Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Mobile Computing
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Google Wifi im Test: Google…

Technologiefrage

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Technologiefrage

    Autor: RienSte 26.06.17 - 12:48

    Verstehe ich das richtig, dass so ein Mesh-Netzwerk nun also endlich ein einziges physikalisches Netzwerk ist, nur mit mehreren AP's die sich für den Client aber identisch verhalten/darstellen?

    Aktuell habe ich zuhause ein WLAN per Fritzbox 7490 und zwei AP's, einer als Repeater, der andere als AP. Für den Client sind das nun 3 unterschiedliche Netze, auch bei identischer SSID / Passwort. Heißt für mich konkret: im Schlafzimmer wechselt das Nexus 10 ständig den AP, da hier wohl beide (also die Zentrale und der AP in der Wohnung) mit einer nahezu identischen Signalqualität senden... setz ich mich im Bett auf, wird der AP im Wohnzimmer genommen, leg ich mich hin, die Fritzbox im Stock drunter.

    Nächste Frage:
    Kann man ein bestehendes Netzwerk mit einer Zentrale + mehreren AP's irgendwie per Firmware auf ein Mesh-Netzwerk umrüsten?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.17 12:49 durch RienSte.

  2. Re: Technologiefrage

    Autor: Peter Brülls 26.06.17 - 13:04

    RienSte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verstehe ich das richtig, dass so ein Mesh-Netzwerk nun also endlich ein
    > einziges physikalisches Netzwerk ist, nur mit mehreren AP's die sich für
    > den Client aber identisch verhalten/darstellen?

    Ja. Die Zentrale des Mesh stellt wohl fest, wenn ein Client an einem ungünstigen AP liegt, wirft ihn raus und sorgt dafür, dass er sich dann an den besseren hängt, bevor der ungünstigere sich wieder für dieses Gerät öffnet.

  3. Re: Technologiefrage

    Autor: RienSte 26.06.17 - 13:19

    Ok, also das hin- und herwechseln zwischen AP's habe ich dann nur einmal, beim (erneuten) Einklinken, richtig? Steht ein AP fest, bleibt dieser angewählt.

    Wenn ich aber meinen Standort ändere (zB mit dem Tablet durchs Haus marschiere), wird ja wohl auch wieder der AP auf einen besseren gewechselt. Merkt man das in einem Mesh-Netzwerk (zB durch kurzen Verbindungsabbruch)?

  4. Re: Technologiefrage

    Autor: SlurmMcKenzie 26.06.17 - 13:30

    Ich hab heute auch zum ersten Mal vom Mesh gelesen.
    Ich bin auch von der Idee dahinter begeistert.
    Diese ganzen WLan Repeater sind alle nicht wirklich zufriedenstellend.
    Ich hab auch eine Fritzbox, einen Repeater und einen Accesspoint um alles abzudecken.
    Der Accesspoint deshalb, weil die direkte Verbindung zur Fritzbox zu weit ist und weil Repeater alle eine direkte Verbindung zum Router brauchen. Man kann die RP ja nicht hintereinander schalten (Daisy Chain) sonder nur Sternverbindung.
    Alles hat die gleiche SSID und PW. Die Endgeräte wechseln wie sie wollen, oder auch mal gar nicht.

    Mesh scheint die perfekte Lösung. Das WLAN ist im Grunde eine Cloud. Es ist einfach überall und die leitet die Daten selbstständig bis zum Router. Dabei brauchen die Geräte selbst keine direkte Funk-Verbindung zum Router, Nur zu mindestens einem anderen Gerät. Die Pakete werden einfach weiter gereicht.
    In der Theorie klingt das nach dem gelobten Land des WLANs.

    So etwas in der Art hatte ich aber sogar auch schon mal. Damals hab ich 2 WRT54 Router mit DD-WRT als Accesspoints mit WDS genutzt. Da ging das alles perfekt mit dem Roaming der Endgeräte im WLAN.
    Aber die Hardware wurde alt und mit Umstieg auf Fritz-Produkte war das WDS nicht mehr möglich.
    AVM wirbt jetzt zwar auch mit Mesh, aber nur mit "WLAN mit Mesh-Komfort".
    Ich hab da versucht genaueres nachzulesen, aber finde nichts. Für mich sieht das so aus, als ob die weiterhin normale Repeater nutzen. Kein echtes Mesh. Repeater brauchen weiterhin alle eine direkte Verbindung zum Router.

