Deine Daten vom Einwohnermeldeamt
    > > verkauft werden?
    >
    > An meine Frau?

    Ich denke, dass sie das tun würden. Falls Deine Frau Interesse hat.
    Nein, an Firmen, die die gekauften Daten dann für Werbung verwenden, beispielsweise.

    EDIT:
    Zitate meines Texts entfernt und ersten Absatz ergänzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.14 14:48 durch Bassa.

  17. Re: Alles online...

    Autor: Replay 08.01.14 - 14:46

    Mir wird schon seit Anfang der 2000er Jahre Paranoia unterstellt, weil ich schon damals sagte, daß jedwede Art von elektronischer Kommunikation abgeschnorchelt wird. Damit kann ich also leben.

    Besonders süß ist dieses Leben, wenn man dann über ein Jahrzehnt später bestätigt wird. Was heute zum Thema Abhören, Sammeln und Überwachen bekannt ist, ist erst die Spitze des Eisbergs.

    Warum leckt sich der Hund die Eier? Weil er es kann. Warum wird abgehört und warum werden alle nur greifbaren Daten gesammelt? Weil man es kann. Was geht, wird gemacht, sei es gut oder schlecht. War so, ist so, wird so bleiben.

    Was man an personenbezogene Daten abschnorcheln, sammeln und überwachen kann, hat man zum Teil selbst in der Hand. Und da bleibt es, zumindest bei mir.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  18. Re: Alles online...

    Autor: gollumm 08.01.14 - 16:41

    Bassa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gollumm schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zunächst mal ist bewiesen, dass Daten durchforstet werden, dass diese
    > dann
    > > auch grossflächig missbraucht wurden ist mir nicht bekannt. Aber du
    > kannst
    > > uns gern aufklären.
    >
    > Dass Deine Daten weltweit durchforstet werden ist für Dich kein
    > Missbrauch?

    Ich sagte schon, dass das nicht OK ist, Grundsätzlich ist es aber erst mal ein Missbrauch der Möglichkeit und nicht der Daten an sich.

    > Wie ist es zum Beispiel mit Bewegungsprofilen über Handydaten, die die
    > Polizei von ganzen Stadtteilen hat anfertigen lassen?

    So, und was haben sie damit gemacht? Jeder Admin kann Daten ansehen die nicht für ihn bestimmt sind und macht es auch - ist das schon ein Missbrauch?

    > > Und dann ist Steuerhinterziehung nicht mehr so leicht möglich?
    >
    > Und dann solltest Du am besten die Strecke mit dem Maßband prüfen, damit Du
    > nicht zuviel angibst.

    Oder Du liesst die Daten einfach aus der Blackbox aus und gibst die Daten an.

    > Wenn der Staat die Daten hat, dann werden andere sie haben wollen. Die
    > Musikindustrie steht doch auch schon bereit, um Voratsdaten abzugreifen.

    Warum muss immer so hin und her gehüpft werden. Warum ist nie jemand in der Lage echte Bedrohungsszenarien mit den Daten um die es in dieser Diskussion geht aufzumalen? Warum wird davon ausgegangen, dass jemand der seine sportlichen Aktivitäten bei Garmin in einen geschlossen Userbereich läd auch seine Zigaretten mit Paybackkarte kauft?

    > Ich denke, dass sie das tun würden. Falls Deine Frau Interesse hat.
    > Nein, an Firmen, die die gekauften Daten dann für Werbung verwenden,
    > beispielsweise.

    Nicht wenn man dem widersprochen hat. Darüber hinaus sind diese Infos kein Geheimnis und lassen sich für jeden leicht herausfinden. Auch Grundbücher liegen schon seit je her offen.

    Verstehe mich nicht falsch. Ich sage nicht, dass das alles kein Problem ist, ich sage, dass man die Dinge einzeln betrachten muss und jeder für sich die eigenen Schlüsse ziehen muss. Ob ich mit 200 über die Autobahn brettere oder ohne Helm Fahrradfahre ist auch meiner persönlichen Risikoeinschätzung überlassen. Wenn ich nichts mehr mache was ich gerne machen würde, aus der Angst heraus was alles passieren könnte, dann bin ich ja schon gefangen.

  19. Re: Alles online...

    Autor: gollumm 08.01.14 - 16:48

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir wird schon seit Anfang der 2000er Jahre Paranoia unterstellt, weil ich
    > schon damals sagte, daß jedwede Art von elektronischer Kommunikation
    > abgeschnorchelt wird. Damit kann ich also leben.
    >
    > Besonders süß ist dieses Leben, wenn man dann über ein Jahrzehnt später
    > bestätigt wird. Was heute zum Thema Abhören, Sammeln und Überwachen bekannt
    > ist, ist erst die Spitze des Eisbergs.