  5. Re: Technologiefrage

    Autor: Peter Brülls 26.06.17 - 13:33

    RienSte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, also das hin- und herwechseln zwischen AP's habe ich dann nur einmal,
    > beim (erneuten) Einklinken, richtig? Steht ein AP fest, bleibt dieser
    > angewählt.

    Klar. Da nimmt er von sich aus den stärksten und normalerweise ändert sich das nicht, wenn sich ein paar Wasserbeutel dazwischenstellen oder oder eine schirmende Tür geschlossen wird.

    > Wenn ich aber meinen Standort ändere (zB mit dem Tablet durchs Haus
    > marschiere), wird ja wohl auch wieder der AP auf einen besseren gewechselt.
    > Merkt man das in einem Mesh-Netzwerk (zB durch kurzen Verbindungsabbruch)?

    Laut Artikel in den meisten Fällen nicht. So lange dauert ein reconnect ja nun auch nicht.

  6. Re: Technologiefrage

    Autor: Peter Brülls 26.06.17 - 13:37

    SlurmMcKenzie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Mesh scheint die perfekte Lösung. Das WLAN ist im Grunde eine Cloud. Es ist
    > einfach überall und die leitet die Daten selbstständig bis zum Router.
    > Dabei brauchen die Geräte selbst keine direkte Funk-Verbindung zum Router,
    > Nur zu mindestens einem anderen Gerät. Die Pakete werden einfach weiter
    > gereicht.

    Der Teil entspricht aber doch dem Repeaterprinzip. Kostet halt etwas Bandbreite, wenn ich mich nicht irre.

    > AVM wirbt jetzt zwar auch mit Mesh, aber nur mit "WLAN mit Mesh-Komfort".
    > Ich hab da versucht genaueres nachzulesen, aber finde nichts. Für mich
    > sieht das so aus, als ob die weiterhin normale Repeater nutzen. Kein echtes
    > Mesh. Repeater brauchen weiterhin alle eine direkte Verbindung zum Router.

    Naja, wenn die Repeater entscheiden können, dass ein andere AP besser ist, dann ist das auch schon Mesh, imho.

    Und Kabel schlägt Funk halt noch immer. Auch bei Mesh würde ich schauen, dass die AP möglichst per LAN angebunden sind.

  7. Re: Technologiefrage

    Autor: RienSte 26.06.17 - 13:46

    Wie gesagt, ich habe (stark frequentierte) Bereiche im Haus, in denen zwei Signale nahezu identisch stark sind und deshalb der Client ständig hin und her wechselt. Das merkt man in Form von Verbindungsverlust bzw. seeeehr langsamen Geschwindigkeiten. Auch wenn beide Netze die identische SSID haben. Also ich merke den Reconnect sehr wohl... FYI: der betroffene AP arbeitet als WLAN-Bridge, hängt also am selben LAN wie die Fritzbox.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.17 13:54 durch RienSte.

  8. Re: Technologiefrage

    Autor: chewbacca0815 26.06.17 - 13:59

    SlurmMcKenzie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Accesspoint deshalb, weil die direkte Verbindung zur Fritzbox zu weit ist und weil Repeater alle eine direkte Verbindung zum Router brauchen. Man kann die RP ja nicht hintereinander schalten (Daisy Chain) sonder nur Sternverbindung.

    Nö, man kann natürlich hintereinander schalten. Bei den Fritz-Repeatern muss man manuell raussuchen, auf welche MAC-Adresse man verbinden will und schon steht die Reihenschaltung. Ist soweit ich weiß nicht dokumentiert, funnktioniert alelrdings einwandfrei.

    > Alles hat die gleiche SSID und PW. Die Endgeräte wechseln wie sie wollen, oder auch mal gar nicht.