    Siehst Du, ich fühle mich auch bestätigt. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass nicht Google&Co das Problem sind, sondern die Regierungen. Bei Google kann ich imm schlimmsten Fall meinen Account löschen - dann haben sie meine alten Daten, kommen aber nicht mehr an neue. DAS ist aber ihr Geschäftsmodell, weshalb ihnen der Datenschutz sehr wohl am Herzen liegt.
    Der Staat der mich bespitzeln will, der macht das so oder so - und ob es für den einfacher ist meine Daten bei Google oder auf meiner Festplatte abzugreifen, da bin ich mir gar nicht mal so sicher.

  20. Re: Alles online...

    Autor: Bassa 08.01.14 - 16:57

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sagte schon, dass das nicht OK ist, Grundsätzlich ist es aber erst mal
    > ein Missbrauch der Möglichkeit und nicht der Daten an sich.

    Es wird allerdings schwierig, in Erfahrung zu bringen, was genau da eigentlich alles passiert.

    > So, und was haben sie damit gemacht? Jeder Admin kann Daten ansehen die
    > nicht für ihn bestimmt sind und macht es auch - ist das schon ein
    > Missbrauch?

    Sie wollten eine Person damit aufspüren. Und haben deshalb halt mal einige tausend Leute verfolgt. Hier wurden die Leute einfach mal unter Generalverdacht gestellt. Und die Daten verbleiben dann. Gelöscht wird nicht.
    Ein Bewegungsprofil ist auch nicht Teil der Daten, das muss erst erstellt werden. Und wenn ein Admin das macht, dann ist das auch Missbrauch in meinen Augen, ja.

    > Oder Du liesst die Daten einfach aus der Blackbox aus und gibst die Daten
    > an.

    Was Zugriff voraussetzt.

    > Warum muss immer so hin und her gehüpft werden. Warum ist nie jemand in der
    > Lage echte Bedrohungsszenarien mit den Daten um die es in dieser Diskussion
    > geht aufzumalen? Warum wird davon ausgegangen, dass jemand der seine
    > sportlichen Aktivitäten bei Garmin in einen geschlossen Userbereich läd
    > auch seine Zigaretten mit Paybackkarte kauft?

    Das tut niemand. Und in diesem Diskussionszweig ging es um eine Blackbox, die jegliche Bewegung Deines Autos aufzeichnet, nicht um Deine Schrittzahl, die das Garmin-Gerät aufgezeichnet hat.

    > Nicht wenn man dem widersprochen hat. Darüber hinaus sind diese Infos kein
    > Geheimnis und lassen sich für jeden leicht herausfinden. Auch Grundbücher
    > liegen schon seit je her offen.

    Du kannst dem nicht widersprechen bzw. es bringt nichts, weil der Staat sich hier das Recht gibt, Deine Daten trotzdem zu verkaufen.
    Und Deine Adresse kannst Du vor Werbetreibenden durchaus geheim halten, solange das Einwohnermeldeamt sie nicht verkauft. Im Grundbuch steht auch nicht, wo Du wohnst, da steht allenfalls, dass Du Eigentümer von Wohnung oder Gebäude XY bist.

    > Verstehe mich nicht falsch. Ich sage nicht, dass das alles kein Problem
    > ist, ich sage, dass man die Dinge einzeln betrachten muss und jeder für
    > sich die eigenen Schlüsse ziehen muss. Ob ich mit 200 über die Autobahn
    > brettere oder ohne Helm Fahrradfahre ist auch meiner persönlichen
    > Risikoeinschätzung überlassen. Wenn ich nichts mehr mache was ich gerne
    > machen würde, aus der Angst heraus was alles passieren könnte, dann bin ich
    > ja schon gefangen.

    Mit so einer Blackbox kannst Du ja gar nicht mehr mit 200 Sachen über die Autobahn brettern. Dann stuft Dich Deine Versicherung hoch, weil Du in einer Risikogruppe bist. Oder Dir wird direkt der Führerschein abgenommen, weil Du leider 70km/h zu schnell warst.
    Es geht ja nicht darum, nicht mehr das zu machen, was Dir Spaß machen könnte, sondern dass wir teilweise aktiv andere dabei unterstützen, uns den Spaß zu vermiesen. Mit so einer Blackbox im Auto beispielsweise ist das Risiko da - denke ich - ein Stück höher als mit dem Fitness-Armband von Garmin, Nike, Fitbit oder wem auch immer.

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