    Die MAC-Adressen der APs sind aber unterschiedlich ;-)

    > So etwas in der Art hatte ich aber sogar auch schon mal. Damals hab ich 2 WRT54 Router mit DD-WRT als Accesspoints mit WDS genutzt. Da ging das alles perfekt mit dem Roaming der Endgeräte im WLAN. Aber die Hardware wurde alt und mit Umstieg auf Fritz-Produkte war das WDS nicht mehr möglich.

    Nimm halt aktuelle Buffalos mit DD-WRT ;-) WDS Wireless Distribution System hat aber anders als Mesh den Charm, das man es fest konfigurieren kann, wer wohin funkt und ob man Stern oder Kette will. Bei Mesh sucht das System selbständig die kürzeste Strecke zum Gateway.

    > Repeater brauchen weiterhin alle eine direkte Verbindung zum Router.

    Nur der erste ;-) Man muss aber bedenken, dass jeder Sprung den Nettodurchsatz zum Gateway halbiert, also Router -> 1. Repeater 100%, 1. Repeater -> 2. Repeater 50%, 2. Repeater -> 3. Repeater 25%. Am Ende reicht's fürs Srufen allemal, Datei schubsen wird aber nervig.

  9. Re: Technologiefrage

    Autor: chewbacca0815 26.06.17 - 14:02

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Kabel schlägt Funk halt noch immer. Auch bei Mesh würde ich schauen, dass die AP möglichst per LAN angebunden sind.

    Dann aber ist's kein Mesh mehr, sondern Roaming zwischen den APs. Business APs können das, teils mit, teils ohne zustäzliche Managementsoftware.

  10. Re: Technologiefrage

    Autor: Tipp 26.06.17 - 14:04

    Ich betreibe zuhause 6 Wireless Access Points für je ca. 20¤. Wenn man keine 200 Endgeräte verbinden muss, reicht die Preisklasse im Alltag meist völlig aus.

    Die Idee von Mesh ist nicht schlecht (besseres Repeaterprinzip), hat aber die Nachteile von einem reduzierten Datendurchsatz, wenn auch bei neueren Standards nicht mehr so tragisch. Ein weiterer Nachteil von Mesh Netzwerken ist der hohe Preis.

    Daher möchte ich (habe ich schon jahrelang problemlos im Einsatz!) ein kleines und sehr feines Tool für Android als alternative zu Mesh (nahezu gratis) vorstellen.

    95% der Anwender werden auch ohne Mesh damit völlig zufrieden sein, denke ich.
    Es geht um Smart WLAN Selector für Android:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.tartar.strongestwifi&hl=de

    Vorteile von Smart WLAN Selector gegenüber anderen WLAN Switcher-Apps:
    * Auswählbare Signalstärke-Differenz: Der Wechsel erfolgt erst, wenn z.B. ein um 20% stärkeres Signal im Vergleich zum aktuell verbundenen WLAN gefunden wird => ständiger Wechsel inklusive Verbindungsabbruch im Grenzbereich zweier WLANs wird vermieden!
    * Auswählbares Scan-Intervall für die Suche nach dem stärkstem WLAN
    * Eigenes Scan-Intervall für "Bildschirm aus" möglich. Bei ausgeschaltetem Display ist meist kein so rascher Wechsel erforderlich => bestmögliche Akku-Schonung
    * Bevorzugte WLANs: werden solange wie möglich gehalten
    * WLANs können vom Scan ausgeschlossen werden
    * Bestes WLAN wird sofort beim Einschalten des Bildschirms gesucht
    * Ruhemodus mit eigenen Scan-Intervallen zwecks Energie-Einsparung definierbar, entweder über die Uhrzeit oder über die Verbindung zu einem bestimmten WLAN. Beispiel: in der Arbeit haben Sie mehrere Netzwerke, zu Hause aber nur eines. Bei Verbindung zum Heimnetzwerk geht Smart WLAN Selector automatisch in den Ruhemodus. Erst wenn Sie den Bereich Ihres Heim-Netzwerks verlassen, schaltet die App wieder in den normalen Arbeitsmodus
    * Ausschalten des Netzwerk-Scans bei ausgeschaltetem Bildschirm oder im Ruhemodus zur maximalen Akku-Schonung möglich
    und vieles mehr...

    Viel Spaß

  11. Re: Technologiefrage

    Autor: chewbacca0815 26.06.17 - 14:10

    RienSte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie gesagt, ich habe (stark frequentierte) Bereiche im Haus, in denen zwei Signale nahezu identisch stark sind und deshalb der Client ständig hin und her wechselt.

    Dann dreh halt einfach bei einem der beiden die Sendeleistung etwas niedriger.

  12. Re: Technologiefrage

    Autor: DooMMasteR 26.06.17 - 14:57

    Beim Handover wird dein WPA-Sessionkey an den neuen AP übergeben.
    Anhand der 802.11r group-ID erkennt der Client, dass der andere AP (auch wenn er anders heißt oder sogar in einem anderen Band funkt) dass er hierzu ein fast Handover machen kann, er sagt dem alten AP dann beim Handoff, zu welchem AP er wechselt, dieser schickt den Session Key dann dort hin und ACKed den Deauth/Leave request.
    Daraufin meldet der Cleitn sich beim neuen AP mit seiner alten Session und funkt einfach weiter. Er geht dabei davon aus, dass ab Layer2 alles gleich ist, er sich also weiter im gleichen Netz befindet, der Link state ändert sich nicht und IP-Adresse/DHCP-Lease bleiben erhalten.

    Das Mesh wird erstmal nur zur Interkommunikation (als Backbone) der APs genutzt. Ob das hierbei genutzte IEEE 802.11s auch für Clients zur Verfügung steht wage ich zu bezweifeln, da es meist nur ärger macht sofern die Clients es nicht sauber supporten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.17 15:00 durch DooMMasteR.

  13. Re: Technologiefrage

    Autor: Unix_Linux 26.06.17 - 14:59

    Das ist nichts anderes als ein repeater Netz. Der Begriff mesh hört sich einfach nur moderner an.

    Es ist sozusagen eine einfach einzurichtendes repeater und AP packet. Das gleiche kann man erreichen, wenn man sich auskennt und ordentliche repeater benutz.

    Wer einfach nur seine wlan Reichweite erhöhen will, sollte einen ordentlichen repeater benutzen und fertig. Und allgemein sollte man auf 5ghz setzen. Das 2,4ghz Netz ist besonders in Städten total überfüllt.

    Nicht von dem Namen mesh irritieren lassen. Das ist keine neue Technologie oder sowas.

  14. Re: Technologiefrage

    Autor: robinx999 26.06.17 - 15:11

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SlurmMcKenzie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Mesh scheint die perfekte Lösung. Das WLAN ist im Grunde eine Cloud. Es
    > ist
    > > einfach überall und die leitet die Daten selbstständig bis zum Router.
    > > Dabei brauchen die Geräte selbst keine direkte Funk-Verbindung zum
    > Router,
    > > Nur zu mindestens einem anderen Gerät. Die Pakete werden einfach weiter
    > > gereicht.
    >
    > Der Teil entspricht aber doch dem Repeaterprinzip. Kostet halt etwas
    > Bandbreite, wenn ich mich nicht irre.
    >
    Wobei der Bandbreiten Verlust sich bei besseren Repeatern auch schon in Grenzen hält, die nutzen einfach beide Bänder. Also wenn der Laptop sich mit dem 2,4 Ghz Band mit dem Repeater verbindet, dann werden die Signale zum Router über das 5 Ghz Band gesendet, bzw. anders rum
    Grundsätzlich gibt es ja einige Arten von Mesh, auch relativ Kostengünstig mit OpenWRT, wobei es da natürlich auch alles eine Frage der Umsetzung ist und ob man da auf unterschiedlichen Frequenzen funken kann um eben keinen Bandbreiten Verlust zu erleben.
    Aber gut muss man halt schauen wer was braucht, für die Leute die nicht gerade riesige Flächen zu versorgen haben dürfte sich der Repeater in vielen fällen aufgrund des Preises anbieten.

  15. Re: Technologiefrage

    Autor: as (Golem.de) 26.06.17 - 15:38

    Hallo,

    Unix_Linux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist nichts anderes als ein repeater Netz. Der Begriff mesh hört sich
    > einfach nur moderner an.

    Ein Repeater hat etwas heftigere Bandbreiten-Nachteile. Zudem ist Roaming hier beim Client angesiedelt. Auch weil der Ausgangspunkt nichts von Repeatern hinter Repeatern weiß. Repeater können sich auch nicht in einem größeren Netz von Dutzenden Geräten umkonfigurieren, falls einer ausfällt.

    > Es ist sozusagen eine einfach einzurichtendes repeater und AP packet. Das
    > gleiche kann man erreichen, wenn man sich auskennt und ordentliche repeater
    > benutz.

    Eigentlich wäre der Vergleich zu Controller-basierten WLAN-Systemen näher. Nur mit zwei Unterschieden: Einen Backhaul zum Controller ist per WLAN geregelt (per Kabel kommt erst mit der zweiten Version) und freilich können die Controller basierten WLAN-Systeme mehr. Etwa auch die Entscheidung, ob der Controller wirklich alles sehen muss oder die APs ein bisschen autarker sind (Thin-AP/Thick-AP).

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  16. Re: Technologiefrage

    Autor: as (Golem.de) 26.06.17 - 15:56

    Hallo,

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Teil entspricht aber doch dem Repeaterprinzip. Kostet halt etwas
    > Bandbreite, wenn ich mich nicht irre.

    Nicht immer. Beim (großen) Orbi wird etwa eine 4x4-Verbindung zwischen den Mesh-Points genutzt. Zu den Clients gibts nur 2x2. Wenn man das natürlich weiterspinnt, also wie ein Flussdelta, dann kostet es Bandbreite. Genauso wenn ein Client schon in der Mitte Bandbreite für sich abzwackt und diese weiter hinten im Netzwerk dann nicht mehr zur Verfügung steht.

    In der Theorie müsste mit so einem Netz die volle Bandbreite aber bis zum Ende durchgeleitet werden können. Laut Qualcomm leidet aber die Latenz irgendwann erheblich. Ob das in der Praxis geht weiß ich aber nicht. Zum einen ist die Orbi-Firmware noch nicht fertig dafür und zum anderen bräuchte es dafür vermutlich ein halbes Dutzend Einheiten, um das vernünftig zu testen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  17. Re: Technologiefrage

    Autor: Tipp 26.06.17 - 16:07

    Wenn ich mir die aktuellen Messungen anschaue, ist die Latenz und der Datendurchsatz je nach Konfiguration erschreckend schlecht:
    http://thewirecutter.com/reviews/best-wi-fi-mesh-networking-kits/
    Wenn jetzt noch mehrere Endgeräte gleichzeitig Daten übertragen wird es bestimmt perfekt :-)

    Mehre 20¤ Wireless Access Points, sofern man nicht zu faul ist ein Kabel zu verlegen, sind solchen Lösung immer vorzuziehen! Die Nachbarschaft bedankt sich ebenfalls durch freie Kanäle :-)

    Wie gesagt, Tipp von oben befolgen.

  18. Re: Technologiefrage

    Autor: RienSte 27.06.17 - 08:26

    Ich hab den Unterschied zwischen einem Repeater Netzwerk und dem Mesh Netzwerk immer noch nicht ganz verstanden glaube ich....

    Wobei, für mich (!) relevant wäre eigentlich der Unterschied zwischen einem Netzwerk aus WLAN-Bridges (also per LAN mit dem Router verbunden) und dem Mesh-Netzwerk. Oder anders gefragt, kann ich den Komfort des nahtlosen Wechseln des APs auch mit klassischen AP's als Bridge erreichen? Also so wie beim Mesh?

    Mein Setup besteht (wie weiter oben gesagt) aus einer Fritz 7490 zwischen zwei Häusern (Verbindungstrakt) und je einem AVM 1750E pro Haus. Einmal als Bridge, einmal als Repeater (da kein Kabel vorhanden). Der Repeater ist mir noch eher wurscht (Schwiegereltern), aber bei uns (AP als Bridge) merke ich eben das Wechseln des APs, bzw. oft auch das NICHT-Wechseln sehr stark.

    Ich weiß, ich wiederhole mich... aber ich bin leider noch nicht schlauer geworden :-)

  19. Re: Technologiefrage

    Autor: as (Golem.de) 27.06.17 - 10:31

    Hallo,

    RienSte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei, für mich (!) relevant wäre eigentlich der Unterschied zwischen einem
    > Netzwerk aus WLAN-Bridges (also per LAN mit dem Router verbunden) und dem
    > Mesh-Netzwerk. Oder anders gefragt, kann ich den Komfort des nahtlosen
    > Wechseln des APs auch mit klassischen AP's als Bridge erreichen? Also so
    > wie beim Mesh?

    das kommt auf die Ansprüche an. Ich habe jahrelang mehrere Access Points mit einer SSID betrieben und auf Client-Roaming gesetzt. Wenn die Clients gute Treiber haben ist das Ergebnis ok, solange man nicht in einem Büro mit latenzkritischen Anwendungen zwischen den Access Points hin- und her läuft. Bei schlechten Treibern kann die Verbindung auch mal komplett zusammenbrechen, weil der Treiber nicht auf den anderen AP mit der selben SSID wechseln will.

    Ein Mesh-System oder Controller-basiertes Problem "schubst" vereinfacht gesagt die Clients hin und her und das zum richtigen Zeitpunkt und mit so wenig Verzögerung, dass man sogar telefonieren kann. Bei einem Controller-System kommt noch dazu, dass dieser auch mal gerne ein paar Dutzend Clients auf einen anderen AP auslagert, wenn der Platz eng wird. Ich habe das allerdings mit einem Mesh noch nicht ausprobiert und man sieht das auch nicht vernünftig. Das ist aber ein Spezialfall. Ich vermute, dass ein Mesh-System als fix aufgebautes Veranstaltungs-WLAN gut funktioniert.

    > Mein Setup besteht (wie weiter oben gesagt) aus einer Fritz 7490 zwischen
    > zwei Häusern (Verbindungstrakt) und je einem AVM 1750E pro Haus. Einmal als
    > Bridge, einmal als Repeater (da kein Kabel vorhanden). Der Repeater ist mir
    > noch eher wurscht (Schwiegereltern), aber bei uns (AP als Bridge) merke ich
    > eben das Wechseln des APs, bzw. oft auch das NICHT-Wechseln sehr stark.

    Seit heute gibts eine interessante Labor-Version, die das Repeating zu Mesh macht. News dazu geht gleich online. :) Das ist IMHO extrem spannend. Mal schauen, ob wir das testen.

    > Ich weiß, ich wiederhole mich... aber ich bin leider noch nicht schlauer
    > geworden :-)

    Also: Single-SSID mit mehreren APs: mäßiges Roaming, größere Latenzen, gute Performance, wenn die Treiber der Clients gut sind. Bewegen ist trotzdem nicht ideal. Repeater-basiertes ist ähnlich, nur dass die Erweiterbarkeit nicht so gut ist. Single-SSID-APs lässt sich beliebig erweitern, sofern die Kabelinfrastruktur es zulässt. Volle Leistungsfähigkeit überall.

    Mesh: Sieht wirklich wie ein WLAN aus (außer für diverse Blu-ray-Player die Probleme damit haben, aber gut, damit rennt man nicht durch ein Haus). Geringe Latenzen beim Roaming, begrenzt erweiterbar, aber in der Theorie ist auch bei Dutzenden APs noch am Ende die volle Leistung möglich (oder die Hälfte, je nachdem was das dritte Radio kann und wie die Abstände sind).

    Controller-WLAN: Das beste aus allen Welten. Aber die Investition in Kabelinfrastruktur, Controller und APs ist nicht vergleichbar mit den Kosten von Heimsystemen. Volle Leistungsfähigkeit eigentlich, wobei das Einstellungssache ist (soll der Controller alles bearbeiten, oder nicht?) Das geht fix in den vierstelligen Bereich mit Ausnahme von Ubiquiti, die sehr günstig sind. Gibt vermutlich noch andere. Die kenne ich aber aus der Praxis nicht.

    HTH?

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  20. Re: Technologiefrage

    Autor: sp_himmel 29.06.17 - 14:05

    Hört sich für mich Laien erst einmal gut an. Aber: Ich habe eine Fritzbox im Keller, der leider aus Bunkerbeton gebaut ist. Das Signal der Fritzbox geht per Powerline ins Erdgeschoss zum dortigen Powerline-adapter.. Von dort zu einem accessPoint, der dann das W-LAN bildet. Das gleiche für die anderen Etagen, weil Decken auch aus Bunkerbeton. Aber die aps schaffes es nicht, im Haus für stabiles W-LAN zu sorgen geschweige denn ordentlich Datendurchsatz in die Räume zu bringen.
    Frage: Kann man die Google-Mesh-Teile direkt an die Powerline-Adapter im Ergeschoss und den weiteren Etagen hängen?
    Danke für Eure Antworten
    sp-himmel

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. GKV-Spitzenverband, Berlin
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  3. OMICRON electronics GmbH, Klaus (Österreich)
  4. SURFBOXX IT-SOLUTIONS GmbH, Rostock

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 4,99€
  3. 5,95€
  4. 4,16€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Indiegames-Rundschau: Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
Indiegames-Rundschau
Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

In Stone Story RPG erwacht ASCII-Art zum Leben, die Astronauten in Oxygen Not Included erleben tragikomische Slapstick-Abenteuer, dazu kommen Aufbaustrategie plus Action und Sammelkartenspiele: Golem.de stellt neue Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten
  2. Indiegames-Rundschau Verloren im Sonnensystem und im Mittelalter
  3. Indiegames-Rundschau Drogen, Schwerter, Roboter-Ritter

Whatsapp: Krankschreibung auf Knopfdruck
Whatsapp
Krankschreibung auf Knopfdruck

Ein Hamburger Gründer verkauft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Whatsapp. Ist das rechtens? Ärztevertreter warnen vor den Folgen.
Von Miriam Apke

  1. Medizin Schadsoftware legt Krankenhäuser lahm
  2. Medizin Sicherheitslücken in Beatmungsgeräten
  3. Gesundheitsdaten Gesundheitsapps werden beliebter, trotz Datenschutzbedenken

Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

  1. Spielestreaming: Cyberpunk 2077 erscheint für Stadia
    Spielestreaming
    Cyberpunk 2077 erscheint für Stadia

    Gamescom 2019 Google hat das Rollenspiel Cyberpunk 2077 für Stadia eingekauft - leider ohne zu verraten, ob die Raytracing-Version gestreamt wird. Auch der Landwirtschaft-Simulator 2019 und Borderlands 3 sollen über die neue Plattform erscheinen.

  2. Magentagaming: Auch die Telekom startet einen Cloud-Gaming-Dienst
    Magentagaming
    Auch die Telekom startet einen Cloud-Gaming-Dienst

    Google Stadia, Blade Shadow und jetzt Magentagaming: Die Deutsche Telekom macht beim derzeit viel diskutierten Cloud-Gaming-Geschäft mit. Das Angebot der Telekom umfasst zum Beginn 100 Spiele und soll in Full-HD und später in 4K funktionieren. Die Beta startet noch auf der Gamescom 2019.

  3. Streaming: Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte
    Streaming
    Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte

    Disneys Streamingdienst Disney+ wird auf einer Reihe von Geräten als App verfügbar sein - nicht jedoch auf Amazons Tablets und TV-Sticks. Außerdem hat Disney die ersten Länder bekanntgegeben, in denen der Dienst im November 2019 starten wird.


  1. 20:01

  2. 17:39

  3. 16:45

  4. 15:43

  5. 13:30

  6. 13:00

  7. 12:30

  8. 12:02